28.11.2023

Wiederzulassung von Glyphosat wird vor Gericht angefochten

Gegen die von der Europäischen Kommission angekündigte Wiederzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre haben das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) Europe und vier Mitgliedsorganisationen Klage vor dem EU-Gericht angekündigt. Dazu erklärt Dr. Martin Dermine, geschäftsführender Direktor von PAN Europe: "Die Wiederzulassung steht im direkten Widerspruch zu den Erkenntnissen zahlreicher unabhängiger Wissenschaftler, die die Auswirkungen von Glyphosat erforscht haben. Sie widerspricht dem Willen der großen Mehrheit der Europäer und ignoriert die dringende Notwendigkeit und das politische Engagement, den Pestizideinsatz zu reduzieren. Vor allem aber verst

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28.11.2023

Studie: Gentech-Baumwolle in Indien gescheitert

In einer Übersichtsarbeit haben Agrarwissenschaftler aus den USA und Italien das Scheitern von gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle in Indien erklärt. Sie empfehlen den Landwirten, auf heimische gentechnikfreie Baumwollsaat umzusteigen und warnen davor, Bt-Baumwolle in Afrika einzuführen. In Indien wächst auf mehr als 90 Prozent der Felder gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle. Sie produziert ein eigenes Gift, das Schadinsekten wie den Baumwollkapselwurm töten soll. Nach der Erhebung der Agrarwissenschaftler Gutierrez, Kenmore und Ponti liegt es an dieser Gentech-Baumwolle, dass die durchschnittliche Baumwollernte pro Hektar in kaum einem Land so ni

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28.11.2023

Zwei Jahre Koalitionsvertrag: Leere Versprechungen und mangelnde Fortschritte im Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass sich der Koalitionsvertrag der Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren als eine Sammlung leerer Versprechungen entpuppt hat. Der Koalitionsvertrag, der mit zahlreichen Tierschutz-Versprechen so viele Ankündigungen in diesem Bereich enthält wie nie zuvor, wurde am 24. November 2021 veröffentlicht. Außer der Ernennung einer Bundestierschutzbeauftragten ist jedoch zwei Jahre später nichts passiert. „Mit dem Koalitionsvertrag war viel Hoffnung für Tierschutzfortschritte verbunden. Nach zwei Jahren jedoch sind wir bitter enttäuscht. Die politischen Zusicherungen zur Verbesserung der zahlreichen Missstän

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28.11.2023

Futtermittelindustrie, Fleischwirtschaft und Fast-Food-Ketten nicht bereit für kommende EU-Verordnung gegen Entwaldung

Der Großteil deutscher Unternehmen der Futtermittelbranche, Fleischwirtschaft und Systemgastronomie wie Fast-Food-Ketten würde aktuell gegen die EU-Verordnung gegen Entwaldung verstoßen. Dies ergibt eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 62 deutschen Unternehmen. Nur vier der befragten Unternehmen ergreifen derzeit dafür erforderliche Maßnahmen zur Rückverfolgung beim Einsatz von Futter-Soja, bei Palmöl ist es sogar nur eines. Die DUH fordert alle Unternehmen auf, öffentliche Aktionspläne mit konkreten Zielen und Fristen für die Einhaltung der EU-Verordnung gegen Entwaldung vorzulegen. Für Futtermittel für die Fleisch- und Milchproduktio

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28.11.2023

Niedersachsen will mit zwei Erlassen tierschutzwidrige Tiertransporte unterbinden

Das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen (ML) hat ein Erlasspaket zu Tiertransporten und Exporten von lebenden Tieren auf den Weg gebracht. Tierschutzwidrige Zustände sollen unterbunden werden. Am 9. Oktober ist der sogenannte „Ägypten-Erlass“ in Kraft getreten. Dieser besagt, dass die kommunalen Behörden Tiertransporte per Schiff nach Alexandria untersagen sollen, wenn als Bestimmungsort ein Stall im dortigen Hafen angegeben ist. Dem Landwirtschaftsministerium liegen glaubhafte Informationen vor, nach denen niedersächsische Rinder nicht wie angegeben dort untergebracht waren. Der angegebene Treibweg durch den Hafen ist für die Tiere nicht passi

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28.11.2023

Verlust von Pflanzendiversität kann sich negativ auf die Kohlenstoffbindung auswirken

Auf artenreichen Graslandflächen wird mehr Kohlenstoff im Boden gebunden als auf artenarmen Standorten. Das zeigen jetzt im Fachmagazin „Natur Communications“ publizierte aktuelle Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts, an dem unter anderem auch die Leuphana Universität Lüneburg beteiligt war. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Diversität und chemischer Zusammensetzung der Vegetation gibt. Die Forscher:innen konnten nachweisen, dass in artenreicheren Umgebungen pflanzliche Biomasse entsteht, die sich nach dem Absterben im Boden langsamer zersetzt. Das hat zur Folge, dass mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert wird. I

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22.11.2023

AbL: „Ein Armutszeugnis für die Agrarministerkonferenz“

Unter dem Vorsitz von Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (CDU) tagten am 21. November die Agrarministerinnen und -minister sowie Agrarsenatorinnen und -senator der Länder und des Bundes in einer digitalen Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und konnten sich auf keinen konkreten Beschluss zur Weiterentwicklung der GAP verständigen. Ein „Armutszeugnis“ nennt das die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Die Vorstellungen der Länder insbesondere zu den Öko-Regelungen, die auch die Ablehnung neuer Öko-Regelungen beinhalten, werden in den Statements einzelner Länder sowie von Bundeslandwirt

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22.11.2023

Biomarkt stabilisiert sich - Schweinepreise hui, Milchpreise pfui

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ 2023 ist kein Jubeljahr für die Biobetriebe. Die allgemeine Kaufkraftschwäche trifft die Branche im Absatz empfindlich. Da nützt auch keine laut verkündete „Bio- Strategie 2030“ des Ministeriums (die Regierungskoalitionen konnten sich ja mal wieder nicht einigen!). Und zusätzliches Staatsgeld ist für den Sektor trotz aller wohlklingenden Pläne angesichts der Haushaltslage kaum zu erwarten. Also muss es der Markt richten. Und es spricht einiges dafür, dass „sich was tut“. Laut Daten von Konsumforschern (Nielsen) konnten Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriemärkte in den ersten neun Monaten ihren Bio-Umsatz

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22.11.2023

Özdemir stellt Bio-Strategie 2030 vor

Am 16. November hat der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die im Koalitionsvertrag der Ampel beschlossene und nun ausgearbeitete „Bio-Strategie 2030“ vorgelegt. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und Bioverbände begrüßen die Strategie, mahnen jedoch an, dass die in der Strategie formulierten Ansätze ihren Weg in die Umsetzung finden müssen, in den Umbau der der Land- und Lebensmittelwirtschaft investiert werden muss und alle Ministerien mit anpacken. Warum die Bio-Strategie nicht zu 30 Prozent Bio führen wird, wird in einem Kommentar von BioHandel, dem Fachmedium der Bio-Branche, erklärt. Mit der jetzt vorgelegten Bio-Strateg

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22.11.2023

AgrarBündnis: Mehr Fairness durch aktive Gestaltung von Agrarmärkten

Die notwendige Transformation der Landwirtschaft wird teuer und die vorhandenen öffentlichen Fördermittel reichen nicht aus, um die notwendigen Veränderungen zu finanzieren. Aber höhere Kosten für Qualitätserzeugung, Regionalität und die angemessene Entlohnung der geleisteten Arbeit werden am Markt bisher nicht ausreichend honoriert. Vor diesem Hintergrund lud das AgrarBündnis ein, um darüber zu diskutieren, wie man Agrarmärkte so gestalten kann, dass sowohl die Kosten für den notwendigen Umbau der Landwirtschaft erwirtschaftet als auch eine faire Verteilung der Erlöse in der Wertschöpfungskette erfolgt. Gemeinsames Neuaushandeln von Rechten, Pflich

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21.11.2023

AbL: Eigentumsvielfalt erhalten - Ausverkauf von Land an Investoren stoppen!

Anlässlich der Kabinettsbefassungen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg mit den Entwürfen für ein Agrarstrukturgesetz hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ihr Positionspapier zur Bodenmarktgesetzgebung „Agrarstrukturgesetze: Eigentumsvielfalt erhalten und bäuerliche Betriebe sichern“ veröffentlicht. Die AbL weist darin auf die Dringlichkeit hin, Agrarland vor dem Ausverkauf an nicht-landwirtschaftliche Investoren zu schützen. Dafür muss der Kauf von landwirtschaftlichen Betrieben durch Investoren („Share Deals“) einer Anzeige- und Genehmigungspflicht unterworfen werden. Reiko Wöllert, stellvertretender Bundesvorsitzender der

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21.11.2023

139 Verbände fordern strikte Regulierung von Gentechnik - Offener Brief an Bundesminister Özdemir

In einem Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir anlässlich der EU-Agrarratssitzung in Brüssel am vergangenen Montag haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gemeinsam mit den Jugendorganisationen BUNDjugend und junge AbL (jAbL) den Erhalt von Wahlfreiheit, Sicherung der gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Lebensmittelerzeugung, Transparenz und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die weiterhin strikte Regulierung neuer Gentechniken gefordert. Damit haben sie die Forderungen e

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21.11.2023

EU-Staaten uneins über neue Gentechnik-Verordnung

Trotz zahlreicher Differenzen über die geplante europäische Verordnung zu genomeditierten Pflanzen bleibt es Ziel der spanischen Ratspräsidentschaft, die EU-Mitgliedstaaten bis 12. Dezember zu einem Kompromiss zu führen. Das ließ der designierte spanische Agrarminister gestern dem Agrarrat in Brüssel ausrichten. Damit die EU-Länder sich auf die Herausforderungen der neuen gentechnischen Verfahren (NGT) einstellen können, schlug Kroatien vor, ihnen mindestens sieben Jahre lang zu erlauben, solche Pflanzen national zu verbieten. Fast 140 Verbände forderten die Politik auf, die geplante Verordnung komplett zu stoppen. Auch einige EU-Staaten bremsten. P

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21.11.2023

NGT-Saatgut in Kanada nicht gekennzeichnet

Bioanbauer in Kanada sind besorgt über die seit Mai geltende Verordnung, die die Kennzeichnungspflicht für Saatgut, das mittels neuer Gentechnik (NGT) hergestellt wurde, und zusätzliche Prüfungen aufhebt. Bislang mussten Saatguthändler eidesstattlich versichern, dass Saatgut nicht genetisch modifiziert ist. Biolandwirte riskieren ihre Zertifizierung, wenn sie NGT-Futtermittel oder -Saatgut verwenden. Mit der Neuregelung ist es jetzt jedoch denkbar, dass weder die Saatguthändler noch die Landwirte wissen, ob es sich um NGT-Saatgut handelt. Wer Bio-Getreide in die EU exportiert, geht ein hohes Risiko ein: Werden gentechnische Veränderungen nachgewiesen,

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21.11.2023

Es geht um die Milch!

Und zwar im Schwerpunkt der aktuell erscheinenden Unabhängigen Bauernstimme für Dezember 2023. Dabei wird deutlich: Viele Faktoren nehmen Einfluss darauf, wie Milchviehbetriebe in die Zukunft blicken. So ist die Preissituation im Süden momentan besser und stabiler als im Norden. Doch je nach Strategie der Molkereien gibt es auch eine enorme Spannbreite in der Auszahlung. Insgesamt wird der Milchmarkt immer komplexer durch eine Vielzahl möglicher Qualitätsstandards und z.B. durch die verschiedenen Haltungsstufen der Kennzeichnung im Handel, weil dadurch jeweils eine getrennte Erfassung notwendig ist. Viele Bäuerinnen und Bauern setzen da mittlerweile au

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21.11.2023

Die Kühe, mein Neffe und ich

Eine Buchbesprechung +++ Die Autorin Uta Ruge schreibt als Städterin, aber auch als Kind vom Bauernhof. Sie nutzt ihre Distanz, um einen zugewandten Blick auf das Zusammenleben von Menschen und Tieren auf den Höfen heute zu werfen. Dabei liegt ihr die Milchviehhaltung besonders am Herzen. Sie beschreibt an Hand von Kindheitserinnerungen, Beobachtungen bei Besuchen und Rechercheergebnissen die Entwicklungen und Einflüsse auf landwirtschaftlichen Betrieben. Dazu erzählt sie im ersten Teil des Buches, wie ihr Neffe heute auf dem Familienbetrieb mit 140 Milchkühen und viel Automatisierung wirtschaftet. Kapitelweise abwechselnd geht Ruge wie nebenbei auf di

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15.11.2023

AbL zur SUR: Bei der notwendigen Pestizid-Reduzierung alle Bäuer:innen mitnehmen!

Nächste Woche müssen die Abgeordneten im Europäischen Parlament ihre Position bezüglich des Verordnungs-Vorschlags zur „Nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln“ (SUR) festlegen. Im Dezember muss sich auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir in den Verhandlungen des Agrarrats dazu positionieren. Dabei ist es mehr oder weniger Konsens, dass eine Reduzierung des Pestizideinsatzes im Rahmen der agrarökologischen Transformation des Agrar- und Ernährungssystems erfolgen muss, um die Artenvielfalt und die Menschen besser zu schützen. Damit dieser notwendige Systemumbau für die bäuerlichen Betriebe nicht zur existenziellen Frage wird, muss dabe

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15.11.2023

Untersuchung zeigt: Umsetzbarkeit einer Öko-Regelung für Grünland und Weidehaltung ist gegeben

Seit Jahren wurde in einer Vielzahl von Beschlüssen des Bundesrates und der Agrarministerkonferenz (AMK) herausgestellt, dass innerhalb der neu begonnen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ein bundesweites Angebot für klassische Grünlandbetriebe mit der Weidehaltung von Milchkühen fehlt, obwohl diese einen besonders hohen Wert für den Umwelt-, Natur-, Klima und Tierschutz besitzen. Die Einführung einer zusätzlichen Öko-Regelung scheitert bislang vor allem an Bedenkenträgern, die Doppelförderungsprobleme mit bestehenden Maßnahmen der 2. Säule sehen. Eine gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtscha

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15.11.2023

Milchersatz boomt – aber für wen?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Milchersatz, Pflanzendrinks oder pflanzliche Proteinprodukte sind weiterhin im Kommen, auch wenn die Spitze des Hypes in diesem Jahr vorerst gebrochen ist. Laut amtlichen Statistiken lag der Absatz von pflanzlichem Milchersatz wie Haferdrinks im ersten Halbjahr 2023 in Deutschland um ca. 75 Prozent über 2020, aber mit deutlich rückläufigem Wachstum in 2023. Der gesamte Umsatz mit Milchersatzprodukten belief sich in Deutschland im vergangenen Jahr auf 610 Mio. Euro, womit der heimische Markt Spitzenreiter in Europa ist. Lange Zeit war der Markt alternativen Start-ups überlassen worden (z.B. „Black-Forest-Nature“) un

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15.11.2023

Bio-Milch Marker Index: Auch in guten Zeiten kommen Biobauern nicht auf ihre Kosten

Die Biomilch-Erzeugungskosten in Deutschland lagen im Wirtschaftsjahr 2022/23 bei 68,95 Cent pro Kilogramm. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2,64 Cent pro Kilogramm höher, so dass der Index von 99 auf 103 Punkte kletterte. Damit sind die Biomilch-Erzeugungskosten so hoch wie nie zuvor – insbesondere die Ausgaben für Energie (+18 %), Unterhalt (+20 %) und das zugekaufte Futter (+12 %) sind das zweite Wirtschaftsjahr in Folge sehr deutlich gestiegen. Zusammen mit den allgemeinen Betriebskosten ergeben sich pagatorische Kosten von 66,65 Cent pro Kilogramm. Da aber auch die Erzeugerpreise für Biomilch im Vergleich zum Vorjahr von 52,31 auf 60,36 Cent u

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