12.04.2022

Umstrittene Versorgungslage bei Biofutter

Werden echte Versorgungskrise haben. Geht den Bio-Betrieben das Tierfutter aus? Fürs Biosiegel wird es eng. So oder so ähnlich sind in jüngster Zeit Schlagzeilen zu lesen, die bezugnehmend auf Äußerungen des Bauernverbandes oder des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft und angesichts des Krieges in der Ukraine die Situation bei der Futtermittelversorgung für Biobetriebe beschreiben. So erklärt beispielsweise der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, in der Osnabrücker Zeitung: "Die Bio-Tierhalter sind als erste von den Kriegsauswirkungen betroffen. Wir werden eine echte Versorgungskrise beim

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12.04.2022

Nick: "Gemeinwohlorientierte Landwirtschaft sorgt für besseren Zugang zu Boden und Vitalität in ländlichen Räumen"

„Gemeinwohlorientierte Landwirtschaft sorgt für besseren Zugang zu Boden und Vitalität in ländlichen Räumen.“ Das erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Dr. Ophelia Nick, anlässlich der Veröffentlichung des von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erstellten sozioökonomischen Abschlussberichts „Neue Organisationsformen des Landeigentums – Boden in Gemeinschaft“. Die vom BMEL in Auftrag gegebene Studie liefert erstmals einen Überblick über die vielfältigen Konzepte, mit denen ein gemeinwohl-orientiertes Management von Äckern und Weiden angestrebt wird.   „Unsere Böden si

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12.04.2022

Gericht verurteilt Schweinehalter wegen Schwanzkupierens

In Frankreich ist erstmalig ein Schweinhalter aufgrund des routinemäßigen Kupierens der Schwänze wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt worden, davon 25.000 Euro zur Bewährung ausgesetzt. Die örtliche Tierrechtsorganisation L214, die mehrfach die Haltungsbedingungen in dem Betrieb angeprangert hatte, spricht von einem „historischen“ Urteil, da die Justiz zum ersten Mal eine Praxis verurteilt, die seit fast 20 Jahren durch einen Erlass vom 16. Januar 2003 verboten ist. Zudem sei Frankreich wegen dieser Praxis im Jahr 2020 von der EU-Kommission abgemahnt worden – ohne bisherige Folgen. Brigitte Gothière, Mitbegründerin von L

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12.04.2022

Agrarstaatssekretärin: Regeln für neue Gentechnik nicht aufweichen

Pflanzen, die mit neuen Gentechnikverfahren (NGT) wie Crispr/Cas verändert wurden, müssen auf ihre Risiken geprüft, behördlich zugelassen und gekennzeichnet werden. Das seien wichtige Elemente des geltenden regulatorischen Rahmens, in dem sich ihr Ministerium in der neuen Legislaturperiode bewegen werde, sagte Agrarstaatssekretärin Silvia Bender bei einer Diskussion des Grain-Club. Dabei wolle man die ökologischen und gesellschaftlichen Folgen dieser Techniken stärker betrachten als bisher. Die Grünenpolitikerin verwies darauf, dass alle Studien der jüngsten Zeit eine stabil hohe Skepsis der Bevölkerung gegenüber gentechnischen Verfahren zeigen und

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12.04.2022

Bäuerinnen und Bauern fordern Klimaschutz

Am 7. April demonstrierten anlässlich der in Nordrhein-Westfalen bevorstehenden Landtagswahlen Bäuerinnen und Bauern aus 12 bäuerlichen Verbänden, zusammengeschlossen im bäuerlichen Klimanetzwerk NRW, für mehr Klimaschutz vor dem Düsseldorfer Landtag und überreichen ihre Forderungen für die kommende Legislaturperiode an Vertreterinnen und Vertreter der Parteien. Im Rahmen der Demonstration warnte das Netzwerk ausdrücklich davor, trotz Kriegen und Hungersnöten die fortschreitenden Klima- und Biodiversitätskrisen nicht aus den Augen zu verlieren. Xenia Brand, Referentin für Klimaschutz bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Sprecher

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12.04.2022

Transgene Pflanzen haben ihre Zukunft hinter sich

2021 ging in der EU erstmals kein Antrag auf Neuzulassung gentechnisch veränderter Pflanzen ein. Seit die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA im Jahr 2004 ihre Arbeit aufgenommen hat, wurden über 150 Anträge auf Marktzulassung von transgenen Pflanzen eingereicht, bis 2020 kamen jedes Jahr neue Anträge hinzu. Bereits in den letzten Jahren war deren Anzahl allerdings zurückgegangen. Mögliche Gründe für die Flaute bei den Anmeldungen sieht das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech darin, dass der Anbau der transgenen Pflanzen in den meisten Anbauregionen stagniert und es schon seit Jahrzehnten kaum Pflanzen mit wirk

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11.04.2022

NEULAND mit neuer Vereinsspitze und neuen Strukturen

Mit einer Neuausrichtung seiner Vereinsstrukturen und einem neuen Vorstand ermöglicht NEULAND Bäuerinnen und Bauern mehr Einflussnahme und Gestaltungsspielraum im Verein. Mit der jetzt erfolgten Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn können anerkannten NEULAND-Betriebe ordentliche Vereinsmitglieder werden und damit die Ausrichtung des NEULAND-Qualitätsfleisch Programmes aus besonders tiergerechter Haltung mitbestimmen. Die bisherigen Trägerverbände, der Deutscher Tierschutzbund e.V., der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) sind nach dem 31. März 2022 a

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05.04.2022

BMEL-Pläne zur Tierhaltungskennzeichnung lösen deutliche Kritik aus

Die Pläne des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Tierhaltungskennzeichnung, wie sie jetzt von agrarheute öffentlich gemacht wurden und Gegenstand eines nicht-öffentlichen Gesprächs des BMEL mit Landwirtschaftsverbänden waren, haben sowohl von landwirtschaftlicher als auch von Tierschutzseite deutliche Kritik erfahren. Laut agrarheute soll sich die neue Kennzeichnung, die zunächst nur für frisches, unverarbeitetes Schweinefleisch gelten soll, an der EU-weit geltenden Eierkennzeichnung (O bis 3) orientieren und soll somit die folgenden vier Haltungsstufen enthalten:  „Stall“: Diese unterste Stufe der Haltungsform soll für Tierhaltu

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05.04.2022

Ein Jahr nach Alt Tellin: Mit dem Thema Bestandsobergrenzen auseinandersetzen

Ein Jahr nach der Brandkatastrophe in Europas größter Ferkelzuchtanlage im mecklenburg-vorpommerschen Alt Tellin, bei dem über 50.000 Tiere starben, sind erneut Forderungen nach einem bundesweit verbesserten Brandschutz in der Tierhaltung erhoben worden. So fordert die Agrarministerkonferenz (AMK) mit Blick auf den Brandschutz den Bund auf aktiv zu werden, um zu verhindern, dass sich Stallbrände mit ihren katastrophalen Folgen für Tier und Mensch wiederholen. Für die Grünen „braucht es zeitnah eine klare und verbindliche Rechtsverordnung, die die Tiere schützt und nicht die Profitinteressen der Eigentümerinnen und Eigentümer“. Der Tierschutzbund forder

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05.04.2022

Wissenschaftler:innen fordern Bundesregierung zu mehr Tempo bei Transformation des Ernährungssystems auf

Angesichts des Angriffs Russlands auf die Ukraine fordern zahlreiche Wissenschaftler:innen in einem offenen Brief an die Bundesregierung  diese dazu auf, dieTransformation des Ernährungssystems aktiv zu beschleunigen. Der Ukraine-Krieg führt zu steigenden Preisen von Lebensmitteln, Agrarrohstoffen und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln (v.a. von Getreide, Ölsaaten, Futter- und Düngemitteln sowie Agrardiesel). In zahlreichen Ländern des Globalen Südens drohe deshalb eine Zunahme der Ernährungsunsicherheit und von damit einhergehender Unter- und Mangelernährung. Diese Entwicklungen verschärfen nach Ansicht der Wissenschaftler:innen auch in Deut

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05.04.2022

AMK: Eckpunktepapier zur wirtschaftlichen Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe übergeben

Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) hat in Magdeburg eine Verbändegemeinschaft landwirtschaftlicher Verbände – Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, European Milk Board und MEG Milch Board – ein Eckpunktepapier zur wirtschaftlich nachhaltigen Weiterentwicklung der Betriebe an den AMK-Vorsitzenden und Sachsen-Anhalts Agrarminister Sven Schulze übergeben. Minister Schulze nahm das Papier als Gastgeber der diesjährigen AMK stellvertretend für alle Agrarministerinnen und Agrarminister in Empfang und bestätigte, dass grundsätzlich anstehende Aufgaben im Agrarbereich nicht aus dem Blick verloren werde

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05.04.2022

Entgegen irreführender Aussagen: „Ohne Gentechnik“-Produktion gesichert

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) versuchen einen Zusammenbruch der „Ohne Gentechnik“-Produktion herbeizureden. Eine „Aufrechterhaltung der Versorgung des breiten Marktes mit gentechnikfreier Ware“ sei „längerfristig nicht realistisch“, behaupten die Verbände offenbar bewusst irreführend. Das teilt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit und VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting kommentiert: „Wäre das Thema nicht viel zu ernst, könnte man die Äußerungen als schlechten Aprilscherz abtun. DRV und DVT versuchen offenbar vorsätzlich, die erfolgreiche ‚Ohne Gentechnik‘-Wirtschaft ohne Grundlage in

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05.04.2022

Brotbrücke Ukraine - Gemeinsam helfen und Leben retten!

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat lebenswichtige Versorgungsstrukturen zerstört. In vielen Regionen des Landes fehlt es den Menschen an Lebensmitteln und viele hungern. “Die Lage für die Menschen in der Ukraine hat sich durch die erbitterten Kämpfe dramatisch zugespitzt”, so Martin Frick, Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Deutschland. Brot in die Kornkammer der Welt zu schicken, scheint absurd. Obwohl in der Ukraine so viel Getreide geerntet wird, sind nun viele Menschen in belagerten und beschossenen Städten und Regionen von direkten Hilfslieferungen abhängig. Damit das Grundnahrungsmittel Brot ve

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05.04.2022

EU-Agrarkommissar unterstreicht Bedeutung der Kleinbauern bei der Eröffnung des ECVC-Büros

Bei der Eröffnung des Büros der Europäischen Koordination Via Campesina (ECVC) am 31. März in Brüssel betonte EU-Kommissar Janusz Wojciechowski "die Rolle, die Kleinbauern bei der Gewährleistung der Ernährungssicherheit in Europa spielen müssen." Für die ECVC, Dachorganisation klein- und mittelbäuerlicher Interessenvertreter:innen und landwirtschaftlicher Arbeitnehmer:innen mit 31 Mitgliedsorganisationen aus 21 europäischen Ländern, war die Eröffnung der neuen Büros in Brüssel ein wichtiger historischer Moment für die Stärkung der europäischen Kleinbauernbewegung und eine Gelegenheit, ihre Positionen zu den Zielen, Instrumenten und der Umsetzung der Er

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04.04.2022

vzbv: 86 Prozent für klare Regeln bei "regionalen" Lebensmitteln

Schwarzwälder Schinken, Möhren „von hier“ oder Eier „aus der Region“: Eine große Mehrheit der Verbraucher:innen will wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen – doch der aktuelle Siegeldschungel im Supermarkt macht dies für viele schwer. Das ist das Ergebnis einer online-repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Hopp im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Demnach ist den Verbraucher:innen Regionalität bei Obst und Gemüse (86 Prozent), Eiern (82 Prozent) oder Brot und Backwaren (74 Prozent) besonders wichtig. Was Begriffe wie „regional“ oder „von hier“ tatsächlich aussagen, ist jedoch kaum bekannt. Tatsächlich wird mit Regiona

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04.04.2022

Deutscher Fleischkonsum sinkt auf niedrigsten Stand seit 30 Jahren

In Deutschland wurde im letzten Jahr so wenig Fleisch gegessen wie seit über 30 Jahren nicht mehr: Pro Kopf vertilgte jeder Deutsche im Durchschnitt „nur“ noch 55 Kilogramm Fleisch. Das zeigen die vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) für das Jahr 2021. Demnach sank der Fleischverzehr um 2,1 Kilo im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit einen historischen Tiefstand seit Einführung des Datensatzes 1989 mit der Wiedervereinigung. „Mögliche Gründe für einen sinkenden Fleischverzehr könnten die Tendenzen zu einer pflanzenbasierten Ernährung sein. Auch der weiterhin pandemiebedingte geringere Außer-Haus-Verzehr in

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04.04.2022

Termin-HINweise

Digitaler Austausch des AbL-AK Schweinehaltung am Dienstag, den 12.April 2022 mit dem Thema "Der Krieg gegen die Ukraine und die Folgen für die Getreide-, Ölsaaten- und Futtermittelmärkte" ++ Die Versprechen der neuen Gentechnik kritisch hinterfragt - Populationszucht statt Genome Editing

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29.03.2022

AbL: GAP-Krisenreserve als Zuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung nutzen

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln hat die Europäische Kommission die Krisenreserve der GAP aktiviert und stellt der EU-Landwirtschaft 500 Millionen Euro zur Verfügung. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir will die auf Deutschland entfallenen Mittel in Höhe von 60 Mio. Euro auf 180 Mio. aufstocken. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) spricht sich dafür aus, diese Mittel in Deutschland als Zuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung (BG) zu nutzen.

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29.03.2022

Verbändeplattform fordert Nachbesserungen am GAP-Strategieplan

In einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Titel „GAP-Strategieplan nachbessern: für ein friedliches, soziales und umweltfreundliches Europa“ zum deutschen Strategieplan für die gemeinsame Agrarpolitik in der EU (GAP) lehnen 27 Verbände der Agrar-Plattform ein Aufweichen oder gar Verschieben der Umweltziele der EU-Agrarpolitik strikt ab. "Ernährungssicherung sowie Umwelt-, Tier- und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sind für ein zukunftsfähiges und sicheres Ernährungssystem gleichermaßen unverzichtbar", heißt es aus dem Kreis der Unterzeichner:innen einmütig. Von Bund und Bundesländern fordern die Verbände im Vorfeld

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29.03.2022

Agrarpopulismus - im Windschatten des Krieges die Uhren zurückdrehen

Der Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen (AbL) kann über die rasche und unreflektierte Reaktion landwirtschaftlicher Verbände und der vor- und nachgelagerten Agrarindustrie auf den Krieg nur staunen. Das teilt die AbL Niedersachsen mit und bezieht sich dabei unter anderem auf Äußerungen des Landvolk Niedersachsen/Landesbauernverband. Das hatte angesichts der russischen Aggression und des Klimawandels ein Umsteuern in der Agrarpolitik und eine neue Sichtweise auf das Thema Versorgungssicherheit für nötig befunden. „Mittelfristig müssten aber vor allem die bis 2030 vorgesehenen weiteren Maßnahmen, die insb

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Welternährungskrise – ein monströses Wort. Und schrecklich s