31.01.2023

Niedersachsen fördert mit veränderten Vorgaben weiter den Ringelschwanz

Das Land Niedersachsen will die 2015 eingeführte niedersächsische Tierwohlförderung, die sogenannte Ringelschwanzprämie, mit veränderten Vorgaben für den Förderzeitraum bis 2017 weiter anbieten und hat dazu jetzt einen entsprechenden Richtlinienentwurf vorgelegt. Dabei geht es um die drei Fördermaßnahmen tiergerechte Haltung von Mastschweinen, tiergerechte Ferkelaufzucht und tiergerechte Sauenhaltung. Die niedersächsische Landwirtschaftskammer nennt zusammengefasst die wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den bisherigen Vorgaben: Der intakte Ringelschwanz hat nicht mehr die zentrale Bedeutung, die Quote von 70 % (T2, Mastschweine) bzw. 80 %

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31.01.2023

EU-Kommission hat keine Bedenken zum Gesetzentwurf zur Tierhaltungskennzeichnung

Ausdrücklich begrüßt und als „gute Nachricht“ bezeichnet hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) das Ergebnis der Prüfung des vom BMEL zur Notifizierung vorgelegten Gesetzentwurfs zur Tierhaltungskennzeichnung durch die EU-Kommission, das da lautet: keine Bedenken. In einer Mittelung weist das BMEL dabei erneut darauf hin, dass das Gesamtvorhaben zukunftsfeste Tierhaltung neben der verbindlichen Tierhaltungskennzeichnung drei weitere zentrale Bausteine umfasst: Anpassungen im Bau- und Genehmigungsrecht, ein Förderkonzept für den Umbau hin zu tiergerechteren Ställen und bessere Regelungen im Tierschutzrecht. Und mit Verweis auf die laufenden Ber

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31.01.2023

Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft leicht gesunken

Die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft sind in 2021 im Gegensatz zum Gesamtausstoß an Treibhausgasen in Deutschland gesunken. Das geht aus der jetzt vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Treibhausgasbilanz 2021 hervor. Demnach sanken die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft leicht um etwa 1,1 Millionen Tonnen auf 61,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Hier setzt sich laut UBA der Trend der vergangenen Jahre der sinkenden Tierzahlen fort. Die Rinderzahlen sanken um 2,3 Prozent, die Schweinezahlen um 9,2 Prozent. Dadurch gab es weniger Gülle, die Emissionen sanken ebenfalls (-4,0 Prozent gegenüber 2020). Die deutliche Unterschre

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31.01.2023

EU-Agrarminister bei Tiertransporten uneins

Nach der Sitzung des EU-Rats für Landwirtschaft und Fischerei am vergangenen Montag blickt der Deutsche Tierschutzbund mit Sorge auf die politischen Entwicklungen, die Lebendtiertransporte in Drittstaaten betreffen. Ein von der portugiesischen Delegation vorgestelltes Papier, das für eine Weiterführung der tierquälerischen Transporte wirbt und sich gegen jedwede Einschränkung ausspricht, erhielt eine breite Unterstützung von anderen EU-Mitgliedstaaten. Lediglich fünf Staaten, darunter Deutschland, sprachen sich explizit gegen das Papier und für Beschränkungen bzw. ein Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten, wie nach Ägypten oder Marokko, aus. „S

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31.01.2023

Neue Erkenntnisse zur Kanzerogenität von Glyphosat

Die Kontroverse über die Kanzerogenität von Glyphosat und Herbiziden auf Basis von Glyphosat (Glyphosate-Based Herbicides – GBHs) hält an. Das meldet das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) mit Blick auf eine jetzt veröffentlichte Studie. Während die Krebsagentur der Weltgesundheitsagentur (IARC) 2015 Glyphosat/GBH als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen einstufte, vertreten die meisten Regulierungsbehörden die Auffassung, dass dem Wirkstoff nur ein geringes oder gar kein Krebsrisiko innewohnt. Eine der Schlüsselfragen in diesem Zusammenhang ist, ob es einen Wirkungsmechanismus gibt, der die Verursachung von Krebs durch Glyphosat erklären kann. Der

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30.01.2023

„Ohne Gentechnik“ laut Umfrage wichtig bei Fleischersatzprodukten

Fleischersatzprodukte boomen, auch bei der Internationalen Grünen Woche standen sie 2023 im Fokus. Laut einer neuen Studie steht Gentechnikfreiheit dabei ganz weit oben auf der Wunschliste. Das erklärt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit Blick auf eine neue "Veggie-Studie“, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der PHW-Gruppe durchgeführt hat. Demnach legen 71 Prozent derjenigen, die Fleischersatzprodukte essen, Wert darauf, dass sie frei von gentechnisch veränderten Zutaten sind. „Ohne Gentechnik hergestellt“ ist laut der Untersuchung das zweitwichtigste Kriterium für Verbraucher:innen, wenn es um den Kauf von Tofu und fl

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30.01.2023

Verbände-Bündnis geht Ursachen für zu hohen Antibiotikaeinsatz in der industriellen Tierhaltung an

Seit einem Jahr ist die neue EU-Tierarzneimittelverordnung in Kraft. Darin festgelegt ist ein Verbot des routinemäßigen Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung – doch die Realität sieht noch immer anders aus. Darauf weisen 23 Verbände in einem gemeinsam unterzeichneten Eckpunktepapier hin und haben ein Maßnahmen-Paket vorgelegt, in dem sie Politik und Fleischwirtschaft zum Handeln auffordern. Im Widerspruch zum EU-Recht setzen, so die Verbände, noch immer 80 bis 85 Prozent der deutschen Hähnchenmästereien standardmäßig Antibiotika ein. Das ist ein großes Risiko, denn Resistenzen gegen Antibiotika sind schon heute laut Weltgesundheitsorganisatio

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30.01.2023

Häusling: Großes Potential für Insekten-Zusätze bei Futtermitteln

Seit Kurzem dürfen in der EU Hausgrillen zu und in Lebensmitteln verarbeitet werden. Ihr Pulver kann dann beispielsweise in Backwaren oder Suppen eingesetzt werden. Und auch der Getreideschimmelkäfer kann Lebensmitteln zugesetzt werden. Mehlwürmer und Wanderheuschrecken sind bereits seit einigen Monaten als ‚Novel Food‘ (neuartige Lebensmittel) auf dem Markt. Ein großes Potential für Insekten-Zusätze bei Futtermitteln sieht Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umwelt- und Gesundheitsausschuss. „Die Ausweitung der Novel Food Verordnung auf Insekten ist ein positives Signal. Ich sehe v.a. für

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25.01.2023

„Wir haben es satt!“-Demo: 10.000 fordern sozial gerechte Agrarwende und gutes Essen für alle

Bauernhöfe unterstützen, Insektensterben und Klimakrise stoppen, artgerechte Tierhaltung statt Megaställe und gutes Essen für alle – das haben 10.000 Menschen bei eisigen Temperaturen zum Auftakt der „Grünen Woche“ bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin gefordert. „Wir erwarten deutlich mehr von Agrarminister Özdemir und der Bundesregierung, das war zu wenig ambitioniert, zu mutlos und zu langsam“, sagt Bündnis-Sprecherin Inka Lange mit Blick auf ein Jahr Agrar- und Ernährungspolitik der Ampel-Koalition. „Olaf Scholz‘ selbsternannte Fortschrittskoalition blockiert die Agrarwende. Das Höfesterben geht weiter, das 1,5-Grad-Ziel wurde beerdi

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25.01.2023

„Wann, wenn nicht jetzt!“ - AgrarBündnis fordert, Landwirtschaft und Ernährung krisenfest und zukunftssicher zu gestalten

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2023 vorgestellt. Der Bericht dokumentiert jährlich die Vielfalt der politischen Debatte zu Landwirtschaft und Ernährung. Er formuliert fundierte Kritik am derzeitigen Agrarsystem, benennt aber auch Konzepte, Ideen und gelungene Praxisbeispiele, wie es anders gehen könnte. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Kritische Agrarbericht diesmal auf das Thema Landwirtschaft & Ernährung für eine Welt im Umbruch. Frieder Thomas, Geschäftsführer des Bündnisses, machte deutlich, dass die vielen aktuellen Krisen die Verletzlichkeit des derzeitigen Agrarsystems deut

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25.01.2023

Tierwohlprämien der Dreh- und Angelpunkt, nicht die Kennzeichnung

Borchert-Kommission will den Wandel der Tierhaltung (mit)gestalten

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24.01.2023

EMB: Wirklichkeit in der Landwirtschaft crasht politische Ziele

Das Ziel einer regionalen, unabhängigen und nachhaltigen Landwirtschaft kann nach Ansicht des European Milk Board (EMB) mit der aktuellen EU-Politik nicht erreicht werden. Für das EMB steht daher fest: Wir brauchen Reformen! Mehr Unabhängigkeit und eine bessere Ernährungssicherheit, mehr regionale Produktion, kleine, mittlere und grünere Betriebe als Rückgrat der Landwirtschaft und eine durchweg nachhaltige Erzeugung ergeben ein Bild von der Landwirtschaft, das sehr viele Menschen - Bäuerinnen und Bauern, Verbraucher und auch politische Vertreter – laut EMB zu 100 Prozent unterstützen. Denn es weise in eine optimistische Zukunft, von der Konsumenten

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24.01.2023

Verbände fordern von Özdemir Scharfschaltung des EU-Sicherheitsnetzes für Agrarmärkte für den Milchmarkt

Auf der Grünen Woche haben der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und LsV Deutschland ein gemeinsam mit der Deutschen Milcherzeugergemeinschaft MEG Milch Board verfasstes Forderungspapier an Bundesagrarminister Cem Özdemir vorgestellt, in dem dieser aufgefordert wurde, das EU-Sicherheitsnetz für Agrarmärkte für den Milchmarkt scharfzuschalten. Der Milchmarkt habe seinen Kipp-Punkt längst überschritten, ein politisches Handeln sei daher höchst angebracht, so die Verbandsvertreter übereinstimmend. In den Verhandlungen auf EU-Ebene müsse Bundesagrarminister Cem Özdemir eine Vorreiterro

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24.01.2023

ZALF: Carbon-Farming-Zertifikate kein sinnvolles Instrument für den Klimaschutz

Einer kürzlich im Journal of Environmental Management erschienenen Studie zufolge sind CO2-Ausgleichszertifikate, die auf einer Steigerung der organischen Kohlenstoffmenge in landwirtschaftlichen Böden beruhen (Humuszertifikate), als Instrument für den Klimaschutz ungeeignet. Vor allem die Dauerhaftigkeit der Speicherung sowie deren Überwachung seien nicht ausreichend gewährleistet. Es sei unwahrscheinlich, dass die Zertifikate den Emissionsausgleich tatsächlich langfristig erbringen, für die sie am Markt gehandelt werden, so die Autorinnen und Autoren. Die dafür eingesetzten Mittel könnten an anderer Stelle wirksamerer eingesetzt werden, etwa im Berei

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24.01.2023

Deutliche Mehrheit gegen Absenkung der EU-Gentechnik-Standards

Die EU-Kommission plant, die Standards für Zulassung und Kennzeichnung von Gentechnik-Pflanzen und Lebensmitteln abzusenken. Die deutsche Bundesregierung sollte das nicht unterstützen, meint die deutliche Mehrheit in einer aktuellen Umfrage des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). 58 Prozent der Befragten sprachen sich Anfang Januar 2023 in einer repräsentativen Civey-Umfrage gegen eine deutsche Unterstützung der Pläne der EU-Kommission zur Gentechnik-Deregulierung aus, nur 25 Prozent sind dafür, knapp 17 Prozent unentschieden. Erfreuliche Aussagen von Lemke und Özdemir „Eine deutliche Mehrheit will, dass Deutschland sich gegen eine Ab

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24.01.2023

Brot für die Welt: Umdenken bei der Hungerbekämpfung nötig

Brot für die Welt fordert anlässlich des internationalen Treffens der Agrarminister:innen beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) erneut ein Umdenken bei Hungerbekämpfung: Mehr Getreide auf dem Teller statt in Trog und Tank!

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24.01.2023

Studie: Schattenseiten der Digitalisierung ernst nehmen

Nitrat im Trinkwasser, Insektensterben und Verlust der Biodiversität in der Agrarlandschaft: Digitale Technologien wie Drohnen, Sensoren, Agrar-Apps und GPS-gesteuerte Roboter können helfen, dass die Landwirtschaft ökologischer wird, etwa indem der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verringert wird. Doch damit dies gelingt, braucht es ökologische und soziale Leitlinien, sonst könnte die Digitalisierung bestehende Probleme sogar verschärfen. Das betonen Forschende vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in einer vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragten Studie, die

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05.01.2023

Eigentlich waren wir in den letzten Jahren frohen Mutes, als