28.12.2020

Thünen-Institut verteilt „gute Noten“ an Gemeinwohlprämie

Das bundeseigene Thünen-Institut hat im Auftrag der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern geprüft, inwieweit das Modell der Gemeinwohlprämie (GWP) des Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL; siehe dazu die Meldungen der Unabhängigen Bauernstimme) für eine Umsetzung der verpflichtenden Eco-Schemes ab 2023 geeignet ist. Im Ergebnis geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dem Konzept jetzt gute Noten. Das meldet top agrar unter Bezug auf eine dem Magazin vorliegende bisher noch unveröffentlichten Stellungnahme des Thünen-Instituts für das Bundeslandwirtschaftsministerium. „Der Ansatz der Gemeinwohlprämie (GWP) ist ein geeigneter An

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28.12.2020

DVL: Landschaftspflege schützt das Klima!

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) fordert, natürliche CO2-Senken wie Moore und Wälder zu stärken und diese Gemeinwohlleistungen endlich angemessen zu honorieren. Der DVL legt dazu Leitlinien für Klimaschutz und Landschaftspflege vor, die unter anderem auch eine Reduktion der Tierbestände und eine flächengebundene Tierhaltung vorsehen. Der Europäische Rat hat am 11. Dezember 2020 die EU-Klimaschutzziele verschärft und die Reduzierung der EU-Treibhausgasemissionen um netto 55 % bis 2030 beschlossen. Zur Reduktion der Treibhausgase kann die Landnutzung nach Ansicht des DVL einen enormen Beitrag leisten. Um die Klimaziele zu erreichen, gilt

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23.12.2020

BÖLW: Entwurf zum Ökolandbaugesetz braucht gründliche Überarbeitung

Aktuell wird das Ökolandbaugesetz (ÖLG) durch die Bundesregierung überarbeitet. Notwendig wird die Novelle, da ab 1.1.2022 das neue europäisches Bio-Recht angewendet wird und eine neue europäische Kontroll-Verordnung bereits seit einem Jahr gilt. „Ein gut gestaltetes ÖLG ist wichtig, um die positive Dynamik beim Anbaus, der Verarbeitung und der Vermarktung von Bio-Lebensmitteln zu stützen“, sagt Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Nur mit tauglichen gesetzlichen Grundlagen lasse sich das Ziel der Bundesregierung von 20 % Bio-Fläche bis 2030 erreichen. „Für ein gutes ÖLG muss das BMEL

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23.12.2020

WHES21: "Dein Fußabdruck für die Agrarwende"

Auch zum Auftakt des Superwahljahrs 2021 mit sechs Landtagswahlen und der Bundestagswahl wird es im Januar wieder Proteste für den sozial-ökologischen Umbau der Landwirtschaft geben. Am 16.1. heißt es wieder: Wir haben Agrarindustrie satt! – coronabedingt jedoch nicht auf bekannte Art und Weise. „Weil wir die Infektionszahlen nicht noch weiter in die Höhe treiben wollen, haben wir die ‚Aktion Fußabdruck‘ ins Leben gerufen: Schickt uns euren Fußabdruck mit einer Forderung für die Agrarwende zu – so könnt ihr von Zuhause ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Agrarpolitik senden. Wir setzen die Abdrücke dann vor dem Kanzler*innenamt in Szene. So ford

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23.12.2020

Umweltverbände kritisieren die weitere Verzögerung von Eckpunkten für ein Lieferkettengesetz

Ein „Trauerspiel“ ist nach Ansicht von Umweltverbänden die erneute Verschiebung der Beratungen zu Eckpunkten für ein deutsches Lieferkettengesetz, Umweltschutz und Menschenrechte müssen weiter in die Warteschleife. Unterdessen hält Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, an dem Plan fest, ein wirksames Lieferkettengesetz noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. "Mit dieser Trödelei werden deutsche Unternehmen in ihrer ausbeuterischen Praxis nur bestätigt", erklären der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, WWF Deutschland und Deutsche Umwelthilfe (DUH). "Die and

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23.12.2020

Eine „Robustpute“ für die kleinbäuerliche Landwirtschaft

Die „Entwicklung einer wirtschaftlichen Öko-Putenkreuzung für den direkt vermarktenden Landwirt“ ist das Ziel eines von der EU und dem Land Niedersachsen geförderten Projektes des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN), über das im Monatsbericht Dezember des KÖN berichtet wird. „Mastputen müssen heute in kurzer Zeit sehr schnell an Gewicht zulegen. Nach 20 Wochen werden sie geschlachtet. Mit dem schnellen Wachstum der Tiere sind hohe Ansprüche an Futter und Haltung verbunden. Deshalb sind Putenaufzucht und -mast fest in der Hand von Spezialisten“, heißt es da. Aus kleinbäuerlichen Betrieben und Gemischtbetrieben mit Direktvermarktung si

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23.12.2020

Transformation des Ernährungssystems kann Artensterben aufhalten

Unsere Ernährungsweise und Lebensmittelproduktion muss sich grundlegend ändern, um der Zerstörung von Lebensräumen und dem Artensterben Einhalt zu gebieten. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch eine am 21. Dezember in Fachjournal „Nature Sustainability“ erschienene Studie untermauert dies erneut. Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, könnten 2-10 Millionen Quadratkilometer Land bis 2050 in Agrarflächen umgewandelt werden – meist zulasten natürlicher Lebensräume. Ein internationales Forscherteam prognostiziert nun, dass fast 90% aller Arten dadurch ihren Lebensraum teilweise verlieren könnten. „Wir haben abgeschätzt, wie sich die landwirtschaftlich

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21.12.2020

Milchdialog will DENKZETTEL verteilen, weil Verhandlungsstand nicht reicht

Nicht nur angesichts laufender Verhandlungen mit Vertretern des Lebensmittelhandels (LEH) hatten die Organisationen des Milchdialogs zunächst geplant, bis zum 10. Januar weitere Aktionen bei Verarbeitern wegen des Lockdowns auszusetzen. Doch der aktuelle Verhandlungsstand mit dem Handel und den Verarbeitern reicht, trotz einzelner positiver Signale des Handels, ihnen nicht, zumal wenn sie jetzt von deren Seite aufgefordert werden, sich zunächst zu einigen. „Nein, wir müssen uns nicht einig werden. Wir sind uns einig, dass die Preise kurzfristig raufmüssen“, heißt es beim Milchdialog. Die Landwirte sind nach Ansicht des Milchdialogs nicht die eigentlich

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21.12.2020

Marktordnung: EMB und AbL fordern Zustimmung zu Position des EU-Parlaments von EU-Mitgliedsstaaten und Kommission

Am 23. Oktober 2020 hat das EU-Parlament seine Position zur Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) innerhalb der GAP beschlossen. Diese Position wird vom European Milk Board (EMB) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) unterstützt. Daher haben sich die zwei Organisationen jetzt an politisch Verantwortliche in Brüssel und Deutschland, hier unter anderem an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), gewandt und sie zur Unterstützung der Position des EU-Parlaments aufgefordert. Beim EMB heißt es dazu: Auf EU-Ebene verhandeln derzeit Parlament, Rat und Kommission in

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21.12.2020

Nicht nur zur Weihnachtszeit – Biofleisch gesucht

Der Verkauf von Biofleisch ist rasant gestiegen, meldet der Agrarmarketing Informationsdienst (AMI) nach Auswertung der Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Zeitraum von November 2019 bis Oktober 2020. Auch vor Weihnachten reiße die Nachfrage nicht ab. Die Versorgung ist eher knapp und nicht jeder wird sein gewünschtes Schweinefilet oder Rinder- Rumpsteak bekommen, wenn er nicht früh genug bestellt hat. „Es ist irre“, wird ein Vermarkter zitiert. Vom Direktvermarkter über den Bioladen bis zum Supermarkt – alle profitieren davon, dass vermehrt zu Hause gegessen werden muss, da Biofleisch in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung

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21.12.2020

AbL und GeN fordern von KWS: Ausstieg aus der Gentechnik und auf zukunftsgerichtete Innovationen setzen

Der Saatgut-Konzern KWS setzt auf neue Gentechnik. Das machte der Vorstand auf der virtuellen Hauptversammlung deutlich. „KWS hat die umfangreichen Chancen der neuen Züchtungstechnologien frühzeitig erkannt und sich entsprechend aufgestellt. Weizen kann aus sich selbst heraus resistent gegen Pilzkrankheiten sein. Mit Hilfe neuer Züchtungsmethoden aus dem Werkzeugkasten ‚Genome Editing‘ konnte in unserem Gemeinschaftsprojekt PILTON ein solcher Weizen erzeugt werden“, heißt es da. Und zum Genom-Editing verkündet der Vorstand: „Die Technologie ist heute für Mais, Zuckerrübe, Weizen und Roggen als Routine etabliert und wird in vielen Projekten in Züchtung

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19.12.2020

50.000 Unterschriften für die Petition „Qualität aus Bayern – Futtermittel aus Europa und mehr Tierschutz“

Die AbL-Bayern hat im September mit Unterstützung zahlreicher Verbände eine Petition zur Qualifizierung des bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegels an die Bayerische Staatsregierung und den Bayerischen Landtag gestartet. Auf zwei online-Portalen sind zwischenzeitlich mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt worden. „Angesichts der fortdauernden Bauernproteste für gerechte Erzeugerpreise und den Trilog-Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) sehen wir unsere Petition als wichtigen Baustein für den konkreten Wandel in Bayern“, erklärt die AbL. Die Situation der landwirtschaftlichen und vor allem der schweinehaltende

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19.12.2020

Die regionalen Anbieter stärken

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig funktionierende Wertschöpfungsketten sind und den Ruf nach mehr Regionalität laut werden lassen. Das belegt auch eine jetzt veröffentlichte repräsentative Umfrage in Nordrhein-Westfalen (NRW): 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in NRW wollen mehr regionale Lebensmittel. „Die Umfrageergebnisse zeigen: Die Bedeutung und Nachfrage regionaler Lebensmittel ist ungebrochen, die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen mehr regionale Produkte in den Lebensmittelläden vor Ort, der Bedarf ist da. Das kann die Ernährungsindustrie in Nordrhein-Westfalen nutzen und ein noch größeres und gezielteres Angebot in den Geschä

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19.12.2020

AbL zum Agrarstrukturgesetz: Großes Potential, aber im Detail noch viele Mängel

Der von den Regierungsfraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt vorgelegte Gesetzentwurf für ein Agrarstrukturgesetz hat nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) „das Potential, den Landgrabbern in Sachsen-Anhalt tatsächlich das Handwerk zu legen. Allerdings muss in entscheidenden Details noch erheblich nachgebessert werden, wenn das Gesetz wirklich Wirkung entfalten soll“, erklärt Claudia Gerster, AbL-Landessprecherin Sachsen-Anhalt. „Überregionale Holdings werden zum Beispiel nicht berücksichtigt, ebenso wenig Anteilskäufe über Stiftungen, obwohl dies mittlerweile ein gängiger Weg is

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19.12.2020

EU-Parlament lehnt Import-Zulassung von GV-Pflanzen ab

Mit großer Mehrheit hat das Europa-Parlament die EU-Kommission aufgefordert, fünf gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen die beantragte Import-Zulassung als Futter- und Lebensmittel zu verweigern. Das Abstimmungsergebnis war deutlich: Von den 696 Abgeordneten lehnten je nach GV-Pflanze 472 bis 490 eine Zulassung ab. Weitere 22 bis 30 enthielten sich. Für eine Zulassung plädierten 184 bis 194 Abgeordnete, das entspricht rund 27 Prozent. Aktuell steige die Ablehnung gegen die Zulassung von GV-Pflanzen zum Import. Im Mai 2020 lehnten 477 Abgeordnete die Zulassung der GV-Soja MON 87708 × MON 89788 × A5547-127 ab. Das sei bis dahin die höchste Zahl gewesen,

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19.12.2020

Schweinestau und Exportorientierung - ein Umdenken ist notwendig

Aktuell stauen sich laut Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) etwa 670.000 Schweine in den deutschen Ställen. Nicht zuletzt aufgrund der immer wieder auftretenden Ausbrüche von Coronainfektionen in großen Schlachthöfen wie bei Vion an den Standorten in Emstek und Landshut und Tönnies am Standort in Weißenfels rechnet die ISN mit einem Abbau des Staus nur in kleinen Schritten. Doch anstatt die Ursachen eines aus dem Ruder gelaufenen Systems der Exportorientierung anzugehen, sucht die Fleischbranche nach Ansicht der Tierschutzorganisation PROVIEH neue Absatzmärkte in Asien. Die internationale Abhängigkeit und der Druc

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14.12.2020

Teilnehmer des Milchdialogs verständigen sich auf gemeinsame Position zu den Unterstützungsmöglichkeiten des Lebensmitteleinzelhandels

Nach zahlreichen Aktionen der Bäuerinnen und Bauern vor den Zentrallägern des Lebensmitteleinzelhandels liegen nun unterschiedliche Vorschläge und Angebote auf dem Tisch, wie die wirtschaftlich katastrophale Situation der Landwirte verbessert werden könnte. Die Teilnehmer des Milchdialog nehmen dazu wie folgt Stellung: Aktuell liegen – angestoßen durch die bundesweiten Aktionen der Bäuerinnen und Bauern vor den Verarbeitungsunternehmen und im Besonderen auch bei den Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels – ganz unterschiedliche Vorschläge von verschiedenen Akteuren auf dem Tisch, wie die wirtschaftlich desaströse Situation der Bäuerinnen und Baue

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14.12.2020

Faire Erzeugerpreise sind möglich

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte zum Branchengipfel (Krisengipfel) wegen der Bauernproteste vor Warenlagern geladen und zog anschließend ein ernüchterndes Fazit: „Es war eine Vorwärtsbewegung und ein klarer Wille zum Dialog zu erkennen. Unsere Landwirtschaft erfüllt höhere Standards. Das spiegelt sich aber nicht an der Ladenkasse wider. Wenn wie bei uns verantwortungsvoll Landwirtschaft betrieben wird, brauchen wir faire Preise. Jetzt ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik, Landwirten, Molkereien und Handel gefragt, keine Schuldzuweisungen. Ich fordere alle Verantwortlichen in der Kette auf, konkr

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14.12.2020

Regionale Schlachthofkonzentration erhöht Risiken der gesamten Schweinebranche

Dass die hohe Konzentration der Schlachthöfe – die großen 3 Tönnies, Westfleisch, Vion schlachten 60% der Schweine - ein Risiko für den gesamten Schweinemarkt darstellt, hat sich jetzt in Coronazeiten eindrücklich gezeigt. Die Schließung bzw. die anschließenden Einschränkungen der Kapazitäten nicht nur bei Europas größtem Schlachthof in Rheda- Wiedenbrück ließen einen „Schweinestau“ entstehen, der durch die Exportbegrenzungen nach Auftreten der ASP noch erheblich verschärft wurde. Immer noch drücken fast eine halbe Mio. Schweine, die schlachtreif sind. Aber auch die regionale Konzentration birgt große strukturelle Risiken für die gesamte Branche. So w

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14.12.2020

Ausstieg aus der Käfighaltung in Tschechien – Kuchen- und Nudelhersteller auf der Suche

Käfigeier sind in Deutschland praktisch seit ca. 10 Jahren ausgelistet. Damals hatten Aldi und im Schlepptau alle andere Einzelhändler Schaleneier mit der Käfighaltungsstufe 3 nicht mehr angeboten. In kurzer Zeit waren Käfigeier aus den Geschäften des Einzelhandels verschwunden. Und viele Bauern konnten und mussten sich auf andere Haltungsformen umstellen. Seitdem hat sich in der Hühnerhaltung einiges verändert. War in den 1980/90er Jahren selbst auf Bauernhöfen die Käfighaltung weit verbreitet, änderte es sich allmählich. Heute werden etwa 60% der 42 Mio. Hühner in Bodenhaltung, 21% in Freiland- und 14% in Biohaltung und nur noch 5% in ausgestalteten

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