25.09.2020

Smart aber fair – Digitalisierung muss alle mitnehmen

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung einen enormen Schub verliehen. Bisher profitieren jedoch vorrangig Industrienationen und große Tech-Unternehmen von digitalen Innovationen. Anlässlich des am 25. September erreichten fünften Jahrestags der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) fordert der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) eine faire Besteuerung von Digitalunternehmen, die Beteiligung der Zivilgesellschaft im Digitalrat der Bundesregierung und legt Handlungsempfehlungen vor, wie die Digitalisierung, unter anderem auch im Bereich der Landwir

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25.09.2020

Zweifelhafte CRISPR-Versuche an Kälbern

Wie eine aktuelle Publikation zeigt, wurden in Deutschland Versuche mit neuer Gentechnik an Rindern durchgeführt. Darauf weist das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hin. Demnach wurde mit Hilfe einer neueren Variante der Gen-Schere CRISPR/Cas versucht, die Nachkommen von Milchkühen per Gentechnik zu enthornen. Dazu wurden Hautzellen bei einem Zuchtbullen entnommen und gentechnisch verändert. Die Kerne aus diesen Zellen wurden danach, ähnlich wie bei ‚Klonschaf Dolly‘, in Eizellen überführt. Das einzige lebend geborene Kalb hatte zwar keine Hörner, litt aber unter schweren Organschäden. Es starb noch am Tag der

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21.09.2020

AbL fordert sozial- und umweltverträgliche Agrarreform in der EU

Beim heute stattfindenden Agrarratstreffen unter deutscher Präsidentschaft in Brüssel werden die EU-Agrarministerinnen und -minister erneut über einen gemeinsamen Standpunkt zur zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beraten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erwartet ein klares Signal für eine gerechte und umweltverträgliche GAP-Reform von dem Treffen. Einen „grünen Aufschwung“ fordert ein Bündnis aus rund 200 Politikern, Wirtschaftsführern, Handelsverbänden, Umweltorganisationen und Denkfabriken von den Ministerinnen und Ministern. Eine deutliche Erwartung hat die AbL-Bundesvorsitzenden Elisabeth Fresen an den Agrarrat. „De

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21.09.2020

Förderprogramm für den Stallumbau gestartet und kritisiert

Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist am 16. September das Bundesprogramm zur Investitionsförderung für den Stallumbau zur Gewährleistung des Tierwohls gestartet. Ab sofort können die sauenhaltenden Betriebe in Deutschland einen Förderantrag bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für die Umsetzung der neuen Anforderungen an die Sauenhaltung stellen. Der Fördersatz beträgt 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Höchstgrenze für die Förderung beträgt 500.000 Euro pro landwirtschaftlichem Betrieb und Investitionsvorhaben. Das Vorhaben muss bis zum 15. März 2021 beantragt werden und dann bis Ende des Jahres 2021 abgesch

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19.09.2020

A49 in Hessen: Gesunder Wald soll Autobahn weichen

Dem gesunden Dannenröder Wald im mittelhessischen Vogelsbergkreis droht durch den Weiterbau der A49 das Aus. Das verhindern wollen über 30 Organisationen und Initiativen, darunter auch der BUND und die AbL Hessen sowie eine bereits seit einem Jahr andauernde Besetzung. „Ein mehr als 250 Jahre alter Laubmischwald soll für einen verkehrspolitischen Planungsdinosaurier geopfert werden“, sagt der BUND und kritisiert, „dass trotz Klimakrise und Artensterben große Teile eines wertvollen Laubwaldes, der zusammen mit dem benachbarten Herrenwald ein Trinkwasserreservoir für eine halbe Millionen Menschen bildet, einem unnötigen und gestrigen Straßenprojekt wei

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19.09.2020

Verbände-Plattform ruft AMK zu mutigem Systemwechsel in der EU-Agrarpolitik auf

Die Verbände-Plattform, ein Zusammenschluss von rund 20 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Tierschutz, fordert die bevorstehende Agrarministerkonferenz (AMK) im saarländischen Weiskirchen in einem jetzt vorgelegten Papier dazu auf, ein „klares Signal für eine auch auf europäischer Ebene ambitionierte Reform zu setzen, welche den Gemeinwohlleistungen der Bäuerinnen und Bauern adäquat Rechnung trägt“. Dabei sind die Eco-Schemes für einen zielgerichteten Systemwechsel zu nutzen und in eine insgesamt bedarfsgerechte Grüne Architektur einzubetten. Die hohe ökonomische Belastung vieler Bäuerinnen und Bauern, ein sich immer weiter ve

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19.09.2020

Grüne plädieren für starke Eco-Schemes

Die grünen agrarpolitischen Sprecher*innen aus Bundestag und Landtagen plädieren in einem Positionspapier zur Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) im Vorfeld der Agrarministerkonferenz in Weiskirchen für starke Maßnahmen zur Honorierung von Leistungen durch Bäuerinnen und Bauern zum Schutz von Biodiversität und Klima. Die Grünen sehen die Agrarminister*innen der Länder mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in der Verantwortung, jetzt eine zukunftsorientierte Ausrichtung der GAP und neue Perspektiven für klein- und mittelbäuerliche Betriebe einzufordern. Dabei sind Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutz aus Sicht der G

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19.09.2020

Dissens beim Klimawandel zwischen EU und G20

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angekündigt, ein Klimaziel für 2030 von mindestens minus 55 Prozent im Vergleich zu 1990 anzustreben. Demgegenüber können sich die Agrarministerinnen und -minister der G20 nicht einmal auf eine Berücksichtigung des Klimawandels in der Abschlusserklärung ihrer jüngsten virtuellen Konferenz verständigen. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt die Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, ein Klimaziel für 2030 von mindestens minus 55 Prozent im Vergleich zu 1990 anzustreben. Germanwatch sieht dies als Startpunkt für eine Aufholjagd, um die in Paris versproche

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19.09.2020

Europas Bauernfamilien fordern Stopp des EU-Mercosur-Abkommens

In einer gemeinsamen Europäischen Bauerndeklaration fordern 41 Bauernorganisationen aus 14 Ländern ihre Regierungen auf, das EU-Mercosur-Abkommen abzulehnen. Und in Frankreich fordern 30 Nichtregierungsorganisationen, unter anderem Bauern-, Umwelt-, Menschenrechts- und Gewerkschaftsorganisationen, Präsident Macron auf, das Abkommen endlich fallen zu lassen. Das Freihandelsabkommen ist in einigen Mitgliedsstaaten auf Regierungsebene umstritten. Deutlich kritische Stimmen äußern etwa Österreich, Niederlande, Frankreich, Irland und Belgien. Deutschland, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehat, kündigte an, die Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkomme

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19.09.2020

Bericht zum Stand der Deutschen Einheit: Beeinträchtigung der Agrarstruktur durch branchenfremde Investoren

Nach einem massiven Umstrukturierungsprozess in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung hat sich der Landwirtschaftssektor in den neuen Ländern erfolgreich aufgestellt, wozu nicht zuletzt auch die Privatisierung ehemals volkseigener land- und forstwirtschaftlicher Flächen einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. So steht es im jetzt von der Bundesregierung vorgelegten Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2020., der „in Würdigung des 30-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung“ eine „Bilanz der Aufbauleistung“ zieht. Ungefähr die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Flächen wird laut Bericht in den neuen Ländern durch juristische Pers

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19.09.2020

VLOG zum CRISPR-Weizen-Projekt: Gentechnik muss erkennbar bleiben

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) hat in Berlin das Forschungsvorhaben PILTON vorgestellt. „In dem von fast 60 Pflanzenzüchtungsunternehmen getragenen Projekt sollen Weizenpflanzen mit verbesserter, multipler und dauerhafter Pilztoleranz durch CRISPR/Cas entwickelt werden“, heißt es in der BDP-Pressemitteilung, in der auch der Präsident des Thüringer Bauernverbands, Dr. Klaus Wagner, mit Blick auf die neuen Züchtungsmethoden mit den Worten zitiert wird, „darauf zu verzichten, können wir uns nicht leisten“. Und mit Blick auf das Urteil des Europäischen Gerichtshohes, wonach auch diese neuen Züchtungstechniken unter das Gentechnikre

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19.09.2020

Lieferkettengesetz: Von Bevölkerung gewollt, von Altmaier blockiert

Zum dritten Mal ist die Verabschiedung von Eckpunkten für ein Lieferkettengesetz von der Agenda der Kabinettssitzung gestrichen worden. Gleichzeitig befürwortet eine große Mehrheit der Bevölkerung ein solches Gesetz und erteilt der Bundesregierung nach Ansicht der Initiative Lieferkettengesetz damit einen klaren Handlungsauftrag. Trotz intensiver Verhandlungen konnten sich die Bundesminister Hubertus Heil (SPD), Gerd Müller(CSU) und Peter Altmaier (CDU) nicht auf einen Kompromiss verständigen. Hauptgrund ist der anhaltende Widerstand von Wirtschaftsminister Peter Altmaier gegen eine zivilrechtliche Haftung deutscher Unternehmen, wenn diese durch mange

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14.09.2020

Möglichst schnelle Entscheidungen zur Umsetzung des Borchert-Papiers gefordert

Einen möglichst schnellen Einstieg in die Umsetzung der vom Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) vorgeschlagenen Maßnahmen zum Umbau der Nutztierhaltung und möglichst schnelle politische Entscheidungen noch vor der Bundestagswahl, das war die weitestgehend übereinstimmende Botschaft auf einem Podium, zu dem die nordrhein-westfälische Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL NRW) anlässlich ihrer Offenen Jahrestagung „Umbau der Tierhaltung – wer soll das bezahlen“ in das Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse der Landwirtschaftskammer NRW geladen hatte. „Wir brauchen jetzt Entscheidungen, ob und wie umgest

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14.09.2020

AbL-Bayern startet Petition zur Qualifizierung des bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegels

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern hat zusammen mit unterstützenden Verbänden eine Petition zur Qualifizierung des bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegels „Geprüfte Qualität – Bayern“ (GQB) gestartet. Darin wird von der Bayerischen Staatsregierung und dem Landtag eine Aktualisierung der Qualitätsbestimmungen des staatlichen Siegels für den tierischen Produktbereich gefordert. „Die Folgen des Futtermittelimports sehen wir schon lange sehr kritisch, nun hat die Ursachenforschung zur Corona-Krise gezeigt, dass bisher unberührte Lebensräume wie der Regenwald wirklich unberührt bleiben sollten. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel

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14.09.2020

Weltweit erstes Nachweisverfahren für Pflanze aus neuer Gentechnik widerspricht Aussagen von Gentechnik-Industrie und Behörden

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hat heute gemeinsam mit Greenpeace und weiteren Organisationen, Gentechnik-frei-Verbänden sowie der Handelskette SPAR Österreich die weltweit erste Open-Source-Nachweismethode veröffentlicht für eine Pflanze, deren Erbgut mit einem Verfahren der „neuen“ Gentechnik verändert wurde. Die Methode dient dem Nachweis einer gentechnisch veränderten Rapssorte, die mit Genome Editing hergestellt wurde. Damit sind Behauptungen der Gentechnik-Industrie und einiger europäischer Behörden widerlegt, dass mit „neuen“ Gentechnikverfahren hergestellte Nutzpflanzen meist nicht von natürlich gezüchteten unterscheidba

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14.09.2020

Bündnis sieht riesigen Handlungsbedarf und fordert mehr Bodenschutz in Deutschland und Europa

Auch in diesem Jahr führen Hitze und Trockenheit in den meisten Teilen Deutschlands den Menschen vor Augen, wie abhängig gerade Felder, Wiesen und Wälder von den elementaren Naturgrundlagen Wasser und Boden sind. Ein Bündnis aus Umweltbehörden, Wissenschaft und Verbänden zeigt nun auf, was zu tun wäre, um der Klimakrise zu begegnen und stellt Schritte für mehr Bodenschutz vor, denn Landwirtschaft und Biodiversität brauchen gesunde Böden . Die Kommission für Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Boden (BVB), die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), das Senckenberg Museum

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14.09.2020

Klöckner verkündet Ende des Kükentötens

Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat mit einem Gesetzentwurf das flächendeckende Verbot des Kükentötens ab Ende 2021 angekündigt und sieht Deutschland dabei als weltweiten Vorreiter und den Handel in der Pflicht. Auf eine europäische Lösung zu warten sei „naiv“. Tierschützer nennen das Verbot „überfällig“, stellen die „Systemfrage“ und fordern das Zweinutzungshuhn. Den Betrieben stehen laut einer Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums – neben der Aufzucht von Bruderhähnen und der Verwendung von Zweinutzungshühnern – marktreife Alternativen zur Geschlechtsbestimmung im Brutei bis Ende 2021 in entsprechendem Maße zur Verfügun

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12.09.2020

Altmaier: Klimaschutz ist die zentrale und vorrangige Herausforderung unserer Generation

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will Klimaschutz und Wirtschaft in einem „historischen Kompromiss“ zusammenbringen, lädt zum „Klimadialog“ und hat eine entsprechende Charta angekündigt, die noch vor den Bundestagswahlen im nächsten Jahr von Bundestag und Bundesrat verbindlich beschlossen werden soll. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch spricht von einem „Lackmustest für die Klimareife von CDU und CSU“ und für die Grünen im Bundestag klingt es „leider zu schön, um wahr zu sein“. "Ich bin der Auffassung, dass wir Klimaschutz als die zentrale und vorrangige Herausforderung unser Generation begreifen und auch entsprechend ha

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11.09.2020

Demeter: Stoppt das Landgrabbing!

Anlässlich der Demeter-Aktionswochen, in denen sich vom 1. bis zum 25. September „alles um unser aller Lebensgrundlage: den Boden“ dreht, fordert Demeter: Ackerland gehört in Bauernhand! „Boden ist nicht nur die Grundlage für die Landwirtschaft, sondern unser allen Lebens. Deshalb darf er kein Spekulationsobjekt sein“, erklärt der Anbauverband und fordert: „Setzt dem Landgrabbing – auch durch Praktiken wie die intransparenten Share Deals – ein Ende“. Landwirtschaftliche Flächen sind nach Ansicht des Anbauverbandes in Deutschland längst nicht mehr nur Äcker, Wiesen und Felder, die von Bäuerinnen und Bauern bewirtschaftet werden. Sie sind in den letzten

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11.09.2020

Anpassung an den Klimawandel: Studie belegt Potenzial der Agrarökologie

Die Agrarökologie birgt großes Potenzial, um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen und Agrarökosysteme widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Das ist die Botschaft einer Studie, die im August von der UN-Welternährungsorganisation FAO und der Schweizer Stiftung Biovision veröffentlicht wurde. Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Bäuerinnen und Bauern weltweit vor enorme Herausforderungen. Dürren, Unwetter und Überschwemmungen bedrohen ihre Existenz und Ernährungssicherheit. In Subsahara-Afrika, das im Fokus der Studie steht und wo aktuellen Zahlen der FAO zufolge ohnehin schon 22% der Bevölkerung chronisch un

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30.10.2020

Ein riesiger Glückwunsch und ein großer Dank an euch, ihr ha