18.09.2018

Ein wirkliches Mehr für Tierschutz und Bauern bei staatlicher Tierwohlkennzeichnung gefordert

Der Neuland-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung und seine Trägerverbände fordern bei einer staatlichen Tierwohlkennzeichnung ein wirkliches Mehr für Tierschutz und Bauern. Sie begrüßen grundsätzlich die Pläne von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, eine staatliche Tierwohlkennzeichnung einzuführen. Gleichzeitig machen die Verbände deutlich, dass die Kriterien für eine solche Kennzeichnung klar über dem gesetzlichen Standard liegen und Landwirte, die deutlich mehr in Tierwohl investieren, finanziell gefördert werden müssen. Außerdem reicht eine freiwillige Kennzeichnung aus Sicht der Verbände nicht aus – sie muss verp

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18.09.2018

Bauern für den Klimaschutz - Kohleausstieg jetzt

Rund 150 engagierte Menschen haben heute mit AbL-Bäuerinnen/Bauern und Traktoren vor dem Bundeswirtschaftsministerium demonstriert und den Mitgliedern der Kohlekommission einen heißen Empfang bereitet. In den Redebeiträgen von Campact, BUND, Misereor, Ende-Gelände, der Initiative Buir für Buir aus dem Rheinland und der AbL wurde der sofortige Kohleausstieg gefordert. Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL, machte in seiner Rede deutlich, dass der Klimawandel weltweit und auch in Deutschland angekommen ist. Bauern und Bäuerinnen sind für Klimaschutz, weil unsere Existenzen davon abhängen. Dem Agrument der NRW-Landesregierung, dass die Abholzung des

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18.09.2018

AbL fordert qualifizierte Fristverlängerung um 1 Jahr

Anlässlich der Bundesratssitzung am kommenden Freitag fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Bundesländer dazu auf, keiner langen und bloßen Fristverlängerung zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration zuzustimmen. „Es muss endlich dafür gesorgt werden, dass die Sauenhalterinnen und Sauenhalter die Vorgaben des Tierschutzgesetzes in der Praxis flächendeckend umsetzen können und nicht auf den Mehrkosten der tierschutzgerechten Verfahren sitzen bleiben. Das muss jetzt dringend nachgeholt werden“, fordert der AbL-Bundesvorsitzende Martin Schulz, NEULAND-Schweinehalter in Niedersachsen. In einer AbL-Stellungnahme heißt es:

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16.09.2018

Welten zwischen Hambacher Forst und San Francisco beim Klimaschutz

In San Francisco haben sich öffentliche und private Akteure zu einer beschleunigten Umsetzung der Klimaschutzziele verpflichtet, auf die sich die Regierungen der Welt vor drei Jahren in Paris geeinigt haben. Auf dem „Global Climate Action Summit“ trafen sich in San Francisco Vertreter und Vertreterinnen einzelner Länder, Städte, Unternehmen, Regionen, Bundesstaaten und der Zivilgesellschaft, die beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen (wollen). Über 100 Regierungschefs, Bürgermeister und Unternehmer haben sich das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 gesetzt. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt die Ergebnis

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15.09.2018

Sorgen und Regelungen zum Bodenmarkt

„In einer Sache bin ich mir mit vielen Rednerinnen und Rednern einig: Wir müssen uns genau überlegen, welche Landwirtschaft wir in Zukunft wollen. Anonyme Kapitalgesellschaften, die landwirtschaftli­chen Grund und Boden als Geldanlage, als Handelsware, als Objekt betrachten? Oder auch in Zukunft den Bauern um die Ecke, der dafür sorgt, dass wir jeden Tag Essen von hoher Qualität auf dem Tisch haben“, fragt die CSU-Abgeordnete Marlene Mortler in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Eine Antwort zugunsten einer bäuerlichen Landwirtschaft gibt in der Debatte der agrarpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorf, indem er, an die B

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14.09.2018

Erfolgreiche Klage gegen Genehmigung einer Hähnchenmastanlage

Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen hat mit Unterstützung des nicht klageberechtigten Bündnisses Mensch-Umwelt-Tier (MUT) vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Niedersachsen in Lüneburg erfolgreich gegen die Baugenehmigung einer Hähnchenmastanlage für knapp 30.000 Tiere in Großenkneten/Landkreis Oldenburg geklagt. Dabei beschritten der NABU und das Bündnis den Klageweg nach eigenen Angaben aber nicht nur, um die Hähnchenmastanlage in Großenkneten im Ortsteil Amelhausen abzuwenden, sondern außerdem mit dem Ziel, zukünftige Planungen gewerblicher Ställe im ländlichen Außenbereich zu verhindern. Bereits im Jahr 2017 hatte der NABU mit Unterstützung d

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14.09.2018

AbL fordert Stopp der Räumung im Hambacher Forst

Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen schafft mit der Räumung im Hambacher Forst nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW (AbL NRW) Fakten, um diesen für die Rodung durch den Energiekonzern RWE vorzubereiten, und dabei ist ihr das Klima egal. Die AbL NRW fordert von der Landesregierung den sofortigen Stopp der Räumungen im Hambacher Forst, ein Abwarten auf die Ergebnisse der Kohlekommission und eine Klimapolitik, die ihren Namen verdient. "Es ist nicht zu begreifen, was die Landesregierung heute im Hambacher Forst begonnen hat. Mit dem fadenscheinigen Argument des Brandschutzes lässt die Landesregieru

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13.09.2018

BDM-Tour endet mit „Milch-Gipfeltreffen“

Einen Milchmarkt mit Aussicht, mit zukunftsfähigen Perspektiven und Rahmenbedingungen, die eine wirtschaftlich nachhaltige Weiterentwicklung der Betriebe zulassen und damit auch der Generation der Betriebsnachfolger eine Chance geben, hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter zum Abschluss seiner 14-tägigen „BDM on tour – Für einen Milchmarkt mit Aussicht“-Tour quer durch Deutschland bei einem „Milch-Gipfeltreffen“ auf der Alpspitze nahe der Zugspitze gefordert. BDM-Sprecher und „Tourfahrer“ Hans Foldenauer zog ein Resümee der letzten 14 Tage voller Gespräche mit Mandatsträgern aus Kommunen, Landtagen und Bundestag, mit Ministerinnen und Ministe

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10.09.2018

Maßnahmen für die Gesundheit von Nutztieren gefordert

Wirksame Maßnahmen für die Gesundheit von Nutztieren in Deutschland fordern Vier Pfoten, Greenpeace und foodwatch von der Bundesregierung. Ein großer Teil der Nutztiere leide unter vermeidbaren Erkrankungen: Kühe etwa unter Euterentzündungen, Mastschweine unter schmerzhaft verdickten Gelenken, Legehennen unter Knochenbrüchen. Trotzdem gelangten ihre Produkte massenhaft in den Handel. Die Bundesregierung habe bisher keine Maßnahmen vorgelegt, die diese Missstände beheben könnten. Das von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner erarbeitete Tierwohlkennzeichen greife viel zu kurz, kritisierten die Organisationen auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die m

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08.09.2018

Bio-Großbetrieb löst deutliche Kritik an EU-Agrarpolitik aus

Die Fri-El-Unternehmensgruppe der Brüder Ernst, Josef und Thomas Gostner mit Sitz in Bozen (Südtirol), die in Italien zu den größten Anbietern von Erneuerbarer Energie (Wind und Biogas) gehört, bewirtschaftet in Rumänien einen Bio-Betrieb mit 13.200 Hektar und gehört damit zu den größten Betrieben des Landes. Das im Donau-Delta auf einer Insel gelegene Ackerland wird nach Angaben der Fri-El-Gruppe durch die Gesellschaften Delta-Rom Agriculture S.r.l. (10.000 ha) und Anglo-Rom Agriculture S.r.l. (3.200 ha) mit Mais, Weizen, Gerste, Sonnenblumen, Raps und Soja bebaut. Das verkündete Ziel der Fri-El-Gruppe ist es, der größte landwirtschaftliche Betrieb de

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07.09.2018

Staatsanwaltschaften verfolgen Tierschutzverstöße mangelhaft

Staatsanwaltschaften verletzen nach Ansicht von Greenpeace häufig ihre Ermittlungs- und Verfolgungspflichten, wenn sie Verfahren wegen tierschutzrechtlicher Verstöße einstellen. Zudem würden sie sogenannten Nutztieren in den Einstellungsbescheiden eine Leidensfähigkeit weitestgehend absprechen. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace aufgrund der Auswertung von acht Fallbeispielen eingestellter Verfahren im Bereich der Nutztierhaltung. Gegen einen Staatsanwalt hat Greenpeace bei der Staatsanwaltschaft Gera Strafanzeige wegen Rechtsbeugung erstattet. Dieser hatte ein Verfahren wegen tierschutzwidriger Umstände im Zusammenhang mit der Kastenstandhaltung in

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07.09.2018

Verhalten der SVLFG ist skandalös

Wenn die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bei ihrer Haltung bleibe, über Rentenanträge zunächst nicht zu entscheiden, dann können Landwirte einen Rentenbescheid einklagen. „Sollte die SVLFG einen gestellten Antrag nicht bearbeiten, könne sich ein Antragsteller mit einer sog. Untätigkeitsklage wehren. Diese könne nach Ablauf von 6 Monaten nach Antragstellung der Rente beim Sozialgericht erhoben werden“, erklären die Rechtsanwältin Stephanie Wegmann sowie Rechtsanwalt und Notar Gerald Lückemeier von der Kanzlei Wolter Hoppenberg in Hamm auf topagrar-online. Auch die Rechtsanwältin Jutta Sieverdingbeck-Lewers von der

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06.09.2018

Vertuschtes Krebsrisiko und zunehmende Zahl von Klagen

In den USA hat die Zahl der Klagen im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Glyphosat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Hatte Monsanto zunächst eine Zahl von gut 5000 Klagen genannt, verkündete Bayer-Chef Werner Baumann später bereits die Zahl 8000. Der aktuelle Stand: „Bis zum 27. August 2018 wurden Monsanto in den USA Klagen von etwa 8.700 Klägern zugestellt“, ist in dem jetzt vorgelegten Zwischenbericht des Bayer-Konzerns für das 2. Quartal 2018 zu lesen. Und „mit weiteren Klagen ist zu rechnen“, heißt es da unter der Überschrift „Rechtliche Risiken Monsanto“. Zu den „Risiken“, die nach der Übernahme jetzt die Risiken von Bayer sind, gehören

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04.09.2018

Hofabgabeklausel ersatzlos streichen

Der Arbeitskreis für die Abschaffung der Hofabgabeklausel sieht sich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in seinem seit über neun Jahren vorgetragenen Rechtsbewusstsein bestätigt und fordert die Befürworter einer Hofabgabeklausel wie „den Bauernverband, die Landfrauen, die Landjugend und die CDU/CSU auf, diese ungerechte Klausel nun endgültig ersatzlos zu streichen“. Die Erpressung der Abgabe von landwirtschaftlichen Flächen mit der Verweigerung von eingezahlten Rentenbeiträgen sei und bleibe Unrecht und dürfe auch nicht durch eine wie auch immer geartete Korrektur des Gesetzes wiederhergestellt werden. „Es ist erstaunlich und nicht nachvol

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04.09.2018

Tomaten im Mund statt auf den Augen

„Die Zeit ist reif für mehr Nutzpflanzenvielfalt“, lautete der Tenor einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion in der Werkhof-Gärtnerei Dortmund, zu der die Gärtnerei und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) eingeladen hatten. Die Gärtnerei baut etwa 70 verschiedene Tomatensorten nach demeter-Richtlinien an und eine große Anzahl davon konnte bei einer Verkostung von den zahlreichen Teilnehmern, zu denen auch die Landwirtschaftsministerin von NRW, Ursula Heinen-Esser, gehörte, kennengelernt werden. Seit 1900 sind laut FAO 75 Prozent der Nutzpflanzenvielfalt weltweit verloren gegangen. Der Hauptgrund ist, dass in der heutigen industri

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03.09.2018

Fristverlängerung für betäubungslose Ferkelkastration ohne Mehrheit

Die von einigen Bundesländern angestrebte Verlängerung der Übergangsfrist beim Verbot der betäubungslosten Ferkelkastration hat heute im Agrarausschuss des Bundesrates keine Mehrheit erhalten. Der Antrag Bayerns, der eine fünfjährige Verlängerung vorsah, scheiterte deutlich. Aber auch Änderungsanträge auf beispielsweise eine dreijährige Verlängerung blieben ohne Mehrheit. Es gilt als offen, inwieweit für die Plenarsitzung des Bundesrates am 21. September noch ein mehrheitsfähiger Antrag vorgelegt werden kann. Für den Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder sind das „gute Nachrichten, die uns aus dem Agrarausschuss erreichen“, eine w

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31.08.2018

Ehrgeizigere Klimaziele von Merkel abgelehnt, von Bauernfamilien weltweit eingefordert

Der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete, will einen ehrgeizigeren Klimaschutz in der Europäischen Union (EU) und dafür das Klimaziel der EU im Hinblick auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 von derzeit 40 % auf 45 % erhöhen und hat dafür einen entsprechenden Vorschlag angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte derartigen Überlegungen eine deutliche Absage. „Das permanente Setzen neuer Ziele halte ich nicht für sinnvoll“, sagte sie im ‚Sommerinterview‘ der ARD-Sendung ‚Bericht aus Berlin‘. „Wir müssen jetzt erstmal unsere Ziele einhalten, die wir uns vorgenommen haben“, so Merkel

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30.08.2018

Weltweit landet ein Drittel aller Lebensmittel im Müll

Im Rahmen der von Landwirtschaftsministerin Klöckner kürzlich verkündeten Umstrukturierung ihres Ministeriums soll sich ein Referat mit „Politik gegen Hunger“ befassen. Ziel sei es, den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer mit Ländern zu intensivieren, wo Menschen durch Armut und Hunger gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Das Landwirtschaftsministerium will die Entwicklung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft, die Arbeitsplätze schafft in diesen Ländern aktiv begleiten. Dazu gehöre auch, weltweit Ernteverlusten und der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken, so das BMEL. Wenn Regierungen, Verbraucher und Unternehme

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30.08.2018

Neuland betritt Vermarktungsneuland

Für die einen ist es der Pakt mit dem Teufel, für die anderen ein geradezu notwendiger Schritt, um das Versinken von Neuland in der Bedeutungslosigkeit zu verhindern, schreibt die Unabhängige Bauernstimme in ihrer jüngsten Ausgabe. Ab Ende August liefert die Neuland Fleischvertriebs GmbH im westfälischen Bergkamen Neuland-Schweine über den Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück, aus denen dann Teile als abgepackte Ware – Hack, Schnitzel, Nackensteaks, Geschnetzeltes – in Aldi-Filialen landen. Unter der Aldi-Eigenmarke „Fair und Gut“ bietet der Discounter dann Schweinefleisch aus artgerechter Tierhaltung im Premiumsegment und in ausgewählten Regionen

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30.08.2018

Hofabgabeklausel muss weg!

Im Interview mit der Rechtsanwältin Jutta Sieverdingbeck-Lewers hat die Unabhängige Bauernstimme über das Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Hofabgabeklausel und die daraus zu ziehenden Konsequezen gesprochen. Bauernstimme: Die von Ihnen vertretenen Kläger waren vor dem Bundesverfassungsgericht erfolgreich. In seinem Beschluss erklärt das Gericht das Gesetz zur Alterssicherung der Landwirte für in Teilen verfassungswidrig. Um welche Teile handelt es sich hierbei und was wird hier geregelt? Jutta Sieverdingbeck-Lewers: Bislang mussten Landwirte ihren landwirtschaftlichen Betrieb abgeben, wenn sie eine Altersrente oder andere Renten nach dem Ges

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30.09.2018

Beim Betrachten der Züchtungsstammbäume moderner Apfelsorten