17.07.2020

AbL zur Wiederaufnahme der Schlachtung und Zerlegung bei Tönnies - In schwieriger Situation Verantwortung übernehmen

„Bei vielen schweinehaltenden Betrieben liegen seit einigen Wochen berechtigterweise die Nerven blank“, so Martin Schulz, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) und Neuland-Schweinehalter in Niedersachsen. Schulz weiter: „Aufgrund der stillgelegten Schlachthöfe wegen der Corona-Infektionen, insbesondere beim Unternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, konnten viele Tiere nicht geschlachtet werden. Das bedeutet, die Tiere werden zu schwer, eine vernünftige Tierhaltung wird schwierig und es gibt einen Stau in den Ställen. Hinzu kommen stark fallende Erzeugerpreise von aktuell 1,47,-Euro/Kilo Schlachtgewicht, die ein

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17.07.2020

Verbände fordern: Schlachtindustrie und Massentierhaltung müssen sich ändern und Schluss mit Wachsen und Weichen

Die Landesverbände des BUND, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und des Deutschen Tierschutzbunds in Niedersachsen haben anlässlich des von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann initiierten „Schlachthof-Gipfels“ Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast aufgefordert, ihrer jüngsten Kritik am "System Fleisch" spürbare Konsequenzen folgen zu lassen. Die Nutztierhaltung in Niedersachsen muss auf ein nachhaltiges und umweltverträgliches Maß reduziert und wieder in bäuerliche tiergerechte Haltungen mit fairen Preisen entwickelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Landespolitik auch auf die Strukturen in der Schlac

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17.07.2020

QS-System akzeptiert ausländische Ferkel mit „vergleichbarem“ Produktionsstandard

Über 90 Prozent des Schweinefleisches aus deutscher Produktion stammt aus QS-zertifizierten Betrieben und weist im Handel das entsprechende Logo auf. Doch viele zur Erzeugung erforderlichen Ferkel stammen aus dem Ausland. Und das will die QS-Qualität und Sicherheit GmbH zum Ärger vieler deutscher Ferkelerzeuger auch nicht ändern, obwohl die Ferkelerzeugung in Deutschland angesichts des Ausstiegs aus der betäubungslosen Ferkelkastration und der neuen Regelungen zur Sauenhaltung (Kastenstand) zukünftig höheren Standards unterliegt. Entsprechend deutlich fielen auch die Reaktionen aus, als der Presse-und Informationsdienst Agra Europe (AgE) unter der Üb

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17.07.2020

So will Klöckner die Erzeuger in der Lebensmittelkette stärken

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Entwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Position des Erzeugers in der Lebensmittellieferkette“ (kurz: Lebensmittellieferkettengesetz, LmlkG), vorgelegt, um die UTP-Richtlinie (Unfair Trading Practices) der EU gegen „unfaire Handelspraktiken“ umzusetzen. Laut Lebensmittelzeitung (LZ) handelt es sich dabei „um die obligatorische ‚Eins-zu-Eins‘-Umsetzung der Brüsseler Vorgaben“. Verboten und in einer sogenannten „Schwarzen Liste“ festgehalten sind demnach zukünftig beispielsweise Zahlungsziele von über 30 Tagen, kurzfristige Stornierungen oder einseitige Vertragsänderungen. Praktiken wie zum Beispiel Listung

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16.07.2020

Bayer zieht Vergleichsvorschlag für künftige Glyphosat-Klagen zurück

Der US-Richter Vince Chhabria hat Einwände gegen den Vergleichsvorschlag erhoben, mit dem die Bayer AG und mehrere Anwaltskanzleien potentielle zukünftige Klagen gegen Glyphosat regeln wollten. Daraufhin zog Bayer diesen Teil des Vergleichs zurück; der Aktienkurs brach um mehr als sechs Prozent ein. Der Ende Juni von Bayer verkündete Vergleich mit den Anwälten der Glyphosat-Kläger in den USA hat zwei Teile. Der erste betrifft die bereits vor Gericht anhängigen Klagen mehrerer Kanzleien und die bei diesen Kanzleien eingegangenen Klagen, die noch nicht von Gerichten zugelassen wurden. Diese Einigung, die den größten Teil der Vergleichssumme von fast zeh

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15.07.2020

Hunger in Afrika: Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika scheitert an selbstgesteckten Zielen

Vor 14 Jahren wurde die „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA) gegründet und mit über einer Milliarde US-Dollar ausgestattet. Maßgeblich betrieben und finanziert von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung und der Rockefeller-Stiftung, aber auch unterstützt von der Bundesregierung. Das Ziel der privat-öffentlichen Initiative: Bis 2020 sollte die Ernährungsunsicherheit um 50 Prozent in 20 Ländern reduziert, die Einkommen von zunächst 20 und später sogar 30 Millionen Kleinbauern verdoppelt und in 15 Ländern eine Grüne Revolution ermöglicht werden, die die Kleinbauern unterstützt, die Umwelt schützt, und die Anpassung an den Klimawandel erleicht

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15.07.2020

Weltweiter Hunger erfordert Transformation der Ernährungssysteme

Weltweit ist die Zahl der Hungernden im vergangenen Jahr auf fast 690 Millionen Menschen gestiegen, zehn Millionen mehr als 2018. Damit bleibt der globale Trend des Anstiegs der Hungernden in den letzten fünf Jahren weltweit bestehen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten UN-Welternährungsbericht hervor. Die Corona-Krise, sowie Heuschreckenplagen in Indien und Pakistan sowie in Ostafrika dürften nach Ansicht der Autoren die globale Ernährungslage weiter verschlechtern. "Die Situation kann sich nur verschlimmern, wenn wir nicht dringend handeln", erklären die fünf Herausgeber des Berichts: Die Welternährungsorganisation FAO, das Kinderhilfsw

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13.07.2020

Turbulenzen auf dem Schweinemarkt gehen weiter

Anfang des Jahres erwarteten alle Experten für den deutschen und europäischen Schweinemarkt noch ein glänzendes Jahr 2020. Schweine und Ferkel knapp, China kauft alles, Preis im Jahresschnitt zwei Euro und mehr, Ferkel 70 € plus. Dann kam Corona – erst in China mit „vorübergehenden“ Exportausfällen, dann auch bei uns mit Sperrung der Gastronomie usw. Aber der Run auf den Einzelhandel glich es einigermaßen aus. Und die EU- Exporte nach China erhöhten sich im ersten Quartal um 72%. Damit ging mehr als die Hälfte des Schweinefleischexports der EU ins Reich der Mitte. Besonders profitierten davon Spanien und Dänemark. Aber auch die deutschen Exporteure l

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13.07.2020

Ackerbaustrategie 2035: Online-Beteiligung gestartet

Ende letzten Jahres hat die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihre „Ackerbaustrategie 2035“ vorgelegt. Diese bildet jetzt die Grundlage „für einen breiten öffentlichen Diskussionsprozess mit allen relevanten Stakeholdern“, wie es aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) heißt. Beteiligen können sich an dem Diskussionsprozess alle Bürgerinnen und Bürger. Hierfür ist eine Registrierung auf der eingerichteten Online-Plattform notwendig. „Die Verbände sind gebeten, schriftlich Stellung zu nehmen“, teilt das BMEL mit. Die Ackerbaustrategie ist laut BMEL eine mittel- bis langfristige Strategie. Sie könne kein Handbuch sein. Mit der Acker

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10.07.2020

Vogel fordert Bestandsobergrenzen für Mega-Ställe

Brandenburgs Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), fordert Bestandsobergrenzen für Mega-Ställe und setzt eine Förderrichtlinie für die Haltung von Schweinen in Gruppen auf Stroh in Kraft. „Das Aus für die Schweinemastanlage Haßleben (Uckermark) nach einem über 15 Jahre laufenden Verfahren macht deutlich, dass Genehmigungen für übergroße Tierhaltungsanlagen mit all ihren Auswirkungen auf die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt kaum noch rechtssicher erteilt werden können. Genauso wenig ist es möglich, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für derartige industrielle Anlagen zu erreichen“, erklärt Vog

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10.07.2020

Genehmigung für Schweinemastanlage Haßleben endgültig aufgehoben

Die Schweinemastanlage Haßleben in der Uckermark in Brandenburg wird nicht in Betrieb gehen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat endgültig festgestellt, dass die für die Anlage mit 37.000 Mastplätzen erteilte Genehmigung rechtswidrig ist. Damit endet der seit 16 Jahren andauernde Kampf von Verbänden, Initiativen und Privatpersonen gegen die geplante industrielle Tierhaltung in der Uckermark. Das OVG Berlin-Brandenburg hat mit Beschluss vom 6. Juli 2020 den Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Potsdam abgelehnt. Das VG Potsdam hatte die Genehmigung, die das Landesamt für Umwelt im Jahr 2013 erteilt ha

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10.07.2020

BMEL kündigt Gesetzentwurf zum vollständigen Ausstieg aus dem Kükentöten an

Weil die Branche bisher noch kein verbindliches Konzept vorgelegt hat, wie sie den flächendeckenden vollständigen Ausstieg aus dem Töten männlicher Eintagsküken in deutschen Brütereien umsetzen wird, wird das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) „einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen“. Das schreibt der Parlamentarische Staatssekretär im BMEL, Hans-Joachim Fuchtel, auf eine Schriftliche Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der Linken im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann. Nach Ansicht des Staatssekretärs sind verschiedene Alternativen und Verfahren, die geeignet sind, das Kükentöten zu beenden, vorhanden: die Geschlechtsbestimmung im Brutei,

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10.07.2020

Bundeskabinett setzt Zukunftskommission Landwirtschaft ein

Die „Zukunftskommission Landwirtschaft“ ist auf den Weg gebracht. Als Erwartungen an die Kommssion werden in ersten Reaktionen "tiefgreifende Veränderungen" und ein „offener, fairer Dialog auf Augenhöhe“ genannt. Der jetzt erfolgte Beschluss des Bundeskabinetts zur Einsetzung ist ein Ergebnis des Agrargipfels, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundeslandwirtschaftsministerin, Julia Klöckner, Ende letzten Jahres und 40 landwirtschaftliche Verbände eingeladen hatten. Die Kommission soll laut einer Mitteilung aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akt

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10.07.2020

Reaktionen auf den Nitratbericht 2020: Merkel und Klöckner müssen endlich Ursachen anpacken

Auch wenn im Nitratbericht 2020 von einer leichten Verbesserung bei der Nitratbelastung im Grundwasser die Rede ist, so zeigen die Reaktionen auf den Bericht doch eines: Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. AbL: Artgerechte und flächengebundene Tierhaltung sind gelebter GrundwasserschutzSo erklärt Martin Schulz, Neuland-Schweinehalter und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) „Wir Bäuerinnen und Bauern sind bereit für mehr Grundwasserschutz. Dass dieser dringend notwendig ist, zeigt abermals der heute veröffentlichte ‚Nitratbericht 2020‘. Die Bundesregierung, insbesondere die zuständige Ministerien Jul

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10.07.2020

Nitratbelastung des Grundwassers leicht sinkend aber weiterhin zu hoch

Der Zustand des Grundwassers in Deutschland hat sich leicht verbessert. Die Anzahl der Messstellen, bei denen der EU-weite Nitrat-Grenzwert im Grundwasser überschritten wird, ist seit 2016 leicht gesunken. Aber: „Insgesamt ist die Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland weiterhin als zu hoch einzustufen. So zeigen die Ergebnisse des EUA-Messnetzes, welches die Gesamtsituation im Grundwasser der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung aller Nutzungen (Landwirtschaft, Wald, Siedlung) abbildet, dass der Schwellenwert von 50 mg/l Nitrat an 17,3 % der Messstellen überschritten wird. Die Belastungsschwerpunkte mit Messstellen über 50 mg/l N

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09.07.2020

Bioland und Demeter: Wir nehmen Sie beim Wort, Frau Klöckner!

Laut Bundesministerin Klöckner gibt es kein Recht auf Billigfleisch. Bioland und Demeter nehmen die Ministerin beim Wort und fordern einen Gesetzesrahmen für eine faire Preispolitik, damit faire Löhne, nachhaltige Landwirtschaft und Tierwohl auf dem Markt eine Chance haben. Auch NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser will bei der Preispolitik eingreifen. Ministerin Klöckner sagte gegenüber der FAZ am Sonntag, sie lasse gerade juristisch prüfen, inwieweit es möglich sei, der Werbung mit Lockangeboten beim Fleisch Einhalt zu gebieten. Dafür haben Bioland und Demeter einen Lösungsvorschlag: Die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken muss bis z

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08.07.2020

Bundestierärztekammer: Jetzt rächt sich Konzentration auf wenige große Schlachthöfe

Die COVID-19-Ausbrüche in Schlachtbetrieben haben überfällige Diskussionen um die dortigen Arbeitsbedingungen angestoßen. Dass die Politik hier endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen verspricht, ist nach Ansicht der Bundestierärztekammer (BTK) sehr zu begrüßen. Da die BTK aber eine weitere Zuspitzung der Situation erwartet, hat sie die Einberufung eines sofortigen Krisengipfels gefordert. Angesichts der derzeitigen Betriebsschließungen und der insgesamt verringerten Schlachtkapazitäten mit einem Wegfall von mehreren Zehntausend Schlachtungen pro Tag sieht die BTK aktuell aber große Tierschutzprobleme. „Der plötzliche Wegfall von Schlacht- und Zerleg

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08.07.2020

UBA-Präsident: Umweltziele nur gemeinsam mit den Landwirten und Landwirtinnen erreichbar

Die Debatte um die Überdüngung ist für den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, „ein prägnantes Beispiel für die Zielkonflikte zwischen den Interessen von Landwirtschaft und Umwelt“. Auch bei anderen Themen sei die Situation für beide Seiten nicht zufriedenstellend. Die Belastungen von Boden, Wasser, Luft, Klima und Biodiversität durch die Landwirtschaft seien nach wie vor hoch. „Gleichzeitig stehen viele Landwirtinnen und Landwirte unter hohem Preisdruck und klagen über zu hohe regulatorische Vorgaben. Für mich ist klar, dass wir die Umweltziele in der Zukunft nur gemeinsam erreichen. Die Landwirtinnen und Landwirte sind für uns dahe

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06.07.2020

Bündnis fordert Verbot von Dumpingpreisen

Die Bundesregierung will in Kürze einen Gesetzesentwurf vorlegen, um die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken umzusetzen. Vor diesem Hinergrund fordert ein breites Bündnis von 49 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs-, Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich mehr Fairness im Lebensmittelhandel. Der angekündigte Gesetzentwurf muss die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern und den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern – in Deutschland, der EU und weltweit. „Verkaufspreise dürfen nicht die Produktionskosten innerhalb der Lieferkette unterbieten“, fordert das Bündnis übereinstimmend in einem Positionspapier „Fü

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06.07.2020

Protestaktion am Tönnies-Schlachthof

In Rheda-Wiedenbrück (NRW) haben Mitglieder des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ am Hauptstandort des Fleischkonzerns Tönnies für die Schließung von Schlachthäusern sowie ein "Ende der Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur" protestiert. Sie blockierten für mehrere Stunden die Hauptzufahrt des Geländes und drei Aktivisten besetzten in den frühen Morgenstunden zeitweise das Dach des Betriebs und brachten dort ein Transparent mit der Aufschrift "Shut Down Tierindustrie" an. Parallel zu der Aktion fand eine angemeldete Demonstration vor dem Tönnies-Gelände statt.

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06.08.2020

Es braucht scheinbar immer erst einen Super-GAU, damit Beweg