27.03.2024

Kommentar: Veränderungs- und Bündelungswille gefragt!

Der bäuerliche Blick auf den aktuellen Milchmarkt und dessen Entwicklung ist ein zwiespältiger. Zum einen zeigt jede Milchabrechnung, die einige Tage nach dem jeweiligen Monatsletzten ins Haus flattert und sich nochmal später auf dem Kontoauszug wiederfindet, dass es Luft nach oben gäbe, wenn es darum geht, was den generell steigenden Produktionskosten mehr gerecht werden könnte, um einen wirtschaftlich gerechteren Erlös erzielen zu können. Zum anderen tönen von vielen Seiten (Politik, Interessenverbände, Marktbeobachter) unterschiedliche Ansätze, Einkommen der Milchbäuerinnen und -bauern zu stabilisieren und den Wert der Arbeit ins passendere Verhältn

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04.03.2024

Kommentar: Nach vorne statt Rückschritte

Als DBV-Präsident Rukwied Mitte Dezember über die Kürzungen beim Agrardiesel sagte, „wir kämpfen, bis zum Ende“, stellte sich die Frage, ob solch eine Kriegsrhetorik angesichts einer Steuerrückerstattung nicht etwas überzogen ist. Ja, die Streichungen waren ein politischer Fehler, die Proteste waren gerechtfertigt, liefen meistens gut und der gesellschaftliche Rückhalt war groß. Agrarpolitik und die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern über mangelnde Planungssicherheit, nicht kostendeckende Preise bei zunehmenden Anforderungen und steigender Bürokratie wurden medial so viel diskutiert wie schon lange nicht mehr. Das ist gut. Gleichzeitig sind die bisher er

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02.02.2024

Der Biomarkt 2023 – ein Rückblick

Zwischen bescheidenem Wachstum am Markt und betulicher Bio-Strategie der Politik

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01.02.2024

„Mit Wut lässt sich kein politisches Programm gestalten“

Interview: Protestforscher Professor Felix Anderl aus Marburg zu den Bauerndemos

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31.01.2024

Kommentar: Agrarpolitik ist plötzlich wieder ein Thema

Damit hat die Politik vermutlich nicht gerechnet. Die über Nacht beschlossenen Sparmaßnahmen im Agrarbereich sollten durch den Wegfall der Dieselbeihilfe und die Streichung des Kraftfahrtsteuerprivilegs knapp eine Milliarde Euro im Haushalt des Bundes einsparen. Beide Maßnahmen zusammen hätten die allermeisten Betriebe hart getroffen, ohne dass sie etwas hätten kompensieren können. Das war dann doch zu viel für die Betriebe, und ein nie da gewesener Bauernprotest war die Folge. Aber wenn wir ehrlich sind, geht es den Bäuerinnen und Bauern nicht nur um den Wegfall der Agrardieselvergünstigung – die Aufhebung der Kfz-Steuerbefreiung war zwischendurch

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11.01.2024

Wer Neue Gentechniken sät, wird Patente ernten

Ursprünglich führten Konzerne wie Bayer und Monsanto die Patentierung ein, um ihr mit Gentechnik erzeugtes Saatgut zu einem lukrativen Geschäftsmodell zu machen. Inzwischen werden auch die Pflanzen aus neuer Gentechnik (NGT) regelmäßig zum Patent angemeldet. Große internationale Konzerne wie Corteva (ehemals DowDuPont) und Bayer sind hier führend. Mittelständische europäische Züchter, die mit neuer Gentechnik arbeiten wollen, müssen oft Verträge mit den großen Konzernen unterschreiben und geraten so in neue Abhängigkeiten. Corteva und Bayer (zusammen mit Monsanto) haben die höchste Anzahl an Patenten, die für Firmen in diesem Zusammenhang erteilt wurde

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10.01.2024

Breites Bündnis junger Menschen auf dem Land

Im März sind es zwei Jahre, seitdem ein bundesweites Bündnis landwirtschaftlicher Jugendorganisationen in einer gemeinsamen Stellungnahme forderte, bundesweit eine sogenannte Niederlassungsprämie für Junglandwirt:innen einzuführen. Bisher können Gründende in der Landwirtschaft vor allem über die erste Säule der GAP für maximal fünf Jahre 134 Euro pro Hektar (bis 120 ha) erhalten. Dies setzt jedoch voraus, dass die jungen Landwirt:innen schon Fläche zur Verfügung haben. Das ist vor allem bei außerfamiliärer Hofnachfolge oft ein Problem. Immerhin sind es inzwischen sechs Bundesländer, in denen Junglandwirt:innen eine konzeptbasierte, flächenungebundene P

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20.12.2023

Kommentar: Junglandwirt:innen flächendeckend und gerecht fördern!

Es ist schon fast eine paradoxe Situation: Einerseits fehlen vielen Höfen (noch) die Nachfolger:innen und andererseits sind die Ausbildungszahlen in den grünen Berufen sehr hoch. Man sollte also meinen, genug Höfe zum Übernehmen gibt es und auch genug junge Leute, die übernehmen wollen – trotzdem beschleunigt sich das Höfesterben. Wie kann das sein? Ich bekomme es in meinem Umfeld mit: Es gibt viele, die – ob einzeln, als Paar oder als Gruppe – einen Hof übernehmen wollen, aber vor sehr große Herausforderungen gestellt sind. Neben solchen, die zu jeder Hofübergabe dazugehören, kommen zusätzlich große finanzielle Hürden. Zum einen ist viel Geld nötig,

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20.12.2023

„Maßstäbe unverhältnismäßig und nicht zielführend“

AbL-Bundesvorsitzende Elisabeth Fresen über die Niederungen des bürokratischen Alltags.   Unabhängige Bauernstimme: Du hast immer wieder davon berichtet, dass du mit so viel Bürokratie konfrontiert bist. Ist denn dein Betrieb so kompliziert? Elisabeth Fresen: Wir halten etwa 100 Mutterkühe in ganzjähriger Außenhaltung, bewirtschaften 140 ha Grünland und 15 ha Acker und haben eine Direktvermarktung mit Selbstbedienungshofladen und Vertrieb an Gastronomie. Der Betrieb ist Bioland-zertifiziert und viele unserer Flächen stehen unter Naturschutz oder wir nehmen an Agrarumweltmaßnahmen teil. Ich würde nicht sagen, dass unser Hof kompliziert ist

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20.12.2023

Die Milch macht's nicht alleine

Es wird immer komplexer auf dem Milchmarkt und das, so die Einschätzung von Elisabeth Waizenegger, Milchbäuerin aus dem Allgäu, mache es für viele Kollegen und Kolleginnen immer schwieriger noch durchzusteigen. „Es gibt eine große Verunsicherung auf vielen Betrieben.“ Zwar ist zumindest die Preissituation in Süddeutschland – wie fast immer, nur in der letztjährigen Hochpreisphase stand der Norden mal besser da – mit im Durchschnitt sieben Cent höheren Auszahlungspreisen gegenüber den norddeutschen Molkereien einigermaßen stabil. Sinkende Betriebskosten tragen dazu auch bei, zu dem sagt Waizenegger, die Signale aus ihrer Molkerei seien momentan verhalte

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01.12.2023

Kommentar: Milchviehhaltung am Scheideweg

Milcherzeugerpreise auf Rekordniveau prägten die zweite Jahreshälfte 2022. Erinnert sich noch jemand daran? Dem beispiellos schnellen und starken Anstieg 2022 bis auf deutlich über 60 Cent folgte im neuen Jahr ein noch rasanterer Einbruch. In großen Schritten von teilweise acht oder zehn Cent pro Monat rauschte der Milchpreis nach unten, um sich wieder dort einzupendeln, wo er auch schon die Jahre vorher meistens lag, nämlich ca. zehn Cent unterhalb der Kostendeckung. Und so folgte der kurzen Euphorie wieder der übliche Katzenjammer. Wobei man nicht vergessen darf, wer für den Absturz maßgeblich mitverantwortlich ist: wir Milcherzeuger selbst, zumindes

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01.10.2023

Kommentar: Wir fordern: Ehrlichkeit, Respekt und Transparenz

Erst ein Gesetzentwurf zur Deregulierung der neuen Gentechnik, dessen radikale Ab- wendung von Wahlfreiheit und Vorsorge selbst harte Gentechnikfreunde so nicht für möglich gehalten hätten, und jetzt weitere zehn Jahre Glyphosat – wie viel Macht hat die Bayer AG eigentlich über die EU-Kommission? Woher kommt diese Macht? Zweistellige Millioneninvestitionen in die Lobby in Brüssel gehören dazu, bemerkenswert enthusiastische Journalist*innen und Politiker*innen, die wie Neubekehrte „genomische Technologien“ preisen, von denen sie offensichtlich nichts verstehen, ein ehemaliger Landesvorsitzender der hessischen Grünen, der jetzt als Senior Vice Pr

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01.09.2023

Kommentar: Direktvermarktung unter Druck

Nach jahrelangem Aufwärtstrend der Umsätze im Bereich Direktvermarktung von Bio- und regionalen Lebensmitteln ist seit dem letzten Jahr eine negative Trend- wende in diesem Bereich eingetreten. Die Verbraucher/innen setzen bei ihren Lebens- mitteln vermehrt auf den vermeintlich billigeren Einkauf andernorts. Profiteure von diesem Trend sind in erster Linie die Discounter, denn Bio soll es mög- lichst schon sein. Damit sich der Bio-Einkauf möglichst günstig gestaltet, greifen immer mehr Verbraucher/innen zu Bio-Produkten der Eigenmarken bei den Discountern, ohne sich über die negativen Konsequenzen für die Strukturen auf den Erzeugerbetrieben, be

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11.07.2023

Mit einem Wort: Nein!

Geehrte EU-Kommission, ich traue mich, eine Voraussage zu machen: Der Plan, mit dem geplanten Gesetzesvorschlag zu den neuen Gentechniken einen Dammbruch für eine Risikotechnologie zu erzeugen und den roten Teppich für die Gentechnikkonzerne auszurollen, der wird scheitern. Die Bäuerinnen und Bauern, die Gärtnerinnen und Gärtner, die Züchterinnen und Züchter und die Zivilgesellschaft werden ihre bislang zum Teil noch schläfrige Haltung aufgeben, aufstehen und sagen: Mit uns nicht! Das Recht auf gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln lassen wir uns durch die EU-Kommission nicht nehmen und die Abhängigkeit von einer Handvoll Gentechnikkonzernen lehn

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11.07.2023

Risiken werden bei den Bauern und Bäuerinnen abgeladen

Obwohl ich mich nun schon länger mit dem Thema Gentechnik und mit den Deregulierungsabsichten der EU-Kommission auseinandersetze, hat's mich jetzt doch gesetzt, als die jüngsten Vorschläge aus Brüssel ans Licht kamen. Egal, wie ich es hin und her drehe, egal, welche Vorsorgemaßnahmen wir ergreifen würden, mit diesem Gesetzesvorschlag könnten wir Gentechnikverunreinigungen auf unseren Äckern und in unseren Ställen nicht mehr verhindern. Die geplante Deregulierung ist komplett auf Kontamination und Verunreinigung ausgelegt. Je vielfältiger die Strukturen, desto häufiger würde es zu Verunreinigungen kommen. Wie managen? Wenn ich dem Nachbarn beim Mä

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11.07.2023

Ökoreglungen – noch viel Luft nach oben

Mit Beginn der neuen Förderperiode der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) wurde rund eine Mrd. Euro der ersten Säule für das neue Instrument der Ökoregelungen reserviert. Im Zuge der ersten Antragstellung haben die Bäuerinnen und Bauern in Deutschland hiervon allerdings nur rund 60 Prozent beantragt. Die Höhe der nicht beantragten Mittel liegt bei rund 450 Mio. Euro. Die Verausgabung dieses „übrigen“ Geldes für das Antragsjahr 2023 erfolgt nun nach einem in der GAP-Gesetzgebung festgelegten Vorgehen. So werden die Prämien aller Ökoregelungen voraussichtlich um 30 Prozent und die der sogenannten Basisprämie, inklusive der Umverteilungsprämie un

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11.07.2023

Der schönste Beruf der Welt

Technische Entwicklungen haben den Arbeitsalltag in der Landwirtschaft in den vergangenen 100 Jahren extrem verändert: vom Dreschflegel zum Mähdrescher und vom Pferd zum autonomen Schlepper. Dieser Prozess war begleitet von einem immer schneller werdenden Rückgang der in der Landwirtschaft Tätigen, immer größer werdenden Betrieben, deren Zahl dagegen immer weiter abnahm. Landwirtschaft als den ländlichen Raum und die Dörfer prägendes Lebensmodell, in dem die ganze Familie eingebunden ist, geht immer weiter zurück. 50 Prozent der Betriebe werden im Nebenerwerb geführt, auch Erwerbskombinationen steigen weiter an. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Teilzeit

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07.06.2023

GAP ökologischer und gerechter machen!

Wir kennen sie alle, die vielen Diskussionen um die Probleme in der Landwirtschaft und die Mahnungen, aber auch Vorschläge an die Politik, endlich Veränderungen einzuleiten. Seit Jahren arbeiten wir zusammen mit der Verbändeplattform daran. Aber der Glaube an Technik, ständigen Fortschritt und unendliches Wachstum und die Macht der Großkonzerne haben dringend notwendige politische Schritte ständig ausgebremst. Doch inzwischen bestimmen Krisen wie Klimawandel, Kriege, Flüchtlingsströme und immer noch die Corona-Pandemie nicht nur unsere Nachrichten, sie verändern auch unser Leben. Sie zeigen uns deutlich die Schwachstellen in unserem weltweiten Wirtscha

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07.06.2023

Neue GAP im Praxis-Check

GLÖZ-Standards, Ökoregelungen, Kombitabellen – seit diesem Jahr läuft bei der EU-Agrarförderung einiges anders als bisher. Am 15. Mai endete die erste Antragsfrist mit den neuen Regelungen. Einige Maßnahmen, die als Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKMs) aus der zweiten Säule bekannt sind, tauchen nun auch in den neu einzuhaltenden Standards für einen „Guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand“ (GLÖZ) der Konditionalität in der ersten Säule auf und in verschärfter Form dann doch wieder bei den AUKMs. Das ist nicht das Einzige, was im ersten Moment verwirren kann. Die benötigten Informationen – z. B. die Liste mit den Kennarten für die

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07.06.2023

Löst der LEH die Bio-Absatzdelle?

Die Bio-Märkte bleiben unter Druck. Gab es jahrelang nur Wachstum zu vermelden, müssen seit dem Ende von Corona ständig Absatzrückgänge erklärt werden. Das lässt die erfolgsverwöhnte Branche nicht kalt. Absatzdelle oder Einbruch, Marktverlagerung, Strukturkrise oder Umstellungsstau. Und dennoch steht man unerschütterlich zu den verkündeten Zielen von 30 Prozent Bio bis 2030? Momentan überwiegen die Unsicherheiten. Dabei reichen die Marktberichte von erheblichen Überschüssen bis zu fehlenden Impulsen, von stabilen, ausgeglichenen Teilmärkten bis zu Marktverlagerungen und Pleiten. Milchauszahlung sinkt Mit deutlichen Übermengen hat der Bio-Milchmar

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Claudia Schievelbein

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

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59065 Hamm

Email: schievelbein[at]bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-89
Telefax: 02381-49-22-21

Christine Etienne

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

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Am 17. April, dem Internationalen Tag des bäuerlichen Widers