18.05.2019

Bäuerlicher Aufruf zur Europawahl

Mit einem „bäuerlichen Aufruf“ setzen sich mehrere landwirtschaftliche Organisationen für ein solidarisches Miteinander, für die Rechte von Menschen, für den Schutz des Klimas, der Umwelt und der Tiere sowie für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ein, erteilen Hass, Nationalismus und Hetze eine klare Absage und appellieren: „Gehen Sie am 26. Mai wählen! Für ein demokratisches und bürgernahes Europa!“ „Die Zukunft Europas wird auch auf dem Lande entschieden. Wir wollen das Höfesterben stoppen. Die großen Herausforderungen - eine sozial gerechte Reform der europäischen Agrarpolitik, ein klima- und umweltschonender Ackerbau und der Umbau zu einer ar

weiter lesen...


17.05.2019

Lidl scheitert mit Umstellung auf 100%-Fairtrade-Bananen

Die im Herbst des vergangenen Jahres vom Discounter Lidl angekündigte und mit viel Lob unter anderem von Bundesentwicklungsminister Müller versehene Umstellung seines Angebots auf ausschließlich fair gehandelte Bananen ist gescheitert. „Es ist uns nicht gelungen, den Kunden von unserem Engagement zu überzeugen. Daher lassen wir unseren Kunden die Wahl und bieten zukünftig drei Bananenvarianten an”, erläutert Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. Frank Braßel, Oxfams Kampagnenleiter für wirtschaftliche Gerechtigkeit, sieht eine Ursache des Scheiterns im Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel. „Lidl will nun offenbar nicht mehr die kom

weiter lesen...


16.05.2019

Haltlose Begründung zur Wiederzulassung des Pestizid-Wirkstoffs Thiacloprid

In Briefen an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert das Umweltinstitut München die Ministerinnen auf, sich auf EU-Ebene gegen die weitere Zulassung des Pestizid-Wirkstoffs Thiacloprid auszusprechen und in Deutschland Pestizide mit dem umwelt- und gesundheitsgefährlichen Wirkstoff umgehend vom Markt zu nehmen. Deutschland kommt nach Ansicht des Instituts bei der Zukunft von Thiacloprid besonders große Verantwortung zu: „Wenn Pestizid-Wirkstoffe neu auf den Markt kommen oder die Zulassung erneuert werden soll, müssen unter anderem die Gefahren, die von dem Wirkstoff für Umwelt und Ge

weiter lesen...


16.05.2019

Klöckners Überlegungen bedrohen erfolgreiches „Ohne GenTechnik“-Siegel

Die Konsumenten haben in 2018 9,8 Milliarden Euro für Waren mit "Ohne GenTechnik"-Siegel ausgegeben. Gegenüber den Zahlen aus 2017 bedeute dies eine Steigerung von 41 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2019 mit einer Steigerung der Verbraucherausgaben auf mindestens 10,9 Milliarden Euro. „Der Markt für Lebensmittel ohne Gentechnik wächst seit Jahren und ist inzwischen fast so groß wie der Markt für Bio-Lebensmittel“, kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting die Zahlen. „Beide Erfolgsgeschichten zeigen deutlich, dass die Menschen in Deutschland zunehmend auf mehr Nachhaltigkeit in der Leb

weiter lesen...


16.05.2019

Putenhalter lehnen rechtsverbindliche nationale Regelungen für die Putenhaltung ab

Eine klare Absage an eine nationale Putenhaltungsverordnung haben die deutschen Putenhalter bei der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Putenerzeuger e. V. (VDP) im niedersächsischen Dötlingen/Landkreis Oldenburg erteilt und dafür deutliche Kritik seitens des Tierschutzbundes erhalten. „Wir haben schon heute die besten Haltungsbedingungen in Europa, die besten in der Welt“, betonte VDP-Vorsitzender Thomas Storck. Und fragte mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche ketzerisch: „Wie groß soll der Abstand der deutschen Putenhaltung zum Weltmarkt denn noch werden?“ Storck forderte Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingung

weiter lesen...


16.05.2019

Europäisches Patentamt erteilt Patent auf Lachse

Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein Patent auf Lachse erteilt, die mit bestimmten Pflanzen gefüttert wurden (EP1965658), das teilt die Organisation „NO PATENTS ON SEEDS!“ mit. Patentiert wurde demnach das Futtermittel, die Haltung der Fische und ihre Fütterung, die Fische selbst, sowie das Fischöl. Die Fische sollen mit herkömmlichen oder auch gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Lebensmittel, die von diesen Lachsen stammen, sollen in der Folge einen erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Derartige Fettsäuren werden oft als gesundheitlich wertvoll bezeichnet. Diese Idee ist keineswegs neu: Es ist bekannt, dass beispielsweis

weiter lesen...


16.05.2019

Europawahl: Aufbruch in ein nachhaltiges Europa

Aus Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seiner Jugendorganisation, der BUNDjugend, ist die Europawahl am 26. Mai eine Umweltwahl. In einer repräsentativen Kantar Emnid-Umfrage für den BUND maßen 83 Prozent der Befragten dem Umweltschutz eine große bis sehr große Bedeutung für das nächste EU-Parlament bei und 81 Prozent sprachen sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik durch eine stärkere Bindung der EU-Fördergelder an Arten-, Tier, Klima- und Umweltschutz aus. In dem Umfrageergebnis sieht der BUND-Vorsitzende die Bedeutung des Umwelt- und Naturschutzes bestätigt. „Der Schutz unserer Umwelt bewegt die Menschen. Fri

weiter lesen...


16.05.2019

EU: Mehrheit der Agrarminister will Gentechnikrecht überarbeiten

Eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) hat sich beim Agrarrat am Dienstag dafür ausgesprochen, dass die nächste Europäische Kommission das Gentechnikrecht zeitnah entsprechend der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen überarbeiten soll. Das sei eine Konsequenz aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2018, sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan nach dem Treffen. Die Frage, ob dabei neue gentechnische Verfahren wie Crispr-Cas9 als Gentechnik reguliert bleiben sollen, ist in Europa wie in Deutschland weiter umstritten. Während etwa Holland auf das Potential neuer Züchtungstechniken verwies und die Re

weiter lesen...


16.05.2019

„Bitte gehen Sie zur Wahl!“

„Bitte gehen Sie zur Wahl der zukünftigen EU-Abgeordneten und nutzen Sie Ihr Wahlrecht!“ Diese Bitte äußert der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), denn „wir brauchen deutliche Veränderungen in der EU-Agrarpolitik, das geht nur mit Abgeordnet*innen, die in die Zukunft denken und für Lösungen offen sind, die den Menschen dienen und nicht nur den Konzernen“, so der BDM. Dabei gilt für den BDM: „Protestwahl hilft genauso wenig wie Wahlverzicht!“ Für den BDM ist die Europawahl wichtig für die Landwirtschaft, daher lohne sich ein Blick auf die unterschiedlichen Positionen der antretenden Parteien, wie sie beispielsweise Wahlprüfsteine darstellen

weiter lesen...


13.05.2019

Fläche für Logistikzentrum besetzt

Teile der 80 Hektar für ein Logistikzentrum bei Neu-Eichenberg im Werra-Meißner-Kreis/Hessen sind von Umweltaktivisten der „Aktionsgruppe Acker bleibt“ besetzt worden. Sie bauten Zelte auf und pflanzten Gemüse. Das Land Hessen will die Besetzung laut Medienberichten zunächst dulden. Das Ziel der Aktivisten ist es unter anderem, der Dietz AG, die das Logistikzentrum plant, wie auch den für die Genehmigung zuständigen Behörden und Institutionen sowie Parteivertretern zu zeigen, dass es Menschen gibt, die sich gegen den Bau des Logistikgebiets und die damit verbundene Versiegelung von Ackerflächen und Zerstörung von Lebensgrundlagen stellen. Neben der

weiter lesen...


13.05.2019

BUND begrüßt die Forderung der Umweltministerkonferenz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) begrüßt die von den Umweltministerinnen und Umweltministern der Bundesländer geforderte Verschärfung des Düngerechts. "Der BUND begrüßt den Beschluss der Umweltministerkonferenz für mehr Gewässerschutz und die Verschärfung des Düngerechts“, erklärt der Leiter Agrarpolitik beim BUND, Christian Rehmer. „Während sich die Agrarlobby und Teile der Agrarpolitik immer noch gegen die überfälligen Verschärfungen von Vorschriften für das Düngen mit Gülle oder Kunstdünger wehren, thematisiert die Umweltministerkonferenz die Versäumnisse. Sie weist auf die enormen Umwelt-Auswirkungen der Belastung durch Nitrat und P

weiter lesen...


13.05.2019

Umweltminister für verstärkte Anstrengungen beim Düngerecht

Die in der vergangenen Woche in Hamburg stattgefundene Umweltministerkonferenz (UMK) stellt fest, „dass der hohe Eintrag von Stickstoffverbindungen in Boden, Wasser, Luft und schützenswerte Lebensräume eines der großen Umweltprobleme darstellt und in einigen Regionen die Trinkwasserversorgung verteuert und gefährdet“. Die Umweltministerinnen und -minister von Bund und Ländern bekräftigen daher ihre Forderung nach einer integrierten Stickstoffstrategie. Die Wirkung der derzeitigen Düngeverordnung hält die UMK „für nicht ausreichend, um die sich aus Wasserrahmenrichtlinie, Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und Nitratrichtlinie ergebenden Gewässerschutzzi

weiter lesen...


13.05.2019

Frankreich: Monsanto ließ Listen über Kritiker erstellen

Die französische Justiz ermittelt gegen die Bayer-Tochter Monsanto. PR-Agenturen sollen im Auftrag des Unternehmens 2016 illegale Listen von kritischen Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten angelegt haben. Bayer entschuldigte sich für dieses Verhalten. „Zweihundert Namen. Politiker und Beamte, Journalisten, Leiter von Berufs- und öffentlichen Organisationen und sogar Wissenschaftler. Zeile für Zeile werden ihre Identitäten und Meinungen zu Glyphosat, Pestiziden oder GVO in zwei sorgfältig ausgefüllten Tabellen dargestellt.“ Mit diesen Worten beginnt die französische Tageszeitung Le Monde ihren Bericht. Ihr und dem Sender France 2 waren USB-Sti

weiter lesen...


10.05.2019

Gentechnik durch die Hintertür ist undemokratisch

Aus Anlass des Streites über die Bewertung der neuen Gentechnik-Verfahren zwischen dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesumweltministerium fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft die Anwendung der Gentechnik-Regulierung auf die neuen Techniken. „Die neuen Verfahren wie CRISPR & Co. sind wissenschaftlich klar als Gentechnik einzustufen. Sie sind nach dem Gentechnikrecht zu regulieren, dies hat auch der Europäische Gerichtshof EuGH in seinem Urteil vom 25. Juli 2018 eindeutig bestätigt. CRISPR & Co. sind noch sehr junge Techniken, mit denen es keinerlei Erfahrungen auf dem Acker gibt, geschweige denn eine systemati

weiter lesen...


10.05.2019

Isoflurannarkose ist kostengünstig und praktikabel

Der Vorstandssprecher von NEULAND, dem Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung, Jochen Dettmer begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Ferkelbetäubungssachkundeverordnung und weist gleichzeitig die Kritik einiger Bundestagsabgeordneter und Verbände an der Isoflurannarkose für die Ferkelkastration entschieden zurück. „Schon bei der Anhörung des Ernährungsausschuss des Deutschen Bundestages zur Ferkelkastration am 26.11.18 habe ich aus den 10-jährigen Erfahrungen im NEULAND-Qualitätsfleischprogramm darauf hingewiesen, dass bei Förderung und der Durchführung der betäubten Kastration durch den Landwirt das Verfahren sehr koste

weiter lesen...


10.05.2019

„Mit einem starken europäischen Parlament den Systemwechsel einleiten!“

Die Wahlen zum Europaparlament sind für die Agrarpolitik und für die Ausrichtung des Ernährungssystems von zentraler Bedeutung. Für den Vorstand des AgrarBündnisses – einem Zusammenschluss von Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Verbraucher- und Entwicklungspolitik – geht es bei dieser Wahl um den Erhalt bäuerlicher Betriebe, um eine weitere Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft, um den Ausbau artgerechter Tierhaltung, um fairen Handel, um mehr Klimaschutz und nicht zuletzt um gutes Essen. Dazu gehört auch die Anpassung des Fleischkonsums an die nachhaltige Leistungsfähigkeit des Ernährungssystems. Das AgrarBündnis ruft an

weiter lesen...


10.05.2019

Grünes Licht für Wolfsjagd als Managementmaßnahme

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat sich laut einer Mitteilung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) für die Genehmigung der Wolfsjagd in Ausnahmefällen ausgesprochen. Konkret geht es in dem Verfahren laut DJV um die Frage, unter welchen Bedingungen Finnland von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Die Stellungnahme des Generalanwalts sei zwar nicht bindend, werde jedoch normalerweise vom Gerichtshof befolgt. Das Urteil wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet. Finnland habe unter anderem geltend gemacht, dass es Ziel der geplant

weiter lesen...


08.05.2019

Ferkelkastration: Bundeskabinett ermöglicht Narkosemethode durch Landwirte

Künftig können auch Landwirte oder andere sachkundige Personen das Narkosemittel Isofluran bei der Ferkelkastration einsetzen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner betont: "Mir ist es wichtig, bereits jetzt in der Übergangsfrist Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu schaffen. Nach der Entscheidung von Bundestag und Bundesrat habe ich daher rasch reagiert und die Isofluran-Verordnung vorangebracht, mit der sich heute das Bundeskabinett befasst hat. Nach ihrem Inkrafttreten wird es den Landwirten möglich sein, die Vollnarkose zur wirksamen Schmerzausschaltung mit diesem Mittel selbst durchz

weiter lesen...


08.05.2019

Deutschland tritt Tropischer Waldallianz bei

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) haben den Beitritt Deutschlands zur Tropischen Waldallianz verkündet. Durch den Beitritt baut die Bundesregierung nach eigenen Worten „ihr aktives Engagement für entwaldungsfreie Lieferketten aus“. Bereits seit vielen Jahren unterstützten beide Ministerien „umfangreiche Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von tropischen Wäldern“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Tropische Wälder sind von globaler Bedeutung für den Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt. Angesichts des dramatischen Ausmaßes der Waldzerstörung müssen wir unsere Anstrengungen

weiter lesen...


08.05.2019

Bauernbund schreibt Merkel zur Düngeverordnung

Der Bauernbund Brandenburg hat sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt mit der Bitte, sich für eine ökologisch wirksame und ökonomisch angemessene Düngeverordnung einzusetzen. "Weder die Düngeverordnung 2017 noch die geplanten Verschärfungen lösen das Problem", sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, der in Krielow im Havelland Ackerbau und Mutterkuhhaltung betreibt: "Das ist wie wenn man wegen einer Handvoll Raser überall Tempo 30 vorschreibt, statt an den Unfallschwerpunkten Blitzer aufzustellen." Die EU-Nitratrichtlinie schreibe die flächendeckende Gültigkeit von Düngeregeln keineswegs vor, argumenti

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 1 bis 20 von 777

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

16.05.2019

Gar kein Verständnis habe ich für die zwangsweise Unterernä