Vorzeichen stehen auf Alarm - 2026 wird ein (vor-)entscheidendes Jahr für Ferkelerzeuger

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Auf die Schweinehalter wartet ein schwieriges Jahr. Die Schweine- und Ferkelpreise sind abgestürzt auf 1,45 €/kg Schweinefleisch bzw. 35 € pro Ferkel. Damit fehlen dem Erzeuger etwa 50 Euro am Schwein, wovon die Sauenhalter die Hälfte der Zeche zahlen. Während manche Marktbeteiligte nur von einer Durststrecke bis zur Grillzeit, vielleicht gar nur bis Ostern träumen, - bis dahin soll der EU-Schweineberg abgebaut sein - werden auf die ferkelerzeugenden Betriebe sicherlich äußerst schwierige Monate zukommen. Denn neben dem Preistal müssen noch ehrgeizige Auflagen der Nutztierhaltungsverordnung erfüllt werden. Bis zum…

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Erneute Verschiebung des Kennzeichnungsgesetzes - ein Armutszeugnis für die Politik!

Der Bundestag hat in der vergangenen Woche in 2. und 3. Lesung eines gemeinsamen Gesetzentwurfes von Union und SPD zur Tierhaltungskennzeichnung mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Linken entschieden, den Start des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes vom 1. März 2026 auf den 1. Januar 2027 zu verschieben. Die Grünen stimmten dagegen, die AfD enthielt sich. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert die Verschiebung scharf und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Rainer und die Bundesregierung auf, umgehend einen konkreten Fahrplan für die Weiterentwicklung des Gesetzes vorzulegen. Genauso dringend brauche es wirtschaftliche…

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Bündnis fordert den Schutz von Wasser als Gemeingut

Anlässlich der Internationalen Agrarministerkonferenz, die als der politische Höhepunkt im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture  (GFFA) in Berlin bezeichnet wird, haben Bäuer*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen eine Protestnote an die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Martina Engelhardt-Kopf übergeben. Das BMELH hatte den Vorsitz der Konferenz mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“.  Das Bündnis stellt zentrale Forderungen an die Agrarminister*innen: So sollen sie bei der UN-Wasserkonferenz im Dezember für eine…

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Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit: Haltung zeigen!

Gemeinsam mit 8.000 Demonstrierenden haben rund 60 Organisationen auf der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin von der Bundesregierung eine gemeinwohlorientierte Agrarpolitik gefordert und für Tier-, Klima- und Umweltschutz, den Erhalt vieler und vielfältiger Höfe, faire Preise und gutes Essen demonstriert. Gemeinsam setzten sich Bäuer*innen, Verbraucher*innen und Aktive der Umwelt-, Tier- und Klimaschutzbewegung für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft ein. „Wir zeigen Haltung – ob als Landwirtin, die im Stall und auf dem Acker anpackt, oder als Verbraucher, der gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel wertschätzt. Die schwarz-rote…

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Niedersachsen setzt Düngevorgaben in den Roten Gebieten aus

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) wird den Vollzug, somit Kontrolle und Sanktionierung, der zusätzlichen Auflagen zur Düngung in Nitratbelasteten und Eutrophierten Gebieten bis auf Weiteres aussetzen. Entsprechende Vorbereitungen laufen. Das teilt das Ministerium mit und sieht auch den Bund in der Pflicht. Mit der Entscheidung reagiert das ML nach eigenen Angaben auf die seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen den Freistaat Bayern vom 24. Oktober 2025 bundesweit bestehende Rechtsunsicherheit. Das Gericht hatte die bayerische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung mit der Begründung, die Bundesvorschriften sind als…

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ZKL und Borchert-Kommission weiterhin aktuell

Die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) und der Borchert Kommission sind nach Ansicht der Direktoren der Denkfabrik Agora Agrar, Prof. Harald Grethe und Dr. Christine Chemnitz, unverändert eine gute Grundlage für die agrarpolitische Gestaltung. Und auch für die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl zeigen die ZKL und der europäische Dialog zur Zukunft der Agrarpolitik, wie es geht. Im Interview mit AGRA Europe sagte Grethe, der auch Mitglied der Borchert-Kommission war: „Die Ergebnisse der Kommissionen sind weiterhin eine gute Grundlage für politische Gestaltung.“ Nötig sei Planungssicherheit, damit die Betriebe die nötigen…

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Greenpeace-Check: Wie halten es deutsche Supermärkte mit der Gentechnik?

Greenpeace hat Aldi (Nord und Süd), Rewe, Lidl, Kaufland, Penny, Edeka und Netto gründlich nach ihrem Umgang mit alter und Neuer Gentechnik befragt – und dabei deutliche Unterschiede festgestellt, wie der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) mitteilt. Vorab die laut VLOG gute Nachricht: Die Themen Gentechnikfreiheit und Neue Gentechnik stehen bei allen acht befragten Ketten auf der Agenda – wenn auch mit unterschiedlicher Dringlichkeit und Ausprägung. Aldi Nord und Aldi Süd sind laut Greenpeace-Supermarktcheck dabei die einzigen, die sich ganz klar dazu bekennen, keine Produkte aus Neuer Gentechnik anbieten zu wollen. Neben Aldi sagen…

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Anti-Pestizid-Urteil vom EuGH muss Start für Umkehr sein

Die Wiederzulassung des Insektizids Cypermethrin durch die EU-Kommission war rechtswidrig, urteilte der Europäische Gerichtshof im Dezember 2025. Massive Mängel bei der Risikobewertung zeigen: Jetzt muss ein Umdenken stattfinden. Denn das von der EU geplante Omnibus-Verfahren wird genau solchen Zulassungspraktiken Tür und Tor öffnen: das Vorsorgeprinzip fällt unter den Tisch, Pestizidmengen steigen und ein rechtswidriger Zustand wird legalisiert. Das teilen der Imkerverband Rheinland-Pfalz und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund mit. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 18. Dezember 2025 nach Ansicht der Imker ein wegweisendes Urteil…

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30 Millionen Euro für Agroforst und Hecken

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) stellt in der Förderperiode bis 2027 aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) im Rahmen der Maßnahme 6.1 des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) bis zu 30 Millionen Euro bereit. Diese Mittel fließen zweckgebunden in den GAK-Rahmenplan und fördern Erhalt sowie Neuanlage von Strukturelementen in Agrarlandschaften mit Klima- und Biodiversitätseffekt - insbesondere Agroforstsysteme, Hecken, Knicks, Baumreihen und Feldgehölze. Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V. begrüßt dies ausdrücklich. „Nun kommt es darauf an, dass die…

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Agrarpolitik im Rückwärtsgang: Reformen stocken, Höfe unter Druck

Mit dem Kritischen Agrarbericht 2026 legt das AgrarBündnis gemeinsam mit zahlreichen Autor*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft erneut eine umfassende Analyse der agrar- und ernährungspolitischen Entwicklungen vor. Statt der Agrar- und Ernährungswende droht ein Rückschritt: Unter dem Deckmantel „Bürokratieabbau“ werden zentrale Regeln in Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz infrage gestellt. Der Kritische Agrarbericht 2026 zeigt, was auf dem Spiel steht – und warum es jetzt politische Mehrheiten für eine gemeinwohlorientierte Agrarförderung braucht. Die Bilanz ist ernüchternd: Statt die Agrar- und Ernährungswende konsequent umzusetzen, geraten…

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