10.05.2021

Verschärftes Klimaschutzziel auch für die Landwirtschaft

Laut dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 29.04.2021 muss die Regierung das Klimaschutzgesetzt nachjustieren. Dafür müssen sowohl die Ziele bis 2030 verschärft, als auch für die Jahre nach 2030 ein genauerer Plan vorlegt werden, wie die Emissionen reduziert werden sollen. Das Urteil löste letzte Woche eine ganze Welle von neuen Zielen aus. Statt einer Reduzierung von Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 im Jahr 2030 um 55 %, lautet das aktuelle Ziel nun 65%. Bis vor Kurzem galt das Jahr 2050 als Zielmarke zur Klimaneutralität in Deutschland, dies wurde auf 2045 vorverlegt. Für alle Sektoren außer dem Abfallsektor wurden in einem Entwurf neue

weiter lesen...


10.05.2021

Bundesrat: Antrag zur Einführung von Obergrenzen für Tiere in Tierhaltungsanlagen eingebracht

Wir haben in Deutschland im Durchschnitt im Jahr 5.000 Brände in landwirtschaftlichen Betrieben und dabei verenden jedes Jahr mehrere hunderttausend Tiere. Diese Zahlen nennt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bei der Einbringung des Antrags seines Landes zur Einführung von Obergrenzen für Tiere in Tierhaltungsanlagen in den Bundesrat. Dabei nimmt Backhaus auch Bezug auf den Brand in Alt Tellin und erklärt: „Ich selber habe mir diese Anlage angesehen und sie können sich vorstellen, diese Bilder wird man nie in seinem Leben wieder los.“ Gerade in den neuen Bundesländern gebe es Anlagen, „die nicht in das Leitbild, mit ‚t

weiter lesen...


10.05.2021

EU-Umweltausschuss fordert zeitgemäße EU-Bodenschutz-Richtlinie

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat eine Resolution zum Bodenschutz verabschiedet, in der ein EU-weiter gemeinsamer Rahmen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Bodens gefordert wird, in der die verschiedenen Bedrohungen des Bodens adressiert und Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen benannt werden. Die Resolution betont, dass gesunde Böden wesentlich sind für die Erreichung der Ziele Klimaneutralität, Wiederherstellung der biologischen Vielfalt, Nullverschmutzung, gesunder und nachhaltiger Lebensmittelsysteme und einer widerstandsfähigen Umwelt. Für den grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling ist ein europäisches Regelwerk überfällig.

weiter lesen...


10.05.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

+ Milchpreisverhandlungen strittig + Leere Auftragsbücher bei Stallbaufirmen + Ritter Sport scheitert mit Bio-Schokolade

weiter lesen...


10.05.2021

EuGH bestätigt das Verbot von Neonicotinoiden zum Schutz von Bienen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in letzter Instanz entschieden, dass die EU-Teilverbote bienenschädlicher Pestizid-Wirkstoffe (Neonicotinoide) aufrechterhalten bleiben. Begrüßt wird die Entscheidung unter anderem von Natur- und Umweltschutz- sowie Imkerverbänden. Die EU-Kommission hatte 2013 in mehreren Verordnungen die Genehmigungen für die Pestizidwirkstoffe erheblich eingeschränkt. Das Europäische Gericht erster Instanz (EuG) bestätigte 2018 diese Teilverbote für die Neonicotinoide Clothianidin (Bayer), Imidacloprid (Bayer) und Thiamethoxam (Syngenta). Während Syngenta das Urteil des EuG akzeptiert hat, legte Bayer Beschwerde beim Europäisc

weiter lesen...


08.05.2021

Ministerin Otte-Kinast untersagt Langstreckentransport von Zuchttieren nach Marokko

Die Abfertigung eines Transports von 270 tragenden Zuchtrindern nach Marokko hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) am vergangenen Freitag untersagt. Zuvor hatten bereits Tierschutzorganisationen wie der Tierschutzbund und Vier Pfoten angesichts des geplanten Transports „Alarm“ geschlagen. Der Erlass des ML wurde dem Landkreis Aurich als zuständiger Behörde übersandt. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erklärte dazu: „Der Tierschutz hat für mich eine hohe Priorität. Deshalb gibt es keinen Freifahrtschein für diesen Transport mit tragenden Kühen nach Marokko. Leider müssen wir davon ausgehen, dass Tierschutzm

weiter lesen...


08.05.2021

SPD-Bundestagsfraktion will Klöckners freiwilliges Tierwohllabel verhindern

„Bundesministerin Klöckner ist mit ihrem freiwilligen ‚Tierwohllabel light‘ auf ganzer Linie gescheitert. Sie wird dafür keine Mehrheit im Bundestag erhalten“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Mathias Miersch gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die SPD fordert ein verpflichtendes Tierwohllabel. „Mit ihrer Blockadehaltung stellen sich Herr Miersch und die SPD-Fraktion klar gegen mehr Tierwohl“, kommentiert daraufhin der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Hans-Joachim Fuchtel, das Verhalten der SPD-Bundestagsfraktion. Freiwilligkeit reicht nach Ansicht des SDP-Fraktio

weiter lesen...


08.05.2021

BASF erhält Patent auf Wassermelonen

Die Firma Nunhems / BASF hat ein europäisches Patent auf Wassermelonen aus konventioneller Zucht erhalten (EP2814316). Die Pflanzen haben einen buschigen Wuchs, sie wurden ursprünglich in einem Hausgarten entdeckt. Die genetische Veranlagung für den buschigen Wuchs ist laut Patentschrift zufällig entstanden. Die Firma Nunhems hat die Pflanzen lediglich mit gängigen Methoden so weiter gezüchtet, dass deren Früchte keine Kerne enthalten. Der eigentliche Vorteil der Pflanzen: Für ihren Anbau wird weniger Platz benötigt. Patentiert wurden die Pflanzen, das Saatgut und die Früchte. Das teilt die Organisation Keine Patente auf Saatgut! mit. Patente auf konv

weiter lesen...


08.05.2021

Greenpeace-Recherche: Supermärkte informieren schlecht an Fleisch-Bedientheken

Supermärkte enttäuschen bei Transparenz und Tierhaltung die Erwartungen. Drei Viertel der Supermarkt-Kundschaft (77 Prozent) erwartet nach einer repräsentativen Umfrage von Kantar an Bedientheken eher ein Fleischangebot aus artgerechter Tierhaltung als im Selbstbedienungsregal zur Art der Haltung und eine gute Beratung nennen 88 Prozent der befragten Kund:innen wichtig. Diesen Erwartungen werden Supermärkte in der Regel nicht gerecht, zeigt eine bundesweite stichprobenartige Recherche von Greenpeace aus dem Frühjahr 2021. Nur 22 von 99 besuchten Edeka-, Kaufland- und Rewe-Filialen kennzeichneten überhaupt Produkte in den Bedientheken mit der Haltungsfo

weiter lesen...


08.05.2021

DNR: Gemeinsam für Demokratie und gegen Vereinnahmung von Natur und Umwelt für rechtsextreme Zwecke

„Gemeinsam für Demokratie und gegen Vereinnahmung von Natur und Umwelt für rechtsextreme Zwecke“ hat sich das Präsidium des Deutschen Naturschutzrings (DNR), dem Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, in einer Erklärung anlässlich des Tages der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai vor 76 Jahren ausgesprochen. Die Erklärung des Präsidiums im Wortlaut: Vor 76 Jahren wurde Deutschland vom Nationalsozialismus befreit. Der 8. Mai ist deshalb ein Tag, der Anlass zu Freude gibt. Er ist aber auch ein Tag, um sich aus der Vergangenheit auf die Verantwortung für die Zukunft zu besinnen. Rechtsextremes Gedankengut ist lei

weiter lesen...


03.05.2021

Umbau der Nutztierhaltung noch vor den Bundestagswahlen einleiten

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut hat in einer Folgenabschätzung untersucht, wie sich der von der Borchert-Kommission vorgeschlagene Umbau der Nutztierhaltung auf die Branche, auf die Betriebe und die Verbraucher auswirkt. Die Ergebnisse hat Bundesministerin Julia Klöckner heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kompetenznetzwerks, Jochen Borchert, sowie mit Prof. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts, vorgestellt. Nach Ansicht von Jochen Borchert zeigt die Studie, „wir sind auf dem richtigen Weg“. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mahnt die Umsetzung der Vorschläge noch vor den Bundestagswahlen an. Anlässlich

weiter lesen...


03.05.2021

Kein Wiederaufbau der Ferkelzuchtanlage Alt-Tellin! - AbL protestiert gemeinsam mit Bürgerinitiative und Greenpeace

Einen Monat nach dem verheerenden Brand von Deutschlands größter Ferkelzuchtanlage in Alt-Tellin (Mecklenburg-Vorpommern), bei dem Ende März 55.000 Schweine unter Qualen starben, besuchte MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus vergangenen Freitag die Brandruine. Entgegen seiner Erwartungen traf er sich dort nicht nur mit dem Betreiber der Anlage, sondern musste sich auch der Kritik von Bürger*innen und Landwirt*innen stellen. Mehr als 70 Demonstrierende empfingen den Minister mit lauten Sprechchören, Original-Tonaufnahmen der panischen Schweine und bunten Schildern – unter anderen einem riesigen Greenpeace-Banner mit der Aufschrift „Schluss mit dem S

weiter lesen...


03.05.2021

AbL Hessen: Wolfsmanagementplan des Landes nimmt Sorgen der Weidetierhalter nicht ernst

Hessens grüne Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, hat einen neuen Wolfsmanagementplan vorgestellt, in dessen Mittelpunkt laut Mitteilung des Ministeriums das neu gegründete Wolfszentrum Hessen (WZH) im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) steht. „Sorgen der Bevölkerung und der Nutztierhalterinnen und -halter nehmen wir dabei sehr ernst“, erklärt die Ministerin. Das Ziel ist es laut Hinz, „mit größtmöglicher Aufklärung, Unterstützung der Weidetierhaltung und in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden aus Landwirtschaft, Naturschutz und Jagd die Rückkehr des Wolfes transparent

weiter lesen...


03.05.2021

Studie der EU-Kommission zur neuen Gentechnik erntet deutlichen Widerspruch

Pflanzen, die durch neue genomische Verfahren (New Genomic Techniques, NGT) wie die sogenannte Genschere entstanden sind, haben das Potenzial, im Einklang mit dem europäischen Deal zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem beizutragen. Der derzeit geltende Rechtsrahmen für genveränderte Organismen aus dem Jahr 2001 ist für diese innovative Technologie jedoch nicht zweckmäßig. Das teilt die EU-Kommission als Ergebnis einer Studie mit, die sie auf Ersuchen der EU-Staaten erstellt und jetzt veröffentlicht hat. Die Kommission wird nun nach eigenen Angaben einen breit angelegten und offenen Konsultationsprozess einleiten, um die Gestaltung eines neuen Rechts

weiter lesen...


03.05.2021

EU-Mercosur-Handelsabkommen: Nur Neuverhandlungen können Schutz von Mensch und Natur gewährleisten

MISEREOR und Greenpeace haben ein neues Rechtsgutachten zum geplanten EU-Mercosur-Abkommen veröffentlicht. Es belegt die Mängel der bisherigen Bestimmungen zu Menschenrechten und Nachhaltigkeit und sieht Neuverhandlungen als einzigen Ausweg. Letzte Woche hatte der Vizepräsident der EU-Kommission Dombrovskis seine Absicht bekräftigt, das Abkommen mithilfe einer Zusatzvereinbarung mit Brasilien zum Umweltschutz zu retten. Auch die Bundesregierung setzt sich trotz der zwischenzeitlich kritischen Töne der Bundeskanzlerin für einen Abschluss ein. “Dieses Abkommen taugt nichts. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, sich gegen diesen Klimakiller-Deal auszu

weiter lesen...


03.05.2021

Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde auch aus bäuerlicher Sicht

Die Resonanz in den Medien ist so groß wie die Freude aller Beteiligten über den „historischen Erfolg“: Seit dem 29.04.2021 ist generationsübergreifender Klimaschutz ein Grundrecht. Das Bundesverfassungsgericht entschied zugunsten der neun jungen Menschen, die die Verfassungsbeschwerde eingereicht hatten. In dem Beschluss wurde entschieden, dass das aktuelle Klimaschutzgesetzes von Dezember 2019 nicht mit den Grundrechten vereinbar ist. Dem Klimaschutzziel und der bis 2030 zulässigen Jahresemissionsmengen fehlen hinreichende Maßgaben für die weitere Emissionsreduktion ab dem Jahr 2031. Es ist die erste Umweltklage, die vor dem Verfassungsgericht Erfolg

weiter lesen...


01.05.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

+ Rohstoffwert Milch steigt, Erzeugerpreis nicht + Schlachtindustrie – weniger Schweine, mehr Konzentration + Edeka auch 2021 Coronagewinner + Aldi und die Kinderarbeit in der Kakaobranche

weiter lesen...


01.05.2021

Ohne Junglandwirte keine Zukunft der europäischen Milcherzeugung

Eine düstere Perspektive der europäischen Landwirtschaft sieht das European Milk Board (EMB) in der Tatsache, dass nur noch 5% der ErzeugerInnen in der EU jünger als 35 Jahre und nur noch 14% zwischen 35 und 44 Jahre alt sind. Verstärkt werde dies dadurch, dass weiterhin in vielen Ländern die Produktionskosten von den Milcherzeugerpreisen bei Weitem nicht gedeckt werden, in manchen Ländern gar nur zur Hälfte. Die auf ihrer halbjährlichen Mitgliederversammlung vor diesem Hintergrund erfolgte Feststellung: „Ohne Junglandwirte keine Zukunft der europäischen Milcherzeugung“. Den anwesenden MilcherzeugerInnen lagen bei der Versammlung Zahlen einer in Kürze

weiter lesen...


01.05.2021

Sachsen-Anhalt: Aktionsbündnis fordert von der Landespolitik eine konsequente Weichenstellungen für die Zukunft

Am 6. Juni findet in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl statt. Angesichts „der großen Herausforderungen unserer Zeit“ hat sich ein landesweites Aktionsbündnis in Sachsen-Anhalt gegründet, welches von der Landespolitik verlässliche Antworten zu 21 Wahlprüffragen im aktuellen Wahljahr 2021 verlangt und klare Lösungsperspektiven einfordert. Zu den maßgeblichen Initiatoren des Bündnisses zählen der NABU-Landesverband, Aktion Agrar aus Magdeburg sowie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Sachsen-Anhalt. Zu den Kernforderungen heißt es seitens des Aktionsbündnisses: "Wir erwarten von einer neuen Landesregierung Weichenstellungen für di

weiter lesen...


01.05.2021

AbL veröffentlicht Perspektiven und Positionen von Betroffenen zur neuen Gentechnik

Anlässlich der angekündigten und zwischenzeitlich erfolgten Veröffentlichung der Studie der EU-Kommission zur neuen Gentechnik hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Vorfeld im Rahmen einer Pressekonferenz eine umfangreiche Broschüre mit Diskussionsbeiträgen zu neuen Gentechnik-Verfahren vorgestellt. Die AbL will damit der insbesondere von der Agrar-, Ernährungs- und Chemieindustrie vorangetriebenen Diskussion mit dem Ziel einer Deregulierung der neuen Gentechniken eine „ausgewogene Diskussion“ entgegensetzen. Annemarie Volling, Gentechnik-Expertin der AbL und Initiatorin der Broschüre, erklärt: „Für die AbL und die Gentechnikf

weiter lesen...


Sie sehen Artikel 1 bis 20 von 1770

Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

12.04.2021

Eines haben wir auf alle Fälle erreicht: Die zukünftige Ausg