09.06.2021

„Mit dem Vorsorgeprinzip und der Generationengerechtigkeit nicht vereinbar …“

Die EU-Kommission hat Ende April 2021 einen Bericht zum „Status neuartiger genomischer Verfahren“ herausgegeben. Darin bestätigt sie die Auffassung des Europäischen Gerichtshofes, dass auch neue Gentechniken Gentechnik sind. Allerdings sei das geltende Gentechnikrecht „nicht zweckmäßig“. Die Kommission wird einen Konsultationsprozess „zur Gestaltung eines neuen Rechtsrahmens“ einleiten. Konkret könnten zukünftig viele der neuen Gentechnikanwendungen von der Regulierung nach Gentechnikgesetz ausgenommen oder ihre Regulierung stark abgeschwächt werden. Unabhängige Bauernstimme: Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze, teilen Sie die Auffassung der EU-Kommi

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07.06.2021

Handlungsempfehlungen für Klimaneutralität der Landwirtschaft

Drei zentrale Handlungsfelder auf dem Weg zur Klimaneutralität im Agrar- und Ernährungssystem Deutschlands benennt eine Gruppe von Agrarwissenschaftlern der Universitäten Berlin/Harald Grethe und Ferike Thom, Göttingen/José Martinez und Kiel/Friedhelm Taube sowie des Thünen-Instituts/Bernhard Osterburg in einem Gutachten im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität. Die drei Felder lauten: 1) Stickstoffeffizienz verbessern, 2) Konsum und Produktion tierischer Produkte verringern, 3) Moore wiedervernässen. „Die Bundesregierung hat einen Entwurf zu einem überarbeiteten Klimaschutzgesetz beschlossen, das THG-Minderungen von 65% bis 2030 und 88% bis 2040 sowi

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07.06.2021

AbL-Kampagne zur Gemeinwohlverpachtung: „Öffentliches Land in Bauern- und Bäuerinnenhand!“

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat gemeinsam mit Aktion Agrar direkt vor dem Landtag in Magdeburg, noch vor der Landtagswahl, auf einen eklatanten Missstand aufmerksam gemacht: Bereits zum zweiten Mal hat es eine Landesregierung in Sachsen-Anhalt nicht geschafft, Landgrabbing zu verhindern – nach wie vor kaufen außerlandwirtschaftliche Investoren Landwirtschaftsbetriebe ungehindert auf. Im Rahmen der Aktion hat die AbL auch die Kampagne zur Gemeinwohlverpachtung unter dem Motto „Öffentliches Land in Bauern- und Bäuerinnenhand!“ gestartet. Denn Städten, Gemeinden, Ländern und Kirchen gehört häufig viel Land und sie verpachten es

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07.06.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

10,80 Euro Mindestlohn in der Fleischwirtschaft beschlossen + Streit um Schweinepreise verschärft sich + Greenpeace protestiert bei Edeka

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07.06.2021

Weinbauern und Imker verklagen Bayer wegen Dicamba-Abdriftschäden

In Texas haben Anfang Juni 57 Weinbauern und vier Traubenverarbeiter Klage gegen Bayer und die BASF erhoben, weil sie aufgrund von Dicamba-Abdriften „Hunderte von Millionen Dollar" Schäden erlitten hätten. Einige der Weinbauern hätten irrsinnige Ertragsrückgänge von über 90 Prozent hinnehmen müssen, heißt es in der Klageschrift. Betroffen sei eine Fläche von über 1.200 Hektar Weinreben in den High Plains, einer Region, in der sich die meisten Weinberge Texas befinden. Durch die Dicamba-Abdrift sei es zu dramatischen Produktionsrückgängen gekommen, das was noch an Trauben wächst, wird oft wegen schlechter Qualität zurückgewiesen, Verträge wurden ge

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07.06.2021

foodwatch wirft Grünen Falschaussagen zu CETA-Handelsabkommen vor

Vor dem anstehenden Wahl-Parteitag der Grünen hat die Verbraucherorganisation foodwatch der Parteispitze Falschaussagen zu CETA vorgeworfen. Die Parteiführung versuche, vor der Öffentlichkeit und den Parteimitgliedern ihre Entscheidung zu kaschieren, das EU-Kanada-Handelsabkommen nicht mehr stoppen zu wollen. Der Grüne Außenpolitik-Experte Jürgen Trittin hatte in einem Interview mit dem Spiegel behauptet, seine Partei könne die Rücknahme des Abkommens nicht versprechen, weil dies schlichtweg nicht möglich sei: „Kein EU-Staat wird, selbst wenn er es wollte, die vorläufige Anwendung dieses Deals zurücknehmen können“. Tatsächlich kann Deutschland lau food

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07.06.2021

Klimaschutzleistung des Waldes honorieren - aber richtig

Auf dem 2. Nationalen Waldgipfel am 2.Juni hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein Modell zur Honorierung der Klimaschutzleistung der Wälder vorgestellt. Für den AbL-Waldexperten Gregor Kaiser ein wichtiger und guter Ansatz, der in zentralen Punkten jedoch nachgebessert werden muss. Zur Vorstellung ihres Modells erklärt die Ministerin: „Der Wald ist unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandel: Land- und Forstwirtschaft sind die beiden einzigen Sektoren, die CO2 speichern können. Jährlich entlastet der deutsche Wald die Atmosphäre um etwa 62 Millionen Tonnen Kohlenstoff, das sind sieben Prozent aller Emissionen in Deutschland. Wenn wi

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07.06.2021

Reserveantibiotika müssen aus den Ställen komplett verschwinden

Reserveantibiotika für die Humanmedizin dürfen in der Tierhaltung nicht mehr eingesetzt werden. Das fordert die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch anlässlich der heutigen Expert:innen-Anhörung zum Thema im Bundestag. Das Verbot müsse in das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) aufgenommen werden, über das der Bundestag wahrscheinlich bereits am Donnerstag dieser Woche abstimmen wird. Bestätig sieht sich Germanwatch durch ein Gutachten im Auftrag der Ärzte gegen Massentierhaltung. Und auch die Bundesärztekammer fordert den Einsatz von Reserveantibiotika ausschließlich in der Humanmedizin. Reserveantibiotika kommen in der Humanmedizin z

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05.06.2021

Mit Aktionen in ganz Europa starten Milchbauern eine Offensive für Existenzsicherung

Anlässlich des Internationalen Tags der Milch am 1. Juni haben Europas MilcherzeugerInnen unter dem Motto der „Milchpreis muss dauerhaft nach oben!“ eine Offensive für Existenzsicherung gestartet. Den Auftakt für diverse Aktionen über den ganzen Juni hinweg haben belgische Milchbauern im Schulterschluss mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Brüssel gemacht und dabei in einem Brief an die EU-Kommission einen nachhaltigen und fairen Milchsektor unter anderem auch in Westafrika gefordert, wo seit einigen Jahren europäische Agrarkonzerne auf den Markt drängen. Und auch in Italien haben südtirolische ErzeugerInnen die Notwendigkeit eines wirt

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05.06.2021

KLJB: Letzte Chance für 1,5-Grad-Ziel

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) nimmt mit einer siebenköpfigen Delegation als Beobachterin an den digitalen UN Klima-Zwischenverhandlungen teil, seit 2018 hat sie diese Möglichkeit. Die Verhandlungen, die auch der Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz COP 26 im November in Glasgow dienen sollen, finden vom 31. Mai bis 17. Juni 2021 digital statt, pandemiebedingt ist es die erste Konferenz dieser Art seit anderthalb Jahren. „Als Verband junger Menschen und zukünftiger Generationen begrüßen wir sehr, dass die internationalen Klimaverhandlungen im Rahmen der Klima-Zwischenverhandlungen nun wieder aufgenommen wurden“, unterstreicht KLJB-Bundesvo

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05.06.2021

Wettbewerbszentrale: „Klimaneutral“-Werbung irreführend und intransparent

Die Wettbewerbszentrale, eine Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft, hat Werbe-Aussagen mit dem Attribut „klimaneutral“ als „irreführend“ abgemahnt, da die dort suggerierte Klimaneutralität lediglich durch den Kauf von CO₂-Ausgleichszertifikaten erreicht wird. Namen nennt die Wettbewerbszentrale nicht. Laut Medienberichten ist auch Aldi-Süd darunter. Die Wettbewerbszentrale hat nach eigenen Angaben Beschwerden zur Werbung mehrerer Unternehmen – darunter auch namhafte Markenhersteller – mit der Aussage „klimaneutral“ erhalten. In den Werbemaßnahmen wurde das Attribut „klimaneutral“ entweder auf das eigene Unternehmen, auf eigene Produkte oder gar au

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05.06.2021

Tier- und Umweltschutzorganisationen kritisieren Verlauf des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung

Die an den Arbeitsgruppen des Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung beteiligten Organisationen Deutscher Tierschutzbund, Deutsche Umwelthilfe, PROVIEH und VIER PFOTEN haben sich in einem offenen Brief an den Vorsitzenden Jochen Borchert gewandt. Darin kritisieren sie den bisherigen Arbeitsverlauf, die sich abzeichnenden Ergebnisse und dass der Eindruck vermittelt wurde, ein Konsens sei in Sicht. Stattdessen fordern die Organisationen den Vorsitzenden auf, deutlich mehr Tierwohl einzufordern. Kein Verständnis für die Äußerungen der Tierschützer zeigt der agrarpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff. Und in der aktuellen Ausga

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31.05.2021

Verbände-Plattform ruft den Bundestag zu einer bedarfsgerechten Nachbesserung der Gesetzentwürfe zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik in Deutschland auf

Anlässlich der im Bundestag anstehenden Entscheidungen zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik respektive deren nationaler Umsetzung hat die Verbände-Plattform die Bundestagsabgeordneten in einer von 25 Organisationen unterzeichneten Stellungnahme aufgerufen, die vorliegenden Gesetzentwürfe zur nationalen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik in Deutschland nachzubessern. Nach Ansicht der Verbände kommt es jetzt darauf an, für eine ausreichende Bereitstellung naturschutzfachlich hochwertiger Lebensräume zu sorgen, den Ausstieg aus der Basisprämie einzuleiten und sozial gerecht zu gestalten, die Weidehaltung von Milchkühen zu honorieren und mehr Anreize zu

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31.05.2021

Trilog-Verhandlungen in Brüssel vorläufig gescheitert

In Brüssel ist es bei den jüngsten Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission zu keiner Einigung gekommen. Die Verantwortung für das Scheitern wird je nach Interessenlage beim jeweils Anderen gesehen, wobei Kommission und Parlament sich insoweit einig zu sein scheinen, dass der Agrarrat nicht bereit ist, beim Umwelt- und Klimaschutz den Vorschlägen des Parlaments stärker entgegenzukommen. Hier habe sich der Rat von vornherein gesperrt, erklärte der CDU-Europaabgeordnete Norbert Lins, der mehr Respekt seitens des Rates gegenüber dem Parlament anmahnt. Häusling: Mit Politik von gestern kann man in Zukunft nicht bestehenFür Martin Häusli

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31.05.2021

Meldungen von Märkten aus aller Welt

+ EU- Schweinefleischexporte boomen – aber nicht aus Deutschland + Neuseeland kündigt höhere Milchpreise an + Streitschlichtung um Milchprodukte zwischen USA und Kanada + US- Schweinehalter gegen langsamere Schlachtbänder

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31.05.2021

BDM macht Eingabe beim Bundeskartellamt

Die Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) haben – unterstützt durch die Verbändegemeinschaft „Milchdialog“ – im Rahmen einer öffentlichen Aktion eine Eingabe beim Bundeskartellamt in Bonn gemacht, um das Augenmerk der obersten Wettbewerbsbehörde auf die unverändert schlechte Wettbewerbsstellung der Milchviehbetriebe im Verhältnis zu ihren Abnehmern, den Molkereien, zu richten. Zuvor hatte der BDM Anträge zur Verbesserung der Marktstellung der Milchbauern sowohl der grünen Bundestagsfraktion als auch der Regierungskoalition aus CDU, Grünen und FDP in Schleswig-Holstein begrüßt und andere Parteien zur

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31.05.2021

Thüringen setzt im Bundesrat ein starkes Zeichen für die Agroforstwirtschaft

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland begrüßt die Initiative des Landes Thüringen im Bundesrat mit dem Titel "Initiative Biodiversität- und Klimaschutz - Neue Wege der Landnutzung wagen - Agroforstwirtschaft im Verwaltungssystem verankern". Die anderen Bundesländer ruft die AbL dazu auf, sich dieser Initiative anzuschließen. Unter Agroforstwirtschaft wird allgemein eine nachhaltige Landnutzung verstanden, bei der Landwirtschaft mit dem Anbau von Gehölzen kombiniert wird, um möglichst vielseitige Synergieeffekte aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu generieren. Der von Thüringen nun eingebrachte Entsch

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29.05.2021

Lebensmittelhandel fordert klare Regulierung Neuer Gentechniken

Mit einer Resolution fordern führende Unternehmen des europäischen Lebensmitteleinzelhandels, dass auch neue GVO (gentechnisch veränderte Organismen) nach der bestehende EU-Gentechnik-Gesetzgebung zu regulieren seien, zentrale Säulen müssten das Vorsorgeprinzip und Transparenz sein, so die Hauptforderungen der Einzelhändler. Damit beziehen sich die Unterzeichner*innen auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom Juli 2018, der klargestellt hatte, dass alle Produkte, die aus den neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas als GVO eingestuft werden müssen, genauso wie die bisherigen GVO. Zu den Erstzeichnenden der Einzelhandels-Resolution gehör

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29.05.2021

Neue Gentechnik im Agrarrat

Beim Treffen der EU-Agrarministerinnnen und -minister Ende Mai in Brüssel stellte Gesundheitskommissarin Dr. Stella Kyriakides den Kommissionsbericht zu neuen Gentechniken vor. Ihrer Meinung nach könne man mit Hilfe der neue Gentechniken Pflanzen leichter an den Klimawandel anpassen, sie könnten zur Pestizidreduktion und damit zu den Zielen der Farm-to-Fork-Strategie beitragen. In der Befragung der Mitgliedstaaten und Stakeholder seien aber auch Bedenken genannt worden, vor allem hinsichtlich Koexistenz sowie Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Das Vorsorgeprinzip müsse die Richtschnur für zukünftiges Handeln sein. Es gäbe jedoch starke Hinweise darauf, da

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29.05.2021

BUND und Paritätischer Gesamtverband: Ökologischer Umbau und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen

Mit einer Neun-Schritte-Zukunftsagenda haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Paritätische Gesamtverband, der nach eigenen Angaben insbesondere die Belange der sozial Benachteiligten und der von Ungleichheit und Ausgrenzung Betroffenen oder Bedrohten vertritt, zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes ein politisches Programm für den konsequenten Aufbruch in eine ökologisch und sozial gerechte Republik vorgelegt und darin auch eine soziale und ökologische Agrar- und Ernährungswende gefordert. Ein echter gesellschaftlicher Umbau ist nach Ansicht der zwei Verbände nur möglich, wenn man ökologischen Umbau, Naturschutz, Klimaschut

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09.06.2021

In den letzten Wochen gab es gleich zwei wegweisende Urteile