01.12.2021

ALDI Hilfe für Ferkelerzeuger?

„Der Ferkelerzeuger trinkt Wasser, der Mäster trinkt Wein und der Händler den Sekt.“ Diese alte Bauernweisheit kennt jeder Schweinehalter. Und in der Krise trifft sie noch mehr zu als in Normalzeit. Auch in der aktuellen Überproduktion leiden sie am meisten. Während der Mäster immerhin noch einen Teil seines Verlustes in der Lieferkette weitergeben kann, stehen die Sauenhalter am Ende der „Wertschöpfung“ und haben einfach schlechte Karten. Der gegenwärtige Preis von 20 Euro pro Ferkel spricht eine deutliche Sprache. Nun kommt Unterstützung aus einer Richtung, aus der man es nicht erwartet hätte. ALDI kündigt an: „Der Haltungswechsel geht weiter: Bis z

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30.11.2021

Schwierige Einkommenssituation im Biomilchsektor

Sozial und wirtschaftlich nachhaltig ist die Erzeugung von Biomilch „auf keinen Fall“. Das teilt das European Milk Board (EMB) mit Blick auf aktuelle Berechnungen zu den Produktionskosten im Biosektor mit. Demnach erhielten ErzeugerInnen in Deutschland für das Wirtschaftsjahr 2020/21 im Schnitt 48,66 Cent pro Kilogramm erzeugter Biomilch. Die berechneten Kosten unter Voraussetzung einer fairen Vergütung betrugen jedoch 64,39 ct/kg. Damit fehlten den ErzeugerInnen ganze 24 Prozent zur Kostendeckung. Im Schnitt der Jahre 2016/17 bis 2020/21 zahlten die BiomilchproduzentInnen allein für die Betriebsmittel und den allgemeinen Betriebsaufwand ohne Arbeitsk

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30.11.2021

Mehr Fortschritt wagen, heißt agrarpolitischen Neustart: Jetzt handeln, jeder Hof zählt!

In einer ersten Bewertung sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung mit Blick auf die Landwirtschaft an vielen Stellen sehr konkrete Vorstellungen, an einigen Stellen bleibe er aber unkonkret. Zu etlichen Punkten benennt die AbL konkreten und zum Teil umfangreichen Nachbesserungs- und Nachholbedarf. „Der Koalitionsvertrag wird an vielen Stellen sehr konkret. Für die Landwirtschaft werden richtige und wichtige Herausforderungen genannt. Ohne Klimaschutz und Schutz der Artenvielfalt geht nichts. Die AbL hat in die Koalitionsverhandlungen eingebracht, dass die Bäuerinnen und Bauern b

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30.11.2021

Lob und Kritik am Koalitionsvertrag

Bioland begrüßt den vorgelegten Koalitionsvertrag ++ BÖLW: Aus 'wagen' muss 'machen' werden ++ Germanwatch: Ampel steht auf klimapolitischem Aufbruch, die Bewährungsprobe steht aber noch aus ++ BUND: Fortschritt gegenüber Vorgängerregierungen ++ DNR: Ampel hat Zeichen der Zeit erkannt ++ Tierschutzbund begrüßt Tierschutzpläne ++ Fridays for Future: Vertrag verfehlt Einhaltung des 1,5°-Ziels ++ ISN: Kein Dokument des Mutes und der Zuversicht ++ DBV: Gewaltige Herausforderung ++ BDM: Chance und Risiko für die Landwirtschaft

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30.11.2021

Ampel will nachhaltige Landwirtschaft und Umbau der Nutztierhaltung

„Mehr Fortschritt wagen“ lautet die Überschrift des Koalitionsvertrages von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, die sich im Untertitel des Vertrages als „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ bezeichnen. Im Kapitel „III. Klimaschutz in einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft“ bekennt sich die Ampelkoalition zum Punkt „Landwirtschaft und Ernährung“ zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. „Unser Ziel ist eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft, in der die Bäuerinnen und Bauern ökonomisch tragfähig wirtschaften können und die Umwelt, Tieren und Klima gerecht wird. Wir stärken regionale Wertschöpfungsketten und tragen zum Erhalt l

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30.11.2021

EU-Kommissions-Veranstaltung zeigt strittige Positionen zu neuen Gentechnik-Verfahren

Einen Tag lang wurde auf der High-Level-Konferenz der EU-Kommission: „Modern Biotechnogies in Agriculture“ über neue Gentechniken (NGT) diskutiert. Gesundheits-Kommissarin Stella Kyriakides erklärte in ihrem Eröffnungs-Statement, dass ihrer Meinung nach neue Gentechnik-Verfahren ein Teil der Innovationen sei, um die Ziele der Farm to Fork zu erreichen. Entsprechend sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit nachhaltige Innovationen auch nutzbar seien. Zuvor hatte die EU-Kommission im April 2021 einen Bericht zum Status der neuen Gentechniken veröffentlicht und im September 2021 eine vorläufige Folgenabschätzung. Darin eröffnet die Kommission ei

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30.11.2021

Bundeslandwirtschaftsminister wird Cem Özdemir

Neuer Bundeslandwirtschaftsminister wird Cem Özdemir von den Grünen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nennt den Personalvorschlag eine „interessante Herausforderung“. Der Bauernverband (DBV) sieht in ihm einen „pragmatischen Politiker“, was eine gute Grundlage für eine „gedeihliche Zusammenarbeit“ sei. Und die Interessengemeinschaft der deutschen Schweinehalter wünscht Özdemir „viel Erfolg und eine glückliche Hand“. Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer, kommentiert: „Mit Cem Özdemir würde ein politisches Schwergewicht ins Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft einziehen. Cem Özdemir war im Europaparlament in Brüssel ein

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29.11.2021

Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Bauern mit dickem Minus - Fleischkonzern Danish Crown mit Rekordgewinn ++ Bio zurück zur Normalität ++ Die Fleischindustrie und der Lebensmittelhandel wollen den Umbau der Tierhaltung und die Hilfe der Politik ++ Zahlen zur Legehennenhaltung und Eierproduktion

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29.11.2021

Internationale Konferenz soll Patente auf Saatgut stoppen

Die Organisation "Keine Patente auf Saatgut!" hat eine Petition für die Einberufung einer internationalen Konferenz gestartet. Gefordert wird, dass die MinisterInnen der Vertragsstaaten des Europäischen Patentamtes (EPA) sich binnen eines Jahres zu einer Konferenz treffen und wirksame Maßnahmen gegen Patente auf die konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren ergreifen. Patente auf Verfahren, die auf Kreuzung, Selektion oder zufälligen Mutationen beruhen, müssen ebenso ausgeschlossen werden wie die Ausweitung von Ansprüchen von Gentechnik-Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere. Agrarkonzerne lassen sich herkömmlich gezüch

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29.11.2021

AbL: „Bei der GAP muss nachgebessert werden“

Anlässlich der finalen Abstimmung des Europäischen Parlamentes zur kommenden Förderperiode der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) zu Beginn der letzten Woche hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) noch einmal auf die weiterhin bestehende Unsicherheit bezüglich der Ausgestaltung der GAP in Deutschland hingewiesen. Insbesondere, da das Bundeslandwirtschaftsministerium offenbar die versprochene Verwendung von jährlich 85 Mio. € zur Honorierung von bäuerlichen Leistungen im Umwelt- und Tierschutz verhindern möchte. Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender kommentiert die bevorstehende Abstimmung: „Durch das neue Instrument der Ö

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29.11.2021

NGG: Viel erreicht... und noch viel zu tun!

Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten des Arbeitsschutzkontrollgesetzes zeigt sich mit Blick auf die Arbeits- und Lebenssituation von migrantischen Beschäftigten in der Fleischindustrie: Mit dem neuen Gesetz wurde zwar schon viel erreicht auf dem Weg zu besseren Arbeits- und Wohnbedingungen für die ehemals per Werkvertrag bei Subunternehmen Beschäftigten. Tausende von ihnen bekamen nach Jahren ausbeuterischer Beschäftigung endlich feste Verträge mit den Schlachthöfen und Fleischverarbeitern in Deutschland. Dennoch bleibt für alle Beteiligten noch viel zu tun, um die Ausbeutung in der Branche endlich zu beenden. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gas

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23.11.2021

Italien zahlt "Notfallprämie" an Milchviehbetriebe

In Italien sollen die Einkommen von Milchbäuerinnen und -bauern angesichts ihrer aktuell auch durch gestiegene Kosten für Energie und Futtermittel völlig unzureichenden finanziellen Situation durch eine von den Akteuren in der gesamten Wertschöpfungskette aufgebrachte „Notfallprämie“ gestärkt werden. Der italienische Landwirtschaftsminister Stefano Patunelli unterzeichnete am 9. November eine entsprechende Vereinbarung mit Landwirtschaftsverbänden, Genossenschaften, Verarbeitungsindustrie und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Der AbL-Landesvorsitzende in Niedersachsen Ottmar Ilchmann hält mit Blick auf die Vereinbarung und angesichts der Verweigerung

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23.11.2021

Proteste vor Edeka-Zentrallager

Am vergangenen Donnerstag haben Land schafft Verbindung (LsV) Deutschland und die FREIEN BAUERN als „Auftakt gegen Ausbeutung“ mit Protesten vor dem Edeka-Zentrallager in Wiefelstede/Niedersachsen begonnen, die ersten Ankündigungen zufolge bis Weihnachten angemeldet sind und durchgehalten werden sollen. In deren Verlauf kam es auch zu Straßensperren, die jüngsten Meldungen der Polizei zufolge, zwischenzeitlich aufgehoben worden sein sollen. Für den Donnerstag von den Protestierenden zu einer Podiumsdiskussion „bestellte“ Edeka-Manger erschienen nicht. „Wir erwarten von den Herren, dass sie umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren und die im Agr

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22.11.2021

Kein komplettes Chaos bei FrieslandCampina?

Bis vor zwei Jahren war FrieslandCampina nicht nur die größte europäische Molkereigenossenschaft, sondern auch die erfolgreichste und für die Milchbäuerinnen und -bauern belegte sie den Spitzenplatz bei der Milchauszahlung. Inzwischen zeigt sich, dass den niederländischen Milchriesen mit seinem deutschen Ableger die gleichen strukturellen Probleme treffen, die die deutschen Molkereien schon seit langem umtreiben. Wer bis 2019 an FrieslandCampina liefern konnte, hatte ein gutes Los gezogen, war die verbreitete Meinung unter den Erzeugern. Tatsächlich zahlte die Molkerei über Jahre etwa 4 Cent pro kg Milch mehr aus als die Konkurrenz. Das macht bei einem

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22.11.2021

BDL fordert Umstrukturierungsprämie für schweinehaltende Betriebe

Zur Bewältigung der Krise auf dem Schweinemarkt fordert der Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL) eine freiwillige, auf fünf Jahre befristete Umstrukturierungsprämie für betroffene Betriebe. Das freiwillige Angebot soll einen gravierenden Strukturbruch verhindern und den moderaten Struktur­wandel in der Tierhaltung begleiten. So steht es im „Positionspapier für eine Umstrukturierungsprämie für schweinehaltende Betriebe in Deutschland“, das die Bundesmitgliederversammlung des BDL Mitte November einstimmig verabschie­det hat. Angesichts der andauernden Krise auf dem Schweinmarkt fordert der BDL die Politik und alle Akteure entlang der Wertschöpfungsk

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22.11.2021

Neue Studie: Glyphosat schädigt nützliche Bakterien

Mikrobiome – so werden Gemeinschaften von Mikroorganismen genannt. In einer Übersichtsstudie hat ein internationales Team von Wissenschaftler:innen dargestellt, wie sich Glyphosat auf diese auswirkt. Das Ergebnis: Glyphosat schädigt Mikrobiome, die positiv für die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen sind. Die Wissenschaftler:innen fordern die Behörden auf, diese Effekte zu berücksichtigen und die bisherigen Rückstandsgrenzwerte für Glyphosat zu überarbeiten. Die Ergebnisse müssten auch bei der Neubewertung von Glyphosat berücksichtigt werden. Der Boden, Pflanzenwurzeln, Haut und Darm von Tieren und Menschen sind alle von charakte­ris­tischen

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22.11.2021

Gentechnik-Bakterien gefährden Lebensmittelsicherheit

Gentechnik-Bakterien werden unter anderem dazu verwendet, um Enzyme und Vitamine für die Lebensmittelindustrie zu produzieren. Dabei gelangen ungewollt immer wieder auch die Bakterien selbst in den Prozess der Lebens- und Futtermittelherstellung. Die EU-Mitgliedsländer entdeckten in den letzten Jahren mehr als ein Dutzend Fälle, die mehr als 20 Länder betreffen. Darauf weist das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hin. Für Kontaminationen mit gentechnisch veränderten Organismen, die für die Produktion der Enzyme eingesetzt werden, gilt in der EU eine Null-Toleranz im Endprodukt. Auch dürfen die Produkte nicht mi

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22.11.2021

BUND fordert faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugerinnen und Erzeuger

Kostendeckende Preise für landwirtschaftliche Produkte sind grundlegend für eine nachhaltige Landwirtschaft. Besonders entscheidend für faire Preise ist eine Mischung aus verschiedenen Instrumenten des Ordnungsrechts, der Marktregulierung und der Verbraucher*inneninformation. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS) im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Derzeit liegen viele Erzeuger- und Erzeugerinnenpreise für agrar- und gartenbauliche Produkte unter den Produktionskosten. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärt: „Als Umweltve

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22.11.2021

BDM: Die (Milch-)Menge macht es doch!

Erste Molkereiunternehmen haben ihren Milchauszahlungspreis für die Oktobermilch auf 40 Cent/kg (4 % Fett, 3,4 % Eiweiß) angehoben. Darauf weist der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hin und sieht ursächlich für diese positive Entwicklung eine verhaltenere Rohmilchanlieferung an die Molkereiunternehmen. In Deutschland werden 2,9 Prozent, in Frankreich 2 Prozent weniger Milch im Vergleich zum Vorjahresniveau angeliefert. Trotz einem auf EU-Ebene gegenüber den ersten neun Monaten insgesamt leicht erhöhten Milchaufkommen von 0,3 Prozent reagierten die Märkte für Milchprodukte mit sehr deutlich gestiegenen Notierungen. „Wieder einmal bestätig

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22.11.2021

Japan: CRISPR-Fisch zugelassen

In Japan sollen erstmals CRISPR-Speisefische auf den Markt kommen. Im Erbgut der Roten Seebrasse haben Wissenschaftler:innen der Universitäten Kyoto und Kindai Gene mit CRISPR ausgeschaltet. Diese Gene unterdrücken das Muskelwachstum. So würden die Tiere in gleicher Zeit etwa 16 Prozent mehr Fleisch ansetzen und das Futter besser verwerten, so die Universität. Gleichzeitig zeigen die Seebrassen eine verkürzte Körperlänge und eine Fehlstellung der Rückenwirbel auf. Die Tiere nehmen schneller zu und scheinen sich weniger zu bewegen, so eine Auswertung von Testbiotech. Die Rote Seebrasse wurde keiner eingehenden Risikoprüfung der japanischen Behörden unte

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15.11.2021

Der Landwirtschaft stehen große Herausforderungen bevor. Vie