23.11.2020

Grüne stehen zu „Ohne Gentechnik“

Die Grünen sprechen sich in ihrem neuen Grundsatzprogramm für die geltende Regulierung mit einer Risikoprüfung von Gentechnik-Produkten vor einer Marktzulassung aus. Dazu erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), Alexander Hissting: „Wir begrüßen, dass die Grünen sich weiter zu Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft, Vorsorgeprinzip, Wahlfreiheit, Transparenz und verbindlicher Kennzeichnung für Gentechnik-Lebensmittel bekennen. Das entspricht den Wünschen der allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher, und es sind unverzichtbare Grundlagen der erfolgreichen ‚Ohne Gentechnik‘-Lebensmittelwirtschaft. Die von eini

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23.11.2020

Milchdialog: „Wir können es uns schlicht nicht leisten, locker zu lassen“

Nachdem Bäuerinnen und Bauern am 11.11. ihre Forderungen an die Verarbeitungsunternehmen übergeben hatten, holten sie sich jetzt bundesweit deren Antworten ab. Der Milchindustrie-Verband (MIV) hatte seine Antwort auf die Forderungsschreiben bereits zuvor gegeben: mehr Export. Fast alle Verarbeitungsunternehmen, die schon beim Auftakt der Aktion „Schluss mit lustig – Uns geht die Luft aus“ in ganz Deutschland Besuch von den Bäuerinnen und Bauern erhalten hatten, wurden am 19.11. wieder aufgesucht: Die Bäuerinnen und Bauern holten sich die offizielle Antwort der Verarbeiter auf das eine Woche zuvor abgegebene gemeinsame Forderungspapier persönlich ab.

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23.11.2020

(Neue) Realitäten auf dem Schweinemarkt?

Auch wenn Tönnies seit letzter Woche in Europas größtem Schlachthof in Rheda- Wiedenbrück wieder annähernd voll schlachten darf und sich der „Schweinestau“ nicht weiter aufbaut, verschlechtert sich die Lage der Schweinehalter immer weiter. Am Mittwoch wurde der Schweinepreis noch einmal um 8 ct/kg auf 1,19 €/kg gesenkt – der niedrigste Preis seit 19 Jahren. Diese Woche folgt der Ferkelpreis, der um 5 € auf unglaubliche 22 € je 25 kg Ferkel zurückgesetzt wird. Die Wut der Bauern macht sich Luft mit Aktionen vor Schlachthöfen und Häusern der Einzelhandelskonzerne. „Schluss mit lustig“ heißen die Aktionen, mit denen man Forderungen übergeben hat. Der Le

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23.11.2020

Biomilch auf den Prüfstand: wie nachhaltig ist sie?

Laut dem „Ökobarometer 2019“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland immer häufiger Bioprodukte. Soziale Standards und ein faires Einkommen für die Erzeugerinnen und Erzeuger werden dabei unter anderem als Gründe für den Erwerb ökologischer Erzeugnisse genannt. Doch sind diese Produkte auch wirklich wirtschaftlich und sozial nachhaltig, fragt das European Milk Board (EMB). Wie aktuelle Kalkulationen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) zeigen, erhielten Erzeugerinnen und Erzeuger in Deutschland für das Wirtschaftsjahr 2019/20 im Schnitt 47,17 Cent pro Kilog

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23.11.2020

Ostendorff: Umsetzung des Arbeitsschutzkontrollgesetzes ohne Kompromisse

Im Ringen um das Arbeitsschutzkontrollgesetz gibt es noch keine Einigung in der Regierungskoalition. Der Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff, fordert eine Umsetzung ohne Kompromisse. Im Rahmen einer Regierungsbefragung im Bundestag rief Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Unions-Abgeordneten auf, nicht auf die "Sirenenklänge" einzelner Lobbyisten zu hören. "Machen Sie nicht Schlupflöcher in das Gesetz, die wieder missbraucht werden." Er warnte vor einer Verwässerung des Gesetzentwurfs. Aus der Union, die sich für Ausnahmen im Gesetzentwurf einsetzt, wurde demgegenüber a

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21.11.2020

Gene Drives: Kettenreaktion im Erbgut kann nicht wirksam kontrolliert werden

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat das Ergebnis einer Konsultation über die Risikobewertung von sogenannten Gene-Drive-Organismen veröffentlicht. Testbiotech wirft der Behörde vor, die Dimension der Risiken zu verschleiern. Mit Hilfe sogenannter Gene Drives können sich gentechnische Veränderungen schneller in natürlichen Populationen ausbreiten, als das natürlicherweise zu erwarten wäre. Entsprechende Genkonstrukte werden derzeit insbesondere mit Hilfe der Gen-Schere CRISPR/Cas entwickelt. Diese sollen u.a. bei Insekten (wie Fliegen und Mücken) oder Nagetieren (Ratten oder Mäusen) eingesetzt werden. Das Ziel ist, die jeweilige Art zu verände

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21.11.2020

Naturland: Hahnenaufzucht statt „In Ovo“-Selektion

Bei Naturland soll in Zukunft zu jeder Legehenne auch der dazugehörige Bruder aufgezogen werden. Mit einem entsprechenden Beschluss hat die Naturland Delegiertenversammlung ein klares Signal gegen das Kükentöten und die „In Ovo“-Selektion und für eine ganzheitliche Öko-Hühnerhaltung nach Naturland-Richtlinien gesetzt. „Als Öko-Verband ist es unser Anspruch, ganzheitliche Lösungen für das Problem des Kükentötens zu entwickeln. Diese Lösungen, an denen Naturland auch schon lange arbeitet, heißen Zweinutzungshuhn und Bruderhahn“, sagte Naturland-Präsident Hubert Heigl. Das Ziel von 100 Prozent aufgezogener Naturland-Brüder soll bereits Ende 2021 erreich

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21.11.2020

BLZ: Eindeutiger Trend – Anteil der Bauern am Verkaufserlös sinkt

Ein immer geringerer Teil dessen, was Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel bezahlen, kommt bei den Erzeugerinnen und Erzeugern an. Insgesamt betrug ihr Anteil an den Verkaufserlösen 2019 nur noch rund 22 Prozent – 1980 lag er noch fast doppelt so hoch. Das teilt das Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) mit. Obwohl die Werte von Jahr zu Jahr stark schwanken, ist laut BLZ eine deutliche Tendenz erkennbar. Bei Eiern etwa lag der Anteil in den 1980er-Jahren nie unter 70 Prozent, 2019 belief er sich nur noch auf 43 Prozent. Einzig bei Kartoffeln hat sich laut BLZ das Verhältnis zwischen Erzeugerpreis und Verbraucherpreis in den

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16.11.2020

Aktion „Schluss mit lustig“: Jetzt werden die Antworten der Verarbeiter erwartet

An mehr als 150 Standorten von Molkereien und Schlachthöfen in ganz Deutschland haben am 11.11. um 11 Uhr 11 die Bäuerinnen und Bauern in kleinen und auch größeren Delegationen verbändeübergreifend ein gemeinsames Forderungspapier unter dem Motto „Schluss mit lustig – Uns geht die Luft aus“ persönlich abgegeben. Und sie wollen wiederkommen. Am 19. November wollen sie die Antworten auf ihre Forderungen von den Molkereien und Schlachthöfen abholen. In ihrem Papier fordern sie als einem ersten Schritt:· für den Liter Milch mindestens 15 Cent mehr!· für das kg Rindfleisch mindestens 1 Euro mehr!· für das kg Schweinefleisch mindestens 50 Cent mehr!· für d

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16.11.2020

Sachsen-Anhalt: Regierungsfraktionen legen Entwurf für Agrarstrukturgesetz vor

In Sachsen-Anhalt haben die Regierungsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen den Entwurf eines Agrarstrukturgesetzes (ASG LSA) vorgelegt und zur Ersten Beratung in dieser Woche in den Landtag eingebracht. Die Agrarstrukturpolitik des Landes ist demnach darauf gerichtet, eine vielfältige Agrarstruktur zu fördern, in der bäuerliche Betriebe dominieren. Damit verbunden ist das Ziel einer breiten Streuung des Eigentums an Grund und Boden. Leitbild für die Agrarstrukturpolitik des Landes Sachsen-Anhalt sind laut Gesetzentwurf Agrarbetriebe im Haupt- und Nebenerwerb, - die von ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaftet werden, -

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16.11.2020

Systemrelevanz lohnt sich, aber nicht für Bauern

Lebensbereichen wie Kultur oder Reiseverkehr geht es unter der zweiten Welle der Corona- Krise an die Existenz. Auch Gaststätten, Restaurants und Freizeitveranstalter leiden unter dem neuen Lockdown light gewaltig. Dagegen ist das Coronajahr 2020 für die Lebensmittelbranche wie ein doppelter warmer Regen. Schon in der ersten Phase konnte man mit dem Geldzählen kaum nachkommen. Der Lebensmittelhandel (LEH) profitierte laut dem neuesten Verbraucherindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von den Einschränkungen im Außer- Haus- Verzehr und verbuchten von Januar bis September ein Umsatzplus von 11,4%. Der positive Trend wird sich auch im 4. Quartal

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16.11.2020

Grüne Minister fordern EU-Kommission zur Umsetzung der von ihr selber gesetzten Ziele auf

In einem Brief an die EU-Kommissare für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie Umwelt drücken die grünen Landwirtschaftsminister- und Umweltminister*innen in den Bundesländern „ihre Besorgnis über den aktuellen Stand bei den europäischen Abstimmungen zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik“ aus. Von der Kommission erwarten sie, dass diese die von ihr erklärten Ziele der Farm to Fork- sowie der Biodiversitätsstrategie in die Trilog-Verhandlungen „mit Nachdruck“ einbringt. Nach Ansicht der grünen Minister*innen besteht „ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass die neue Gemeinsame Agrarpolitik den geeigneten Rahmen setzen muss, damit

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16.11.2020

Klöckner weitet Verbot „unfairer Handelspraktiken“ aus

Bei der anstehenden Umsetzung der EU-Richtlinie gegen „unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittellieferkette“ (UTP) will die Bundesregierung laut Medienberichten nun doch über die Vorgaben aus Brüssel zum Schutz der Landwirte hinausgehen. Demnach habe sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit dem Bundeswirtschaftsministerium auf eine Ausweitung der sogenannten „schwarzen Liste“ der Richtlinie geeinigt. Der Entwurf des „Zweiten Gesetzes zur Änderung des Agrarmarktstrukturgesetzes“, der am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett abgestimmt werden soll, enthält laut agrarheute, der der Entwurf vorliege, nun in zwei Punkten eine Versch

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14.11.2020

Gen-Schere bewirkt Chaos im Erbgut

Versuche mit der Gen-Schere CRISPR/Cas9 an menschlichen Embryonen führen zum Verlust von ganzem Chromosom und zu ungewollten Mutationen am Ziel-Gen. Auf dieses Ergebnis einer neuen Publikation weist das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hin. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Gen-Schere nicht so sicher und präzise sei, wie immer behauptet. Ziel der Versuche in den USA war demnach die Korrektur einer Mutation, die eine Erbkrankheit verursacht. Diese kann zum Erblinden führen (Retinitis pigmentosa). Die Gen-Schere sollte dazu die fehlerhafte Gensequenz durchtrennen. Es wurde erwartet, dass der Fehler im Erbgut

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14.11.2020

Diversität steigert den Ertrag und schützt die Umwelt

Diversifizierung führt in den allermeisten Fällen zu positiven Effekten für den Ertrag und den Umweltschutz. Das zeigt eine internationale Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht wurde. Bei der Diversifizierung geht es um verschiedene Maßnahmen, „wie etwa darum, unterschiedliche Nutzpflanzen in der Fruchtfolge anzubauen, Blühstreifen und Hecken anzulegen oder organischen Dünger und Kompost auszubringen statt Mineraldünger», sagt Marcel van der Heijden, Boden-Ökologe bei Agroscope, dem Schweizer Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung, und Mitautor der Studie. Van der Heijden und seine Ko-Autoren haben

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14.11.2020

Schweine lassen sich gut ohne Gentechnik füttern

„Eine GVO-freie Schweinefütterung ist möglich“. Zu diesem Schluss kommen Experten der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) in einem Fachaufsatz. Darin beschreiben sie alternative Futterzutaten, deren Eigenschaften und Verfügbarkeit. Vor allem aber machen sie deutlich, dass der Trend klar zu einer Fütterung ohne Gentechnik geht. Das teilt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit. Dieser Trend betreffe immer stärker auch den Fleischmarkt. „Insbesondere in ihren Eigenmarken bieten die großen LEH-Ketten mittlerweile verstärkt auch ‚ohne Gentechnik‘ erzeugte Schweinefleischprodukte an“, schreiben die LLG-Experten u

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14.11.2020

NRW unterstützt “Aktion Würde und Gerechtigkeit” durch Juristenstelle

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ mit der zweijährigen Finanzierung einer halben Juristenstelle. Der Bescheid darüber ist Anfang der Woche den Verantwortlichen zugesandt worden. Der Verein berät Arbeitsmigrant*innen aus Ost- und Südosteuropa, die in der Fleischindustrie, in der Logistik, in der Gebäudereinigung und anderen Branchen häufig ausgebeutet und abgezockt werden. Die kostenlose Beratung befasst sich mit Problemen wie vorenthaltenem Lohn, nicht gewährtem Urlaub oder Kündigung im Krankheitsfall, aber auch mit Mietwucher, Verstößen gegen Arbeitsschutzbestimmungen oder H

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14.11.2020

RLV zum Mercosur-Abkommen: Kurskorrektur dringend nötig!

Auf Unverständnis und Kritik stößt beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) die Haltung der Bundesregierung zum Mercosur-Abkommen. Dabei verweist der RLV auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, wonach Deutschland nicht beabsichtige, Nachverhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten zu fordern. Die Bundesregierung unterstütze „Geist und Intention“, so wörtlich, des EU-Mercosur-Abkommens weiterhin, da es nach ihrer Ansicht „... grundsätzlich im Interesse Deutschlands und der EU ist“. Die rheinischen Bauern bezweifeln dies stark. Unfairer Wettbewerb bei

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09.11.2020

AbL: Beginnende Verhandlungen zur GAP in der EU müssen bisherige Positionen mutig weiterentwickeln

Mit den voraussichtlich am Dienstag dieser Woche startenden Verhandlungen zur Zukunft der Europäischen Agrarpolitik (GAP) zwischen Europäischem Parlament, Europäischem Rat und Europäischer Kommission (Trilog) werden die Weichen für die Entwicklung der Landwirtschaft bis ins Jahr 2027 gestellt. Die im Vorfeld des Trilogs festgelegten Positionen geben aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) keine ausreichenden Antworten auf die Herausforderungen für Bauern, Umwelt- und Tierschutz und müssen im Trilog entsprechend weiterentwickelt werden. Der AbL-Bundesvorsitzende Martin Schulz ist Schweinehalter in Niedersachsen und bewirtschaf

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09.11.2020

Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern weiterhin Stopp des EU-Mercosur Handelsabkommens und Transparenz in der Handelspolitik

Während die Bundesregierung weiterhin „Geist und Intention des Mercosur-Abkommens“ unterstützt, wie aus ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP hervorgeht, steht das Abkommen bei der heutigen Videokonferenz der Handelsminister*innen aller EU-Staaten nicht auf der Agenda. Noch zu Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Juli war erwartet worden, dass das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay bei der Sitzung am 9. November bereits zur Abstimmung stehen könnte. In den letzten Wochen ist in Deutschland wie auch innerhalb der EU weitere Kritik an dem Abkommen geäußert worden, so vom Europäischen

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03.11.2020

So einhellig wie die wissenschaftliche Auffassung, dass die