11.11.2019

Bundesrat lehnt verpflichtende Tierwohlkennzeichnung mehrheitlich ab

Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung und Verwendung eines Tierwohlkennzeichens (Tierwohlkennzeichengesetz - TierWKG) hat der Bundesrat in seiner jüngsten Sitzung die Einführung eines verpflichtenden Tierwohllabels mehrheitlich abgelehnt. Er ist damit der Empfehlung des federführenden Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz nicht gefolgt. Dieser hatte die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels zwar grundsätzlich begrüßt, allerdings auch geäußert, „dass ein freiwilliges Label weder geeignet ist, eine hohe Marktdurchdringung zu erzielen, noch Märkte außerhalb des Lebensmitteleinzelhandels umfassend zu er

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11.11.2019

Die neuen Vorsitzenden von BUND und NABU wollen Dialog mit der Landwirtschaft

Auf ihren Bundesdelegiertenversammlungen haben der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jeweils einen neuen Vorsitzenden gewählt. Dabei sprach sich der neu gewählte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger für einen direkteren Dialog mit Landwirtinnen und Landwirten aus. "Naturschutz und Landwirtschaft müssen reden. Ich bin überzeugt, dass wir mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft nur gemeinsam erhalten können. Ich bin bereit, daran mitzuwirken, dass die Gräben weniger tief werden", so Krüger. Allerdings führe kein Weg daran vorbei, dass die EU-Agrarfinanzen so ausgerichtet werden müssen, da

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11.11.2019

Anhörung: Was ist (keine) Gentechnik?

Oft wird behauptet, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR würden nichts anderes machen als das, was in der Natur ohnehin ständig passiert. Dass das nicht so ist, hat Christoph Then von Testbiotech als geladener Sachverständiger in einer Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages deutlich gemacht. Wie laut Then eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Publikationen zeigt, können die Verfahren der neuen Gentechnik nicht mit Verfahren und Ergebnissen der konventionellen Züchtung gleichgesetzt werden. Zwar werden beim Einsatz der neuen Gentechnik und mithilfe von Werkzeugen wie der Gen-Schere CRISPR/Cas oft keine zusät

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11.11.2019

Baugesetzbuch: Vereinfachte Genehmigung für Stallbau für mehr Tierwohl ohne Aufstockung der Tierbestände

Der Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, und die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, haben sich auf eine Änderung des Baugesetzbuches verständigt. Der entsprechende Gesetzesentwurf sieht laut einer Mitteilung des BMEL vor, dass für eine Erweiterung von Ställen, die der Verbesserung des Tierwohls dienen, eine Vorlage eines Bebauungs- bzw. Vorhaben- und Erschließungsplan nicht mehr erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass der Tierbestand nicht erweitert wird. Um höhere Tierwohlstandards, die nach Ansicht des BMEL vom Verbraucher gefordert sind, umsetzen zu können, müssen viele Betriebe ihre Stä

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11.11.2019

Klima-Notfall: 11.000 Wissenschaftler warnen vor „unsäglichem Leid“

Ein internationales Wissenschaftler-Team hat klar und unmissverständlich davor gewarnt, dass dem Planet Erde ein Klimanotstand droht. In einer Erklärung, die von über 11.000 Wissenschaftlern aus 153 Ländern unterzeichnet wurde, betonen sie, dass „unsägliches menschliches Leid“ unvermeidbar sei, wenn die Menschheit ihr Verhalten, das zu Treibhausgasemissionen beitrage, nicht tiefgreifend und dauerhaft verändere. Die Erklärung, die am 5. November in der Zeitschrift BioScience veröffentlicht wurde, basiert auf einer wissenschaftlichen Auswertung öffentlich zugänglicher Daten der letzten 40 Jahre. Sie decken ein breites Spektrum ab, darunter Aspekte wie En

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08.11.2019

AbL: Geringe Milchpreiserhöhung ist Verhöhnung der Milcherzeuger durch Handel und Molkereien

Anfang November hat Aldi anlässlich der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen Molkereien und Handel den Preis für Trinkmilch um 2 Cent je Liter erhöht. Konsummilch konventionell (ESL und H-Milch) kostet den Verbraucher jetzt 73 Cent (Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett) und 65 Cent (fettarm mit 1,5 Prozent Fett). Konsummilch „Bio“ wurde um 4 Cent/Liter angehoben und steht jetzt mit 1,09 Euro/Liter (Vollmilch mit 3,8 Prozent Fett) bzw. mit 99 Cent/Liter (fettarm mit 1,5 Prozent Fett) im Regal. Für Ottmar Ilchmann, Milchbauer aus Niedersachsen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen Anlass für deutliche Kritik. „Die Milc

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08.11.2019

Aktuelle Saatgutauswertung: Vier Partien mit Gentechnik verunreinigt

In den diesjährigen Kontrollen von Saatgut auf gentechnische veränderte Organismen (GVO) haben die zuständigen Bundesländerbehörden in vier von insgesamt 785 beprobten Saatgutpartien Verunreinigungen nachgewiesen. Darunter waren drei verunreinigte Maissaatgutpartien sowie eine verunreinigte Winterrapssaatgutpartie. Die Verunreinigung des Winterrapses war im vergangenen Winter entdeckt worden, als bereits auf insgesamt ca. 2.150 Hektar Fläche Samen der kontaminierten Partie ausgesät worden waren. Anlässlich einer Sitzung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik (LAG) haben Greenpeace, Bioland und die IG Saatgut die Bundesländer aufgefordert, die S

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07.11.2019

BUND: Halbzeitbilanz ohne Vision und Anspruch

Die Halbzeitbilanz der Großen Koalition ist für den Vorsitzenden des BUND, Hubert Weiger, „bei den Menschheitsthemen Klimaschutz und Rettung der Arten mehr als ernüchternd“. Während die Klimakrise und der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt „unsere Lebensgrundlagen bedrohen, entspricht das zögerliche und halbherzige Handeln der Regierung nicht den Notwendigkeiten, stattdessen versucht sie aktuell die Schutzrechte von Zivilgesellschaft und Bürgern zu beschneiden“. In der Klimapolitik kann sich die Große Koalition laut Weiger ein Klimaschutzgesetz ohne die dringend notwendigen Zähne, einen komplizierten und wirkungslosen CO2-Preis und eine verpa

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07.11.2019

BÖLW: Konventionelle und Ökolandwirte müssen bereit sein, neue Wege zu gehen

Die Studie der Technischen Universität München zum Insektensterben bestätigt nach Ansicht des Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, „auf erschreckende Weise bereits vorliegende Erkenntnisse. Das Artensterben setzt sich unvermindert fort und auch auf Grünland sind zwei Drittel der Insekten verschwunden“. Nach Ansicht des BÖLW-Vorsitzenden „muss uns klar werden, dass es hier nicht um das Hobby von Schmetterlingskundlern geht, sondern um die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme. Wenn Öko-Systeme nicht mehr intakt sind, können wir auch keine Nahrung mehr produzieren“. Auch wenn es nach Aussage der Forsch

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07.11.2019

Halbzeitbilanz der Bundesregeirung: Viel bleibt zu tun

Anfang November hat die Bundesregierung wie im Koalitionsvertrag vereinbart ihre Bilanz, offiziell „Bestandsaufnahme“, nach der Hälfte der Legislaturperiode unter dem Titel „Viel erreicht – viel bleibt zu tun“ vorgelegt. Zum Bereich Landwirtschaft bleibt neben einigen konkreten Maßnahmen Vieles auf der Ebene von Absichtserklärungen oder wenig aussagekräftig, wenn es beispielsweise zu einem zentralen Thema wie der EU-Agrarreform lediglich heißt: „Bei der anstehenden Weiterentwicklung und Neujustierung der Agrarförderung engagieren wir uns für eine finanziell angemessen ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik. Neben den einkommensstützenden Zahlungen und d

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04.11.2019

BDM-Position zu Inhalten des Agrarpakets

Das sogenannte Agrarpaket der Bundesregierung stand und steht im Zentrum von Protesten von Bauern und Bäuerinnen, hat zu heftigen Diskussionen und Reaktionen geführt. Jetzt hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) seine Position zu den drei Elementen des Agrarpakets - I. Umschichtung von erster in die zweite Säule; II. Tierwohllabel; III. Klimaschutzmaßnahmen inkl. Insektenschutzprogramm und Novellierung Düngeverordnung - in einem Papier zusammengefasst. „Angesichts der wirtschaftlichen Schieflage der Landwirtschaft und der bisher sehr großen Einkommensabhängigkeit von den Direktzahlungen hat der BDM weitere Anhebungen der Umschichtungsm

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01.11.2019

Thüringer Ex-Bauernpräsident verkauft Großbetrieb an ALDI

Nachdem Aldi kürzlich bereits einen Agrarbetrieb in Sachsen-Anhalt übernommen hatte, weist die AbL-Mitteldeutschland jetzt auf die Übernahme eines weiteren Betriebes hin. "Wieder einmal macht ein Großagrarier Kasse: Wie wir soeben erfahren haben, hat der ehemalige Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Kliem die Geithainer Landwirtschafts GmbH, einen Großbetrieb in der Nähe von Leipzig, an ALDI verkauft. Dies ist nun schon der zweite Betrieb, den ALDI in kurzer Folge aufkauft, auch der Kernbetrieb Herrn Kliems in Aschara steht dem Vernehmen nach zum Verkauf", sagt Michael Grolm, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirts

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01.11.2019

Mercosur und der europäische Rindfleischmarkt

Im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen der EU mit Brasilien, Argentinien und Uruguay werden heftig die negativen Folgen der zusätzlichen Einfuhr von südamerikanischem Rindfleisch für den europäischen Rindfleischmarkt kritisiert. Der Agrarmarkt Informationsdienst (AMI) hat Zahlen zum Rindfleisch- Export und Import der EU und Deutschlands nach Daten der EU- Kommission zusammengestellt. Demnach hat die EU 2018 insgesamt 262.000 Tonnen Rindfleisch importiert, davon etwa 200.000 t aus Mercosur, was einem Anteil von 77% entsprach. Zugleich exportierte die EU im letzten Jahr 890.000 t in Drittländer – also mehr als das Dreifache. Für Deutschland gibt es

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01.11.2019

Agrarkonzern gestoppt und transparente Kriterien für die Vergabe von Ackerflächen gefordert

Die fünf Hektar Acker im Ortsteil Frankenfelde von Luckenwalde in Brandenburg, die dem Vorkaufsrecht des Grundstücksverkehrsgesetzes unterliegen, werden nun doch nicht an einen Betrieb der Steinhoff-Holding verkauft. Das hat der Landkreis Teltow-Fläming auf eine Anfrage des Bauernbundes Brandenburg mitgeteilt. „Wir begrüßen diese Entscheidung und gehen davon aus, dass die Flächen jetzt an einen ortsansässigen Landwirt gehen“, sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, der „den Skandal“, so der Bauernbund, vor zwei Monaten öffentlich gemacht hatte: „Die staatliche Begünstigung eines 20.000 Hektar großen Agrarkonzerns mit Sitz in Niedersachsen wäre

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01.11.2019

EEB: Landwirte bei notwendigen Veränderungen unterstützen

Das globale Ernährungssystem ist – von der Erzeugung bis zum Teller - für 25-30% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern, müssen wir dringend die Art, wie wir Nahrungsmittel erzeugen und verbrauchen, ändern. Dabei muss die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU den Übergang zu einer resilienten (widerstandsfähigen) Landwirtschaft mit geringem Treibhausgasausstoß fördern und beschleunigen. Das postuliert das Europäische Umweltbüro (EEB) in einem jetzt veröffentlichten Papier „Landwirtschaft & Klimaschutz“ und nennt darin sechs „Lösungen in unserer Hand“. - Den Viehbestand in Europa senke

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01.11.2019

Klimaklage trotz Abweisung ein Teilerfolg

Das Verwaltungsgericht in Berlin hat die Klimaklage von drei Bauernfamilien und Greenpeace abgewiesen. „Es fehle den Klägern an der Klagebefugnis. Eine Grundlage, aus der sich eine Pflicht der Bundesregierung zum geforderten Handeln ergebe, sei nicht ersichtlich. Der Beschluss der Bundesregierung zum Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 sei eine politische Absichtserklärung, enthalte aber keine rechtsverbindliche Regelung mit Außenwirkung, auf die sich die Kläger berufen könnten“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Für Greenpeace bedeuten die Ausführungen zur Abweisung, dass die Klage auf mehr Klimaschutz zwar grundsätzlich zulässig sein könnte, d

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31.10.2019

Insektenrückgang weitreichender als vermutet

Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung eines von der Technischen Universität München (TUM) angeführten internationalen Forschungsteams hervor. Vom Artenschwund betroffen sind demnach vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete. Auf den Insektenrückgang haben bereits mehrere Studien hingewiesen. „Bisherige Studien konzentrierten sich aber entweder ausschließlich auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht aller Insekten, oder auf einzelne Arten oder Artengruppen. Dass tatsächl

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30.10.2019

Fast 43.000 Glyphosat-Klagen allein in den USA

Die Zahl der Klagen in den USA wegen Gesundheitsschäden durch den Unkrautvernichter Glyphosat hat sich seit Juli auf 42.700 verdoppelt. Das teilte der Bayer-Konzern heute mit. Obwohl ein Vergleich nach Schätzung von Analysten bis zu 20 Milliarden Dollar kosten könnte, stieg die Bayer-Aktie heute um zwei Prozent. Eine der jüngsten Klagen wurde vergangene Woche in Hawaii erhoben: Die 28jährige Dana F. kann wegen eines Geburtsfehlers nicht normal atmen. Nach vier großen Operationen muss sie mit einem künstlichen Luftröhrenzugang leben. Sie führt das darauf zurück, dass ihre Mutter während der Schwangerschaft in der Nähe von Monsantos Versuchsfeldern für

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30.10.2019

Linke fordert Anerkennung der Agroforstwirtschaft

Die formale Anerkennung der Agroforstwirtschaft als ackerbauliches Landnutzungssystem fordert in einem Antrag die Bundestagsfraktion Die Linke. Die Fraktion fordert die Bundesregierung dazu auf, alle dafür erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und unter anderem die Bewirtschaftung von Agroforstsystemen als Greening-Maßnahme innerhalb der ersten Säule der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) anzuerkennen sowie Agroforstwirtschaft als flächenbezogene Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) anzuerkennen und somit als Fördermaßnahme innerhalb des Rahmenplans zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) aufzunehmen. Die Agroforstwirtschaf

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30.10.2019

Bundesregierung lehnt gekoppelte Zahlungen für Weidetiere ab

Die Bundesregierung lehnt die Forderung des Bundesrates nach einer gekoppelten Prämie für die Weidetierhaltung von Schafen und Ziegen zum nächst möglichen Zeitpunkt, schon im Jahr 2020 ab. Der Bundesrat hatte im Juni folgenden Beschluss gefasst: „Die Bundesregierung wird gebeten, zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage von Weidetierhaltern und zur Honorierung ihrer Biodiversitätsleistungen eine jährliche zusätzliche Förderung in Höhe von 30 Euro je Mutterschaf/Ziege in der Weidetierhaltung zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorzusehen. Die Zahlung sollte aus der ersten Säule der GAP geleistet werden.“ Zur Begründung hatte der Bundesrat ausgeführt: „Die

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11.11.2019

Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zu