Kommentar: Ministerium muss jetzt arbeiten!

Es ist nichts Neues, dass in eine neue Bundesregierung erstmal viel Hoffnung gesteckt wird. So hatten das Bekenntnis zu den Zielen der Borchert-Kommission und die Ankündigung im Koalitionsvertrag, zusätzlich 1,5 Milliarden Euro für den Umbau der Tierhaltung zur Verfügung zu stellen, den Eindruck erweckt, die Arbeit der letzten Jahre sei für die beteiligten Verbände nicht umsonst gewesen. Anfang September kam dann aber, für alle überraschend, die Ankündigung des Ministers, dass das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung ersatzlos gestrichen…

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"Anschub für andere Art Tierhaltung strahlt aus"

Sauenhalter Alexander Nienhaus setzt auf Neuland, hält sich flexibel Wege offen und sieht enormen Druck bei der Vermarktung. Er erlebt reges Interesse: „Ich sollte langsam Eintritt nehmen“, scherzt der Raesfelder Neuland-Sauenhalter Alexander Nienhaus, der in diesem Jahr einen ganz besonderen Sauenstall gebaut und Ende August mit seinen Tieren bezogen hat. Im Abferkelbereich hält er jetzt die Sauen mit ihren Ferkeln in Gruppen. Stroheinstreu, viel Platz mit Auslauf sowie Ringelschwänze gehören auch im Deckzentrum, im Wartebereich und in der…

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Kommentar: Gentechnik-Kennzeichnung ist ein Problem für die Konzerngewinne

Was die Unterhändler im Trilog zur Gentechnik verhandelt haben, ist für mich als Bäuerin ein Skandal – ökonomisch, ökologisch und politisch. Es schadet Europa und dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die EU. Es belastet Bäuerinnen und Bauern mit unlösbaren Koexistenz-Problemen, Unsicherheiten und Risiken. Es gefährdet unsere Märkte, die eine Gentechnikfreiheit fordern – und damit auch unsere Existenzen. Wir würden unsere Selbstbestimmtheit verlieren, wie wir wirtschaften wollen, denn Gentechnik würde uns aufgezwungen. "Die Trilog-Entsch…

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Kommentar: Längst überfällig

Eigentlich, dachte ich, liefe mir der Kommentar zum UN-Jahr der Bäuerinnen 2026 locker von der Feder. Mir ist schon lange bekannt, wie sich die Situation von Frauen im landwirtschaftlichen Kontext darstellt. Doch das Thema ist nicht nur sehr komplex und vielschichtig, sondern auch stark emotional aufgeladen. Das rührt daher, dass sich gerade in der Geschichte der Landwirtschaft die strukturelle Benachteiligung, Abhängigkeit und Traumatisierung von Frauen über Jahrhunderte widerspiegelt und diese im historischen Kontext sowie im Zusammenhang der…

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Nur Mut!?

Was Frauen in der Landwirtschaft auf dem Weg zur Gleichberechtigung wirklich brauchen. Fast 90 Prozent der Höfe werden von Männern geführt. Daran hat sich in den letzten 20 Jahren nur sehr wenig geändert – der Frauenanteil stieg lediglich um zwei Prozentpunkte. Genauso wenig geändert hat sich eine Strategie des Umgangs mit diesem Gendergap: Immer wieder lassen sich Veröffentlichungen und Veranstaltungen von Akteur*innen des Agrarbereichs finden, in denen Frauen Mut zugesprochen wird, das Berufsfeld Landwirtschaft zu betreten oder Führungsrollen…

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Gerichte treiben Düngepolitik

Bauern und Bäuerinnen müssen vor die Welle kommen Das Thema ist seit Jahren gesetzt, die unterschiedlichen Facetten allerdings schillern ähnlich bunt wie die Fliegen auf einem Kuhfladen. Deutschland hat ein – noch – wachsendes Nitratproblem im Grundwasser. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung konstatierte vor zwei Jahren hohe soziale und ökologische Kosten als Folge der Nitratverschmutzung des Grundwassers und forderte, das Problem auf der politischen Agenda weiter nach oben zu rücken. Aktuell meldete Schleswig-Holstein eine…

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Kommentar: Wachsen, um erfolgreich zu sein?

Manchmal frage ich mich, ob als einziger und wichtigster Gradmesser für landwirtschaftlichen Erfolg wirklich die ständige Steigerung von Umsatz und Fläche und Produktivität zählt. Oder erliegen wir oftmals nur einer bequem gewordenen Illusion?  Jahrzehntelang wurde uns das Dogma des „Wachsens oder Weichens“ gepredigt. Uns wurde eingeredet, dass hohe Schulden der Preis für Innovation und modernes Wirtschaften seien. Das Ergebnis sind immer größere Höfe, immer höhere Schuldenberge, Überlastung und eine wachsende Abhängigkeit von globalen Märkten,…

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Wachsen oder weichen? Macht mal langsam!

Vielfalt, viel Arbeit und viel wirtschaftliche Unabhängigkeit Unser Hof hat eine für das Sauerland typische Vergangenheit: Historisch gewachsen als „Vollsortimenter“ mit Kühen, Schweinen, Hühnern, viel Grünland und allen gängigen Ackerkulturen außer Mais, aber beengt in der Dorflage, siedelten Jürgens Eltern bei ihrem Einstieg in den 35-ha-Betrieb 1962 die Hofstelle an eine günstige Lage inmitten der eigenen Flächen aus. Es wurden ein großes Wohnhaus für mehrere Generationen, ein Anbindestall auf Stroh mit Eimermelkanlage für 25 Kühe, mehrere…

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„Man muss auch mal zufrieden sein“

Finanziell nicht zu stark abhängig sein, vieles selber machen - aber nicht jeden Wertschöpfungsschritt  Der Hof von Wilhelm und Karin Eckei ist ein konventioneller Gemischtbetrieb mit Neuland-Tierhaltung im nordrhein-westfälischen Fröndenberg östlich des Ruhrgebiets.  Unabhängige Bauernstimme: Beschreibe mal euren Betrieb, wie seid ihr aufgestellt? Wilhelm Eckei: Wir haben einen mittleren Familienbetrieb, den ich zur Zeit mit meiner Frau und einem Mitarbeiter mit halber Stelle sowie einer Hilfskraft bewirtschafte. Unser jüngster Sohn Mathis…

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Kommentar: Gesund, regional und ausreichend?

Der Obst- und Gemüseanbau gilt als einer der Motoren, um die heimische Landwirtschaft zukünftig tragfähig aufzustellen – für eine klimaverträgliche und umweltfreundliche Ernährungsweise. Laut aktueller Ernährungsempfehlungen sollten Obst und Gemüse etwa die Hälfte auf unserem Teller ausmachen. Der Fokus liegt dabei auf frischen, unverarbeiteten, saisonal und regional produzierten Erzeugnissen. Aktuell ist da noch sehr viel Luft nach oben: Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich sehr langsam, regionaler Anbau und lokale Versorgungswege haben es…

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Nische auf Speed

Der Obst- und Gemüsebausektor ist klein, extrem heterogen und steht vor erheblichen Herausforderungen. In Sonntagsreden wird gerne die Wichtigkeit einer regionalen Erzeugung besonders bei Obst und Gemüse betont. Eine Nische, die gerne hochgehalten wird, weil jeder Mensch mit einem Endprodukt vom Acker wie einer Möhre oder einem Salatkopf etwas anfangen kann. Den Unterschied zwischen einer Gersten- und einer Weizenähre und dass das eine eher im Bier, das andere im Brötchen steckt, kennen bzw. wissen weniger Leute. Spätestens seit in der…

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Wortbruch und fatales Signal

Agrarminister Alois Rainer bremst den Umbau der Tierhaltung aus. Noch auf dem Bauerntag Ende Juni hatte der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) groß versprochen, er werde den Umbau der Tierhaltung voranbringen und praxistauglich machen. Er wolle sich dafür einsetzen, dass 1,5 Mrd. Euro pro Jahr an Unterstützung fließen und den Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit und eine klare Perspektive bieten. Heute ist von diesen großen Worten so gut wie nichts übriggeblieben. „Wortbruch“ heißt es zu Recht von Tierhaltern, die sich auf…

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Gut für die Agrarstruktur oder nicht, das ist hier die Frage

Rechtsstreit um gemeinschaftlichen Landkauf für Existenzgründer mit Kulturland eG noch ungeklärt. Die Junglandwirte und Existenzgründer David Büchler und Sarah Hoffmanns wollten Ende 2023 am Rande von Münster in Nordrhein-Westfalen (NRW) 5,7 ha Ackerfläche kaufen – gemeinschaftlich mit rund 200 weiteren Unterstützer:innen und mit Hilfe der Kulturland-Genossenschaft (eG). Seitdem befinden sie sich in einem Rechtstreit, der sie in zweiter Instanz am 9. September 2025 zum Oberlandesgericht (OLG) Hamm führte. Ein Urteil stand bei Redaktionsschluss…

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Kommentar: Extreme nehmen zu

Wenn ich an Wasser in der Landwirtschaft denke, dann denke ich als erstes an fehlenden Niederschlag. Dieses Frühjahr bis zum Frühsommer hat es fast gar nicht geregnet. Besonders hier auf den Sandböden in Brandenburg haben wir schnell die Folgen davon gemerkt. Wir fingen an die Kühe auf den Weiden zuzufüttern, weil auf den Wiesen nichts mehr wuchs. Das Gras war braun. Einzig die Luzerne war noch grün, aber auch die machte stellenweise schlapp. Überall staubte es heftig. Die Blätter der Sonnenblumen hingen herab. Die Waldbrandgefahr war groß. Die…

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„Wir haben fruchtbare Böden und so gut wie nie Regen“

Auf dem Siebenäckerhof in Unterfranken ist zu viel Wasser schlimm, zu wenig eine wachsende Aufgabe. Diesen Sommer hat Benedikt Böhm den Sprung in den Haupterwerb gewagt. Und das, nachdem Wetterbedingungen und Ernte im letzten Jahr denkbar ungünstig waren: „Da hatten wir zu viel Wasser im falschen Moment zur falschen Zeit. Wir hatten alle Probleme, die mit zu viel Wasser einhergehen. Das hier ist eine Region, wo es eigentlich nie regnet – da ist viel Wasser eine unvorhersehbare Katastrophe.“ Dieses Jahr präsentiert sich die Witterung für ihn…

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Leseprobe

Claudia Schievelbein

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: schievelbein[at]bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-89
Telefax: 02381-49-22-21

Christine Etienne

Redakteurin der Unabhängigen Bauernstimme

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: etienne[at]bauernstimme.de
Telefon: 0157-736-891-27
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