18.01.2020

AbL übergibt Vorschläge zur Landpachtvergabe an Oberbürgermeister in Erfurt

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) haben dem Oberbürgermeister der Stadt Erfurt Andreas Bausewein ihre Vorstellungen zur zukünftigen Gestaltung der Landpachtverträge der Stadt überreicht. "Die Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit und die Pflicht dafür zu sorgen, dass auf ihrem Land in ihrer Umgebung Landschaften geschaffen werden, in denen es wieder Spaß macht, spazieren zu gehen. Ortsansässige Bauern und Bäuerinnen müssen hier Lebensmittel für die Bürgerinnen und Bürger ihrer Gemeinde produzieren", sagt Michael Grolm, AbL-Landesvorsitzender. Der Erfurter OB zeigte sich sehr interessier

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17.01.2020

Imker schüttet Glyphosat-verunreinigten Honig vor BMEL

Wenige Tage vor der "Wir haben es satt!"-Demonstration hat ein Brandenburger Imkerpaar über einhundert Eimer mit Honig vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Berlin abgeladen. Die insgesamt rund vier Tonnen Honig von Sebastian und Camille Seusing sind ein Fall für den Müll. Wegen zu hoher Belastung mit Glyphosat - es wurde eine bis zu 152-fache Überschreitung des erlaubten Grenzwerts gemessen - darf der Honig nicht verkauft werden. Der Gegenwert des Schadens beträgt rund 60.000 Euro. Die eigentlich erfolgreiche Imkerei steht dadurch jetzt vor dem Aus. Aus Protest gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung, die weiterhin zulässt,

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16.01.2020

AgrarBündnis: Veränderungen in der Landwirtschaft gemeinsam anpacken!

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht vorgestellt und sich dabei für klare Regeln, aber auch für eine gezielte Unterstützung der Landwirtschaft ausgesprochen. Die Ausgabe 2020 legt einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema „Stadt, Land – im Fluss“. Während in den Städten die Wohnungsnot immer drängender wird, leiden entlegene Regionen unter mangelnder Infrastruktur und teuren Mobilitätskosten. „Die Landwirt­schaft alleine wird nicht der Rettungsengel für die Probleme ländlicher Räume sein“, sagte AgrarBündnis-Geschäftsführer Frieder Thomas bei der Präsentation des Berichts. „Aber wenn w

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15.01.2020

Greenpeace-Studie: Mit Tierwohlabgabe und Mehrwertsteuerangleichung den Umbau der Tierhaltung unterstützen

Eine Tierwohlabgabe von maximal 50 Cent auf jedes Kilogramm Fleisch kann den schnellen Ausstieg aus der nicht tiergerechten Haltung finanzieren. Zugleich lässt sich die klima- und umweltschädliche Subventionierung von Fleisch und Milchprodukte beenden, wenn die Mehrwertsteuer angeglichen wird. Parallel können Steuern auf pflanzliche Lebensmittel sinken und so Verbraucherinnen und Verbraucher entlastet werden. Das zeigt eine im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgelegte Analyse verschiedener Abgaben auf Fleisch und Milchprodukte, die die Denkfabrik Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.

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14.01.2020

Die Bundesregierung muss für eine nachhaltige und sozial gerechte Digitalisierung in der globalen Landwirtschaft eintreten

Anlässlich des am 16. Januar beginnenden Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin haben 22 zivilgesellschaftliche Organisationen ein gemein­sa­mes Positionspapier für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche Digitalisie­rung der globalen Landwirtschaft veröffentlicht. Das breite Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Digitalisierung so zu gestalten, dass weltweit Bäuerinnen und Bauern sowie andere Arbeitende in der Landwirtschaft davon profitie­ren und die globalen Umwelt- und Klimaziele erreicht werden können. Beim GFFA soll unter an­de­rem ein Konzept für einen Internationalen Digitalrat für Landwirtschaft und Ernährung vo

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14.01.2020

Tierschutzbund droht Klöckner mit Strafanzeige

Der Deutsche Tierschutzbund droht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts auf Meineid und Tierquälerei – sollte die von ihr vorgelegte Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, speziell zur Haltung von Sauen in Kastenständen, in Kraft treten. Der Verordnungsentwurf bedeutet eine Verschlechterung für die Tiere und verstößt damit gegen das Staatsziel Tierschutz und somit gegen das Grundgesetz. Der Tierschutzbund hat die Mitglieder des Agrarausschusses aufgefordert, bei ihrer Sitzung am 27. Januar dem Entwurf die Zustimmung zu verweigern. „Mit der Verschlechterung der Sauenhaltung droht nach d

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13.01.2020

AbL ruft Bauern auf, Schadensersatzansprüche gegenüber Großhändlern von Pflanzenschutzmitteln geltend zu machen

Anlässlich der heute vom Bundeskartellamt veröffentlichten Liste von Großhändlern von Pflanzenschutzmittel, gegen die wegen wettbewerbswidriger Abstimmung von Preislisten, Rabatten und Einzelpreisen Bußgelder verhängt wurden, ruft die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) alle Bauern, die Pflanzenschutzmittel bei den Kartell-Mitgliedern gekauft haben, auf, ihre Schadensersatzansprüche gegenüber diesen Unternehmen geltend zu machen. Die AbL ist im Gespräch mit einer Kanzlei, um die Bauern hierbei rechtlich zu unterstützen. Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender, sagt: "Diese Größen des genossenschaftlichen und gewerblichen Agrarhandels

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13.01.2020

Der Landwirtschaft eine Perspektive geben: Agrarwende anpacken!

Wenige Tage vor der großen „Wir haben es satt!“-Demonstration am 18. Januar fordern 100 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft von der Bundesregierung, das Höfe- und Insektensterben zu stoppen, das EU-Mercosur-Abkommen zu verhindern und endlich die Klimakrise ernsthaft zu bekämpfen. Auf einer Pressekonferenz in Berlin warfen Bündnis-Vertreter*innen der Regierung vor, Bauernhöfe weiter die eigenen politischen Versäumnisse ausbaden zu lassen statt sich den Zukunftsaufgaben zu stellen. „Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ lautet das Motto der Demonstration, bei der zum Auftakt der Grünen Woche wieder Zehntausende auf die Straße gehen. Im Sc

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13.01.2020

Raus auf die Straße!

„Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ Unter diesem Motto steht die diesjährige Wir haben es satt!-Demo am 18.01. in Berlin. Ein „Pflichttermin“ für Alle, die ein eindeutiges Zeichen setzen wollen für die Bauernhöfe, das Klima und die Tiere! Ein deutliches Zeichen ist laut organisierendem Aktionsbündnis „Meine Landwirtschaft“ auch deshalb notwendig, weil für den 17.01. die Initiative „Land schafft Verbindung“ (LsV) ebenfalls zu einer Demonstration aufgerufen hat, die sich, so Dirk Andresen, ein LsV-Sprecher in einem Video, als Gegendemo zur Wir haben es satt!-Demo versteht und sich gegen die Düngeverordnung und „ideologische Überzeugungen von NGOs“ ric

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13.01.2020

Bußgelder gegen Großhändler von Pflanzenschutzmitteln wegen wettbewerbswidriger Abstimmung von Preislisten, Rabatten und Einzelpreisen

Nachdem Agravis und BayWa sich bereits öffentlich zu Bußgeldzahlungen im Zusammenhang mit Verfahren vor dem Bundeskartellamt bekannt hatten, hat die Kartellbehörde heute eine Gesamtübersicht veröffentlicht. Demnach hat das Bundeskartellamt Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 154,6 Millionen Euro gegen sieben Großhändler von Pflanzenschutzmitteln und deren Verantwortliche wegen Absprachen über Preislisten, Rabatte und einige Einzelpreise beim Verkauf an Einzelhändler und Endkunden in Deutschland verhängt. Bußgelder wurden verhängt gegen die AGRAVIS Raiffeisen AG, Hannover/Münster, die AGRO Agrargroßhandel GmbH & Co. KG, Holdorf, die BayWa AG, Münch

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13.01.2020

Bioland wirft Bundesregierung Politikversagen vor

Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) formuliert Bioland noch einmal seine agrarpolitischen Forderungen und wirft der Bundesregierung jahrzehntelanges Politikversagen in der Agrar- und Umweltpolitik vor. Unter dem Motto „Bauern frustriert – Lebensgrundlagen bedroht!“ fasst Jan Plagge, Präsident von Bioland, die derzeitige Lage zusammen. An Bundesministerin Klöckner richtet er den Appell: „Es muss Schluss sein mit wirkungslosen Strategiepapieren und Runden Tischen. Jetzt sind ein konsistentes Gesamtkonzept und vor allem konsequentes Handeln gefragt.“ „Die Bundesregierung muss endlich glaubwürdig werden und die Rahmenbedingungen so gestalten

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13.01.2020

Umstrittenes Steuern mit Steuern

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat eine Sondersteuer auf Fleischprodukte gefordert. Damit soll eine bessere Tierhaltung finanziert werden, da ansonsten die Landwirte auf den Mehrkosten etwa für tiergerechtere Ställe sitzen blieben, sagte Otte-Kinast der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). An der Ladenkasse werde der Verbraucher freiwillig nicht mehr bezahlen. „Da brauchen wir gar nicht drauf zu setzen.“ Deswegen werde das von der Bundesregierung geplante freiwillige Tierwohllabel auch keinen Durchbruch bringen. „Wir brauchen vermutlich eine Sondersteuer.“ Dem widersprach Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). F

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13.01.2020

USA: Nächster Molkereikonzern insolvent

In den USA hat mit dem Molkereikonzern Borden Dairy Co eine der größten Molkereien Insolvenz angemeldet, will aber weiterhin „operativ“ tätig bleiben. Als Grund nennt der Konzern hohe Schulden. Erst Ende 2019 hatte Amerikas zweitgrößter Molkereikonzern nach Umsatz, Dean Foods, Konkurs angemeldet. Als Ursache für die finanzielle Schieflage werden von Boden Diary unter anderem die steigenden Kosten für Rohmilch, die seit Januar 2019 um 27 Prozent gestiegen seien, und die „Herausforderungen des Marktes“ genannt. Laut Borden Diary haben in den vergangenen 16 Monaten in den USA fast 3000 Milchviehbetriebe aufgegeben. Der Milchkonsum im Land sei seit 2015 um

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11.01.2020

Neue Gentechnik: Ethik-Kommission verteidigt das Vorsorgeprinzip

In der Diskussion um die Regulierung der neuen Gentechnik behaupten interessierte Kreise immer wieder, das Vorsorgeprinzip würde Innovationen behindern. Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) hat diese Argumentation unter die Lupe genommen. Sie kam dabei zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Behauptung ist falsch. Das Vorsorgeprinzip könne sogar, richtig angewandt, innovationsfördernd sein. Darauf weist der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hin. Dabei argumentieren die Ethikexperten so: Eine Vorsorgesituation – wie etwa die Entwicklung und Anwendung neuer gentechnischer Verfahren – zeichnet s

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11.01.2020

Auch AGRAVIS beendet Verfahren mit Bundeskartellamt durch Millionen-Zahlung

„Angesichts eines Ermittlungsverfahrens, das das Bundeskartellamt auch gegen die AGRAVIS Raiffeisen AG geführt hat, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, der Beendigung des Verfahrens im Wege eines sogenannten ‚Settlements‘ – also in einer außergerichtlichen, einvernehmlichen Verfahrensbeendigung – zuzustimmen.“ Das teilt die Agravis Raiffeisen AG mit. Die Agravis hat sich nach eigenen Angaben mit dem Kartellamt auf die Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 43,7 Mio. Euro verständigt und wird nicht den Weg einer gerichtlichen Auseinandersetzung gehen. Das Bundeskartellamt hatte im März 2015 Durchsuchungen bei allen relevanten privaten und genossens

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11.01.2020

Insektenatlas: Insekten halten das ökologische System am Laufen

75 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungsleistung von Insekten abhängig. Doch global verzeichnen Insektenpopulationen dramatische Rückgänge. So sind etwa bei der Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland die Populationen rückgängig. Das stellt der „Insektenatlas 2020 - Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft“ fest, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin vorgestellt haben. „Insekten halten das ökologische System dieses Planeten am Laufen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Organisationen. Beim Wegfall tierischer

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11.01.2020

Planetare Grenzen: Wechselwirkungen verstärken Druck auf das System Erde

Ein Team von Wissenschaftlern präsentierte 2009 das Konzept der planetaren Grenzen und machte neun Prozesse und Systeme aus, die für die Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Erde entscheidend sind. Wird in diesen Bereichen die Belastungsgrenze des Erdsystems überschritten, drohen abrupte und unumkehrbare Umweltveränderungen im großen Stil. In einem Update des Konzepts konstatierten die Wissenschaftler 2015, dass die Menschheit bereits in vier Bereichen den sicheren Betriebsbereich verlassen hat: bei Klimawandel, Landnutzungsänderungen, dem menschlichen Eingriff in biogeochemische Kreisläufe (Stickstoff und Phosphor) sowie bei der Integrität der Bios

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06.01.2020

Der DBV sieht „extrem stabile“ Erzeugerpreise, die AbL die „Instabilität bäuerlicher Existenzen“

In seinen Marktdaten zum Jahreswechsel 2019/2020 bezeichnet der Deutsche Bauernverband (DBV) 2019 als „milchwirtschaftlich ein besonderes Jahr: Denn zum einen lagen die Produktionskosten für Rohmilch in vielen Regionen Deutschlands angesichts der Hitze- und Dürresommer 2018 und 2019 – und der damit einhergehenden mangelhaften Futterernte – deutlich über den vergangenen Jahren. Zum anderen waren die Erzeugerpreise 2019 extrem stabil. Sie bewegten sich im Bundesschnitt im Jahresverlauf nur in einem schmalen Bereich zwischen 32,6 bis 33,8 Ct/kg“. Für Ottmar Ilchmann, Milchbauer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Nieders

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06.01.2020

Österreich: Nein zu Mercosur, ja zu Bio, Kappung und Degression

„Die österreichische Landwirtschaft ist kleinstrukturiert und auf höchste Qualität ausgerichtet - Agrarfabriken sind für uns keine Alternative“, heißt es im Regierungsprogramm der neuen schwarz-grünen Koalition aus ÖVP und Grünen in Österreich. Neue Landwirtschaftsministerin ist, wie schon zuvor, die ÖVP-Politikerin Elisabeth Köstinger. Ihr Ministerium wurde allerdings um den Bereich Umwelt reduziert, der dem „Superministerin“ für Infrastruktur, Umwelt und Verkehr der grünen Leonore Gewessler zugeschlagen wurde. Als Grundvoraussetzung für die Absicherung einer bäuerlichen Landwirtschaft und ökosozialen Agrarpolitik sieht das Regierungsprogramm „eine a

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06.01.2020

Neue Brandregionen durch Klimawandel - Auch Deutschland gefährdet

Mit einer Mitteltemperatur von 10,3 °C war das Jahr 2019 zusammen mit dem Jahr 2014 das bisher zweitwärmste in Deutschland beobachtete Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881. Der lineare Trend über den Zeitraum 1881 bis 2019 beträgt +1,6 Kelvin. Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland lagen innerhalb der letzten 20 Jahre. Während der letzten 32 Jahre traten nur zwei unterdurchschnittlich warme Jahre auf (bzgl. des Referenzzeitraums 1961-1990). Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem „Rückblick auf die Temperatur in Deutschland im Jahr 2019 und die langfristige Entwicklung“ mit. Gestiegene Temperaturen als Ausdruc

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