22.10.2018

Bayern kann CETA stoppen

Vier zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Freien Wähler in Bayern aufgefordert, mit aller Kraft das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA im Bundesrat zu verhindern. In ihrem Wahlprogramm haben sich die Freien Wähler gegen CETA ausgesprochen. Zum Auftakt der Koalitionsgespräche zwischen CSU und Freien Wählern starteten die Organisationen eine Mitmach-Aktion, gerichtet an den Parteichef der Freien Wähler Hubert Aiwanger. In dem Appell an den Parteichef heißt es: „Bald muss der Bundesrat über das Handelsabkommen CETA entscheiden. Bayern sollte dabei nicht mit Ja stimmen. Denn CETA dient nicht der Allgemeinheit, sondern bedient einse

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21.10.2018

UN-Ausschuss rügt Deutschland wegen mangelnder Menschenrechtsstandards für Unternehmen und auch in der Agrarpolitik

In der vergangenen Woche hat der Sozialausschuss der Vereinten Nationen (UN) seinen Abschlussbericht über die Einhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte durch die Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Der Ausschuss kritisiert darin die "ausschließlich freiwillige Natur der menschenrechtlichen Sorgfalt", wie sie im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte beschrieben wird. Deutschland solle gesetzlich sicherstellen, dass Unternehmen die Menschenrechte in Auslandsgeschäften achten und für Verstöße haftbar gemacht werden können. Auch in der Agrar-, Handels-, Investitions-, Klima- und Finanzpolitik monierte

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21.10.2018

MISEREOR fordert sozial-ökologische Wende in der Agrarpolitik

Zunehmende Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen und lange Trockenzeiten machen nach Ansicht MISEREORs die Wende der weltweiten Agrar- und Ernährungspolitik immer dringlicher. Eine aktuelle Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland zeigt: Auch 63 Prozent der befragten Bauern hierzulande halten ein Umdenken angesichts des Klimawandels für nötig. Dass agrarökologische Anbaumethoden hierzu einen konkreten Beitrag leisten können, zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie des Werks für Entwicklungszusammenarbeit. „Während die industrialisierte Landwirtschaft weiterhin erheblich zur Erderwärmung beiträgt und die Agrarindustrie einseitig a

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21.10.2018

Bauernbund mahnt Vorlage eines Agrarstrukturgesetzes an

Anlässlich eines Berichterstattergesprächs im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages zur Transparenz auf dem Bodenmarkt hat der Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt, Jochen Dettmer, die regierungstragenden Landtagsfraktionen von Sachsen-Anhalt (CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen) aufgefordert, endlich einen Gesetzentwurf zur Sicherung der Agrarstruktur vorzulegen. „Es wird höchste Zeit, dass wir in die parlamentarischen Beratungen kommen, um ein Gesetz zur Sicherung der Agrarstruktur zu verabschieden. Der Deutsche Bauernbund hat kürzlich dazu einen Diskussionsvorschlag unterbreitet. Von der Bundesregierung erwarten wir, dass Bodenverkäufe die üb

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19.10.2018

SVFLG bewilligt nun doch Rentenanträge

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gibt ihre von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und dem Arbeitskreis zur Abschaffung der Hofabgabeklausel massiv kritisierte Verweigerungshaltung zur Bewilligung von Rentenanträgen auf und will nun doch „vorläufige“ Altersrenten nach dem Gesetz über die Alterssicherung für Landwirte (ALG) bewilligen. In einer Mitteilung der SVFLG dazu heißt es: „Der Vorstand der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat sich am 18. Oktober 2018 erneut mit den Auswirkungen der Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Hofabgabekl

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17.10.2018

Tierschutzbund sieht wichtiges Signal in Zusammenarbeit mit Penny

Im Juli dieses Jahres stellte der Discounter Penny seine Haltungskennzeichnung für Eigenmarken-Fleisch vom Schwein, Rind und Geflügel vor. Mit dem in dieser Woche vorgestellten Konzept des Teutoburger Hofschweins geht der Discounter laut einer Mitteilung der Rewe-Group, zu der die Penny-Märkte gehören, „einen Schritt weiter“. Demnach führen ab sofort alle Penny-Märkte Wurstprodukte des Teutoburger Hofschweins und 550 Penny-Märkte zusätzlich Fleischprodukte. „Damit realisiert Penny als erstes Handelsunternehmen ein abgestimmtes Konzept zur Vermarktung ganzer Schweine“, heißt es in der Mitteilung. Die Produkte erfüllen die Einstiegsstufe des Tierschutzla

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17.10.2018

Koalition lehnt sofortige Abschaffung der Hofabgabeklausel ab

Ein von den Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke gemeinsam eingebrachter Antrag, die Hofabgabeklausel „endgültig und vollumfänglich“ zu streichen, ist im Agrarausschuss des Bundestages gescheitert. CDU/CSU und SPD votierten mit ihrer Mehrheit gegen die Stimmen der übrigen Fraktionen (Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, AfD, FDP). Für die Antragsteller verstößt die derzeitige Regelung zur Hofabgabe sowohl gegen das Gebot der Verhältnismäßigkeit als auch gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die Streichung der Hofabgabeklausel sei erforderlich, weil das ursprüngliche agrarstrukturelle Ziel nicht mehr erreicht würde, eine frühzeitige geregelte Hofüber

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16.10.2018

Welternährungstag: Bündnis fordert Moratorium gegen „Gene Drives“ von Bundesregierung

Am heutigen Welternährungstag fordern mehr als 200 führende Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der globalen Bewegung für Ernährungssouveränität und eine klimascho­nende Landwirtschaft ein Moratorium für die Freisetzung von "Gene Drives", darunter u.a. die amtierende UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Nahrung, Hilal Elver, sowie ihre Vorgänger Olivier de Schutter und Jean Ziegler. Gene Drives sind biotechnolo­gi­sche Anwendungen von bislang unbekannter Wirkungsmacht, die sich derzeit in der Ent­wicklung befinden. Die Technologie schaltet die natürlichen Regeln der Vererbung und Evolution aus, indem gentechnisch

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12.10.2018

SVLFG muss Rentenanträge umgehend bescheiden

Laut Medienberichten sieht nun auch der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Albert Stegemann die Hofabgabeverpflichtung als Voraussetzung zum Erhalt der landwirtschaftlichen Rente nicht mehr für verfassungsgemäß umsetzbar an. Zuvor hatte bereits die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Bundestagsfraktion Marlene Mortler erklärt, dass sie eine verfassungskonforme Umgestaltung der Hofabgabeklausel für nur schwer erreichbar halte. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Abschaffung der Hofabgabeklausel schon lange. Ulrich Jasper, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat in diesem Zusammenhang eine unmi

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11.10.2018

Bioland vereinbart langfristige Kooperation mit Lidl

Der Lebensmitteldiscounter Lidl hat eine langfristige Kooperation mit dem Anbauverband Bioland verkündet. „Ab sofort kooperieren wir mit Bioland, dem führenden Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Gemeinsames Ziel ist es, hochwertige und heimische Bio-Produkte auf breiter Basis in die Gesellschaft zu bringen sowie sich langfristig für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft einzusetzen“, heißt es auf der Lidl-Homepage.. Nach intensiven Gesprächen über 18 Monate sei nun der Startschuss für die langfristige Zusammenarbeit gefallen. „Die Kooperation mit Bioland ist der nächste konsequente Schritt

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10.10.2018

Milch: Herstellungskosten und Erzeugerpreise kommen nicht zusammen

Die Ergebnisse der aktuellen Berechnung der Milchproduktionskosten in sechs europäischen Ländern zeigen die wirtschaftlichen Fakten, die für die Milcherzeuger bitteres Tagesgeschäft sind, schwarz auf weiß: Milcherzeugungskosten und Milchauszahlungspreise bewegen sich auseinander! Auch in den sogenannten „guten Jahren“ – zwischen den Milchkrisen – liegen die Preise permanent unter den Produktionskosten. Das zeigt eine Kostenstudie mit aktuellen Zahlen zu Frankreich, Deutschland, Dänemark, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, die das European Milk Board (EMB) jetzt veröffentlicht hat. Laut der Studie „Was kostet die Erzeugung von Milch“ des Büros fü

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10.10.2018

AbL will mit Leistung für Tier und Umwelt bei der Agrarreform punkten

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) will in der aktuellen Reform der EU-Agrarpolitik erreichen, dass mit den umfangreichen Direktzahlungen der EU in Zukunft konkrete Leistungen der Bauern für Umwelt- und Tierschutz honoriert werden. Wie sich der konkrete Vorschlag der AbL auf die Betriebe auswirkt, können Bauern und Bäuerinnen anonym anhand eines Online-Rechners ermitteln, den die AbL in Netzt gestellt hat. „Wir wollen wegkommen von dem heutigen Prinzip, dass für jeden Hektar Fläche eine gleich hohe pauschale Prämie ausgezahlt wird, egal wie auf der Fläche und im Stall gewirtschaftet wird. Die allermeisten Bäuerinnen und Bauern erb

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10.10.2018

Milchpreise noch nicht zufriedenstellend

Mit Verwunderung haben Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) Äußerungen des Milchmarktexperten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Kenntnis genommen, wonach ein Großteil der Betriebe aktuell kostendeckend arbeiten könne und im ersten halben Jahr die Preise zu niedrig waren. „Aus meiner Sicht kann es nicht im Sinne eines Milchmarktexperten der Landwirtschaftskammer sein, wenn Betriebe in der Produktion seit über 6 Monaten Verluste generieren und jetzt nur auskömmliche Preise erzielen", argumentiert Peter Habbena, BDM-Landesteamleiter Niedersachsen, und verweist auf die aktuellen Ergebnisse vom Milch Marker Index, di

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10.10.2018

Alternativer Nobelpreisträger warnt vor zunehmender Konzernmacht durch Digitalisierung

Große Konzerne bestimmen die Regeln in der digitalisierten Landwirtschaft und bäuerliche Landwirtschaft gerät zunehmend unter Druck: Das ist die Kernaussage der Studie „Blocking the chain – Konzernmacht und Big-Data-Plattformen im globalen Ernährungssystem“, die die Herausgeber ETC Group, GLOCON, INKOTA-netzwerk und die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Die Studie zeigt in alarmierender Weise, wie das massenhafte Sammeln landwirtschaftlicher Daten in neuen Big-Data-Plattformen mündet, auf denen Boden- und Wetterdaten und Informationen über Verbraucher und Verbraucherinnen zentral gespeichert und ausgewertet werden.

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10.10.2018

Biokreis-Betrieb erlebt massive verbale Attacken von Rechts

Nach massiven menschenverachtenden Anfeindungen, die ein Betrieb des ökologischen Anbauverbands Biokreis e.V. kürzlich im sozialen Netzwerk Facebook erlebte, solidarisiert sich der Biokreis mit dem Betrieb und positioniert sich für Toleranz, Respekt und Weltoffenheit. Am Donnerstag, den 2. Oktober 2018 veranstaltete die AfD in der Reichenberghalle in Reichelsheim in Hessen ein Bürgergespräch. Nicole Denk und Gerd Arras vom Biokreis-Betrieb Hardthof in Gumpen nahmen an der friedlichen Gegenkundgebung zu dieser Veranstaltung teil. Auf dem Parkplatz vor dem Veranstaltungsort stellten sie ihren Traktor auf, an dem ein Plakat mit folgendem Text befestigt

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09.10.2018

Experten fordern mehr Wolfsmanagement

Mehrere Wölfe haben eine Moorschnucken-Herde der Naturschutzstation "Östliche Oberlausitz" in Sachsen angegriffen. 40 Tiere der 140 Mutterschafe umfassenden Herde seien getötet worden, die übrigen 80 würden noch vermisst. Das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am heutigen Dienstag. Einen Tag zuvor haben Experten im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages mehr Wolfsmanagement gefordert, wie das Nachrichtenportal heute im bundestag (hib) mitteilt. Es muss ein "Miteinander von Wolf und Weidetier" möglich sein, sagte dort laut hib Alois Gerig (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, zum Auftakt eines Fachgespräc

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08.10.2018

Weltklimarat fordert rasches Handeln

„Rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft" und die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad mahnt der Weltklimarat IPCC zwei Monate vor der nächsten UN-Klimakonferenz an, denn nur so ließen sich die Risiken der Erderwärmung einigermaßen einschränken. "Der Bericht wird als eine der wichtigsten Veröffentlichungen unserer Zeit in die Geschichte eingehen. Er zeigt, dass die katastrophalen Folgen des Klimawandels schon bei einer globalen Erwärmung von mehr als 1,5 Grad eintreten“, erklärt der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger. Auf der Klimakonfere

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08.10.2018

Tausende sagen „Mia ham’s satt“

Eine Woche vor der Landtagswahl haben in München bis zu 18.000 Menschen unter dem Motto „Mia ham’s satt!“ ein Zeichen gesetzt für eine tiergerechte, ökologische und bäuerliche Landwirtschaft., für mehr Umwelt- und Naturschutz, für den Kohleausstieg und gegen den Flächenfraß und einen drohenden Verkehrskollaps. Zu den Initiatoren der Demonstration gehört auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern, deren Vorsitzenden Josef Schmid gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen eines breiten Bündnisses den Demonstrationszug unmittelbar hinter einigen Traktoren anführt. Viele Teilnehmer tragen Transparente mit landwirtschaftlichem Bezug wie

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08.10.2018

Ein deutliches Signal für den Kohleausstieg

50.000 Menschen haben am Hambacher Wald in Nordrhein-Westfalen friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes demonstriert. Es war die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands, forderten gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und von dem Energiekonzern RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes. Noch einen Tag vor der Veran

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04.10.2018

Die wahren Kosten der Gentechnik-Soja

Der Anbau von Gentechnik-Soja in Südamerika führt zu einem erschreckenden Ausmaß an Umweltschäden und steht den von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedeten globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung entgegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Testbiotech und Germanwatch. Die Schäden reichen von der Zerstörung der biologischen Vielfalt und von Wasserkreisläufen über Schäden an Böden und Klima bis hin zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung. Zwischen 2005 und 2014 stieg die Sojaanbaufläche in Brasilien, Argentinien und Paraguay um 40 Prozent oder 15,5 Millionen Hektar, meist auf Kosten von ökologisch wert

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