18.04.2020

Milcherzeugungskosten von 44,07 ct/kg in Deutschland bei weitem nicht gedeckt

Die aktuellen Ergebnisse der Berechnung der Milcherzeugungskosten in Deutschland zeigen eine deutliche Unterdeckung von 22 Prozent. Laut der vierteljährlich aktualisierten Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) betragen die Produktionskosten – mit aktuellem Stand Januar 2020 – 44,07 ct/kg, während der durchschnittliche Auszahlungspreis in der gleichen Zeit bei nur 34,56 ct/kg lag. Somit fehlten den ErzeugerInnen insgesamt 9,51 ct/kg zur Kostendeckung. Laut Johannes Pfaller, Vorstandsmitglied des European Milk Board (EMB) und Milcherzeuger in Mittelfranken, ist die Preissituation umso dramatischer, als sich diese in den näc

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18.04.2020

BUND Naturschutz in Bayern: Ankündigungen zur Reduzierung des Glyphosateinsatzes einhalten

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) hat am 17.04. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und dessen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber aufgefordert, ihre Ankündigungen bezüglich einer Reduzierung des Glyphosateinsatzes einzuhalten. Den Termin wählte der BN, weil sich an dem Tag zum zweiten Mal die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner jährte, den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft in Deutschland massiv zu reduzieren. Das Totalherbizid solle nur noch gegen „Problemunkräuter“, zur Erosionsvermeidung und mit Sondergenehmigung bei Gefahr eines Ernteverlus

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18.04.2020

BÖLW zum neuen Bio-Recht: „Verschiebung sinnvoll und notwendig“

Der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, plädiert angesichts der Corona-Krise für eine Verschiebung des Termins der Anwendung des neuen Bio-Rechts auf den 1.1.2022. Nach aktuellem Stand der Dinge muss die überarbeitete Rechtsgrundlage von allen Bio-Betrieben und Bio-Kontrollstellen bereits ab dem 1.1.2021 angewendet werden „Die Corona-Krise macht den ohnehin in Verzug geratenen engen Zeitplan für ein neues Bio-Recht vollends unmöglich. Die komplexe Arbeit an den nachgelagerten Rechtsakten, die im Detail die genauen Vorgaben für Tierhaltung, Kontrolle oder Importe regeln, kommt aktuell nur langs

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18.04.2020

Auch neue Gen-Schere schneidet ungenau

Zahlreiche Studien belegen, dass die Gen-Schere Crispr/Cas9 bei weitem nicht so genau arbeitet, wie ihre Anwender das oftmals behaupten. Inzwischen haben Wissenschaftler das Verfahren weiterentwickelt und Crispr mit anderen Cas-Enzymen kombiniert. Eine dieser neuen Scheren namens Crispr/Cas12a oder Cpf1 soll präziser arbeiten als das übliche Crispr/Cas9-System. Heißt es. Doch laut einer Mitteilung des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) haben Wissenschaftler der Universität von Iowa nachgewiesen, dass auch die neue Schere zu zahlreichen Nebeneffekten führt. Um die neue Gen-Schere zu testen, hatten die Wissenschaftler im Reagenzglas eine Art

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18.04.2020

Landratsamt stellt Betrieb der fleischverarbeitenden Müller Gruppe unter Quarantäne

Das Landratsamt des Enzkreises (Baden-Württemberg) hat den Rinderschlachthof der Müller-Gruppe in Birkenfeld unter Quarantäne gestellt, nachdem dort bei Tests von gut 250 Mitarbeitern mehr als 90 positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Die Unternehmen der Müller Gruppe zählen im Firmenverbund nach eigenen Angaben zu den führenden der deutschen Fleischwirtschaft. „Die Firma hat die Situation unter Kontrolle und das Gesundheitsamt ist vor Ort.“ Dennoch habe das Landratsamt keine andere Wahl, als den gesamten Betrieb unter Quarantäne zu stellen, wie Landrat Bastian Rosenau betont. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Lebensmittel-Herstellung darf

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18.04.2020

Rügenwalder tritt Masthuhn-Initiative bei

Die Rügenwalder Mühle hat sich nach Gesprächen mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt dazu entschlossen, die Europäische Masthuhn-Initiative zu unterstützen. Wie die Stiftung mitteilt, initiiert der Lebensmittelhersteller damit die Umsetzung der Tierschutzstandards der Initiative bei seinen Lieferanten bis 2026. »Wir freuen uns, dass die Rügenwalder Mühle sich nicht nur für pflanzliche Alternativen stark macht, sondern mit der Entscheidung für die Europäische Masthuhn-Initiative auch dazu beiträgt, das Leiden in der Hühnermast zu verringern«, so Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung. Thomas Spille, Gesamtleiter E

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17.04.2020

Bäuerinnen und Bauern weltweit unterstützen

Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. ist die Arbeit von Bäuerinnen und Bauern in der ganzen Welt von herausragender Bedeutung. Gerade auch in Krisenzeiten kommt der regionalen Erzeugung von Lebensmitteln eine wichtige stabilisierende Wirkung zu. Rund 70 Prozent der Nahrungsmittelerzeugung wird von Kleinbäuer*innen weltweit sichergestellt. Zum Internationalen Tag des bäuerlichen Widerstandes, dem 17. April, gehen normalerweise tausende von Bäuerinnen und Bauern für internationale Bauernrechte auf die Straßen und demonstrieren für auskömmliche Erzeugerpreise, gerechte Verteilung von Agrargeldern, den Zugang zu Land

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16.04.2020

Naturschutz kann von Tieren übertragene Krankheiten eindämmen

Ob Ebola, SARS oder MERS – diese und andere Infektionskrankheiten werden von Tier zu Mensch übertragen. Und durch zunehmende Naturzerstörung fördert der Mensch die Ausbreitung dieser Krankheiten. Darauf machte Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 2. April gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Bundespressekonferenz aufmerksam. „Je mehr der Mensch die Natur zerstört, desto größer ist das Risiko, dass der Virus überspringt und desto größer ist das Risiko des Krankheitsausbruches bis hin eben zu einer Pandemie“, sagte die Ministerin auf dem Podium. Daher sei ein engagierter Naturschutz in vielen Weltregionen ein wirksames Instr

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15.04.2020

Klöckner und Bauernverband verschärfen Milchpreisverfall

AbL: Mengendisziplin statt private Lagerhaltung

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15.04.2020

Molkerei beschließt Soforthilfe an Milchviehbetriebe

Die Molkerei Berchtesgadener Land unterstützt ihre Landwirte* mit einer einmaligen Corona Soforthilfe von 1000,- Euro pro Betrieb. „Die heimische Landwirtschaft ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Viele Betriebe stehen mit dem Rücken an der Wand. Denn während das Milchgeld von der Molkerei weiterhin sicher ist, brechen den Bauern andere landwirtschaftliche Einkommenszweige ein“, heißt es in einer Mitteilung der Molkerei. Das Ziel der Hilfe-Maßnahme: Alle Höfe sollen während und auch nach der Krise weiter bewirtschaftet werden. „Als Genossenschaft wollen wir unsere Landwirte in dieser für sie, wie für alle, sehr harten Bewährungsprobe sch

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15.04.2020

Schuldendienst der ärmsten Länder auszusetzen reicht nicht

Die G20-Staaten gewähren den ärmsten Ländern der Welt angesichts der Corona-Krise einen Zahlungsaufschub bei ihren Schulden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sprach von einem „Akt internationaler Solidarität mit historischer Dimension“. Die G20-Mitglieder hatten sich in einer Videokonferenz darauf verständigt, alle Zins- und Tilgungszahlungen der 77 ärmsten Länder in diesem Jahr zu stunden. Einen Beschluss zum Schuldendienst fasste auch der Internationale Währungsfonds (IWF), indem er den Schuldendienst der 25 ärmsten Länder für die kommenden sechs Monate aussetzt. Der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) begrüßt diesen Schritt – a

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14.04.2020

Erste Sonderflüge mit Saisonarbeitskräften starten am Infektionsschutz vorbei

Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sich darauf verständigt hatten, 80.000 ausländische Saisonarbeiter unter „strengen Voraussetzungen (insbesondere unter Berücksichtigung der RKI Empfehlungen zur Minimierung des Infektionsrisikos)“nach Deutschland fliegen zu lassen, sind am Donnerstag der vergangenen Woche die ersten Flugzeuge mit Saisonarbeitskräften aus Rumänien in Deutschland gelandet. „Im April und im Mai wird jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeitern die Einreise ermöglicht. Diese werden auf Basis der Rückmeldung des Berufsstandes und der nachweisbaren strikten Hygienestandards a

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14.04.2020

Wege zu einer entwaldungsfreien Lieferkette

Vorsichtig geschätzt werden jährlich weltweit zirka 8,8 Millionen Hektar Wald zerstört, vornehmlich in den Tropen. Bis zu 80 Prozent dieser globalen Entwaldung geht auf die Umwandlung in Agrarflächen zurück. Ein Großteil der auf diesen Flächen produzierten Agrarprodukte wird international vermarktet – auch nach Deutschland und in die EU, das teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) mit. Vor diesem Hintergrund hat das Bundeskabinett jetzt vom BMEL zur Eindämmung der Entwaldung vorgelegte „Leitlinien für entwaldungsfreie Lieferketten von Agrarrohstoffen“ beschlossen. „Wir können den heimischen Landwirten und Bürgern in Deutschland nicht zusätzl

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14.04.2020

Gentechnik fürs Klima?

Eine Analyse des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech zeigt, dass Aussagen des Weltklimarates zu neuen Gentechnikverfahren von verschiedenen Akteuren missbräuchlich verwendet werden, um nicht nur deren Einsatz sondern auch weitgehende Deregulierung zu begründen. Neue Gentechnikverfahren, auch als Genome Editing bezeichnet, erwecken im Bereich der Landwirtschaft zahlreiche Hoffnungen. Angesichts der enormen Herausforderungen, die zum Beispiel durch den Klimawandel entstehen, knüpfen Industrie und Teile der Wissenschaft große Erwartungen an diese neuen Verfahren, vor allem an die Genschere CRISPR/Cas. Mit dem Slo

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14.04.2020

Raiffeisenverband für Drosselung der Milchmengen

„Molkereigenossenschaften, die in der aktuell schwierigen Situation am Milchmarkt mit Absatzeinbußen zu kämpfen haben, sollten ihre Lieferanten zur Drosselung ihrer Milchmengen auffordern“, appelliert Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), an die ehren- und hauptamtlichen Verantwortlichen der Unternehmen. „Die Corona-Pandemie führt am Milchmarkt zu starken Verwerfungen“, heißt es in einer Pressemitteilung des DRV. Einem erschwerten Exportgeschäft, weggebrochenen Absatzmöglichkeiten nach Südeuropa, in der Gastronomie sowie im Großverbraucherbereich steht laut DRV eine nicht zuletzt durch Bevorratungskäufe der Verbra

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11.04.2020

Bierkonzern Carlsberg meldet weitere Patente auf Gerste und Bier an

Neue Recherchen der Organisation Keine Patente auf Saatgut! zeigen, dass die Firma Carlsberg im Jahr 2019 weitere Patente auf Gerste und Bier angemeldet hat. Carlsberg, einer der größten Bierkonzerne der Welt, wurde bereits heftig für ‚Patente auf Bier‘ kritisiert, die das Europäische Patentamt 2016 erteilt hatte. Gegen diese Patente wurden Einsprüche eingelegt, an denen sich rund 40 Organisationen beteiligten. Während es zu diesen Patenten noch keine Entscheidung gibt, versucht die Firma jetzt erneut, Saatgut, Gerste und Bier zu ihrer Erfindung zu machen und weitreichende Monopolansprüche anzumelden (WO2019129736, WO2019129739, WO2019134962). In den

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11.04.2020

Landwirtschaftsminister Vogel wirbt beim Handelsverband für mehr regionale Lebensmittel im Supermarkt

Angesichts der Corona-bedingten Verwerfungen im internationalen Güterverkehr sieht Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel auch eine Chance für Brandenburger Agrarerzeugnisse. Um solche Produkte während der Corona-Pandemie und darüber hinaus besser zu vermarkten sowie eine stärkere Aufnahme in die Warensortimente der Lebensmitteleinzelhandelsketten zu erreichen, hat sich Vogel in einem Brief an den Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg e.V., Nils Busch-Petersen, gewandt. „Die Corona-bedingten Beschränkungen des Reiseverkehrs und Einbrüche im Warenverkehr verunsichern viele Menschen und stellen auch Gewissheiten unserer gl

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10.04.2020

Hamsterindex: Desinfektions- vor Lebensmittel

Die Corona- Zeit treibt bei allen Sorgen und Gefahren auch neue Blüten hervor. So berichtet die Lebensmittelzeitung seit Mitte März sehr detailliert über die Bevorratungswelle der deutschen VerbraucherInnen. Grundlage sind die von der Frankfurter Marktforschungsgruppe Nielsen ausgewerteten Einkaufsdaten im Einzelhandel. Demnach hat sich schon in der Kalenderwoche 13 (Ende März) das große Hamstern von Grundnahrungsmitteln, Desinfektions- und Reinigungsprodukten abgeschwächt. In allen Warengruppen sind die Zuwachsraten gesunken – auch beim Klassiker Toilettenpapier. Aber gegenüber der Vor- Coronazeit bleiben sie gewaltig. In der ersten Woche mit verschär

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09.04.2020

Großes bäuerliches Dankeschön an die Bevölkerung

„Überwältigt von den vielen Angeboten zum Anpacken auf den Höfen“ zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und sieht darin auch eine Chance für eine neue Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Zivilgesellschaft. „Was ist das für ein ermutigendes Zeichen der Wertschätzung, wenn so viele Menschen aus der Bevölkerung ihre Bereitschaft bekunden, uns Bäuerinnen und Bauern bei unserer täglichen Arbeit im Stall und auf den Äckern zu helfen. Wir möchten dafür „danke“ sagen“, so Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden/Aller und Bundesvorsitzende der AbL. Fresen weiter: „Diese Hilfsbereitschaft ist eine große Chance für die Landwirtschaf

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09.04.2020

Bioland und Demeter erteilen Geschlechtsbestimmung im Ei eine Absage

Die beiden Ökoverbände Bioland und Demeter nehmen Ostern zum Anlass, die Früherkennung im Ei erneut abzulehnen. Das aktuelle Ziel der Bundesregierung, ab 2022 keine geschlüpften Küken mehr töten zu dürfen, unterstützen die Verbände. Aktuell beworbene Ansätze, bei denen nach einer Geschlechtsbestimmung im Ei ausgebildete Embryonen vor dem Schlupf getötet werden, stellen für Bioland und Demeter jedoch keine Option dar. „Anstatt Millionen von Euro in die Geschlechtsbestimmung im Ei zu stecken, müssen vielmehr Millionen von Küken aufgezogen werden“, sagt Stephanie Strotdrees, Vizepräsidentin Bioland e.V. „All die Verfahren verlagern das Problem nur, ansta

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