01.02.2019

Neue Düngeregeln nehmen alle Bauern in Mithaftung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat gestern der EU-Kommission einen nach eigenen Angaben mit dem Bundesumweltministerium abgestimmten Maßnahmenkatalog mit Änderungen der deutschen Düngeverordnung vorgeschlagen, um damit teure Strafzahlungen aus einem laufenden Vertragsverletzungsverfahren zu verhindern. Auf scharfe Kritik stoßen das Vorgehen des BMEL und die nicht mit den Betroffenen abgestimmten Inhalte bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Sie fordert einen differenzierten Ansatz und da anzusetzen, wo die Probleme entstehen. „Zum einen nagt das Vorgehen des BMEL an unserem Vertrauen. Die Probleme zu hoher Nährstof

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31.01.2019

BUND fordert Verschärfung des Düngerechts

Heute, am 31. Januar, endet die Winter-Sperrfrist zur Ausbringung von Gülle. Passend dazu endet nach Ansicht des BUND auch eine von der EU-Kommission der Bundesregierung gesetzte Frist zur deutschen Düngeverordnung: Bis heute Abend soll diese Vorschläge liefern, wie das Düngerecht so verbessert werden kann, dass Wasser und Böden wirksam vor Stoffeinträgen wie Nitrat geschützt und trotzdem eine sinnvolle Düngung möglich ist. "Zum Schutz unseres Wassers muss das Düngerecht deutlich verschärft werden", sagt Christian Rehmer, Experte für Agrarpolitik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Dafür ist es notwendig, endlich R

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31.01.2019

Weidetierhalter in Südniedersachsen werben um politische Unterstützung

Im südniedersächsischen Bergland hat sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes (LPD) eine Gruppe aus Landwirten und Naturschützern mit dem Ziel zusammengefunden, die Weidehaltung für Landwirte wieder attraktiver zu gestalten und wirbt dafür um politische Unterstützung. „Wir bemerken Defizite in der Wertschätzung der Weidetierhaltung. Die Öffentlichkeit möchte die weidenden Tiere behalten, aber diese Form der Tierhaltung verursacht den Landwirten einen hohen Aufwand bei geringen Einnahmen“, schildert Frank Kohlenberg die Situation. Er ist Vorsitzender im Landkreis Holzminden des Landvolkes Weserbergland und kennt die Zwänge der Landwirte, Grünl

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31.01.2019

Thüringen will beim Agrarstrukturgesetz aktiv werden

Der Aufkauf von landwirtschaftlichen Flächen durch Anleger, die das Land nur aus Renditegründen kaufen, ist nach Ansicht von Olaf Müller, Sprecher für Landwirtschaft, Ländliche Räume und Wirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Thüringer Landtag, auch in Thüringen eine ernsthafte Bedrohung der ländlichen Räume. Müller sieht als ein Problem vor allem ein Informationsdefizit, das aber durch ein Gesetz oder einen Erlass schnell behoben werden könne. „Wir sind uns mit Ministerin Keller einig, dass hier Handlungsbedarf besteht. Deshalb wollen wir noch in dieser Legislaturperiode erste konkrete Schritte ergreifen. Eine gute Möglichkeit wäre, dass wi

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30.01.2019

Westfleisch steigt bei „Pro Weideland“ ein

Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen meldet den Einstieg des Genossenschaftsunternehmens Westfleisch bei „Pro Weideland“. Damit sind neben Milchprodukten jetzt erstmals auch Fleischprodukte mit Weidehaltungs-Label im Handel erhältlich. „Das Konzept kommt an und stellt für interessierte Konsumenten eine echte Alternative zur direkten Unterstützung der Landwirtschaft bei gleichzeitiger Förderung des Tierwohls dar“, erklärt Heribert Qualbrink, Einkaufsleiter Landwirtschaft bei Westfleisch, nach den Erfahrungen einer dreimonatigen Testphase in ausgewählten Lebensmittelmärkten. Innerhalb des ersten Jahres will Westfleisch 2000 Tiere in das Pro Weidela

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25.01.2019

Bauern fordern mit Grenzaktion: Stopp von CETA und Co

Gegen die aktuelle Handelspolitik der EU und für eine faire EU-Handelspolitik, die weltweit gerecht und klimaverträglich ist, und für ein solidarisches Europa haben heute Bauern und Bäuerinnen von 17 europäischen Organisationen und zwei Dachverbänden gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft an der deutsch-belgischen Grenze demonstriert. Zu der Aktion rollten 20 Trecker aus verschiedenen EU-Ländern an die Grenze, unterstützt von rund 150 Bäuerinnen und Bauern aus Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, Belgien und Deutschland sowie von Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Gruppen. Bauernorganisationen aus Litauen und der Schweiz tragen die Demons

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24.01.2019

Aufruf für ein sofortiges Moratorium der Patentierung von Pflanzen und Tieren

Die Organisation „Keine Patente auf Saatgut!“ hat heute zusammen mit über 40 weiteren Organisationen einen internationalen Aufruf an den Präsidenten des Europäischen Patentamtes (EPA), den Portugiesen António Campinos veröffentlicht, in dem dieser aufgefordert wird, alle Verfahren auszusetzen, die die Patentierung von Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Züchtung betreffen. Es geht unter anderem um Patente auf Gemüse wie Brokkoli und Tomaten. „Konzerne wie Bayer oder Syngenta wollen die Zucht der Pflanzen und von ihnen stammende Lebensmittel durch die Patentierung monopolisieren“, heißt es in einer Pressemitteilung zum Aufruf. Im Dezember 2018 hatte d

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24.01.2019

Digitalisierung aggressiv von oben herab durchgesetzt

Eine umfassende, partizipative und transparente Evaluation des Digitalisierungsprozesses und den damit verbundenen Technologien in der Landwirtschaft auf nationalem und regionalem Level hat aus Anlass der internationalen Agrarministerkonferenz (GFFA) in Berlin die von den Philippinen stammende Neth Daño im Namen der internationalen Action Group on Erosion, Technology and Concentration (ETC Group) gefordert. In Solidarität mit den vor dem Auswärtigen Amt, dem Austragungsort der GFFA, mit ihren Traktoren protestierenden Bäuerinnen und Bauern der „Wir-haben-es-satt“-Demonstration schilderte sie am Beispiel der Philippinen, einem Land mit der am wenigsten

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23.01.2019

Verbände fordern neues Verständnis von Landwirtschaft und Umweltschutz

Ein neues Verständnis von Landwirtschaft und Umweltschutz haben die Landesvorsitzenden der niedersächsischen Verbände des Naturschutzbund (NABU), des Bundesverbandes der Milchviehhalter (BDM) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bei der Übergabe einer gemeinsamen Erklärung an die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und den dortigen Umweltminister Olaf Lies (SPD) gefordert. „Der Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe ist eine wichtige Grundlage der EU Agrarpolitik, weil diese besonders in der Lage sind gesellschaftlich gewünschte Leistungen zu erbringen. Die Erwirtschaftung eines ausreichenden E

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23.01.2019

Dialogprozess zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie gefordert

In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bitten der Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) und der Deutsche Tierschutzbund e.V. (TSchB) die Ministerin „zu einem Dialogprozess zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie einzuladen“. Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland spitzt sich nach Ansicht der Verbände immer weiter zu. „Die bestehenden Tierschutzstandards verlieren zunehmend an Akzeptanz in der Bevölkerung, die Landwirte sind einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt, die Verbraucher fordern mehr Transparenz. Das beobachten wir mit Sorge“, heißt es in dem vo

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22.01.2019

Thünen-Institut zur Leistung des Ökolandbaus für Umwelt und Gesellschaft

Nach Ansicht des Thünen-Instituts gibt es in Politik und Wissenschaft unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich des Potentials des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft. Um einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand des Wissens zu bekommen und die gesellschaftlichen Leistungen des Ökolandbaus differenziert zu bewerten, hat das Institut daher zusammen mit anderen Forschungspartnern die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema ausgewertet und auf einer Fachveranstaltung im Rahmen der Grünen Woche vorgestellt sowie als Thünen-Report 65 veröffentlicht. Demnach verdeutlichen die Ergebnisse, dass der Ökolandbau ein hohes Potenzial

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22.01.2019

Klimakrise aufhalten - eine Zukunft für die Landwirtschaft

Im vergangenen Jahr startete der Ackerbauer Franz-Joachim Bienstein von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Klimakrise aufhalten - eine Zukunft für die Landwirtschaft“ eine Petition an die Vorsitzenden der Kommission "Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung" (umgangssprachlich Kohlekommission), Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Im Rahmen der „Wir-haben-es-satt“-Demonstration in Berlin übergab er die (bisher) von 112.443 Personen unterschriebene Petition jetzt auch an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministeri

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21.01.2019

AbL: Agrarministerkonferenz gibt „gefährliches Heilsversprechen“

„Das von Bundesministerin Julia Klöckner initiierte und moderierte Kommuniqué 2019 des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) ‚Landwirtschaft digital - Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft‘ ist ein gefährliches Heilsversprechen zur Lösung aller großen Herausforderungen in den Landwirtschaften der Erde“, kommentiert Ulrich Jasper, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, das von 74 Ressortchefs auf der internationalen Agrarministerkonferenz in Berlin am Wochenende einstimmig verabschiedete Abschlusskommuniqué. Die Sicherung der Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung, der Erhalt lebensfähiger lä

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20.01.2019

35.000 fordern von Ministerin Klöckner eine EU-Agrarreform für Bauern, Tiere und Umwelt

Für eine zukunftsfähige Agrarreform und gegen eine Agrarpolitik, die das Höfesterben und den Klimawandel befeuert, lautet die zentrale Botschaft der Teilnehmer der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Lautstark, bunt und entschlossen haben wir heute mit 35.000 Menschen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen unmissverständlichen Auftrag gegeben: Schluss mit der falschen Agrarpolitik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecherin Saskia Richartz im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben. Das Demonstrationsbündnis fordert die Bundesregierung auf, den überfälligen Umbau der Lan

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18.01.2019

Trecker auf dem Weg nach Berlin

Bauern und Bäuerinnen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands machen sich heute mit ihren Treckern auf den Weg nach Berlin. Gemeinsam mit vielen Tausend Menschen wollen sie am morgigen Samstag in der Hauptstadt unter dem Titel „Wir haben es satt!“ für richtungsweise Änderungen in der deutschen und europäischen Agrarpolitik demonstrieren. Martin Schulz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Schweinemäster aus dem Wendland, erklärt: „Wir fordern von Bundesministerin Julia Klöckner endlich klare Entscheidungen. Die allermeisten Bauern und Bäuerinnen sind längst bereit zu Veränderungen für mehr Tierwohl und für umwel

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18.01.2019

Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeuger*innen sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in

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18.01.2019

Schluss mit Krisen, Crashs und Katastrophen

Der Vorstand des European Milk Board (EMB) hat auf seiner diesjährigen Pressekonferenz zur Grünen Woche seine Vorschläge zur EU-Agrarpolitik und zur Lösung der Milchmarktkrisen vorgestellt. Vor zehn Jahren – 2009 – gingen die Bilder von französischen und belgischen Milchbauern, die mehrere Millionen Liter Milch auf den Feldern ausbrachten, um die Welt. Der Unmut und die große Sorge der Milcherzeuger über die ruinösen Milchpreise und die Untätigkeit der EU-Politik brachten die Erzeuger auf die Barrikaden. Heute – zehn Jahre später – fehlt es dem Milchmarkt nach wie vor an effizienten Mechanismen, um den Sektor krisensicher zu machen. Für das EMB ist e

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17.01.2019

AgrarBündnis für Agrarwende statt Agrar-Reförmchen

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2019 vorgestellt. Im Jahr der Europawahl und anlässlich der anstehenden EU-Agrarreform präsentieren die Verbände im Kritischen Agrarbericht ihre Vision von einer „Landwirtschaft für Europa“, die auch den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entspricht. Sie machen Vorschläge, wie die anstehende EU-Agrarreform dazu beitragen kann, diese zu verwirklichen. Das Jahrbuch widmet sich aber auch zahlreichen anderen aktuellen Themen: beispielsweise der Digitalisierung der Landwirtschaft und der dahinter stehenden Macht der Konzerne, dem Ökol

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17.01.2019

Oppositionsanträge zu Glyphosat abgelehnt

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am Mittwochmorgen mehrere Anträge der Oppositionsfraktionen FDP (19/216), Die Linke (19/226) und Bündnis 90/Die Grünen (19/230) zum Umgang mit dem Wirkstoff Glyphosat abgelehnt. Das Gremium sprach sich mit der Mehrheit der Abgeordneten von CDU/CSU und SPD gegen die Annahme der Anträge im Plenum aus. Die Liberalen hatten bei Zustimmung der AfD gefordert, dass die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln weiterhin ausschließlich auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgen soll. Die Bundesregierung solle den "Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ungeac

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16.01.2019

BDM legt „Sektorstrategie 2030“ für den Milchsektor vor

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. hat heute in Berlin seine „Sektorstrategie 2030“ vorgestellt und dabei betont, dass man besonderen Wert darauf gelegt habe, eine Strategie zu erarbeiten, die der Bezeichnung Sektorstrategie 2030 auch Rechnung trägt. „Wenn man nach vorne denkt, braucht man ganz neue Ansätze“, erklärte BDM-Sprecher Hans Foldenauer einleitend. Die Probleme des Sektors lägen ganz eindeutig bei den Milchviehhaltern und seien derart eklatant, dass klar sei, dass eine Sektorstrategie genau da anzusetzen habe. Die Milchviehhalter hätten eine schlechte Marktstellung und trügen beim gegenwärtigen Preisfindungssystem upside d

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