08.05.2019

Ferkelkastration: Bundeskabinett ermöglicht Narkosemethode durch Landwirte

Künftig können auch Landwirte oder andere sachkundige Personen das Narkosemittel Isofluran bei der Ferkelkastration einsetzen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner betont: "Mir ist es wichtig, bereits jetzt in der Übergangsfrist Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu schaffen. Nach der Entscheidung von Bundestag und Bundesrat habe ich daher rasch reagiert und die Isofluran-Verordnung vorangebracht, mit der sich heute das Bundeskabinett befasst hat. Nach ihrem Inkrafttreten wird es den Landwirten möglich sein, die Vollnarkose zur wirksamen Schmerzausschaltung mit diesem Mittel selbst durchz

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08.05.2019

Deutschland tritt Tropischer Waldallianz bei

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) haben den Beitritt Deutschlands zur Tropischen Waldallianz verkündet. Durch den Beitritt baut die Bundesregierung nach eigenen Worten „ihr aktives Engagement für entwaldungsfreie Lieferketten aus“. Bereits seit vielen Jahren unterstützten beide Ministerien „umfangreiche Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von tropischen Wäldern“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Tropische Wälder sind von globaler Bedeutung für den Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt. Angesichts des dramatischen Ausmaßes der Waldzerstörung müssen wir unsere Anstrengungen

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08.05.2019

Bauernbund schreibt Merkel zur Düngeverordnung

Der Bauernbund Brandenburg hat sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt mit der Bitte, sich für eine ökologisch wirksame und ökonomisch angemessene Düngeverordnung einzusetzen. "Weder die Düngeverordnung 2017 noch die geplanten Verschärfungen lösen das Problem", sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, der in Krielow im Havelland Ackerbau und Mutterkuhhaltung betreibt: "Das ist wie wenn man wegen einer Handvoll Raser überall Tempo 30 vorschreibt, statt an den Unfallschwerpunkten Blitzer aufzustellen." Die EU-Nitratrichtlinie schreibe die flächendeckende Gültigkeit von Düngeregeln keineswegs vor, argumenti

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05.05.2019

„Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“

Zu Demonstrationen „Für die Zukunft Europas, gegen Nationalismus!“ rufen europaweit zahlreiche Organisationen für Sonntag, den 19. Mai, auf. „Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder groß schreiben. Ihr Ziel: Mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern“, heißt es in dem Aufruf der Veranstalter unter dem Titel „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus“. Und weiter: „Wir halten dagegen, we

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04.05.2019

Mit letztem EU-Gipfel vor der Europawahl Zeichen setzen

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungen der EU-Staaten auf, den Gipfel in Sibiu/Rumänien zur Zukunft der EU am 9. Mai auch zu einem europäischen Klimagipfel zu machen. „Wenn Sibiu ein EU-Zukunftsgipfel werden soll, dann muss es auch ein Klimagipfel werden. Dafür sollte sich die Bundesregierung mit Nachdruck einsetzen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Es geht darum, dass die Staats- und Regierungschefs den Schutz der Bürger vor der Klimakrise durch Klimaschutz und -anpassung als einen zusätzlichen Grundpfeiler der europäischen Zusammenarbe

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04.05.2019

Agrarimporte aus Brasilien befeuern Umweltzerstörung und Konflikte

In einem offenen Brief an die Europäische Kommission fordern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der EU sowie indigene Gruppen Brasiliens, bei den laufenden Verhandlungen der EU mit Brasilien im Rahmen eines möglichen Freihandelsabkommens mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur Umwelt- und Menschenrechtsaspekte zu berücksichtigen. Unter der derzeitigen Regierung Brasiliens sei das Pochen auf nachhaltigen Handel noch dringender geworden. Mit initiiert von Wissenschaftlern am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wurde die Petition bisher von mehr als 600 Forschenden aus allen Ländern der Europäischen Union sowi

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04.05.2019

Apetito schließt sich Masthuhn-Initiative an

Nach Gesprächen mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hat der Tiefkühl- und Verpflegungsspezialist Apetito bekanntgegeben, künftig nur noch Hähnchenfleisch zu beziehen, das den Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative entspricht. Die Albert Schweitzer Stiftung hat die Initiative gemeinsam mit knapp 30 weiteren Tierschutzorganisationen wie dem Deutschen Tierschutzbund, PROVIEH und Vier Pfoten ins Leben gerufen, um die Haltung der Masthühner zu verbessern. Die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative liegen laut Stiftung deutlich über dem tierschutzrechtlich vorgeschriebenen Niveau. Unter anderem sehen sie eine geringere Besa

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03.05.2019

Bundesregierung unterstützt mit Bürgschaften umstrittene Lebendtiertransporte

Im Zeitraum von 2013 bis heute hat die Bundesregierung 20 Einzeldeckungen, sogenannte Exportkreditgarantien oder auch Hermesbürgschaften, für Exporte deutscher Unternehmen mit direktem Bezug zu agrarindustriellen Tierhaltungsanlagen in Höhe von rund 124 Mio. Euro übernommen, darunter auch Garantien für zwei Lieferungen von Zuchtrindern nach Ägypten in Höhe von 1,5 Mio. Euro und 1,9 Mio. Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. "Es ist bestürzend, dass die Bundesregierung diese Geschäfte mit Millionenbeträgen absichert, statt die Tiere vor den tagelangen Transporten in Hitze und Enge zu schützen"

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03.05.2019

CETA bleibt Gefahr auch für bäuerliche Landwirtschaft

Die im Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Kanada (CETA) vorgesehenen Sonderklagerechte für Investoren (Investor-Staat-Schiedsgerichtsbarkeit) sind mit dem EU-Recht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem jetzt veröffentlichten Gutachten. Das Netzwerk Gerechter Welthandel, dem 56 zivilgesellschaftliche Organisationen angehören, bedauert diese Entscheidung und betont, dass Sonderklagerechte für Konzerne nicht kompatibel mit der Demokratie, dem Klimaschutz sowie Sozial- und Arbeitsrechten sind. Das Urteil des EuGH macht den Weg frei für eine Paralleljustiz für Konzerne in Freihandelsabkommen. Kanadische

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03.05.2019

Milch: BDM arbeitet an „Sektorstrategie 2030“ auf Arbeitsgruppenebene mit

„Der BDM wird als Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen seinen fachlichen Input in die Erarbeitung einzelner Themenstellungen einer möglichen Sektorstrategie 2030 einbringen, damit auch die Position der Milchviehhalter Berücksichtigung findet“, teilt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) anlässlich des Beginns der Erarbeitung der "Sektorstrategie Milch" mit, die Ende 2ß19 vorliegen soll. Auf dem Tisch liegt für den BDM ein ganzes Bündel an Themen wie Standardsetzung, Branchenkommunikation, die Gestaltung der Agrarpolitik und der Lieferbeziehungen, Außenhandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Molkereistrukturen und Forschung/Leh

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02.05.2019

EU-Pestizidverordnung: Konsequente Anwendung – Fehlanzeige

„Auf dem Papier ist die EU-Pestizidverordnung 1107/2009 ein gutes Gesetz zum Schutz von Gesundheit und Umwelt, auch wenn etliche Verbesserungen wünschenswert wären, um den Erkenntnisfortschritt der letzten 10 Jahre zu berücksichtigen“, schreibt Dr. Peter Clausing, Toxikologe und im Vorstand von PAN Germany (Pestizid Aktions-Netzwerk), im Rundbrief des Forum Umwelt & Entwicklung. Das „wesentliche Problem“ sieht er in der „unzureichenden Anwendung“ der Verordnung. Mit Verweis auf ein von 150 europäischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wissenschaftslern und juristischen Experten verfasstes Manifest, in dem diese die Beseitigung mehrerer Schwac

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02.05.2019

Aktionäre verweigern dem Bayer-Vorstand die Entlastung

Auf der Hauptversammlung des Bayer-Konzerns stimmten 55,5 Prozent der Aktionäre gegen die Entlastung des Vorstands. Doch der Aufsichtsrat stärkte Bayer-Chef Baumann demonstrativ den Rücken. Rechtliche Folgen hat das Misstrauensvotum der Aktionäre nicht. Es war das allererste Mal in der Geschichte der großen deutschen Konzerne, dass die Aktionäre einen amtierenden Vorstand nicht entlasteten. Nach einer 12-stündigen Debatte mit 60 meist kritischen Redebeiträgen stimmten am Freitagabend 55,5 Prozent der Aktionäre für einen entsprechenden Antrag. Der Antrag, auch dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern, wurde mit 66 Prozent der Stimmen abgelehnt. Au

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01.05.2019

NABU: Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Mit einer neuen Studie „Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes“ hat der Naturschutzbund (NABU) das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Beauftragt hat der NABU die

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29.04.2019

Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?

Seit Jahren blockieren führende Agrarpolitiker laut eines Beitrages des SWR jeglichen Fortschritt hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR basierend auf Daten des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Verbänden und Ernährungsindustrie zu finden. Die Dokumentation zu diesem Thema sendet die ARD in ihrer Reihe „Die Story“

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29.04.2019

Bund soll Verkauf ostdeutscher Agrarflächen beenden

Einen Privatisierungsstopp der restlichen Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und ihre Überführung in öffentliche Bodenfonds fordert die Linke im Deutschen Bundestag. "Die Privatisierung von landwirtschaftlichen Flächen durch die Treuhand-Tochter BVVG seit 2007 war ein schwerer Fehler. Wenn man Flächen in der Größe des Saarlandes dem Bodenmarkt überlassen hat, muss man sich nicht wundern, dass die Bodenpreise explodieren", kommentiert der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag Dietmar Bartsch die Privatisierungspraxis der Treuhand und fordert: "Der Ausverkauf von Ackerland vor allem in Ostdeutschland muss ein

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29.04.2019

2018: Regenwald von der Fläche Englands zerstört

Weltweit sind laut dem jüngsten Bericht des Global Forest Watch der Universität Maryland/USA im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Regenwald zerstört worden. Das entspricht der Fläche Englands und trägt nach Ansicht der Forscher zur Beschleunigung des Klimawandels bei. Mit etwa einem Drittel am Gesamtverlust an Regenwald entfällt die größte Zerstörung auf Brasilien mit rund 13.500 Quadratkilometern. Es folgen die Demokratische Republik Kongo mit 4800 Quadratkilometern, Indonesien mit 3400 Quadratkilometern, Kolumbien mit 1800 Quadratkilometern und Bolivien mit 1500 Quadratkilometern. Der afrikanische Inselstaat Madagaskar büßte im vergangenen

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28.04.2019

Verwässerung beim Bienenschutz verhindern

Die meisten EU-Länder wollen, dass bei der Pestizidzulassung die Risiken für Bienen nicht so streng geprüft werden als von der zuständigen Fachbehörde empfohlen. 18 Mitgliedstaaten seien dafür, die „Bienenleitlinien“ von 2013/2014 der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nur teilweise anzuwenden, teilte die EU-Kommission mit. Sie ist einer Stellungnahme für die Tageszeitung taz zufolge zuversichtlich, dass die Länder über eine entsprechende Beschlussvorlage bis „Ende des ersten Halbjahres“ abstimmen könnten. Das bedeutet laut taz: Brüssel hält offenbar die nötige Mehrheit für einen Kompromiss gesichert, der Chemiekonzernen wie der Bayer AG weit entg

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28.04.2019

Erdüberlastungstag: Keine Trendwende im Verbrauch natürlicher Ressourcen in Sicht

Ab dem 3. Mai leben wir ökologisch gesehen auf Kredit: Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf so großem Fuß wie die Menschen in Deutschland leben würde. Der Tag wird jährlich vom Global Footprint Network errechnet. Deutschland liegt mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch und seinen Emissionen im obersten Viertel aller Länder und trägt damit wesentlich zur weltweiten Übernutzung bei. „Sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Ressourcennutzung agiert die Bundesregierung, al

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27.04.2019

Nährstoffbericht: Weiterhin zu viel Dünger auf den Äckern

„Es sind kleine Schritte, die wir erreicht haben. Wir bewegen uns aber in die richtige Richtung“, kommentierte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Ergebnisse des neuen Nährstoffberichts 2018. Die Bilanz: Der Nährstoffanfall aus Tierhaltung und Biogasanlagen ist leicht gesunken. Um eine Trendwende zu erreichen, soll volle Transparenz bei den Nährstoffströmen erzielt werden. Sieben Landkreise überschreiten im aktuellen Nährstoffbericht die Obergrenze für Stickstoff, sechs für Phosphat (voriger Bericht sieben). „Wir müssen alle Anstrengungen für den Wasserschutz verstärken“, betonte Otte-Kinast. Und auch Niedersachsens Umwe

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26.04.2019

„Herr Baumann: Mit voller Hose gewinnen Sie keinen Marathon für gesunde Lebensmittelerzeugung“

Risikotechnologien gehören nicht auf den Acker. Bayer muss für Folgeschäden haften. In Anlehnung an ein Zitat von Bayer-Chef Werner Baumann konfrontiert die Arbeits­ge­meinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Aktionäre mit einer knapp 4 Meter ho­hen Baumann-Strohballen-Figur vor der heutigen Bayer-Haupt­versamm­lung in Bonn. Sie zeigt Baumann mit voller Hose. Darin symbolisch enthalten sind die über 11.000 Glyphosat-Klagen und rund 5.000 Dicamba-Klagen in den USA, zudem die Altlast „Monsanto“ und der aktuelle Gentechnik-Verun­reinigungs­fall von konventionellem Raps­saatgut u.a. in Deutschland. „Alle reden von Glyphosat – wir reden auch von Di

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