07.05.2018

Der 2. Säule drohen über 20 Prozent Verlust

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hat in dem Entwurf für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 eine fünfprozentige Kürzung des EU-Agrarhaushalts und eine vierprozentige Reduzierung der Direktzahlungen an die Bauern und Bäuerinnen in der EU ab 2021 vorgeschlagen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet diesen Entwurf der EU-Kommission als Bedrohung für die zielgerichteten Fördermaßnahmen der Ländlichen Entwicklung, die auch 2. Säule der EU-Agrarpolitik genannt werden. Im Vergleich zum Haushaltsplan für das laufende Jahr 2018 liege der Vorschlag der Kommission für diese 2. Säule für das Jahr 2021 um 21 Prozent niedriger (

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04.05.2018

Initiative gegen Flächenfraß weiterhin erfolgreich

Das im September 2017 gestartete Volksbegehren „Betonflut eindämmen – damit Bayern Heimat bleibt“ wächst stetig. Mittlerweile gehören 26 Verbände und Organisationen der von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bayern, Bündnis 90/Die Grünen und der ÖDP ins Leben gerufenen Initiative an, darunter Umwelt- und Naturschutzverbände wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) oder der Bund Naturschutz Bayern (BN), die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern, der Deutsche Verband für Landschaftspflege, Tagwerk oder die Katholische Landvolkbewegung. Ihr Ziel ist ein gesetzlich festgeschriebener Flächenverbrauch von maximal fünf

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03.05.2018

Regierung sagt „Ja“ zur Gentechnik-Zuckerrübe

Ende April haben die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten im Berufungsausschuss der EU in Brüssel für die Erneuerung der Importzulassung der Gentechnik-Zuckerrübe H7-1 zur Verarbeitung als Lebens- und Futtermittel gestimmt (13 Länder dafür; 12 dagegen; drei Enthaltungen). Zwar wurde die erforderliche qualifizierte Mehrheit nicht erreicht und die Entscheidung ist für die Kommission nicht bindend, aber es wird erwartet, dass die Kommission die Zulassung erteilen wird. Die Gentechnik-Zuckerrübe hat eine Glyphosat-Resistenz und ist ein Gemeinschaftsprojekt der KWS-Saat SE (Deutschland) mit Monsanto. Ein „Ja“ zur Importfreigabe hat auch die Bundesregierung gege

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02.05.2018

1.Mai: Missbrauch von Werkverträgen in Schlachthöfen beenden

"Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" lautete das Motto des DGB zum „Tag der Arbeit“ am 1.Mai 2018. Hauptredner der Kundgebung in Vechta in der Region Oldenburg-Ostfriesland, Hochburg der Agrar- und Fleischindustrie, war Pfarrer Peter Kossen. Deutliche Kritik übte er an der weiterhin zu beobachtenden Ausbeutung osteuropäischer Werkvertragsarbeiter, beispielsweise aus Rumänien und Bulgarien, in den Schlachthöfen und trat damit dem Eindruck entgegen, dass sich hier in letzter Zeit etwas verbessert haben könnte. „Im Oldenburger Land und in der Fleischindustrie jedenfalls nicht“, erklärt Kossen. „Ein Sumpf von kriminellen Subunternehmern und dub

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02.05.2018

Umstrittene Kappung

Offiziell will EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) am 29. Mai vorstellen. Mögliche Inhalte sind jedoch bereits durchgesickert und in der aktuellen Bauernstimme nachzulesen. Demnach ist auch eine für alle Mitgliedstaaten verpflichtende Kappung der Einkommensstützung bei 60.000 Euro je landwirtschaftlichem Betrieb und Jahr vorgesehen. „Da EU-Haushaltskommissar Oettinger angekündigt hat, den Agrarhaushalt um 6,0 Prozent kürzen zu wollen, führt der Aufschlag möglicherweise lediglich dazu, dass kleinere und mittlere Betriebe von dieser Kürzung weitgehend verschont bleiben“, heißt es in der Bauernstimme.

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30.04.2018

BDM sieht Stillstand in Sachen Milch

„Einen intensiven Austausch“ gab es nach Ansicht der Vorsitzenden der Agrarministerkonferenz (AMK) Christina Schulze Föcking auf der AMK in Münster zur aktuellen Lage auf dem Milchmarkt und hier insbesondere zur Gestaltung der Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien. „Stillstand“ nennt das der Bundesverband Deutscher Milchviehalter (BDM) und schließt sich den Worten der Aussage von Agrarminister Till Backhaus im Rahmen der Abschluss-Pressekonferenz der AMK an: „Wir waren schon mal weiter“. Für den BDM hat offenbar auch die fraktionsübergreifende Einigkeit in den Landtagen von Bayern, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die

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27.04.2018

Vorschläge liegen auf dem Tisch

Als die Agrarministerinnen und -minister sich in dieser Woche zur Agrarministerkonferenz in das Tagungshotel in Münster begeben, müssen sie durch ein Spalier aktueller Herausforderungen in der Landwirtschaft und Botschaften an die Politik. Etwa 40 Traktoren des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) und zahlreiche Faironikas fordern Maßnahmen zum Milchmarkt, Traktorreifen der AbL und der Aktion Agrar proklamieren „Höfe stärken statt Höfesterben“ oder „Milchmengen regulieren statt Bauern ruinieren“ und Greenpeace fordert mit einem überdimensionalen, in einen Käfig eingesperrten Schwein „Tierleid beenden – Fleisch kennzeichnen“. Einige Minister

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26.04.2018

Tierschutzplan ade?

In Niedersachsen gibt es einen Tierschutzplan. Den hat vor vielen Jahren Gerd Lindemann zur Überraschung vieler auf den Weg gebracht. Oft wurde der Plan kritisiert, nicht weit genug zu gehen zu oberflächlich zu sein. Dennoch hatte Lindemann für Niedersachsen mit dem Tierschutzplan eine klare Vorgabe gemacht, klare Fristen gesetzt und Maßnahmen benannt. Diese wurden von seinem Nachfolger, dem Grünenpolitiker Christian Meyer, weiter verfolgt und erweitert. Der Einschnitt erfolgte jetzt bei der Rückkehr zu einer CDU Landwirtschaftsministerin. Otte-Kinast will aus dem Tierschutzplan eine Nutztierstrategie machen. Will Fristen und klare Anforderungen locke

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26.04.2018

Neue Züchtungsmethoden

Der Saatgutzüchter Carl Vollenweider und Eva Glinsky von der IG Saatgut berichten in einem Interview in der Mai-Ausgabe der Bauernstimme zu neuen Züchtungsmethoden und CRISPR/CAS. Sie befürchten eine weitere Konzentration der Saatgutbranche und fordern eine klare Kennzeichnung dieser Methoden als Gentechnik. Keinesfalls sei deren Einsatz als unbedenklich zu beurteilen. Die Eingriffe ins Genom, auch wenn sie mit einer höheren Präzision erfolgen als herkömmliche gentechnische Methoden, müssten immer auf unvorhersehbare Veränderungen überprüft werden. Für ihre Arbeit schlossen sie den Einsatz gentechnische Methoden nachdrücklich aus.

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26.04.2018

Klare Verträge

Durch die Insolvenz der Berliner Milcheinfuhr Gesellschaft ist ein wichtiger Partner für die freien Milcherzeugergemeinschaften (MEG) weggebrochen. Nicht wenige MEG's haben deshalb ihre Arbeit eingestellt bzw. sind zerbrochen und die Mitglieder mussten versuchen wieder bei den verbleibenden Molkereien aufgenommen zu werden. Nicht wenige mussten Hohn und Spott ob des gescheiterten Projekts, einer freien Milchvermarktung, über sich ergehen lassen. Umso wichtiger, dass betont Peter Guhl von der MEG Milchboard sei es jetzt klare Lieferbedingungen zu vereinbaren.Dazu sei ein Eingreifen der Politik notwendig. Nur mit ihrer Unterstützung könne ein System err

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20.04.2018

Klarheit für Tierhalter und Verbraucher.

Forderungen an Agrarministerkonferenz auch zu Ackerbau, Milch und EU-Agrarpolitik Mit einer Gruppe munterer Schweine aus artgerechter NEULAND-Haltung hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) heute, am Freitag den 20.04, auf dem Marktplatz in Münster für die Einführung einer staatlichen Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln geworben. In Münster tagt nächste Woche die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern. „Wir fordern von den Ministerinnen und Ministern die Einführung einer verpflichtenden Haltungs- und Herkunfts-Kennzeichnung für Fleisch, Milch und Eiprodukte“, erklärte der AbL-Vorsitzende und NEULAND-Schweinehalter Mar

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20.04.2018

Für eine alternative Züchtung

In aller Munde war und ist die Fusion von Bayer und Monsanto. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Unternehmen, dass die schon zuvor hohe Konzentration beim Saatgut der beiden Partner in einem Unternehmen vereint. Das ist Problematisch weil Abhängigkeiten von Landwirten überall auf der Welt steigen. Die Forderung die Fusion abzulehnen ist daher sehr verständlich. Aber nicht nur die Besitzverhältnisse, sondern auch die Art und Weise in der Züchtung erfolgt haben große Auswirkungen auf den Erfolg von Bäuerinnen und Bauern auf die ökologische Wertigkeit der angebauten Sorten und die Anbauverfahren. Der Ökolandbau dehnt sich immer weiter aus. Bisher jes

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20.04.2018

Grüne möchten über Gentechnik diskutieren

Die Grünen waren doch immer eine sichere Bank wenn es um Gentechnik ging. Nein, hier gab es kein durchkommen für Grüne Gentechnik. Und jetzt auf einmal kommen die beiden neuen Vorsitzenden mit ihrer Vorlage für die Erarbeitung ein neues Grundsatzprogramms und wollen ihre bisherige Position hinterfragen. „Forschung und Wissenschaft entschlüsseln in immer größerem Tempo die Geheimnisse unserer Welt. Biotechnologie, Nanotechnologie oder Gentechnik können Krankheiten ausrotten oder heilen, sie können Leben verlängern – theoretisch sogar den Tod überflüssig machen. Sie machen Prozes- se und Erfindungen möglich, die uns vor schwierige ethische Fragen stelle

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09.04.2018

Digitalisierung

Im Schwerpunkt der aktuellen April-Ausgabe befasst sich die unabhängige Bauernstimme mit der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung in der Landwirtschaft. Viele neue Apps, Steuerungs- und Messmethoden stehen den Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung und können sie bei der täglichen Arbeit unterstützen. Vor allem die großen Landtechnikunternehmen haben die Digitalisierung als neues Aufgaben- und Einkommensfeld für sich erkannt. Neben den technischen Lösungen sind es die von unzähligen Maschinen und Handys gesammelten Daten die das Interesse wecken. Aktuell scheint wenig klar wohin die Dantenmengen wandern, wer sie sammelt, auswertet und am Ende e

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09.04.2018

Haltungskennzeichnung

Inzwischen will sie auch der Deutsche Bauernverband (DBV). Eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsbedingungen von Tieren bei Fleisch. Zumindest bei Schweinefleisch. Gestritten wird derzeit über das wie. Denn Anstatt sich an dem Erfolgsmodell und bei den Verbrauchern bekannten Kennzeichnungsschema bei Eiern zu orientieren, möchte der DBV die Klassifizierung gerne umdrehen. Statt 3 für Kafighaltung, 2 für Bodenhaltung, 1 für Freiland und 0 für Bio soll beim Schweinefleisch Stufe 3 die Prämiumstufe mit Auslauf ins Freie sein. Die 1 wäre gesetzlicher Standard und die 2 ein höherer Standard wie von der Initiative Tierwohl vorgeschrieben. Die Null bl

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09.04.2018

„Wir müssen differenziert betrachten“

Der neuen Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG berichtet im Interview mit der Bauernstimme von seiner Sicht auf die anstehenden Entwicklungen in der Landwirtschaft. Neben weiteren Verbesserungen in der Tierhaltung forderte er auch ein Umdenken im Ackerbau. „Neben Fruchtfolge, Saatzeitpunkt, naturverträglichen Verfahren etc. würde ich den integrierten Pflanzenbau in der Landwirtschaft wieder stärker ins Spiel bringen.“ so Paetow, der selbst 1.300 ha in Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet. Bei der zukünftigen Entwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik möchte Paetow Messbare Größen zur Grundlage der Agrarzahlungen machen. Im Bereich Ti

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15.03.2018

Hofglück für Schweine

„Neuland war die Basis, um das Programm so auf die Beine zu stellen”, sagt Hans Schmeh über die 2015 entstandene Vermarktungspartnerschaft einer Gruppe von Bauern und Bäuerinnen mit dem Lebensmitteleinzelhändler (LEH) Edeka Südwest. „Hofglück" heißt die daraus hervorgegangene Premium-Fleischmarke, konzentriert sich auf Schweinefleisch und wird über das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes (DTB) zertifiziert. Derzeit werden wöchentlich rund 650 Schweine von insgesamt 31 EZO-Mitgliedern von Edeka Südwest abgenommen. Das besondere ist die Preiskalkulation, die die tatsächlichen Kosten der Tierhalter zugrunde legt. So beträgt der Basispreis

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15.03.2018

Zukünftige EU-Agrarpolitik muss gesellschaftlichen Mehrwert bringen

Eine breite Verbände-Plattform aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik und Tierschutz wendet sich heute mit einer gemeinsamen Stellungnahme zur EU-Agrarpolitik an die frisch vereidigte Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung Julia Klöckner. Von der neuen Ministerin erwarten die Verbände, dass sie sich in Brüssel für eine grundlegende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik einsetzt.  Die 23 Verbände fordern eine Agrarpolitik, die einen echten Mehrwert für die gesamte Gesellschaft schafft. Dazu müssten die europäische Förderpolitik und die Marktregeln so ausgerichtet werden, dass die drängenden Herausf

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14.03.2018

Für eine Weideprämie

Auf nach Berlin. Zur neuen Agrarministerin, auch wenn diese erst einen Tag nach der Demonstration der Berufsschäfer in Berlin offiziell in ihr Amt eingeführt wurde. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren Schäfer an diesem Tag nach Berlin gekommen um auf ihre finanziell prekäre Situation aufmerksam zu machen. Die Schäfer fordern zur Unterstützung ihrer Arbeit eine Weidetierprämie. Dies sei im Interesse aller EU-Mitgliedsstaaten so der Bundesverband der Berufsschäfer. Einzig in Deutschland komme dieses Instrument nicht zur Anwendung. Dabei seien es die Schäfer, die ökologisch wertvolle Lebensräume, wie Kalkmagerrasen und Borstgraswiesen vor der Verbuschung

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19.02.2018

Rückschau EU-Bioverordnung

Einen Meilenstein für das Wachstum der Bio-Branche nannte die EU-Kommission den nach zähen Verhandlungen erreichten Kompromiss zu EU-Bioverordnung. Dabei sind auf dem Weg dahin nicht wenige Gefechte ausgetragen worden. Alte Allianzen zerbrochen und überraschende Entstanden. Von einer Verweigerungshaltung vor allem der deutschen Bioverbände sprach so mancher. Sie forderten bis fast zum Schluss die neue Verordnung abzulehnen. „Ein für die Betreuung der Triloge zuständiger Beamter des Parlaments bemerkte am Ende der Verhandlungen, die deutsche Biolobby sei bisweilen aggressiver und arroganter aufgetreten als die deutsche Automobilindustrie.“ berichtet Ha

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16.05.2019

Gar kein Verständnis habe ich für die zwangsweise Unterernä