Betriebsaufgaben sind nach Ansicht der grünen Bundestagsabgeordneten und Agrarsprecherin ihrer Fraktion, Ophelia Nick, das Ergebnis des geplanten Stopps des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung (BUT). Viele Veredelungsbetriebe hätten die BUT-Förderung gerne noch beantragt, schaffen dies aber wegen vorzeitiger Einstellung des Programms nicht mehr. „Die Förderung ist entscheidend für ihre Zukunftsperspektive. Ohne die Unterstützung trägt Minister Rainer dazu bei, dass immer mehr Halter hierzulande den Betrieb einstellen. Die Vielfalt der Höfe geht verloren“, erklärt Nick unter Verweis auf die Antworten der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen zum BUT.
Die Zahlen zeigen deutlich: Etwa 47 Prozent der Zuwendungen für den Stallumbau wurden von Betrieben der Sauenhaltung oder Ferkelaufzucht beantragt. Die Nachfrage der Sauenhalter ist überproportional hoch. Auch etwa die Hälfte der beantragten Förderung für die laufenden Mehrkosten kommt von Sauenhaltungs- oder Ferkelaufzuchtbetrieben, so Nick.
„Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Union betonen gern, wie wichtig ihnen die Tierhaltung ist und dass diese nicht ins Ausland abwandern darf. Wenn dem so ist, dann verstehe ich nach wie vor nicht, wieso Minister Rainer am vorzeitigen Ende des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung festhält. Gerade vor dem Hintergrund der gesetzlich notwendigen Umbauten bei Deckzentren und Abferkelställen ist eine Unterstützung für Sauenhaltung elementar“, erklärt die grüne Agrarsprecherin und verweist in diesem Zusammenhang abschließend auf die Umstrukturierung im Bundeslandwirtschaftsministerium: „Die aktuelle Abschaffung des Referats ‚Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung‘ spricht hier Bände.“
