NEULAND-Verein fordert wiederholt: „Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung muss weitergehen !“

Um seiner Forderung nach Weiterführung des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung (BUT) Nachdruck zu verleihen, hat der NEULAND-Verein die zuständigen Berichterstatter der SPD Jens Behrens und Christoph Frauenpreiß von der CDU/CSU Bundestagsfraktion eingeladen, sich am 29.6.26 vor Ort auf dem Betrieb Asbrock in Melle/Niedersachsen zu informieren. Als Junglandwirt und Hofnachfolger hat der 23-jährige Gerrit Asbrock einen neuen Abferkelstall für 40 Sauen und 750 Mastschweineplätze gebaut, was nur dank der Förderung durch das BUT möglich wurde.

„Wir freuen uns, dass wir bei den beiden Bundestagsberichterstattern Verständnis für unsere Forderung nach Weiterführung des Bundesprogrammes Umbau der Tierhaltung gefunden haben. Wichtig ist für uns das Signal an die landwirtschaftlichen Tierhalter, dass Politik verlässlich sein muss, um dauerhafte Perspektiven für die jungen Bauern und Bäuerinnen zu finden. Darum sollte Bundeslandwirtschaftsminister Rainer, das Bundesprogramm in verbesserter Form weiterführen,“ so der Vorstandssprecher des NEULAND-Vereins, Jochen Dettmer.

Für ein Weiterlaufen des BUT sprach sich auch Jens Behrens aus. „Das unabgesprochene Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung (BUT) habe ich von Anfang an kritisiert. Wir wollen und brauchen diesen Umbau, und die Landwirte brauchen Planungssicherheit. Neben der Finanzierung an sich, ist auch entscheidend, dass die Förderung zum Umbau der Schweinehaltung weiterhin über das BUT läuft. Denn bundesweit sollten alle Schweinehalter die gleiche Chance auf eine Förderung erhalten und dafür die gleichen Kriterien erfüllen. Über die GAK würde die Ausgestaltung und die Gegenfinanzierung bei den einzelnen Ländern liegen, was erfahrungsgemäß bei der Finanzierbarkeit und der Ausgestaltung zu erheblichen Ungleichheiten führen wird,“ so der Bundestagsabgeordnete Jens Behrens.

Und Christoph Frauenpreiß erklärte weiter: “Landwirtschaft in Deutschland heißt Ernährungssouveränität. Wenn wir Tierhaltung zukunftsfest machen wollen, brauchen wir einen klaren Dreiklang: verlässliche Finanzierung, echte Vereinfachung beim Stallumbau und Neubau – und eine transparente Kennzeichnung, die Vertrauen schafft. Nur so sichern wir Tierwohl, starke Betriebe und eine unabhängige Versorgung.“

Bereits im Februar hatten auf Einladung des NEULAND-Vereins der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und die Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte den NEULAND-Betrieb von Gerrit Asbrock besucht und ihre Unterstützung für eine Weiterführung des Bundesprogrammes zugesagt. Später bat der NEULAND-Verein auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, zusätzliche Mittel aus dem Kernhaushalt für 2027 für die Weiterführung des Bundesprogrammes zur Verfügung zu stellen.

Im vergangenen Jahr hatte Bundeslandwirtschaftsminister Rainer das Programm gestoppt, von einem „Placebo-Programm“ gesprochen, das „nicht die erhoffte Impulswirkung“ gezeigt habe. Aktuell scheint es an „Impuls“ seitens der Betriebe aber nicht zu mangeln. Wie zu hören ist, hat die für die Bewilligung von Förderanträgen zuständige Behörde die Antragsteller aufgrund der Vielzahl an Anträgen um Geduld bei der Bewilligung resp. Auszahlung von Fördermitteln gebeten.