Milchmarkt: Wer bestimmt?

Die Aprilausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da – und greift schwerpunktmäßig am Beispiel Milchvermarktung und Kuhhaltung die (markt)politischen Entwicklungen auf, die durch die Bauernproteste wieder auf die Tagesordnung gerückt sind – oder auch nicht. Ganz vorne in der Diskussion steht der Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung der EU (GMO). Wie muss eine Vertragspflicht zwischen Milcherzeuger und -verarbeiter ausgestaltet werden, damit die Position der Milchbäuerinnen und -bauern dadurch wirksam gestärkt werden kann? Welche weiteren Instrumente spielen eine Rolle? Was gibt es überhaupt bei Vertragsgestaltungen zu beachten?  Handreichungen…

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Agroforst: Bund kürzt Fördermittel für wirksamste Klimaschutzmaßnahme in der 1. Säule der GAP um 75 Prozent

Für die Beibehaltung einer agroforstlichen Nutzung werden ab 2024 erheblich weniger Finanzmittel bereitgestellt, obwohl die hohe Klimawirksamkeit dieser Landbaumethode vielfach belegt ist. Darauf weist der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFaF) hin und erklärt, dass ein solches Vorgehen an der Ernsthaftigkeit zweifeln lässt, mit der die Bundesrepublik Deutschland Klimaschutzziele im Landwirtschafts- und Landnutzungsbereich umsetzen möchte. Dass Agroforstsysteme durch C-Bindung und THG-Vermeidung sehr effektiv zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig deutlich die Klimaresilienz landwirtschaftlich genutzter Standorte erhöhen, ist nach…

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Licht und Schatten im Bericht zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft

Im Jahr 2023 haben die ausländischen Saisonbeschäftigten teilweise wieder unter unzumutbaren Bedingungen gearbeitet. Auch erste Lichtblicke sind im jetzt vorgestellten Jahresbericht 2023 der Initiative Faire Landarbeit zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft verzeichnet. Das meldet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Teil der Initiative Faire Landarbeit ist. Wie schon in den Jahren zuvor war die Grundproblematik im Jahr 2023 die oftmals deutliche Unterschreitung des Mindestlohns. Des Weiteren wurde mehrfach die Arbeitszeit über die gesetzlich erlaubte Grenze ausgeweitet. Erntearbeiter*innen, die die oft sehr hohen…

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Forschungsergebnis: Agrarvögel benötigen eine kleinteilige, vielfältige Agrarlandschaft

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat ihren Preis: Sie macht Landschaften strukturell einheitlicher und trägt so zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Besonders Vögel im Agrarland sind deshalb vom Artensterben betroffen. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen, des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) e. V. und des Thünen-Instituts untersuchte die Zusammenhänge zwischen Struktur der Agrarlandschaft und Vogelvorkommen. Das Forschungsziel; herauszufinden, wie Agrarlandschaften beschaffen sein sollten, um Biodiversität zu fördern. Die jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology veröffentlichten Ergebnisse zeigen deutlich,…

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GAP wird um soziale Konditionalität erweitert

Im Zuge der jüngsten GAP-Reform legt Artikel 14 der Verordnung (EU) 2021/2115 nunmehr fest, dass zukünftig auch an die Nichteinhaltung bestimmter arbeitsschutzrechtlicher sowie arbeitsrechtlicher Standards und Vorschriften aus den Bereichen Beschäftigung, Gesundheit und Sicherheit Verwaltungssanktionen geknüpft sind. Diese Verknüpfung wird als soziale Konditionalität bezeichnet. Jetzt hat die Bundesregierung den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des GAP-Konditionalitäten-Gesetzes vorgelegt. Ziel der sozialen Konditionalität ist es demnach, „die Einhaltung der in Bezug genommenen arbeitsrechtlichen Vorschriften unionsweit zu fördern und so zur…

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Offener Brief an Kanzler Scholz: Bundesregierung muss die massive Aufweichung der GAP verhindern!

In einem offenen Brief zur heutigen Sitzung des Europäischen Rates fordern Verbände aus Landwirtschaft, Umwelt-, Klima-, und Tierschutz Bundeskanzler Olaf Scholz dazu auf, den Vorschlag der Europäischen Kommission zur weiteren Aufweichung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) abzulehnen. Die Verbände verweisen auf die eklatanten Folgen für den Arten-, Boden-, Klima- und Tierschutz sowie eine massive Benachteiligung für bäuerliche Betriebe, die bereits heute überdurchschnittliche Umweltleistungen erbringen. Der Abbau von Bürokratie und die wirtschaftliche Stärkung von Bäuerinnen und Bauern sind dringend notwendig, keinesfalls aber das einseitige und…

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Marktstellung für Milcherzeuger jetzt wirksam stärken

In einem gemeinsamen Eckpunktepapier benennen der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), LsV Deutschland, MEG Milch Board, Freie Bauern und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ihre Minimalanforderungen zur Ausgestaltung der Umsetzungsverordnung zum Art. 148 GMO. Eine „Scheinverordnung“ lehnen sie ab.“ „Wir nehmen als Bäuerinnen und Bauern das Grundgesetz ernst und wollen Demokratie leben. Auch deshalb übernehmen wir die Verantwortung für unsere Höfe. Wir erwarten, dass die EU-Kommission, die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer auch ihre Verantwortung wahrnehmen und mit uns zusammen wirtschaftliche und…

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Brandmauern, Frust und Zuversicht auf dem Schweinemarkt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wenn der Schweinehalter zwischen Frust und Zuversicht schwankt, wie es auf der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) kürzlich zum Ausdruck kam, dann kann es so schlecht nicht um den Schweinestandort bestellt sein. Verhalten positiv schaue er in die Zukunft, so Chefideologe Torsten Staack. 2024 scheint ein gutes Schweinejahr zu werden – die Sterne für stabile, gute Preise stehen nicht schlecht. Und besonders die sonst gern vernachlässigten Ferkelerzeuger verdienen (endlich) gutes Geld. Der Kostendruck sei nach wie vor vorhanden, obwohl die Futtermittel (der…

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Neues Projekt „Bäuerliche Agroforste“ der AbL NRW

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Landesverband NRW, hat ein neues Projekt unter dem Titel „Bäuerliche Agroforste – für Biodiversität, Klimaschutz und Strukturvielfalt“ gestartet. Das Projekt soll dazu beitragen, Agroforstsysteme aufgrund ihrer positiven Umweltwirkungen, wie Kohlenstoffbindung, Erhöhung der Klimaresilienz von Agrarflächen, Steigerung der Biodiversität und Verbesserung des Bodens, als zukunftsfähiges Landnutzungssystem in Nordrhein-Westfalen bekannter zu machen und stärker zu verbreiten. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit 145.000 EUR. Bäuerinnen und Bauern bekommen…

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15 Jahre „Ohne GenTechnik“-Siegel: Rekordumsatz zum Jubiläum

2023 wurden in Deutschland rund 17,4 Milliarden Euro für „Ohne GenTechnik“-Lebensmittel ausgegeben. Dieses Jahr feiert das Siegel sein 15-jähriges Bestehen. Gegenüber 2022 ist der Umsatz mit „Ohne GenTechnik“-Produkten damit zum Jubiläum um weitere 8,8 Prozent gestiegen. Das charakteristische grüne, rautenförmige Siegel war 2009 von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ins Leben gerufen worden. Um Vergabe und Kontrolle des Siegels kümmert sich der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). „Von Null auf über 17 Milliarden in 15 Jahren: ,Ohne GenTechnik‘ ist eine echte Erfolgsgeschichte! Für Verbraucher:innen genauso wie…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…