AbL und GeN fordern von KWS: Ausstieg aus der Gentechnik und auf zukunftsgerichtete Innovationen setzen

Der Saatgut-Konzern KWS setzt auf neue Gentechnik. Das machte der Vorstand auf der virtuellen Hauptversammlung deutlich. „KWS hat die umfangreichen Chancen der neuen Züchtungstechnologien frühzeitig erkannt und sich entsprechend aufgestellt. Weizen kann aus sich selbst heraus resistent gegen Pilzkrankheiten sein. Mit Hilfe neuer Züchtungsmethoden aus dem Werkzeugkasten ‚Genome Editing‘ konnte in unserem Gemeinschaftsprojekt PILTON ein solcher Weizen erzeugt werden“, heißt es da. Und zum Genom-Editing verkündet der Vorstand: „Die Technologie ist heute für Mais, Zuckerrübe, Weizen und Roggen als Routine etabliert und wird in vielen Projekten in Züchtung…

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50.000 Unterschriften für die Petition „Qualität aus Bayern – Futtermittel aus Europa und mehr Tierschutz“

Die AbL-Bayern hat im September mit Unterstützung zahlreicher Verbände eine Petition zur Qualifizierung des bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegels an die Bayerische Staatsregierung und den Bayerischen Landtag gestartet. Auf zwei online-Portalen sind zwischenzeitlich mehr als 50.000 Unterschriften gesammelt worden. „Angesichts der fortdauernden Bauernproteste für gerechte Erzeugerpreise und den Trilog-Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) sehen wir unsere Petition als wichtigen Baustein für den konkreten Wandel in Bayern“, erklärt die AbL. Die Situation der landwirtschaftlichen und vor allem der…

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Die regionalen Anbieter stärken

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig funktionierende Wertschöpfungsketten sind und den Ruf nach mehr Regionalität laut werden lassen. Das belegt auch eine jetzt veröffentlichte repräsentative Umfrage in Nordrhein-Westfalen (NRW): 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in NRW wollen mehr regionale Lebensmittel. „Die Umfrageergebnisse zeigen: Die Bedeutung und Nachfrage regionaler Lebensmittel ist ungebrochen, die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen mehr regionale Produkte in den Lebensmittelläden vor Ort, der Bedarf ist da. Das kann die Ernährungsindustrie in Nordrhein-Westfalen nutzen und ein noch größeres und gezielteres Angebot in den…

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AbL zum Agrarstrukturgesetz: Großes Potential, aber im Detail noch viele Mängel

Der von den Regierungsfraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt vorgelegte Gesetzentwurf für ein Agrarstrukturgesetz hat nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) „das Potential, den Landgrabbern in Sachsen-Anhalt tatsächlich das Handwerk zu legen. Allerdings muss in entscheidenden Details noch erheblich nachgebessert werden, wenn das Gesetz wirklich Wirkung entfalten soll“, erklärt Claudia Gerster, AbL-Landessprecherin Sachsen-Anhalt. „Überregionale Holdings werden zum Beispiel nicht berücksichtigt, ebenso wenig Anteilskäufe über Stiftungen, obwohl dies mittlerweile ein gängiger Weg…

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EU-Parlament lehnt Import-Zulassung von GV-Pflanzen ab

Mit großer Mehrheit hat das Europa-Parlament die EU-Kommission aufgefordert, fünf gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen die beantragte Import-Zulassung als Futter- und Lebensmittel zu verweigern. Das Abstimmungsergebnis war deutlich: Von den 696 Abgeordneten lehnten je nach GV-Pflanze 472 bis 490 eine Zulassung ab. Weitere 22 bis 30 enthielten sich. Für eine Zulassung plädierten 184 bis 194 Abgeordnete, das entspricht rund 27 Prozent. Aktuell steige die Ablehnung gegen die Zulassung von GV-Pflanzen zum Import. Im Mai 2020 lehnten 477 Abgeordnete die Zulassung der GV-Soja MON 87708 × MON 89788 × A5547-127 ab. Das sei bis dahin die höchste Zahl gewesen,…

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Schweinestau und Exportorientierung - ein Umdenken ist notwendig

Aktuell stauen sich laut Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) etwa 670.000 Schweine in den deutschen Ställen. Nicht zuletzt aufgrund der immer wieder auftretenden Ausbrüche von Coronainfektionen in großen Schlachthöfen wie bei Vion an den Standorten in Emstek und Landshut und Tönnies am Standort in Weißenfels rechnet die ISN mit einem Abbau des Staus nur in kleinen Schritten. Doch anstatt die Ursachen eines aus dem Ruder gelaufenen Systems der Exportorientierung anzugehen, sucht die Fleischbranche nach Ansicht der Tierschutzorganisation PROVIEH neue Absatzmärkte in Asien. Die internationale Abhängigkeit und der…

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Teilnehmer des Milchdialogs verständigen sich auf gemeinsame Position zu den Unterstützungsmöglichkeiten des Lebensmitteleinzelhandels

Nach zahlreichen Aktionen der Bäuerinnen und Bauern vor den Zentrallägern des Lebensmitteleinzelhandels liegen nun unterschiedliche Vorschläge und Angebote auf dem Tisch, wie die wirtschaftlich katastrophale Situation der Landwirte verbessert werden könnte. Die Teilnehmer des Milchdialog nehmen dazu wie folgt Stellung: Aktuell liegen – angestoßen durch die bundesweiten Aktionen der Bäuerinnen und Bauern vor den Verarbeitungsunternehmen und im Besonderen auch bei den Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels – ganz unterschiedliche Vorschläge von verschiedenen Akteuren auf dem Tisch, wie die wirtschaftlich desaströse Situation der Bäuerinnen und…

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Faire Erzeugerpreise sind möglich

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte zum Branchengipfel (Krisengipfel) wegen der Bauernproteste vor Warenlagern geladen und zog anschließend ein ernüchterndes Fazit: „Es war eine Vorwärtsbewegung und ein klarer Wille zum Dialog zu erkennen. Unsere Landwirtschaft erfüllt höhere Standards. Das spiegelt sich aber nicht an der Ladenkasse wider. Wenn wie bei uns verantwortungsvoll Landwirtschaft betrieben wird, brauchen wir faire Preise. Jetzt ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik, Landwirten, Molkereien und Handel gefragt, keine Schuldzuweisungen. Ich fordere alle Verantwortlichen in der Kette auf,…

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Regionale Schlachthofkonzentration erhöht Risiken der gesamten Schweinebranche

Dass die hohe Konzentration der Schlachthöfe – die großen 3 Tönnies, Westfleisch, Vion schlachten 60% der Schweine - ein Risiko für den gesamten Schweinemarkt darstellt, hat sich jetzt in Coronazeiten eindrücklich gezeigt. Die Schließung bzw. die anschließenden Einschränkungen der Kapazitäten nicht nur bei Europas größtem Schlachthof in Rheda- Wiedenbrück ließen einen „Schweinestau“ entstehen, der durch die Exportbegrenzungen nach Auftreten der ASP noch erheblich verschärft wurde. Immer noch drücken fast eine halbe Mio. Schweine, die schlachtreif sind. Aber auch die regionale Konzentration birgt große strukturelle Risiken für die gesamte Branche. So…

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Ausstieg aus der Käfighaltung in Tschechien – Kuchen- und Nudelhersteller auf der Suche

Käfigeier sind in Deutschland praktisch seit ca. 10 Jahren ausgelistet. Damals hatten Aldi und im Schlepptau alle andere Einzelhändler Schaleneier mit der Käfighaltungsstufe 3 nicht mehr angeboten. In kurzer Zeit waren Käfigeier aus den Geschäften des Einzelhandels verschwunden. Und viele Bauern konnten und mussten sich auf andere Haltungsformen umstellen. Seitdem hat sich in der Hühnerhaltung einiges verändert. War in den 1980/90er Jahren selbst auf Bauernhöfen die Käfighaltung weit verbreitet, änderte es sich allmählich. Heute werden etwa 60% der 42 Mio. Hühner in Bodenhaltung, 21% in Freiland- und 14% in Biohaltung und nur noch 5% in ausgestalteten…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…