Land-Degradierung reduziert Ernteerträge deutlich

Faktoren wie Erosion, Austrocknung und Verdichtung der Böden gefährden die Ernährung weiter Teile der Erdbevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Minnesota, Basel und der Technischen Universität Hamburg. Ließe sich die von Menschen verursachte Boden-Degradierung um zehn Prozent zurückdrehen, könnten die Anbaugebiete rund um den Globus rein rechnerisch rund 70 Millionen Personen zusätzlich versorgen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Nature Food erschienen. Durch Brandrodung, Überdüngung oder den Anbau riesiger Monokulturen gefährdet der Mensch nicht nur die Artenvielfalt der Ökosysteme. Viele gängige…

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Warnung vor drohender globaler Nahrungsmittelkrise

Experten und Expertinnen des Club of Rome warnen davor, dass der Welt eine neue Nahrungsmittelkrise droht, und rufen dringend zu entschlossenen und systemischen Maßnahmen auf, um Massenhungersnöte und gesellschaftliche Instabilität zu vermeiden. Ihre gemeinsame Erklärung hebt eine Reihe von Schocks der letzten fünf Jahre hervor, darunter die Covid-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Störungen in der Straße von Hormus und die anhaltende Klimakrise, die die Anfälligkeit der globalen Lebensmittelversorgungsketten offenbart haben. Zusammengenommen, so die Unterzeichner:innen, stellen diese Schocks „eine systemische Krise dar, die nicht verstanden,…

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Landen neue Gentechnikregeln vor Gericht?

Die vergangene Woche in Kraft getretene europäische Verordnung für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) wird höchstwahrscheinlich vor Gericht landen. Die Regierung der Slowakei prüft aktuell ebenso wie verschiedene europäische Organisationen eine Nichtigkeitsklage vor dem Europäischen Gerichtshof. Rechtsexpert:innen gehen davon aus, dass sie gute Chancen haben, die Verordnung erfolgreich anzufechten. Doch es gibt auch noch andere juristische Möglichkeiten. So hat die Aurelia-Stiftung eine Beschwerde gegen die NGT-Verordnung eingereicht – und zwar beim internationalen Compliance-Ausschuss (ACCC) der Vereinten Nationen. Dieses…

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Die Risiken gentechnisch veränderter Mikroorganismen betreffen Menschen, Bienen und Pflanzen zugleich

Die Europäische Kommission schlägt eine weitreichende Deregulierung für die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen vor, wenn diese in ihrer natürlichen Form als sicher angesehen werden. Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, kommen rund 40 solcher als sicher geltenden Arten auch in Honigbienen und deren Produkten vor. Gleichzeitig gehören viele davon zu den Mikrobiomen von Böden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Werden gentechnisch veränderte Mikroorganismen, die zu diesen Arten gehören, in die Umwelt freigesetzt, können sie leicht in die Nahrungs- und Futtermittelketten geraten und bspw. über Bienenprodukte auch in…

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Nitratrichtlinie bleibt zentral – Jetzt die EU-Spielräume für eine wirksame und gerechte Düngepolitik nutzen!

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch die erste umfassende Bewertung der Nitratrichtlinie seit ihrer Annahme im Jahr 1991 veröffentlicht. Die Bewertung, die mehr als 30 Jahre der Umsetzung umfasst, zeigt laut einer Mitteilung der Kommission, dass die EU-Vorschriften weiterhin wirksam sind, um die europäischen Gewässer vor der Verunreinigung durch landwirtschaftliche Nitratemissionen zu schützen. Ferner werden laut der Mitteilung Möglichkeiten aufgezeigt, die Umsetzung zu vereinfachen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Ergebnisse sowohl für die Landwirte als auch für die Umwelt zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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China- Schock 2.0 - was hat das mit der heimischen Landwirtschaft zu tun?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wenn die heimischen Märkte unter Druck sind, die Erzeugerpreise abstürzen und bei jedem Stück Fleisch, bei jedem Liter Milch und bei jeder Tonne Getreide Bauerngeld dazu gelegt wird, kommt unwillkürlich der Ruf nach Export. Andere Länder, besonders außerhalb Europas, sollen die Probleme lösen. Das hat schon öfters funktioniert. Und ganz oben auf der Wunschliste steht seit Jahren China, das Land mit 1,4 Mrd. Konsumenten, soll uns von Überschüssen retten und möglichst noch Geld verdienen lassen. Aber die geopolitische Lage ändert sich gegenwärtig und in Zukunft grundlegend - auch im Handel mit dem Reich der Mitte.…

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Weidehaltung gehört in die Zukunft – nicht auf die Streichliste

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums für ein Bürokratierückbaugesetz angenommen. Doch neben dem Abbau überflüssiger Bürokratie findet sich darin auch die Streichung von Förderangeboten unter anderem für die Weidehaltung von Milchkühen und des Biotopverbundes sowie die Streichung von Verbraucherschutzregelungen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach dem Beschluss bereits Beratungsbedarf dazu für das parlamentarische Verfahren angemeldet. Eine Korrektur des Beschlusses durch den Bundestag fordert auch die grüne Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick. Vor dem Beschluss hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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Gestalten statt privatisieren: Agrarflächen für bäuerliche Betriebe nutzen und Existenzgründungen ermöglichen

Trotz anders lautender Vorgaben verkauft die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) weiter fleißig landwirtschaftliche Nutzflächen. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit Verweis auf eine Darstellung der Bundesregierung mit, wonach seit dem 1. Januar 2025 bereits über 930 Hektar Land veräußert wurden, obwohl der Verkauf seit genau diesem Datum verboten ist. Die offizielle Begründung der Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, dass es sich um Kleinst- und Streuflächen handele, ist nach Ansicht der AbL unzureichend und wirft neue Fragen auf. Unklar…

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THKG: EU-Notifizierungsverfahren um drei Monate verlängert

Die Frist für das im Mai gestartete EU-Notifizierungsverfahren zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) wird um drei Monate verlängert. Wie aus der EU-Datenbank für Notifizierungen TRIS ersichtlich ist, wurde die Frist vom 12. August auf den 12. November 2026 verschoben. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mahnt ein Festhalten am angekündigten in Kraft treten des Gesetzes zum Januar 2027 an, um möglichst schnell Planungssicherheit für die Betriebe zu schaffen. Das hält der Tierschutzbund für unwahrscheinlich und fordert, die drei Monate mehr Zeit müssten genutzt werden, um einen Aufschlag vorzulegen, der sowohl mehr Tierschutz…

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Bauernorganisationen fordern Ex-Post-Evaluation der fusionierten Arla

In ihrem in der vergangenen Woche veröffentlichten Hauptgutachten „Wettbewerb 2026“ schlägt die Monopolkommission unter anderem erneut die Ex-Post-Evaluation bei Fusionen vor. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die MEG Milch Board fordern diese Evaluation für die Fusion der neuen Arla (ehemals DMK Group und Arla Foods), die seit 1. Juni 2026 freigegeben ist. Sie ist nun die größte europäische Genossenschaftsmolkerei in Europa und hat ihre Marktmacht – auch gegenüber ihren Bäuerinnen und Bauern – in Deutschland massiv ausgedehnt. „Die EU-Kontrollbehörde muss nun beobachten, ob die Gewinne, die Arla aufgrund der Fusion…

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