BUND: Halbzeitbilanz ohne Vision und Anspruch

Die Halbzeitbilanz der Großen Koalition ist für den Vorsitzenden des BUND, Hubert Weiger, „bei den Menschheitsthemen Klimaschutz und Rettung der Arten mehr als ernüchternd“. Während die Klimakrise und der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt „unsere Lebensgrundlagen bedrohen, entspricht das zögerliche und halbherzige Handeln der Regierung nicht den Notwendigkeiten, stattdessen versucht sie aktuell die Schutzrechte von Zivilgesellschaft und Bürgern zu beschneiden“. In der Klimapolitik kann sich die Große Koalition laut Weiger ein Klimaschutzgesetz ohne die dringend notwendigen Zähne, einen komplizierten und wirkungslosen CO2-Preis und eine…

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BÖLW: Konventionelle und Ökolandwirte müssen bereit sein, neue Wege zu gehen

Die Studie der Technischen Universität München zum Insektensterben bestätigt nach Ansicht des Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, „auf erschreckende Weise bereits vorliegende Erkenntnisse. Das Artensterben setzt sich unvermindert fort und auch auf Grünland sind zwei Drittel der Insekten verschwunden“. Nach Ansicht des BÖLW-Vorsitzenden „muss uns klar werden, dass es hier nicht um das Hobby von Schmetterlingskundlern geht, sondern um die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme. Wenn Öko-Systeme nicht mehr intakt sind, können wir auch keine Nahrung mehr produzieren“. Auch wenn es nach Aussage der…

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Halbzeitbilanz der Bundesregeirung: Viel bleibt zu tun

Anfang November hat die Bundesregierung wie im Koalitionsvertrag vereinbart ihre Bilanz, offiziell „Bestandsaufnahme“, nach der Hälfte der Legislaturperiode unter dem Titel „Viel erreicht – viel bleibt zu tun“ vorgelegt. Zum Bereich Landwirtschaft bleibt neben einigen konkreten Maßnahmen Vieles auf der Ebene von Absichtserklärungen oder wenig aussagekräftig, wenn es beispielsweise zu einem zentralen Thema wie der EU-Agrarreform lediglich heißt: „Bei der anstehenden Weiterentwicklung und Neujustierung der Agrarförderung engagieren wir uns für eine finanziell angemessen ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik. Neben den einkommensstützenden Zahlungen und…

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BDM-Position zu Inhalten des Agrarpakets

Das sogenannte Agrarpaket der Bundesregierung stand und steht im Zentrum von Protesten von Bauern und Bäuerinnen, hat zu heftigen Diskussionen und Reaktionen geführt. Jetzt hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) seine Position zu den drei Elementen des Agrarpakets - I. Umschichtung von erster in die zweite Säule; II. Tierwohllabel; III. Klimaschutzmaßnahmen inkl. Insektenschutzprogramm und Novellierung Düngeverordnung - in einem Papier zusammengefasst. „Angesichts der wirtschaftlichen Schieflage der Landwirtschaft und der bisher sehr großen Einkommensabhängigkeit von den Direktzahlungen hat der BDM weitere Anhebungen der…

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Thüringer Ex-Bauernpräsident verkauft Großbetrieb an ALDI

Nachdem Aldi kürzlich bereits einen Agrarbetrieb in Sachsen-Anhalt übernommen hatte, weist die AbL-Mitteldeutschland jetzt auf die Übernahme eines weiteren Betriebes hin. "Wieder einmal macht ein Großagrarier Kasse: Wie wir soeben erfahren haben, hat der ehemalige Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Kliem die Geithainer Landwirtschafts GmbH, einen Großbetrieb in der Nähe von Leipzig, an ALDI verkauft. Dies ist nun schon der zweite Betrieb, den ALDI in kurzer Folge aufkauft, auch der Kernbetrieb Herrn Kliems in Aschara steht dem Vernehmen nach zum Verkauf", sagt Michael Grolm, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft…

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Mercosur und der europäische Rindfleischmarkt

Im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen der EU mit Brasilien, Argentinien und Uruguay werden heftig die negativen Folgen der zusätzlichen Einfuhr von südamerikanischem Rindfleisch für den europäischen Rindfleischmarkt kritisiert. Der Agrarmarkt Informationsdienst (AMI) hat Zahlen zum Rindfleisch- Export und Import der EU und Deutschlands nach Daten der EU- Kommission zusammengestellt. Demnach hat die EU 2018 insgesamt 262.000 Tonnen Rindfleisch importiert, davon etwa 200.000 t aus Mercosur, was einem Anteil von 77% entsprach. Zugleich exportierte die EU im letzten Jahr 890.000 t in Drittländer – also mehr als das Dreifache. Für Deutschland gibt es…

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Agrarkonzern gestoppt und transparente Kriterien für die Vergabe von Ackerflächen gefordert

Die fünf Hektar Acker im Ortsteil Frankenfelde von Luckenwalde in Brandenburg, die dem Vorkaufsrecht des Grundstücksverkehrsgesetzes unterliegen, werden nun doch nicht an einen Betrieb der Steinhoff-Holding verkauft. Das hat der Landkreis Teltow-Fläming auf eine Anfrage des Bauernbundes Brandenburg mitgeteilt. „Wir begrüßen diese Entscheidung und gehen davon aus, dass die Flächen jetzt an einen ortsansässigen Landwirt gehen“, sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, der „den Skandal“, so der Bauernbund, vor zwei Monaten öffentlich gemacht hatte: „Die staatliche Begünstigung eines 20.000 Hektar großen Agrarkonzerns mit Sitz in Niedersachsen wäre…

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EEB: Landwirte bei notwendigen Veränderungen unterstützen

Das globale Ernährungssystem ist – von der Erzeugung bis zum Teller - für 25-30% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern, müssen wir dringend die Art, wie wir Nahrungsmittel erzeugen und verbrauchen, ändern. Dabei muss die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU den Übergang zu einer resilienten (widerstandsfähigen) Landwirtschaft mit geringem Treibhausgasausstoß fördern und beschleunigen. Das postuliert das Europäische Umweltbüro (EEB) in einem jetzt veröffentlichten Papier „Landwirtschaft & Klimaschutz“ und nennt darin sechs „Lösungen in unserer Hand“. - Den Viehbestand in Europa senken…

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Klimaklage trotz Abweisung ein Teilerfolg

Das Verwaltungsgericht in Berlin hat die Klimaklage von drei Bauernfamilien und Greenpeace abgewiesen. „Es fehle den Klägern an der Klagebefugnis. Eine Grundlage, aus der sich eine Pflicht der Bundesregierung zum geforderten Handeln ergebe, sei nicht ersichtlich. Der Beschluss der Bundesregierung zum Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 sei eine politische Absichtserklärung, enthalte aber keine rechtsverbindliche Regelung mit Außenwirkung, auf die sich die Kläger berufen könnten“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Für Greenpeace bedeuten die Ausführungen zur Abweisung, dass die Klage auf mehr Klimaschutz zwar grundsätzlich zulässig sein könnte,…

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Insektenrückgang weitreichender als vermutet

Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung eines von der Technischen Universität München (TUM) angeführten internationalen Forschungsteams hervor. Vom Artenschwund betroffen sind demnach vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete. Auf den Insektenrückgang haben bereits mehrere Studien hingewiesen. „Bisherige Studien konzentrierten sich aber entweder ausschließlich auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht aller Insekten, oder auf einzelne Arten oder Artengruppen. Dass…

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