Nestlé und Hochwald starten Pilotprojekt eines emissionsarmen Milchviehbetriebs

Der Lebensmittelkonzern Nestlé startet mit Hochwald nach eigenen Worten die erste „Klima-Milchfarm“ in Deutschland. Ziel des Pilotprojekts ist es, den Fußabdruck eines landwirtschaftlichen Betriebs auf null Emissionen zu reduzieren. Über einen Zeitraum von drei Jahren werde Nestlé Deutschland einen Milchviehbetrieb ihres langjährigen Lieferanten Hochwald begleiten, der unter anderem den Mozzarella-Käse für die Nestlé Wagner Pizzen liefert, teilt Hochwald mit. Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Frese in Nordhessen hält 135 Kühe und soll Modell für weitere Landwirt:innen werden. Geleitet wird das Projekt von der Hochschule für Wirtschaft und…

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Studie: Mehr Systemische Lösungen, weniger Techno-Fixes!

Das internationale Expertengremium für nachhaltige Ernährungssysteme (IPES Food) hat im März 2021 den Hauptaussagen des Weltagrarberichtes von 2009 noch einmal Nachdruck verliehen: Es ist klar, dass eine agrarindustriell geprägte Zukunft nicht in der Lage sein wird, den Planeten und seine Nahrungsmittelsysteme wieder in einen überlebensfähigen Zustand zu bringen. Im Gegenteil: sie wird vielmehr weiterhin Ungleichheiten hervorrufen, den Stress der Existenzsicherung und die Ernährungsunsicherheit vertiefen und schädliche Umweltauswirkungen mit sich bringen. Im Gegensatz dazu könnte eine Änderung des Systems, die auf Ernährungssouveränität und…

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„Lieferketten für Schweine bei 5xD neu aufstellen“

Ein Interview mit Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter Landwirtschaft der Fa. Tönnies, über die Auswirkungen der LEH-Ankündigungen zur Umstellung auf 5xD.

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Demonstration beim Edeka-Zentrallager nach gemeinsamer Erklärung von Handels- und Erzeugerseite aufgehoben

Mit einer Auftaktkundgebung am 18. November mit ca. 200 Teilnehmern begannen Landwirte ihre Protest-Aktion vor dem Edeka-Zentrallager in Wiefelstede/Niedersachsen und haben 14 Tage lang durchgehalten. Die Aktion wurde in eine Dauermahnwache umgewandelt, bei der engagierte KollegInnen bei zunehmend schlechtem Wetter Tag und Nacht ausharrten, immer wieder besucht und versorgt von Bäuerinnen und Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung. Aufgrund des anhaltenden Drucks kam schließlich am 2. 12. ein Austausch zustande zwischen hochrangigen Vertretern von Edeka, dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Teilnehmern des Agrardialogs und…

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AbL & GeN fordern: Ausstieg aus der Gentechnik – auf zukunftsgerichtete Innovationen setzen

Das Saatzuchtunternehmen KWS hofft auf Änderungen der aktuellen Gesetzeslage zur Regulierung der Gentechnik. Das äußerte Dr. Léon Broers, Mitglied des KWS-Vorstands und zuständig für das Ressort „Forschung und Züchtung“, auf der jüngst virtuell abgehaltenen Hauptversammlung unter Verweis auf die Genomforschung des Unternehmens als einer „zentralen Aktivität“ und dem die Genschere einsetzenden „Vorzeigeprojekt PILTON“. Nach Ansicht der KWS sind Pflanzen, die mit den neuen Züchtungsmethoden entstehen, „naturidentisch“. Deutliche Kritik an dieser Haltung kommt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und dem Gen-ethischen Netzwerk…

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Hamburger Verwaltungsgericht bestätigt Gesetzeslücke in der Bodenpolitik

Landwirtschaftliche Betriebe haben nach dem Grundstücksverkehrsgesetz kein Drittschutzrecht. Beispielhaft für das gesamte Bundesgebiet zeigt der Fall der Bauernfamilie Jaacks in Hamburg, dass sie wegen dieses veralteten Gesetzes ihren Hof verlieren könnten – an einen außerlandwirtschaftlichen Investor. Eine jetzt vorgelegte Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), in der die rechtlichen und agrarpolitischen Sachverhalte dargestellt sind, macht klar: Die Politik in Bund und Ländern muss umgehend die Bodenpolitik reformieren. „Die Bundesländer haben es bisher versäumt, die Bodenmarktpolitik zu reformieren. Jegliche…

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Das hat die Entwicklungspolitik nicht verdient!

Einen massiven Schaden für die Entwicklungspolitik erwartet der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), nachdem bekannt wurde, dass die AfD den Vorsitz im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernehmen soll. „Misstrauen säen, Vorurteile bestärken, Fakten ignorieren – die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, wie die AfD Entwicklungspolitik betreibt. Unter ihrem Vorsitz wird eine kompetente und differenzierte Debatte im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung massiv erschwert“, kritisiert Mathias Mogge, stellvertretender VENRO-Vorsitzender sowie Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender…

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Keine Klima-Tricks mit Humus

Ein Breites Bündnis lehnt die Kompensation von Treibhausgasemissionen mittels „Humuszertifikaten“ ab und fordert stattdessen die Förderung von Humusaufbau. Über 30 Organisationen und Personen aus Umwelt- und Klimaschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft haben sich gegen die Generierung von CO2-Emissionszertifikaten als Instrument zum Erhalt und Aufbau von Humus ausgesprochen. Denn es bestünde damit das Risiko, dass Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen durch angeblichen Humusaufbau kompensieren und eigene CO2-Einsparungen vernachlässigen. Sogenannte „Humus-Zertifikate“ könnten „keine permanente Kohlenstoffbindung sicherstellen“, heißt es in der…

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Mindestalter für Kälbertransporte erhöht

Ab 2023 dürfen Kälber erst nach Vollendung der vierten Lebenswoche transportiert werden. Noch in den letzten Tagen ihrer Amtszeit verkündete die geschäftsführende Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am 30. November 2021 die veränderte Tierschutztransportverordnung. Diese wurde schon im Sommer 2021 im Bundesrat beschlossen. Die Novellierung beinhaltet unter anderem strengere Temperaturgrenzen bei Lebendtiertransporten sowie eine Erhöhung des Mindesttransportalters von Kälbern. Bisher dürfen Kälber bereits nach der zweiten Lebenswoche bis zu 19 Stunden lang transportiert werden. Vom 01.01.2023 an dürfen Kälber erst ab dem 28. Lebenstag…

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AbL: Keine Höfe mehr für Kohle opfern! Bäuerliche Solidarität mit Eckardt Heukamp!

Am 5. Dezember war der Weltbodentag. Der Boden des Jahres 2021 ist „Löss“, eben jener Boden, welcher in Lützerath in Nordrhein-Westfalen zugunsten des Ausbaus des Braunkohletagebaus Garzweiler II abgebaggert werden soll. Die vom Energiekonzern RWE geplante Ausweitung von Garzweiler II bedroht den Hof von Eckardt Heukamp, dem letzten Bauern in Lützerath. Anlässlich des 2. bäuerlichen Dorf- und Feldspaziergangs der Initiative „Alle Dörfer bleiben“ in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) erklärt Bernd Schmitz, Vorsitzender der AbL-NRW und Bauer im Rheinland: „Es ist widersinnig, jetzt noch Böden für Kohle abzubaggern.…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…