Das hat die Entwicklungspolitik nicht verdient!

Einen massiven Schaden für die Entwicklungspolitik erwartet der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), nachdem bekannt wurde, dass die AfD den Vorsitz im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernehmen soll.

„Misstrauen säen, Vorurteile bestärken, Fakten ignorieren – die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, wie die AfD Entwicklungspolitik betreibt. Unter ihrem Vorsitz wird eine kompetente und differenzierte Debatte im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung massiv erschwert“, kritisiert Mathias Mogge, stellvertretender VENRO-Vorsitzender sowie Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

„Für die Entwicklungspolitik der AfD gilt dasselbe wie für ihre übrigen Aktivitäten: Sie nutzt jede Gelegenheit, ihre Ressentiments und Vorurteile zu verbreiten. Ihre Demagogie und Hetze, vor allem gegen Migrant_innen, konterkarieren die grundlegenden Ziele der Entwicklungszusammenarbeit, die auf den Rechten und der Würde aller Menschen auf diesem Planeten gründen“, so Mogge weiter. „Das hat die Entwicklungspolitik nicht verdient.“

VENRO ist der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO). Ihm gehören rund 140 deutsche NRO an, die in der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.