Förderprogramm zum Umbau der Tierhaltung startet erst 2024

Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung kann entgegen der bisherigen Planung nicht mehr in diesem Jahr starten. Das meldet Agra Europe unter Bezugnahme auf Verlautbarungen aus Kreisen der Ampelkoalition in Berlin. Grund sei die beihilferechtliche Prüfung des Förderprogramms durch die EU-Kommission. Die Notifizierung werde aller Voraussicht nach nicht wesentlich vor Jahresende abgeschlossen sein. Mit dem Start verschiebt sich den Angaben zufolge auch der Finanzplan um ein Jahr nach hinten. Damit stehen voraussichtlich die bislang für 2023 vorgesehenen 150 Mio. Euro erst ab dem kommenden Jahr zu Verfügung, die für 2024 eingeplanten 250 Mio. Euro…

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„Entschärfung“ des Tierschutzgesetz-Entwurfs für den Tierschutzbund ein „Skandal“

Die Freude beim Tierschutzbund währte nur kurz: Nachdem im vorläufigen Referentenentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zum neuen Tierschutzgesetz unter §1 festgehalten wurde, dass bei „Abwägung schutzwürdiger menschlicher Interessen mit dem Tierschutz wirtschaftliches Interesse keinen vernünftigen Grund für eine Beeinträchtigung von Leben und Wohlbefinden eines Tieres“ darstelle, wurde dieser Satz im Rahmen der Ressortabstimmung laut einer Mitteilung des Tierschutzbundes wieder gestrichen. Ein Skandal, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Welches Bundesministerium auch immer diese…

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Neue Gentechnik: Transparente Kennzeichnung ist Pflicht

Auch Produkte, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellt werden, müssen nach EU-Recht umfassend gekennzeichnet werden. Darauf haben der Umweltverband Friends of the Earth Europe und die Verbraucherorganisation Foodwatch International in einem Briefing hingewiesen. Sie argumentieren darin, dass der Vertrag der Europäischen Union und das allgemeine Lebensmittelrecht der EU den Verbraucher:innen ein umfassendes Informationsrecht einräumten. Pläne der EU-Kommission, dieses Informationsrecht für NGT einzuschränken, wären ein Verstoß gegen diese beiden grundlegenden EU-Regelungen, schrieben die beiden Organisationen. Noch ist unklar, welche…

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Mega-Ställe werden weltweit immer größer

Die Großen werden immer größer. So lässt das Ergebnis der jüngsten Erhebung des global agierenden Zuchtunternehmens Genesus zum Stand der Entwicklung der weltweiten Mega-Ställe in der Sauenhaltung im Jahr 2022 zusammenfassen. Insgesamt hat sich die Liste der Genesus World Mega Producer für 2022, die Produzenten mit mehr als 100.000 Sauen umfasst, gegenüber 2021 kaum verändert. Der Hauptunterschied besteht darin, dass vier neue Unternehmen, alle aus China, mit mehr als 100.000 Sauen hinzugekommen sind und es jetzt 42 solcher Mega-Unternehmen gibt. „Weltweit gibt es etwa 80 Millionen Sauen. 2022 liegen die Welt-Megaproduzenten bei 16.072.164 Sauen.…

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„Jetzt ist die Zeit: Kirchenland gemeinwohlorientiert verpachten!“

Mit einem meterlangen Regenwurm, Bannern und einem Informationsstand forderten Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie der jungen AbL (jAbL) gestern beim Abend der Begegnung auf dem evangelischen Kirchentag die Kirche zu einer anderen Landvergabe auf. Unter dem Aktionsmotto „Jetzt ist die Zeit: Kirchenland gemeinwohlorientiert verpachten!“ appellierten sie, angelehnt an das Motto des Kirchentags 2023 „Jetzt ist die Zeit“, an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Kirchenland zukünftig nach sozial-ökologischen Gemeinwohlkriterien zu verpachten. Die Kirche soll damit ihrem Auftrag der Schöpfungsbewahrung…

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Ökologische Leistungen in der GAP attraktiv machen - Weidehaltung fördern

Die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern im Bereich des Umwelt-, Klima und Tierschutzes (Ökoregelungen) müssen deutlich besser entlohnt werden als bisher. Dies gilt insbesondere für Grünlandbetriebe mit Weidehaltung. Das fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Dass die bisherigen Prämienhöhen der Ökoregelungen nicht ausreichen, zeigt nach Ansicht der AbL auch die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitgeteilte Zurückhaltung vieler Betriebe bei der ersten Antragstellung. Die AbL fordert das BMEL und die Bundesländer auf, sich darauf zu verständigen, die Prämienhöhen der Öko-Regelungen noch in diesem…

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Borchert-Kommission „schmeißt“ nicht hin, stellt aber Forderungen

Was war im Vorfeld der letzten Sitzungen der Borchert-Kommission, offiziell heißt sie ja „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“, nicht alles spekuliert worden. Die Meinungen der Teilnehmer gingen weit auseinander. Borchert „schmeißt hin“, hieß es bei den einen. Die Mitglieder sind immer wieder vom Ministerium enttäuscht worden und wollen nicht als Alibi benutzt werden, meinten andere. Der Charme der Empfehlungen der Kommission vor drei Jahren sei das Gesamtkonzept und davon seien die Entwürfe des Ministeriums weit entfernt. Außerdem werde zwar viel über das „Borchert-Konzept“ geredet, aber die Verordnungen und Gesetzentwürfe würden die gemeinsamen und…

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Agrochemie-Konzerne halten Studien über mögliche Schäden durch Pestizide zurück

Jede vierte von der Industrie finanzierte Studie, die sich mit der möglichen Schädlichkeit von Pestiziden für das sich entwickelnde Gehirn befasst, wurde von den Herstellerfirmen nicht an die EU-Behörden weitergegeben. Dieses Ergebnis einer von Forschenden der Universität Stockholm vorgelegten Analyse gibt Anlass zur Sorge über die Zuverlässigkeit der EU-Sicherheitsbewertung von Pestiziden und untergräbt das Vertrauen in das System, das die europäischen Verbraucher schützen soll. Das teilt die Universität Stockholm mit. Axel Mie und Christina Rudén, Forschende am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Stockholm, untersuchten Tests auf…

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Nur wenige der großen Molkereien vertreiben Milch aus Weidehaltung

Nur wenige der großen Molkereien in Deutschland vertreiben Milch aus Weidehaltung oder von Milchbetrieben, die auf ganzjährige oder saisonale Anbindehaltung verzichten. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace bei 19 Molkereien, die zusammen zwei Drittel der hierzulande produzierten Milch verarbeiten. Kühe sind, so Greenepeace, eigentlich Weidetiere, die im Stall nicht ihrem natürlichen Verhalten gemäß leben können. Lediglich die Molkereien Hamfelder Hof (100 Prozent) und Andechser (85 Prozent) vertreiben mindestens überwiegend Milch aus Weidehaltung. Einen signifikanten Anteil Weidemilch weisen außerdem Berchtesgadener Land und Ammerland (50 bzw. 46…

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Keine Grüne Revolution für Afrika: Studie belegt Scheitern von AGRA

Die Agrarinitiative „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA) hat nicht nur ihre Ziele verfehlt, sondern ihre Maßnahmen haben auch negative Folgen für die Menschen und die Umwelt in den Projektländern. Obwohl zivilgesellschaftliche Organisationen schon lange vor den negativen Auswirkungen des von AGRA verfolgten Entwicklungsansatzes warnen, förderte die Bundesregierung die Allianz weiter mit mehreren Millionen Euro. Das zeigt ein am 1. Juni von Brot für die Welt, FIAN Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung, INKOTA-netzwerk und der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebener Bericht. Mit mehr als zwei Jahren Verzug hatten das Bundesministerium…

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