EU-Kommission verklagt Deutschland wegen unzureichendem Schutz blütenreicher Wiesen

Die EU-Kommission hat beschlossen, Deutschland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zu verklagen, da es blütenreiche Wiesen in Natura-2000-Gebieten nicht ausreichend schützt und damit den Anforderungen der Habitat-Richtlinie nicht nachkommt. Die Richtlinie ist nach Ansicht der Kommission eines der wichtigsten Instrumente der EU zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Kommission ist der Auffassung, dass die bisherigen Bemühungen der deutschen Behörden mit Blick auf die Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) unzufriedenstellend und unzureichend waren. Nach EU-Recht darf sich der Zustand der geschützten Arten und Lebensräume in diesen Gebieten…

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ALDI Hilfe für Ferkelerzeuger?

„Der Ferkelerzeuger trinkt Wasser, der Mäster trinkt Wein und der Händler den Sekt.“ Diese alte Bauernweisheit kennt jeder Schweinehalter. Und in der Krise trifft sie noch mehr zu als in Normalzeit. Auch in der aktuellen Überproduktion leiden sie am meisten. Während der Mäster immerhin noch einen Teil seines Verlustes in der Lieferkette weitergeben kann, stehen die Sauenhalter am Ende der „Wertschöpfung“ und haben einfach schlechte Karten. Der gegenwärtige Preis von 20 Euro pro Ferkel spricht eine deutliche Sprache. Nun kommt Unterstützung aus einer Richtung, aus der man es nicht erwartet hätte. ALDI kündigt an: „Der Haltungswechsel geht weiter: Bis…

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Schwierige Einkommenssituation im Biomilchsektor

Sozial und wirtschaftlich nachhaltig ist die Erzeugung von Biomilch „auf keinen Fall“. Das teilt das European Milk Board (EMB) mit Blick auf aktuelle Berechnungen zu den Produktionskosten im Biosektor mit. Demnach erhielten ErzeugerInnen in Deutschland für das Wirtschaftsjahr 2020/21 im Schnitt 48,66 Cent pro Kilogramm erzeugter Biomilch. Die berechneten Kosten unter Voraussetzung einer fairen Vergütung betrugen jedoch 64,39 ct/kg. Damit fehlten den ErzeugerInnen ganze 24 Prozent zur Kostendeckung. Im Schnitt der Jahre 2016/17 bis 2020/21 zahlten die BiomilchproduzentInnen allein für die Betriebsmittel und den allgemeinen Betriebsaufwand ohne…

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Mehr Fortschritt wagen, heißt agrarpolitischen Neustart: Jetzt handeln, jeder Hof zählt!

In einer ersten Bewertung sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung mit Blick auf die Landwirtschaft an vielen Stellen sehr konkrete Vorstellungen, an einigen Stellen bleibe er aber unkonkret. Zu etlichen Punkten benennt die AbL konkreten und zum Teil umfangreichen Nachbesserungs- und Nachholbedarf. „Der Koalitionsvertrag wird an vielen Stellen sehr konkret. Für die Landwirtschaft werden richtige und wichtige Herausforderungen genannt. Ohne Klimaschutz und Schutz der Artenvielfalt geht nichts. Die AbL hat in die Koalitionsverhandlungen eingebracht, dass die Bäuerinnen und Bauern…

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Lob und Kritik am Koalitionsvertrag

Bioland begrüßt den vorgelegten Koalitionsvertrag ++ BÖLW: Aus 'wagen' muss 'machen' werden ++ Germanwatch: Ampel steht auf klimapolitischem Aufbruch, die Bewährungsprobe steht aber noch aus ++ BUND: Fortschritt gegenüber Vorgängerregierungen ++ DNR: Ampel hat Zeichen der Zeit erkannt ++ Tierschutzbund begrüßt Tierschutzpläne ++ Fridays for Future: Vertrag verfehlt Einhaltung des 1,5°-Ziels ++ ISN: Kein Dokument des Mutes und der Zuversicht ++ DBV: Gewaltige Herausforderung ++ BDM: Chance und Risiko für die Landwirtschaft

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Ampel will nachhaltige Landwirtschaft und Umbau der Nutztierhaltung

„Mehr Fortschritt wagen“ lautet die Überschrift des Koalitionsvertrages von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, die sich im Untertitel des Vertrages als „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ bezeichnen. Im Kapitel „III. Klimaschutz in einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft“ bekennt sich die Ampelkoalition zum Punkt „Landwirtschaft und Ernährung“ zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. „Unser Ziel ist eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft, in der die Bäuerinnen und Bauern ökonomisch tragfähig wirtschaften können und die Umwelt, Tieren und Klima gerecht wird. Wir stärken regionale Wertschöpfungsketten und tragen zum Erhalt…

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EU-Kommissions-Veranstaltung zeigt strittige Positionen zu neuen Gentechnik-Verfahren

Einen Tag lang wurde auf der High-Level-Konferenz der EU-Kommission: „Modern Biotechnogies in Agriculture“ über neue Gentechniken (NGT) diskutiert. Gesundheits-Kommissarin Stella Kyriakides erklärte in ihrem Eröffnungs-Statement, dass ihrer Meinung nach neue Gentechnik-Verfahren ein Teil der Innovationen sei, um die Ziele der Farm to Fork zu erreichen. Entsprechend sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit nachhaltige Innovationen auch nutzbar seien. Zuvor hatte die EU-Kommission im April 2021 einen Bericht zum Status der neuen Gentechniken veröffentlicht und im September 2021 eine vorläufige Folgenabschätzung. Darin eröffnet die Kommission…

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Bundeslandwirtschaftsminister wird Cem Özdemir

Neuer Bundeslandwirtschaftsminister wird Cem Özdemir von den Grünen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nennt den Personalvorschlag eine „interessante Herausforderung“. Der Bauernverband (DBV) sieht in ihm einen „pragmatischen Politiker“, was eine gute Grundlage für eine „gedeihliche Zusammenarbeit“ sei. Und die Interessengemeinschaft der deutschen Schweinehalter wünscht Özdemir „viel Erfolg und eine glückliche Hand“. Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer, kommentiert: „Mit Cem Özdemir würde ein politisches Schwergewicht ins Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft einziehen. Cem Özdemir war im Europaparlament in Brüssel…

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Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Bauern mit dickem Minus - Fleischkonzern Danish Crown mit Rekordgewinn ++ Bio zurück zur Normalität ++ Die Fleischindustrie und der Lebensmittelhandel wollen den Umbau der Tierhaltung und die Hilfe der Politik ++ Zahlen zur Legehennenhaltung und Eierproduktion

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Internationale Konferenz soll Patente auf Saatgut stoppen

Die Organisation "Keine Patente auf Saatgut!" hat eine Petition für die Einberufung einer internationalen Konferenz gestartet. Gefordert wird, dass die MinisterInnen der Vertragsstaaten des Europäischen Patentamtes (EPA) sich binnen eines Jahres zu einer Konferenz treffen und wirksame Maßnahmen gegen Patente auf die konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren ergreifen. Patente auf Verfahren, die auf Kreuzung, Selektion oder zufälligen Mutationen beruhen, müssen ebenso ausgeschlossen werden wie die Ausweitung von Ansprüchen von Gentechnik-Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere. Agrarkonzerne lassen sich herkömmlich gezüchtetes…

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