Stegemann will sich nicht an Beschlüsse halten und ignoriert Tierhalter, Wissenschaft und Bürger

Albert Stegemann ist neuer stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion für die Bereiche Ernährung, Landwirtschaft und Heimat sowie Gesundheit. Zuvor war er agrarpolitischer Sprecher der Fraktion und hat noch als solcher in einem Interview mit Agra Europe unter anderem seine Vorstellungen zur Zukunft der Tierhaltung geäußert. Ignoranz gegenüber gefassten Beschlüssen wirft ihm angesichts in dem Interview gemachter Äußerungen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vor und Bioland spricht von „rückwärtsgewandten Gedankenspielen“. In dem Interview mit Agra Europe erklärt Stegemann auf die Frage, ob auch laufende Tierwohlkosten…

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Grünland stärken - nicht umbrechen!

Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für ein weiteres Vereinfachungspaket zur Entlastung der Landwirtschaft vorgelegt. Bezugnehmend auf ein Leak des Dokumentes im Vorfeld der Veröffentlichung plant die EU-Kommission nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft damit erneut einen massiven Rückbau ökologischer Mindeststandards in der Agrarpolitik. Besonders betroffen ist diesmal demnach der für den Klimaschutz und die Biodiversität wichtige Grünlandschutz. Die wirklich wirksamen Instrumente zur Stärkung der sozialen Gerechtigkeit in der Agrarpolitik lässt die EU-Kommission laut AbL hingegen unangetastet. Auch der angekündigte…

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Vereinfachungspaket löst geteiltes Echo aus

„Um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte zu steigern, legt die Europäische Kommission heute ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor“, heißt es in einer Mitteilung der Kommission vom Mittwoch. Dieses Vereinfachungspaket hat, wie nicht anders zu erwarten, unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer das Paket begrüßt und auch die Bio-Branche sich in erster Linie zufrieden zeigt, sehen der Bauernverband, der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling und die grüne Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick positive und negative Punkte in dem Paket. Deutliche…

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Kommt jetzt der ‚Monsanto-Effekt‘ in der Tierzucht?

Der britische Tierzuchtkonzern Genus hat von der US Food and Drug Administration (FDA) die Erlaubnis zur Vermarktung von Schweinen in den USA erhalten, die mit Neuer Gentechnik (NGT) gegen Viren resistent gemacht wurden. Die NGT-Schweine sollen gegen ein RNA-Virus (PRRSV) resistent sein, welches das ‚Reproduktions- und Atemwegssyndrom‘ auslöst und insbesondere für große Ferkelmastbetriebe ein Problem ist. Die Firma Genus und ihre Kooperationspartner haben auf die Schweine mehrere Patente angemeldet, eines davon wurde letztes Jahr auch in Europa erteilt (EP3331355). Das PRRS-Virus verursacht in der Schweinemast erhebliche Probleme. Es nutzt einen…

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Europäische Lebensmittelbehörde hält Daten zu Gentechnik-Burger unter Verschluss

Das US-Unternehmen ‚Impossible Foods‘ hat mithilfe von Gentechnik einen blutähnlichen Farbstoff entwickelt, mit dem Geschmack und Optik von Fleisch imitiert werden soll. So soll beispielsweise ein fleischloser Burger von Impossible Foods von einem Burger mit Rindshackfleisch kaum zu unterscheiden sein und wird er medium rare gebraten, soll er sogar "bluten". Das dem tierischen Blutfarbstoff Hämoglobin ähnliche Eiweiß kommt ursprünglich in den Wurzeln von Sojabohnen vor. Die Firma stellt den Stoff mithilfe von gentechnisch veränderter Hefe her und will ihn nun auch in der EU seinen Fleischersatzprodukten beimischen. Die Europäische Lebensmittelbehörde…

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Gemeinsam Qualitätsproduktion wettbewerbsfähig machen

Im Vorfeld der von der EU-Kommission heute veranstalteten Konferenz unter dem Titel“ „Die Zukunft der Landwirtschaft und des Agrar- und Ernährungssektors gestalten“ haben 38 Verbände aus Landwirtschaft, Umwelt, Tierschutz und Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Verbände-Plattform ihre Vorschläge für die zukunftsfähige Ausgestaltung des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) der EU sowie der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) veröffentlicht. Auf der Konferenz soll über die Vision diskutiert werden, die am 19. Februar von Agrarkommissar Hansen veröffentlicht wurde und auf dem Bericht des Strategischen Dialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft aufbaut. Im…

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Umbau der Tierhaltung ist mit höheren Kosten verbunden

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat in Zeitungen der Mediengruppe Bayern angekündigt, dass er das Tierwohl stärken will und dafür auch die entsprechenden Ställe gebaucht werden. Dazu sei es angedacht, dass für den Umbau in der Tierhaltung jährlich 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt werden – zu wenig aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Der Umbau der Tierhaltung kostet uns Bäuerinnen und Bauern mehr Geld. Für mehr Tierwohl müssen Ställe um- oder neugebaut werden und der betriebliche Arbeitsaufwand für etwa Strohschweine steigt, also die laufenden Mehrkosten. Erfahrungsgemäß sind höhere Tierwohl-Kosten…

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Deutsche Lebensmittelkonzerne: Europadominanz und Weltspitze – nur Erfolg oder auch Risiko?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist hochkonzentriert. Die „Big Four“ Schwarz (Lidl, Kaufland) Aldi, Edeka, Rewe bewegen etwa 80% des Umsatzes mit Lebensmitteln (LM) und können die Bedingungen des „Food“-Marktes bestimmen. Aber wo stehen die deutschen Konzerne in Europa und gar in der Welt? Was gilt „made in germany“ im internationalen Lebensmittelsektor? Sind die Konzentration und das deutsche Geschäftsmodell ein Vorbild für Europa und die Welt? Die Antwort der Experten: eindeutig JA. Europas Spitze: 4x Deutschland In Europa dominieren die deutschen Lebensmittelkonzerne eindeutig. Vier der ersten fünf…

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Gut gedacht, schlecht gemacht – drohender Strukturbruch statt Tierwohl für Bio-Küken

Unter dem Deckmantel des Tierwohls droht Bio-Geflügelhaltern in Deutschland eine massive Verschärfung ihrer Arbeitsrealität – mit fatalen Folgen für Tiere und Betriebe. Das teilt das Landvolk Niedersachsen mit Verweis auf eine neue Auslegung der EU-Öko-Verordnung 2018/848 mit. Demnach ist vorgesehen, dass Junggeflügel künftig bereits ab dem ersten Tag die Möglichkeit zu einem Grünauslauf haben soll – ein Ansatz, der nach Ansicht des Landvolks in der Praxis jedoch weder tiergerecht noch wirtschaftlich umsetzbar ist. „Diese Verordnung gefährdet das Leben der Küken. Sie sind in den ersten Lebenswochen weder voll befiedert noch immunstark genug für den…

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BÖLW fordert Impulse durch die Regierung Merz

Nach der Wahl von Friedrich Merz (CDU) zum Bundeskanzler wünscht der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) der neuen Regierung gutes Gelingen für ihre im Koalitionsvertrag verankerten Vorhaben. Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbands, kommentiert: „Ernährung und Lebensmittelproduktion bilden unsere Lebensgrundlage. Diese angesichts von Klimawandel und Artensterben zukunftsfest zu gestalten, ist eine Querschnittsaufgabe, bei der wir neben Alois Rainer als künftigem Bundeslandwirtschaftsminister besonders auch auf Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin, Carsten Schneider als Umweltminister und Dorothee Bär als…

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