Langfristige wirtschaftliche Lösungen für Betriebe statt alter Rezepte

Angesichts der „desaströsen“ wirtschaftlichen Situation der milchvieh- und schweinehaltenden Betriebe sind nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Forderungen nach Export und weniger Auflagen „Rezepte aus der Mottenkiste“. Sinnvolle Elemente für mehr Planbarkeit und Gestaltungsspielraum am Markt und damit langfristig wirtschaftliche Lösungen sind für die AbL Verträge mit Berücksichtigung der Produktionskosten, ein gemeinsames Auftreten, der Ausbau der Bündelung in Erzeugerorganisationen sowie zusätzliche finanzielle Mittel zum Umbau der Tierhaltung. In Deutschland ist die Milchmenge von Januar bis Mai dieses Jahres…

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Die Verantwortung für die Förderung der Weidehaltung sieht die Bundesregierung bei den Ländern

„Die Bundesregierung bekennt sich zu einer Förderung der Weidetierhaltung. Die finanzielle Förderung der Weidetierhaltung erfolgt bereits im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).“ So steht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Ophelia Nick (Drucksache 21/7311, Seite 72). Die hatte gefragt, wie die Bundesregierung die Weidetierhaltung, wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD angekündigt, fördern wolle, angesichts der Tatsache, dass sie die bereits vom Deutschen Bundestag beschlossene Öko-Regelung…

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Bundesregierung will soziale Konditionalität in der GAP abschaffen

Öffentlich hat sich die Bundesregierung zum Verbleib der sozialen Konditionalität in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) noch nicht geäußert. „Ich kann einer Positionierung der Bundesregierung jetzt nicht vorgreifen“, erklärte vergangene Woche ein Sprecher des CSU-geführten Bundeslandwirtschaftsministeriums. Doch offenbar hat sich die Bundesregierung längst auf die Abschaffung der sozialen Konditionalität festgelegt, wie Recherchen des ARD-Politmagazins Report Mainz zeigen. Deutliche Kritik an den Plänen kommt darin von der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl. Und bereits zuvor hat auch die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) den Plänen…

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Agri-PV priorisieren, Flächenverbrauch reduzieren

Der Gesetzentwurf des Bundes zur Novelle des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)“ bietet aus Sicht des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (ML) keine nachhaltigen Lösungen für den Ausbau der Solarenergie und des Biogassektors. Vielmehr drohen die Zunahme von Flächenkonkurrenzen, ein Rückschlag für den Moorschutz und der Verlust von dezentralen Wertschöpfungsketten. Darauf hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium den Bund in seiner Stellungnahme zum Gesetzesentwurf hingewiesen. Bioland fordert anlässlich des Kabinettsbeschlusses für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz bessere Rahmenbedingungen für Agri-PV und ökologisch wertvolle…

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Warnschuss wahrnehmen: Landwirtschaft jetzt strategisch unabhängiger machen

Die EU-Agrarminister haben im Schnellverfahren europaweit 540 Millionen Euro als Hilfspaket infolge der drastisch gestiegenen Düngemittelpreise zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe freigegeben. Rund 60 Millionen Euro davon fließen nach Deutschland. Das wird einige akut in Schieflage geratene Betriebe entlasten. Eine langfristige Lösung für die strukturelle Abhängigkeit der Landwirtschaft von fossilen Energien ist die Nothilfe jedoch bei weitem nicht, unterstreicht Bioland. Die EU-Mitgliedstaaten können die Hilfe um bis zu 200 % aus nationalen Mitteln aufstocken. In Deutschland wird es dazu resp. zu einer Aufstockung überhaupt aber wohl nicht…

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Philippinen bestätigen Biosicherheit von Eisen-Zink-Reis

Die philippinische Regierung hat für eine neue Reislinie die Biosicherheitserlaubnis zur kommerziellen Verbreitung erteilt. Der Reis wurde mit klassischer Gentechnik so verändert, dass seine Körner mehr Eisen und Zink enthalten. Die philippinische Bauernorganisation Masipag kritisierte die Erlaubnis. Sie verwies dabei auf ein Gerichtsurteil, das die Behörden vor zwei Jahren massiv dafür kritisiert hatte, dass sie die Risiken von Gentechnikpflanzen unzureichend bewerten. HIZ039 heißt der vom philippinischen Reisforschungsinstitut (PhilRice) entwickelte Gentechnik-Reis, in dessen Erbgut ein Gen aktiviert wurde. Es soll dafür sorgen, dass Eisen und Zink…

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Ackerstatus gesichert, Grünland gestärkt, langjährige AbL-Forderung umgesetzt

Eine neue Stichtagsregelung im Förderrecht macht es möglich: Flächen, die am 1. Januar 2026 Acker waren, bleiben dauerhaft Acker. Umbrüche zum Erhalt des Ackerstatus sind grundsätzlich nicht mehr notwendig. Eine entsprechende Vorgabe der EU-Kommission wurde in nationales Recht übernommen. Bislang entstand nach fünf Jahren automatisch Dauergrünland aus einem Acker, wenn Bäuerinnen und Bauern dort Gras oder Grünfutter nicht umgebrochen haben. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die neu eingeführte Stichtagsregelung zum Erhalt des Ackerstatus ab dem 1. Januar 2026 als eine wichtige Verbesserung. Seit Jahren hatte sie dafür…

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Gespaltene Biomärkte: Biomilch stabil gut, Bioschweinefleisch unter wachsendem Druck

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Für Betriebe, die auf Bio umstellen wollen, ist es momentan besonders schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Denn der Biomarkt, der lange Zeit gute Aussichten bot, hat sich zuletzt sehr unterschiedlich, ja konträr entwickelt, so dass Planungssicherheit und klare Zukunftsperspektiven kaum gegeben sind. Dabei ist aber längst nicht alles so schlecht, wie es manchmal dargestellt wird. So ist der Bio-Milchpreis seit Monaten stabil hoch, was für den überwiegend grünlandbasierten Biosektor und bäuerliche Betriebe (vorwiegend in Süddeutschland) große Bedeutung hat. Auch Bio-Eier werden gesucht. Getreide und…

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MMI 3-2026: Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe bleibt angespannt

Der Milch-Marker-Index (MMI), der die Entwicklung der Milcherzeugungskosten aufzeigt und in regelmäßigen Abständen vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) aktualisiert wird, liegt im April 2026 bei 116 (Basis 2020 = 100). Er liegt damit leicht über dem Wert von Januar 2026 (114). Während die Milcherzeugungskosten von Januar bis April 2026 lediglich um 0,54 Cent auf 53,12 Cent je Kilogramm Milch stiegen, sanken die Milchauszahlungspreise mit 1,14 Cent mehr als doppelt so stark auf durchschnittlich nur noch 38,29 Cent je Kilogramm. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen öffnete sich damit weiter: Die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten…

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AbL NRW ruft wegen der klimawandelbedingten Dürre zur Einhaltung und Nachschärfung der Klimaziele auf

Dürre, extreme Hitze, Waldbrände in vielen Ländern Europas - der Wassermangel ist existenzbedrohend für Landwirtschaft, Menschen und Tiere und die drückende Herausforderung in diesem Sommer. Rund um den Jahrestag der verheerenden, tödlichen Flutkatastrophe an Ahr, Erft etc. sind wir in diesem Jahr mit dem anderen Extrem konfrontiert. Darauf weist der nordrhein-westfälische Landesverband der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL NRW) hin. Neben der Dürre verursachen Extremwetterereignisse wie zum Beispiel Hagel große Schäden in der Landwirtschaft. In Süddeutschland und weiten Teilen Ostdeutschlands ist die Situation bereits extrem, in NRW…

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