Gemeinwohlprämie als Beitrag zum Systemwechsel in der EU-Agrarpolitik

Um die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) zukünftig nach dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ auszurichten, legt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) mit der „Gemeinwohlprämie“ einen nach eigenen Angaben „umfassenden und praxistauglichen Vorschlag“ zur Ausgestaltung der Eco-Schemes („Öko-Regelungen“) im Rahmen der GAP nach 2020 vor. Im Mittelpunkt der Gemeinwohlprämie steht laut DVL das unternehmerische Denken und Handeln von Landwirten. Der DVL-Vorsitzende Josef Göppel fordert: „Die Verantwortlichen in Deutschland sollten bei ihren aktuellen Beratungen diesen neuen Impuls für die Ausgestaltung der GAP aufgreifen. Die EU…

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Klöckner: "Ackerland in Bauernhand!"

Eindrücke von der Tagung des Bundeslandwirtschaftsministeriums "Boden ohne Bauern?" am 5. Februar in Berlin von Reiko Wöllert, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL)und Tagungs-Teilnehmer Wer nur der Eröffnungsrede von Bundesministerin Julia Klöckner zur BMEL-Tagung "Boden ohne Bauern?" lauschte, hätte sie fast für eine AbLerin halten können. Sie sei in "großer Sorge um den Bodenmarkt", da sich dort verstärkt außerlandwirtschaftliche Investoren tummelten und unter Umgehung des Grundstücksverkehrsgesetzes Anteile an Betrieben und damit indirekt auch Boden erwerben. "Ackerland gehört in Bauernhand" und…

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Rewe sieht sich als Vorreiter beim Beenden des Kükentötens

Die Rewe Group versteht sich als Vorreiter „im Kampf gegen das millionenfache Töten der männlichen Küken der Legehennenrassen“ und hat jetzt gegenüber der Lebensmittelzeitung (LZ) bestätigt, noch im ersten Halbjahr bei Bioeiern unter eigenem Label komplett auf Bruderhahn-Mast umzustellen. Darüber hinaus seien in sämtlichen 5500 Rewe-und Penny-Märkten Respeggt-Eier im Angebot, die mit Hilfe der Geschlechtererkennung im Ei und damit ohne Kükentöten erzeugt werden. Im November letzten Jahres hatte die Rewe Group gemeldet, dass die Respeggt-Eier zum damaligen Zeitpunkt bereits in 2500 Märkten zu kaufen seien und angekündigt, dass bis Anfang 2020, je nach…

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Arla will auch in Dänemark ohne Gentechnik produzieren

Europas größtes Molkerei-Unternehmen, Arla Foods, wird in seinem Heimatland Dänemark ab dem 1. April 2021 nur noch Milch von Tieren verarbeiten, die vollständig gentechnikfrei gefüttert werden. Sollte ein Mitglied damit nicht einverstanden sein, müsse es spätestens bis 31. August 2020 seinen Ausstieg aus der Genossenschaft erklären, teilte das Unternehmen mit, das 9.900 Landwirten aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden gehört. Das meldet der Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG), dessen Mitglied die Arla Foods Deutschland GmbH ist. In Deutschland, den BeNeLux-Ländern und Schweden hat Arla…

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Risikoabschätzung: Wenn Gentech-Pflanzen sich vom Acker machen

Gentechnisch veränderte Pflanzen können ihr Erbgut an verwandte Wildpflanzen weitergeben oder selbst auswildern. Welche Risiken das mit sich bringt, wird allerdings bei der Zulassung dieser Pflanzen nur unzureichend untersucht. Auf diese Lücke hat das industrieunabhängige Forschungsprojekt Rages hingewiesen und fordert Konsequenzen: Was entkommen kann, darf nicht freigesetzt werden. Im Rahmen von Rages hat das Institut Testbiotech zusammen mit weiteren Wissenschaftlern die Risikoabschätzung für gentechnisch veränderte Pflanzen durch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA unter die Lupe genommen. Parallel dazu trugen die Wissenschaftler systematisch die…

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Brandenburg will ortsansässige Landwirte stärken

Im Januar hat der Landtag in Brandenburg beschlossen, dass es ein Agrarstrukturgesetz geben soll. Dem Beschluss liegt ein gemeinsamer Antrag der Regierungskoalition aus SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen (Kenia-Koalition) zugrunde. Das neue Gesetz soll ortsansässige Landwirte auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt stärken. „Wir werden das Landpachtgesetz, das Grundstückverkehrsgesetz und das Reichssiedlungsgesetz an die hiesigen Verhältnisse anpassen und auf eine neue, zeitgemäße Grundlage stellen. Dem vorangestellt werden soll die Erarbeitung eines agrarstrukturellen Leitbilds. Das Konzept dafür haben wir erstellt“, erklärt der grüne…

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Schweiz: Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien

Die Bäuerinnen- und Bauerngewerkschaft Uniterre in der Schweiz hat Ende Januar ein Referendum gegen das Freihandelsabkommen der Schweiz mit Indonesien gestartet, dem sich laut Uniterre die Kleinbauernvereinigung, Slow Food, die Jungsozialist*innen, die Jungen Grünen und viele weitere Organisationen angeschlossen haben. Indonesien ist der größte Palmölproduzent der Welt und hat im Jahr 2018 über 30 Millionen Tonnen rohes und raffiniertes Palmöl exportiert. Die Produktion ist eng verbunden mit dem großflächigen Roden oder Abbrennen der Urwälder zur Palmölgewinnung und mit massiven Treibhausgasemissionen. „Die Monokulturen zerstören unwiederbringlich…

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DIW-Studie: Höhere Viehdichte führt zu mehr Nitrat im Grundwasser

Der Zusammenhang zwischen dem Ausmaß landwirtschaftlicher Nutzung und der Höhe der Nitratkonzentration ist laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), veröffentlicht in ihrem aktuellen Wochenbericht, in der internationalen Literatur eindeutig belegt. Untersuchungen zeigen demnach, dass für landwirtschaftlichen Anbau genutzte Flächen höhere Nitratwerte im Grundwasser aufweisen und Wald- sowie Grünlandflächen in der Regel eine geringere Nitratkonzentration im Grundwasser haben. Da es für Deutschland laut DIW „bislang keine systematische empirische Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Bodennutzung und der Nitratbelastung…

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Agrochemiekonzerne verdienen Milliarden mit hochtoxischen Pestiziden

Die großen Agrochemiehersteller machen mehr als ein Drittel ihres Hauptumsatzes mit Pestiziden, die für Mensch, Umwelt und Bienen hochgiftig sind – und dies vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern und häufig mit Substanzen, die in Europa schon längst vom Markt genommen wurden. Das geht aus einer Studie hervor, die von der Schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye und der zu Greenpeace UK gehörenden Rechercheabteilung „Unearthed“ am 20. Februar vorgelegt wurde. Sie stützt sich auf Daten der auf die Branche spezialisierten Firma Phillips McDougall und nimmt die fünf Chemieriesen BASF, Bayer Crop Science, Corteva Agriscience, FMC und…

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Fleischersatz - ein Geschäft der Konzerne

Der US-Konzern Cargill, weltgrößter Agrarrohstoffhändler und in Deutschland mit der Cargill Deutschland GmbH vertreten, will im April in den als „zukunftsträchtig“ gewerteten Markt für Fleischersatzprodukte groß einsteigen. Der Konzern wird damit zum Konkurrenten für die Fleischersatzhersteller Beyond Meat und Impossible Foods sowie ebenfalls weltweit agierende Fleischproduzenten wie dem seit 2013 zur chinesischen WH-Gruppe gehörenden US-Konzern Smithfield oder dem ebenfalls zu den größten Schweinefleischproduzenten der Welt zählenden Tyson Foods-Konzern, die beide ebenfalls pflanzliche Produkte verkaufen. Cargill ist in der gesamten…

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