EU-Agrarpolitik vor der Wahl

Die Maiausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da - im aktuellen Schwerpunkt mit einem bzw. mehrere Blicke auf die EU-Agrarpolitik anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni. Henrik Maaß, AbL-Referent für die europäische Agrarpolitik, greift im Kommentar die sich überschlagenden Ereignisse rund um die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) auf. Die Milchbäuerin und ehemalige Europaabgeordnete Maria Heubuch fasst ihre Besorgnis über aufgestaute Unzufriedenheit und Unmut in Gesellschaft und Bauernschaft in Worte – und ruft dazu auf, die gemeinsame Errungenschaft Europa nicht zugunsten scheinbar einfacher Lösungen abzuschreiben, sondern…

weiter lesen...


Zukunft der GAP: Die Abgeordneten müssen die Aufweichung ablehnen!

Schon heute, entgegen der ursprünglichen Planung morgen - Donnerstag, entscheidet das Europaparlament in Straßburg im Schnellverfahren (Dringlichkeitsverfahren) final über die von der EU-Kommission vorgeschlagene Aufweichung ökologischer und sozialer Mindeststandards in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), irreführend auch als „Vereinfachung der GAP“ oder „Bürokratieabbau“ bezeichnet und mit Verweis und als Reaktion auf die Bauernproteste vorgelegt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert die Abgeordneten des Europaparlaments im Vorfeld der Abstimmung dazu auf, ihren demokratischen Mitbestimmungsauftrag ernst zu nehmen und dem…

weiter lesen...


Etwas ist faul im Staate Dänemark - Schweinehaltung zwischen Exporteinbruch, Strukturkrise und Tierwohlversprechen

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Es stimmt etwas nicht in der dänischen Schweinewirtschaft. Während die Regierung neue Tierwohlgesetze ankündigt, ist der genossenschaftliche Schlachtkonzern Danish Crown (DC) in einer fundamentalen Krise und sucht händeringend nach neuen Strategien für die Landwirte und den Absatz. Die Schweinehalter sorgen sich um ihre bisher attraktive Export-Lieferperspektive, DC um ihre Rendite und die Agrarwirtschaft um ihr globales Verkaufsmodell. Lange Zeit galt in der Branche das Vorgehen der Dänen als vorbildlich und erfolgreich. Gerade norddeutsche Erzeuger fuhren zur Nachhilfe nach Dänemark und dänische Züchter haben…

weiter lesen...


Umbau der Tierhaltung über Mehrwertsteuererhöhung auf Fleisch muss zu 100 Prozent auf den Höfen landen

Die Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch wird vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) grundsätzlich begrüßt, muss dabei jedoch zu 100 Prozent auf den Höfen landen. Abgelehnt wird diese Finanzierungslösung demgegenüber vom Bundesverband der Deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten (BVWS). Die von der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) vorgeschlagene Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung sieht eine Mehrwertsteuererhöhung für Fleischprodukte auf den Regelsatz vor, sodass zur Finanzierung des Tierwohls die Mehrwertsteuer von derzeit sieben auf dann 19 Prozent angehoben werden…

weiter lesen...


AbL NRW: Wir brauchen nicht noch mehr versiegelte oder vernichtete landwirtschaftliche Flächen

Für Ermittlung des Bedarfes an zumeist landwirtschaftlichen Flächen für den Straßenbau, für Industrie- und Gewerbeflächen oder den Wohnungsbau liegen in der Regel Prognosen oder Gutachten über die zukünftige Entwicklung in dem jeweiligen Bereich zugrunde. Wie „falsch“ diese sein können, zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie zur Einschätzung der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) zum Braunkohlebedarf respektive zum Kohleabbau im Rheinischen Revier, die unter anderem zum Abriss des Ortes Lützerath geführt hat. Der Bedarf an Kohle ist demnach von der NRW-Landesregierung deutlich überschätzt worden. Für den Landesverband NRW der…

weiter lesen...


Studie: Schluss mit einer einseitigen industriellen Landwirtschaft

Eine groß angelegte globale Studie unter Leitung der Unis Hohenheim und Kopenhagen zeigt: Eine diversifizierte Landwirtschaft nützt sowohl Mensch und Umwelt – und zahlt sich aus. Das Ergebnis ist eindeutig: Die positiven Effekte einer Mischung von Viehhaltung und Ackerbau, Integration von Blühstreifen und Bäumen, Wasser- und Bodenschutz und vieles mehr nehmen mit jeder Maßnahme zu, während negative Auswirkungen kaum zu finden sind. Die jetzt in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie enthält nach Ansicht von Prof. Dr. Ingo Grass von der Universität Hohenheim und seiner Kollegin Prof. Dr. Laura Vang Rasmussen von der Universität Kopenhagen…

weiter lesen...


BN Naturschutz will mit neuer Position zum Wolf einen Schritt auf die Alm- und Alpbauern zugehen

Mit einem neuen Positionspapier zum Thema "Weidetierhaltung und Wolf im Alpenraum" will der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) „einen Schritt auf die Alm- und Alpbauern zugehen und zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen“, in bestimmten Fällen sollten Wölfe leichter entnommen werden. Der Herdenschutz auf den Almen und Alpen ist nach Ansicht des BN aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten und der Beweidungsstruktur erschwert und zum Teil unzumutbar. Gleichzeitig legen Erfahrungen aus anderen Ländern nahe, dass es auch ohne Herdenschutzmaßnahmen aufgrund ihrer Wehrhaftigkeit wenig Risse an über einjährigen Rindern geben wird. Auf dieser…

weiter lesen...


NGT-Pflanzen: EFSA übersah extrem wirkungsvolle und risikoreiche Anwendungen

Bei der Bewertung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT) hat die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA äußerst wirkungsvolle und risikobehaftete Anwendungen übersehen. Darauf weist Testbiotech hin und nennt das „besonders besorgniserregend, weil die EFSA dafür verantwortlich ist, die EU über die möglichen Risiken von NGT-Pflanzen korrekt zu informieren.“ Sind die EFSA-Berichte nicht korrekt oder irreführend, kann dies zu Fehlern bei der Gesetzgebung führen und schwere Folgen für den Schutz von Mensch und Umwelt haben. Wie mehrere Publikationen laut Testbiotech zeigen, ist die Gen-Schere CRISPR/Cas höchst effektiv beim Ausknipsen (Knock-out) von…

weiter lesen...


Exportstopp für in der EU verbotene Pestizide schadet der europäischen Wirtschaft nicht und kommt Drittländern zugute

Es ist ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells der Chemieindustrie, in der EU verbotene Pestizide in andere Teile der Welt, wo ein solches Verbot nicht existiert, zu exportieren. Laut einem jetzt vom Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN) veröffentlichten Bericht, der von einer Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen in Auftrag gegeben wurde, würde ein europäischer Ausfuhr-Stopp von solchen in der EU verbotenen Pestiziden weder zu dem von Pestizidherstellern propagierten Verlust von mehreren tausend Arbeitsplätzen führen noch die Wirtschaft in Europa belasten. Ein solcher Exportstopp würde sich laut PAN im Gegenteil positiv auf die Gesundheit der…

weiter lesen...


AbL: Unsere bäuerliche Stimme für ein vielfältiges und gerechtes Europa!

Am 17. April, dem Internationalen Tag des bäuerlichen Widerstands, hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit Blick auf die am 9. Juni stattfindende EU-Wahl in einem Positionspapier alle Wahlberechtigten dazu aufgerufen, ihre Stimmen für ein vielfältiges und gerechtes Europa einzusetzen. Dazu erklärt Xenia Brand, Bundesgeschäftsführerin der AbL: „Die Europawahl am 9. Juni ist für die Zukunft unserer Höfe sehr wichtig, da viele wichtige agrarpolitische Entscheidungen europäisch getroffen werden. Wir brauchen europaweit viele und vielfältige Höfe und Bäuerinnen und Bauern mit ihrem Wissen und Können: für eine krisenfeste regionale…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…