Weniger Kraftfutter für die Naturland-Biokühe

Naturland stärkt die Nachhaltigkeit der Bio-Milchviehhaltung durch strengere Regeln für den Einsatz von Kraftfutter. Ab 2024 dürfen Naturland-Milchviehbetriebe nur noch halb so viele Futtermittel einsetzen, die in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung stehen, wie laut EU-Öko-Verordnung eigentlich zulässig wäre. „Mehr Gras auf der Weide und dafür weniger Getreide im Trog - indem wir unnötige Nahrungskonkurrenz vermeiden, stärken wir die Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit der Naturland-Milchviehhaltung. Zugleich zeigen wir damit, wie das System Öko-Landbau auch in der Tierhaltung die notwendige Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft…

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Handelsunternehmen für klare Gentechnik-Regeln und stabile Lebensmittelpreise

Lebensmittelhandelsunternehmen aus Deutschland und Österreich appellieren in einem gemeinsamen offenen Brief an EU-Kommission und Europaparlament, bei der geplanten Gentechnik-Neuregulierung Wahlfreiheit, „Ohne Gentechnik“- und Bio-Landwirtschaft sowie stabile Lebensmittelpreise zu sichern. Gentechnik-Deregulierung droht Lebensmittel zu verteuern Die Unternehmen von Rewe Group über Tegut und Hofer bis Spar Österreich warnen in dem Schreiben angesichts der bisherigen Gentechnik-Pläne von EU-Kommission vor Mehrkosten in der Lebensmittelproduktion zum einen durch einen erhöhten Aufwand zur Aufrechterhaltung der Gentechnikfreiheit, zum anderen durch…

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Wiederzulassung von Glyphosat wird vor Gericht angefochten

Gegen die von der Europäischen Kommission angekündigte Wiederzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre haben das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) Europe und vier Mitgliedsorganisationen Klage vor dem EU-Gericht angekündigt. Dazu erklärt Dr. Martin Dermine, geschäftsführender Direktor von PAN Europe: "Die Wiederzulassung steht im direkten Widerspruch zu den Erkenntnissen zahlreicher unabhängiger Wissenschaftler, die die Auswirkungen von Glyphosat erforscht haben. Sie widerspricht dem Willen der großen Mehrheit der Europäer und ignoriert die dringende Notwendigkeit und das politische Engagement, den Pestizideinsatz zu reduzieren. Vor allem aber…

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Studie: Gentech-Baumwolle in Indien gescheitert

In einer Übersichtsarbeit haben Agrarwissenschaftler aus den USA und Italien das Scheitern von gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle in Indien erklärt. Sie empfehlen den Landwirten, auf heimische gentechnikfreie Baumwollsaat umzusteigen und warnen davor, Bt-Baumwolle in Afrika einzuführen. In Indien wächst auf mehr als 90 Prozent der Felder gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle. Sie produziert ein eigenes Gift, das Schadinsekten wie den Baumwollkapselwurm töten soll. Nach der Erhebung der Agrarwissenschaftler Gutierrez, Kenmore und Ponti liegt es an dieser Gentech-Baumwolle, dass die durchschnittliche Baumwollernte pro Hektar in kaum einem Land so…

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Zwei Jahre Koalitionsvertrag: Leere Versprechungen und mangelnde Fortschritte im Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass sich der Koalitionsvertrag der Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren als eine Sammlung leerer Versprechungen entpuppt hat. Der Koalitionsvertrag, der mit zahlreichen Tierschutz-Versprechen so viele Ankündigungen in diesem Bereich enthält wie nie zuvor, wurde am 24. November 2021 veröffentlicht. Außer der Ernennung einer Bundestierschutzbeauftragten ist jedoch zwei Jahre später nichts passiert. „Mit dem Koalitionsvertrag war viel Hoffnung für Tierschutzfortschritte verbunden. Nach zwei Jahren jedoch sind wir bitter enttäuscht. Die politischen Zusicherungen zur Verbesserung der zahlreichen…

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Futtermittelindustrie, Fleischwirtschaft und Fast-Food-Ketten nicht bereit für kommende EU-Verordnung gegen Entwaldung

Der Großteil deutscher Unternehmen der Futtermittelbranche, Fleischwirtschaft und Systemgastronomie wie Fast-Food-Ketten würde aktuell gegen die EU-Verordnung gegen Entwaldung verstoßen. Dies ergibt eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 62 deutschen Unternehmen. Nur vier der befragten Unternehmen ergreifen derzeit dafür erforderliche Maßnahmen zur Rückverfolgung beim Einsatz von Futter-Soja, bei Palmöl ist es sogar nur eines. Die DUH fordert alle Unternehmen auf, öffentliche Aktionspläne mit konkreten Zielen und Fristen für die Einhaltung der EU-Verordnung gegen Entwaldung vorzulegen. Für Futtermittel für die Fleisch- und…

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Niedersachsen will mit zwei Erlassen tierschutzwidrige Tiertransporte unterbinden

Das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen (ML) hat ein Erlasspaket zu Tiertransporten und Exporten von lebenden Tieren auf den Weg gebracht. Tierschutzwidrige Zustände sollen unterbunden werden. Am 9. Oktober ist der sogenannte „Ägypten-Erlass“ in Kraft getreten. Dieser besagt, dass die kommunalen Behörden Tiertransporte per Schiff nach Alexandria untersagen sollen, wenn als Bestimmungsort ein Stall im dortigen Hafen angegeben ist. Dem Landwirtschaftsministerium liegen glaubhafte Informationen vor, nach denen niedersächsische Rinder nicht wie angegeben dort untergebracht waren. Der angegebene Treibweg durch den Hafen ist für die Tiere nicht…

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Verlust von Pflanzendiversität kann sich negativ auf die Kohlenstoffbindung auswirken

Auf artenreichen Graslandflächen wird mehr Kohlenstoff im Boden gebunden als auf artenarmen Standorten. Das zeigen jetzt im Fachmagazin „Natur Communications“ publizierte aktuelle Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts, an dem unter anderem auch die Leuphana Universität Lüneburg beteiligt war. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Diversität und chemischer Zusammensetzung der Vegetation gibt. Die Forscher:innen konnten nachweisen, dass in artenreicheren Umgebungen pflanzliche Biomasse entsteht, die sich nach dem Absterben im Boden langsamer zersetzt. Das hat zur Folge, dass mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert wird.…

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AbL: „Ein Armutszeugnis für die Agrarministerkonferenz“

Unter dem Vorsitz von Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (CDU) tagten am 21. November die Agrarministerinnen und -minister sowie Agrarsenatorinnen und -senator der Länder und des Bundes in einer digitalen Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und konnten sich auf keinen konkreten Beschluss zur Weiterentwicklung der GAP verständigen. Ein „Armutszeugnis“ nennt das die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Die Vorstellungen der Länder insbesondere zu den Öko-Regelungen, die auch die Ablehnung neuer Öko-Regelungen beinhalten, werden in den Statements einzelner Länder sowie von…

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Biomarkt stabilisiert sich - Schweinepreise hui, Milchpreise pfui

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ 2023 ist kein Jubeljahr für die Biobetriebe. Die allgemeine Kaufkraftschwäche trifft die Branche im Absatz empfindlich. Da nützt auch keine laut verkündete „Bio- Strategie 2030“ des Ministeriums (die Regierungskoalitionen konnten sich ja mal wieder nicht einigen!). Und zusätzliches Staatsgeld ist für den Sektor trotz aller wohlklingenden Pläne angesichts der Haushaltslage kaum zu erwarten. Also muss es der Markt richten. Und es spricht einiges dafür, dass „sich was tut“. Laut Daten von Konsumforschern (Nielsen) konnten Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriemärkte in den ersten neun Monaten ihren Bio-Umsatz…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…