Pestizidatlas 2022 zeigt: Neue Bundesregierung muss Pestizidwende einleiten

Die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) fordern von der Bundesregierung, den Einsatz von Pestiziden konsequent zu reduzieren. Vor allem besonders toxische Pestizide müssen verboten werden und bereits in der EU verbotene Pestizide dürfen nicht länger exportiert werden, wie die Organisationen bei der Vorstellung des "Pestizidatlas 2022" betonten. Anlässlich der Vorstellung fordern unter anderem auch Bioland und der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling konsequente Schritte zur Reduktion des Pestizideinsatzes. Der "Pestizidatlas 2022" zeigt, dass die Menge weltweit…

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„Geprüfte Qualität – Bayern“ mit nicht ausreichender Neuerung

Seit dem 1. Januar gilt für das Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern“ eine Neuerung: Mindestens 50% der eingesetzten Futtermittel müssen aus Bayer stammen, um Erzeugnisse mit diesem Siegel zu kennzeichnen. „Diese Erweiterung der Kriterien wird den Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher an die Erzeugung regionaler Produkte gerecht“, so Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Michaela Kaniber laut Medienberichten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bayern begrüßt die neue Regelung als ersten Schritt in Richtung ihrer Forderungen, die sie mit Blick auf das Siegel im Rahmen einer vor geraumer Zeit gestarteten und von weiteren…

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NRW-Landesregierung verantwortlich für Zerstörung besonders fruchtbarer Böden

Mit den Beschlüssen zum Kohleausstieg und zu den konkreten Maßnahmen in den Jahren 2019/2020 wurden Mittel von bis zu 40 Milliarden für den Strukturwandel in den Kohleregionen und zugunsten von Investitionen in den betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Diese Milliarden und ein „Entfesselungspaket“ der aktuellen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW), mit dem unter anderem eine Begrenzung des Flächenverbrauchs der rot-grünen Vorgängerregierung aufgehoben wurde, haben nach Ansicht des Landesverbandes NRW der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) jetzt fatale Folgen für die fruchtbaren Böden des Rheinischen Reviers in NRW.…

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Nach Verkaufs-Stopp der BVVG-Flächen diese agrarstrukturell sinnvoll einsetzen

Seit dem 17.12.2021 verkauft die bundeseigene Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) für einen Zeitraum von zunächst voraussichtlich acht Wochen keine Flächen mehr. Während der Landesbauernverband Brandenburg diesen Stopp der „Zuführung von landwirtschaftlich nutzbarer Fläche in geeignete Hände“ deutlich kritisiert, schlägt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft vor, die BVVG-Flächen zukünftig für „agrarstrukturell wichtige und sinnvolle Dinge einzusetzen“ und dabei insbesondere Existenzgründungen zu berücksichtigen. Mit Blick auf Äußerungen im Koalitionsvertrag der Ampel hat die BVVG „um keine Fakten zu schaffen“, die den…

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Dreistes Greenwashing: Kein Geld für Atom und Gas!

Mit einem Eil-Appell möchte ein Bündnis aus BUND, Campact, NABU, Greenpeace und anderen Organisationen verhindern, dass die EU im Rahmen ihrer sogenannten Taxonomie-Regelungen Investitionen in Atom und Gas als „nachhaltig“ einstuft. Die Taxonomie ist wichtig, da sie der neue Standard für nachhaltige Investitionen sein soll. Sie definiert, welche Energiequelle als nachhaltig gilt und welche nicht. In Zukunft müssen Investitionen den Kriterien der Taxonomie genügen, um als „nachhaltig“ zu gelten. Dass nun Atom und Erdgas in der Taxonomie als nachhaltige Energieträger eingestuft werden, widerspricht der ursprünglichen Intention massiv. Die ZEIT schreibt:…

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Özdemir will Verbot unter Produktionskosten prüfen

Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir hat in der Diskussion um die Preisgestaltung bei Lebensmitteln innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette auch die Prüfung eines Verbots des Verkaufs im Lebensmitteleinzelhandel unter Produktionskosten angekündigt. Eine deutliche Absage zu einem solchen Verbot erhält er daraufhin vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Die AbL sieht in einem solchen Verbot durchaus positive Wirkungen und fordert den Handel auf, den durchaus konstruktiven Gesprächen im Agrardialog jetzt endlich Taten folgen zu lassen. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland hatte Özdemir auf die Frage nach der Rolle…

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Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Erzeugerpreise 2021 - Milchpreis zieht (spät) an ++ Biomilchmarkt steigt in der Menge und im Preis ++ Milch wandert von Ost nach Nordwest – Bayern dank Bio stabil ++ Rindfleischpreise im Höhenflug

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Frankreich und Österreich fordern europäische Eiweißstrategie

Eine stärkere Förderung des europäischen Anbaus von pflanzlichen Proteinen und insgesamt des europäischen Eiweißsektors fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Landwirtschaftsminister:innen von Österreich und Frankreich, auch um die Abhängigkeit von Importen und das Risiko einer stärkeren Abholzung in Drittländern zu verringern. Gleichzeitig fordert der WWF ein starkes EU-Gesetz, das nicht nur die Entwaldung für nach Europa exportierte Güter stoppen soll. „Der Übergang zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen ist von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der aktuellen Umwelt- und Klimaherausforderungen, mit denen der europäische Agrarsektor…

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Statt Großdemo in Berlin „Staffel-Lauch“ von zuhause

Leider muss, wie schon im vergangenen Jahr, wegen der Corona-Pandemie die große „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin abgesagt werden. Um dennoch ein deutliches Signal für eine Agrarwende zu setzen, gibt es die Mitmach-Aktion „Staffel-Lauch“. Alle, denen eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft am Herzen liegt, können ein Video mit ihren Forderungen für den agrarpolitischen Neustart einreichen und den „Staffel-Lauch“ so ins Regierungsviertel tragen. Die Teilnahme ist noch bis zum 18.01. möglich und eine Anleitung dazu findet sich unter www.wir-haben-es-satt.de/mitmachen/staffellauch/. Die Videos werden dann auf verschiedenen social-media-Kanälen…

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BfN warnt vor Abbau wissenschaftlicher Normen in Teilbereichen der Gentechnik

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) warnt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Großbritannien, Südafrika, Deutschland und den USA in einem aktuell veröffentlichten Peer Review-Artikel der renommierten Fachzeitschrift „Science“ vor einer Abkehr von gut etablierten und evidenzbasierten wissenschaftlichen Normen bei der potentiellen Freisetzung von gentechnisch veränderten sich selbst ausbreitenden (GV) Viren. Das Vorsorgeprinzip müsse auch mit Blick auf das Genome Editing bei Nutzpflanzen bleiben. Labormodifikationen von sich selbst ausbreitenden GV Viren sind laut einer Mitteilung des BfN genetisch zu flexibel, um sicher und…

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