BÖLW zum Vereinfachungspaket: Konventionelle Betriebe nicht mit Bio gleichsetzen

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) appelliert an die Europäische Kommission und den Rat beim bevorstehenden Trilog zum Vereinfachungspaket der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) konventionelle Betriebe bis 50 Hektar nicht mit Bio gleichzusetzen, so wie es das EU-Parlament beschlossen habe. Thomas Lang, Vorstand Landwirtschaft beim Bio-Spitzenverband, erklärt: „Es ist gut, dass sich Kommission, Rat und Parlament einig sind, dass Bio-Betriebe von gewissen Compliance-Nachweisen für Nachhaltigkeit ("Konditionalität") ausgenommen werden sollen, weil sie Ökosystemleistungen bereits durch ihre Bio-Zertifizierung nachweislich erbringen. Kommission…

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„Warum so wütend? Hintergründe und Ursachen der Bauernproteste“

Eine neue Publikation mit dem Titel „Warum so wütend? Hintergründe und Ursachen der Bauernproteste“ widmet sich den Ursachen, Dynamiken und der gesellschaftlichen Bedeutung der Bauernproteste in Deutschland, Frankreich und Polen. Der landwirtschaftliche Protest zum Jahreswechsel 2023/2024 hat Deutschland – und Europa – in Bewegung versetzt. In bislang ungeahnter Heftigkeit und Dauer gingen Landwirt:innen auf die Straßen, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Auslöser war die Kürzung der Agrardiesel-Subventionen, doch schnell zeigte sich: Die Proteste reichten weit über eine reine Reaktion auf finanzielle Einbußen hinaus. Sie offenbarten tieferliegende…

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Urteil kippt „Rote Gebiete“ in Bayern: AbL fordert gerechte und wirksame Düngepolitik

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat geurteilt, dass die Bayerische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung mit den „Roten Gebieten“ unwirksam ist. Die bundesrechtliche Ermächtigungsgrundlage für die Bayerische Ausführungsverordnung, § 13a Abs. 1 DüV, genüge mangels hinreichender Regelungsdichte nicht den verfassungsrechtlichen Anforderungen des Grundrechts auf Eigentum und der Berufsfreiheit. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist die Bundesregierung jetzt gefordert, das Düngegesetz zügig auf Basis einer einzelbetrieblichen Bilanzierung mit wirksamen Anreizen weiterzuentwickeln. Der Bundesverband der Energie- und…

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Vogelgrippe, Stallpflicht und Eierkrise

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die Geflügelpest (Vogelgrippe, H5N1) breitet sich im Herbst 2025 in Deutschland dramatisch aus. Täglich werden neue Ausbrüche gemeldet. Erstaunlich ist nicht das Auftreten der Pest, sondern der frühe Zeitpunkt und das Tempo. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat bereits 30 Ausbrüche in Geflügelhaltungen und eine große Zahl infizierter Wildvögel registriert. Mehr als 500.000 Hühner, Enten, Gänse und Puten seien bereits getötet worden, meldet das FLI. Besonders der Norden – Niedersachsen, Meck-Pom und Brandenburg - verzeichnet die meisten Ausbrüche. Der frühe Zeitpunkt überrascht die Fachleute. Sonst tritt die…

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Claudia Gerster und Martin Schulz als AbL-Bundesvorsitzende bestätigt

“Zukunft braucht Höfe: Wie geht es weiter in der Agrarpolitik?” Mit dieser Frage haben sich am Wochenende mehr als 180 AbLer:innen und Gäste auf der AbL-Mitgliederversammlung intensiv auseinandergesetzt. In Werkstätten und im Plenum wurde fachlich diskutiert über faire Preise, Umbau der Tierhaltung, Gemeinsame Agrarpolitik, Recht auf Nachbau, verursachergerechte Düngepolitik, gentechnikfreie Landwirtschaft, Bodenpolitik und vieles mehr. Auch Hofvorstellungen, regionales Essen und ein kulturelles Programm haben dabei nicht gefehlt. Im Fokus der politisch strategischen Überlegungen der AbL stand die Situation auf den Höfen. Das wird dadurch…

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Junglandwirteförderung zwischen Hoffnung und Haushalt

„Vorsichtig optimistisch“ zeigt sich die stellv. Bundesvorsitzende Anne-Kathrin Meister vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL) mit Blick auf das von der EU-Kommission vorgelegte Strategiepapier zum Generationenwechsel in der Landwirtschaft. Den „schönen Worten“ müsse jetzt aber auch „echtes Geld“ folgen. Die europäische Bio-Jugendbewegung kritisiert den Mangel an konkreten Instrumenten und die mangelnde Anerkennung der ökologischen Landwirtschaft zur Förderung des Generationswechsels. Noch keine Position zu dem Papier hat offensichtlich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Auf dem jüngsten EU-Agrarministerrat verkündete er, die Strategie…

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BÖLW mahnt EU-Kommission zu Kurskorrektur bei Öko-Geflügelhaltung

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht die Zukunft der Öko-Geflügelhaltung durch eine Neuauslegung der EU-Öko-Verordnung durch die EU-Kommission massiv bedroht. Künftig soll nur noch ein Mastgeflügelstall pro Hof erlaubt sein. Darüber haben die Spitzen der Landwirtschaftsverbände im BÖLW auf dem Bio-Puten-Hof Zieslübbe in Mecklenburg-Vorpommern beraten. „Wer den Ökolandbau in Europa stärken will, darf bewährte Strukturen nicht zerstören. Wir brauchen praxisgerechte Regeln für die Bio-Geflügelhöfe, die Tierwohl, Umwelt und Betriebe gleichermaßen sichern. Die neue Auslegung würde Investitionen auf den Höfen zunichtemachen und den Umbau…

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Forschung: Neue Gentechnik lässt sich nachweisen

Das von der Europäischen Union geförderte Forschungsprojekt Darwin hat erste Ergebnisse und eine klare Botschaft an die Politik veröffentlicht: Anders als oft behauptet, können Labore nachweisen, ob mit neuen gentechnischen Verfahren in das Erbgut von Pflanzen eingegriffen wurde. Doch damit die Labore solche Nachweise schnell entwickeln können, müssen die rechtlichen Vorgaben für die Hersteller stimmen, schrieben die Forschenden. Die wichtigsten Bedingungen: Unternehmen, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellte Organismen vermarkten wollen, müssen genau angeben, was sie geändert haben. Ferner müssen sie Referenzmaterial für…

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Massive Menschenrechtsverletzungen bei deutschem Agrarinvestor Amatheon in Sambia

Eine aktuell veröffentlichte Studie von FIAN Deutschland deckt gravierende Menschenrechtsverletzungen beim Agrarunternehmen Amatheon in Sambia auf. Die mehrjährige Recherche zeigt massive Probleme bei Landbesitz, Zwangsräumungen, Wasserzugang und der illegalen Beschlagnahmung von Vieh. Der Berliner Investor Amatheon ist laut FIAN über 14 Tochterfirmen in der Agrarwirtschaft in Sambia, Simbabwe und Uganda aktiv. Die mit Abstand größten Investitionen tätigte das Unternehmen in Sambia. Nach eigenen Angaben hat Amatheon dort seit 2012 rund 40.000 Hektar Land erworben und gilt damit als größter deutscher Agrarinvestor auf dem afrikanischen Kontinent. Zu…

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Deutsche Bank finanziert Wald-zerstörende Unternehmen

Ein neuer Bericht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Umweltorganisation Harvest deckt auf, mit wie viel Geld die Deutsche Bank indirekt weltweit Entwaldung finanziert: Zwischen 2018 und 2024 flossen demnach fast 400 Millionen US-Dollar an Krediten sowie 176 Millionen US-Dollar an Investitionen in Unternehmen, die nachweislich entwalden. Die Unternehmen aus Branchen wie Palmöl, Rindfleisch, Zellstoff und Soja, zu denen zum Beispiel Cargill und Bunge gehören, sind laut DUH/Harvest allesamt Treiber globaler Abholzung. Dabei reichen ihrer Ansicht nach die selbstgesetzten Umwelt- und Sozialrichtlinien der Bank nicht aus, um Entwaldungsrisiken…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…