Oktober 2022 in Deutschland: Milcherzeugungskosten gedeckt - Langfristige Kostendeckung als Grundvoraussetzung für stabile Produktion notwendig

Mit 47,51 Cent pro Kilogramm verharren die Milcherzeugungskosten weiterhin auf einem sehr hohen Stand. Das zeigt der vierteljährlich vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) errechnete und jetzt veröffentlichte Milch Marker Index (MMI = 115 Punkte; siehe Tabelle). Die aktuellen Milchauszahlungspreise führen jedoch dazu, dass die Herstellungskosten gedeckt sind. Die Deutsche Milcherzeugergemeinschaft (MEG Milch Board), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und das European Milk Board (EMB) fordern die Politik auf, jetzt die Rahmenbedingungen für ein gezieltes Mengenmanagement zu schaffen, um ein Zurückfallen auf die über…

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Verbändeposition: Tierhaltungsstandort Deutschland umbauen statt abbauen!

In einem gemeinsamen Papier kritisieren der Deutsche Bauernverband, der Bundesverband Rind und Schwein, Deutscher Raiffeisenverband, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft die aktuellen Gesetzentwürfe der Bundesregierung zum Umbau der Tierhaltung in Deutschland als völlig unzureichend, um einen tatsächlichen Umbau voranbringen zu können: Der Entwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes weise erhebliche Lücken und gravierende Schwachstellen auf, der Referentenentwurf zur Änderung des Baugesetzbuches sei unzulänglich und die Finanzierung zum Umbau der Tierhaltung sei…

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Agrarjugendverbände in NRW erneuern Forderungen nach Existenzgründungsprämie und machen Finanzierungsvorschlag

Bereits im November 2021 hat ein breiter Zusammenschuss landwirtschaftlicher Jugendverbände in NRW die Einführung einer sogenannten „Existenzgründungsprämie“ gefordert und einen konkreten Ausgestaltungsvorschlag präsentiert. Die in der 2. Säule anderer Bundesländer bereits eingeführte Prämie soll die weitestgehend pauschale Junglandwirt:innenförderung der 1. Säule der GAP ergänzen und die extrem kapitalintensiven landwirtschaftlichen Existenzgründungen gezielt und anhand eines Konzeptes unterstützen. Laut Philipp Sander, Vorstandsmitglied des Rings der Landjugend Westfalen-Lippe, würde eine entsprechende Prämie „der bäuerlichen Landwirtschaft in der…

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Düngelandesverordnung in Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet – 32% rote Gebiete

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) darf künftig auf 429.218 Hektar (32,03 % der Landwirtschaftsfläche) nur noch eingeschränkt gedüngt werden. Das sieht die neue Düngelandesverordnung 2022 vor, die jetzt offiziell verabschiedet. Bei der Vorstellung der neuen Verordnung sprach er sich auch gegen Überlegungen für einen am Verursacher ansetzenden und das Konzept der Roten Gebiete als ungerecht kritisierenden Ansatz aus, wie er beispielsweise von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vorgeschlagen wird. Kritik an den Inhalten der Verordnung und dem vom Ministerium vollzogenen Beteiligungsverfahren kommt vom Bauernverband…

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Deutschland muss Stickstoff-Überschüsse in der Landwirtschaft dringend abbauen

Ohne Stickstoff kein Pflanzenwachstum – doch erhebliche Mengen aus der Landwirtschaft schädigen ganze Ökosysteme und tragen als Lachgas massiv zum Klimawandel bei. Deutschland verfehlt zudem die EU-Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser. Darauf weisen Expertinnen und Experten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften – acatech in einem Positionspapier hin und zeigen darin, wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette Stickstoffüberschüsse wirksam reduziert werden können. Die Akademie empfiehlt unter anderem schärfere Grenzwerte, Anreize für nachhaltige Bewirtschaftungsstrukturen, eine präzisere Düngung verbunden mit einer Bepreisung von…

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Landwirtschaft braucht grundlegende Veränderung – 2023 muss Wandel einläuten

Anlässlich der bevorstehenden Internationalen Grünen Woche fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundesregierung auf, endlich den Umbau der Landwirtschaft anzupacken. Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender, erklärt: „Wir müssen raus aus dem agrarpolitischen Stillstand. Für Umwelt und Landwirt*innen sind Wachstumszwang und ständiges Weiter so fatal. Doch statt Aufbruch sehen wir Blockade und Rückschritte. So wurden die Preissteigerungen bei Getreide und die Energie-Knappheit im Zuge des Krieges gegen die Ukraine von der Agrarlobby als Argumente gegen den ökologischen Umbau eingesetzt. Rückwärts ging es auch beim europäischen…

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Wissenschaftliche Argumente bleiben in der Berichterstattung über Neue Gentechnik im Bayerischen Fernsehen außen vor

Das Bayerische Fernsehen berichtete am 13. Januar in der Sendung „Unser Land“ über das Thema Neue Gentechnik in der Landwirtschaft. In der Sendung wird nach Ansicht des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech der Eindruck vermittelt, dass es bei der Neuen Gentechnik schon deswegen kaum Risiken geben könne, weil die meisten ExpertInnen behaupten, dass es keine gebe. Das ist laut Testbiotech im Fall der Neuen Gentechnik ein besonderes Problem, weil sich nur wenige ExpertInnen, unabhängig von Verwertungsinteressen, mit der Risikoforschung befassen. In der Sendung wurde unter Bezugnahme auf Testbiotech zwar…

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AbL zum Bundesprogramm Tierwohl

Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung soll Investitionen in zukunftsfeste Stallbaumaßnahmen fördern. Darüber hinaus sollen auch die laufenden Mehrkosten, die durch eine besonders tier- und umweltgerechte Tierhaltung entstehen, gefördert werden. Neben der Erfüllung von haltungsbezogenen Kriterien werden hier insbesondere auch Tierwohlindikatoren wie beispielsweise ein intakter Ringelschwanz in der Schweinehaltung berücksichtigt. Das Programm umfasst für das Jahr 2023 150 Millionen, die voraussichtlich frühestens im Herbst ausgezahlt werden können. Vorgesehen ist, 100 Millionen für Investitionen zu nutzen, und 50 Millionen für laufende Mehrkosten.…

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AbL: Kohleabbau stoppen, fruchtbare Böden retten, 1,5 Grad Grenze einhalten!

Heute hat die Polizei mit der Räumung des Ortes Lützerath im RWE-Braunkohlerevier in Nordrhein-Westfalen (NRW) begonnen, ein Einsatz, der möglicherweise mehrere Tage oder gar Wochen dauern wird. Anlässlich einer für den 14. Januar in Lützerath geplanten Großdemonstration, um gegen die von der Landesregierung NRW gestartete Räumung und für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit zu protestieren, erklärt Elisabeth Fresen, Bundesvorsitzende der AbL und Bäuerin in Niedersachsen: „Wir akzeptieren es nicht! Rund um Lützerath liegen Ackerflächen die zu den fruchtbarsten in Europa gehören, Böden die gut mit Dürre umgehen können und hervorragend für einen…

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Veganismus ist ein zentraler Angriff auf bäuerliche Strukturen

Anmerkungen von Prof. Dr. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND und ehem. Vorstandsvorsitzender von NEULAND e.V., zum Antrag der BUND-Jugend, auf BUND-Bundesveranstaltungen standardmäßig vegane Ernährung einzusetzen.

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