UBA-Schätzung 2023: Landwirtschaft bei Klimazielen auf gutem Weg

Im Jahr 2023 emittierte Deutschland 10,1 Prozent weniger Treibhausgase (THG) als 2022. Das zeigen neue Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA). Gründe sind laut UBA der gestiegene Anteil erneuerbarer Energien, ein Rückgang der fossilen Energieerzeugung und eine gesunkene Energienachfrage bei Wirtschaft und Verbrauchern. Insgesamt wurden 2023 in Deutschland rund 673 Millionen Tonnen THG freigesetzt – 76 Millionen Tonnen oder 10,1 Prozent weniger als 2022. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1990. Insbesondere der Verkehrssektor muss beim Klimaschutz aber nachsteuern. Er verfehlt seine Klimaziele erneut deutlich und liegt 13 Millionen Tonnen über dem…

weiter lesen...


Grasfütterung für Kühe macht Milchproduktion nachhaltiger

Mehr Gras und Heu statt Mais und Kraftfutter für deutsche Rinder hätten einer Studie zufolge positive Auswirkungen in verschiedenen Bereichen. Der Futterwechsel beeinflusse sowohl den Flächenverbrauch, die Gesamtproduktion von Nahrungsmitteln als auch das Klima und das Tierwohl. Das geht aus der Studie des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) hervor, die der Auftraggeber Greenpeace am Montag veröffentlichte. Somit habe eine rein grünlandbasierte Milchproduktion großes Potenzial für den Klimaschutz. Gleichzeitig könne die Nahrungsmittelproduktion durch freiwerdende Futterflächen deutlich erhöht werden. Deutlich weniger Milch,…

weiter lesen...


Marktpolitische Rahmenbedingung für faire Preise in Deutschland und im globalen Süden

Auf der gemeinsamen Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Agrar Koordination und von Germanwatch zum Thema „Faire Preise in Agrarlieferketten – Beispiel Milch und Kaffee“ wurde deutlich, dass marktpolitischer Handlungsbedarf aus agrarpolitischer und auch entwicklungspolitischer Sicht besteht. „Es ist frappierend, wie ähnlich die Herausforderungen für uns Bäuerinnen und Bauern sind, egal ob in Äthiopien, Peru oder Deutschland. Die Produktionskosten für die Höfe werden in allen Ländern nicht gedeckt. Allerdings ist die existentielle Bedrohung im globalen Süden drastischer und kann zu Hunger führen“, erklärt…

weiter lesen...


CRISPR-Senfsalat in Turbulenzen

Laut einer Meldung des „Food Navigator“ vom Februar 2024 setzt die US-Firma Pairwise die direkte Vermarktung von Senfblättern aus Neuer Gentechnik (NGT) aus. Das teilt das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech mit. Pairwise will die Vermarktung der Pflanzen als Salatblätter künftig über Kooperationspartner fortsetzen, die aber erst noch gefunden werden müssten. Der Senf wurde 2023 auf den US-amerikanischen Markt gebracht, als eine der ersten NGT-Pflanzen weltweit. Der NGT-Senf (Brassica juncea), auf den die Firma bereits zwei Patente angemeldet hat (WO2021030738 und WO2024020360), weist tiefgreifende…

weiter lesen...


Jede dritte Hähnchenfleischprobe aus Massentierhaltung mit antibiotikaresistenten Keimen belastet

Eine Stichprobenuntersuchung des Institute of Pharmacy/LPG - Pharmaceutical Microbiology der Universität Greifswald im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass jedes dritte Hähnchenfleischprodukt aus Massentierhaltung mit antibiotikaresistenten Erregern belastet ist – genauer gesagt 11 von 35 Hähnchenfleischproben. Von den 30 getesteten Bio-Hähnchenfleischprodukten waren hingegen 2 Proben belastet. Antibiotikaresistente Keime entstehen u.a. durch den exzessiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung, so die DUH. Bei der Schlachtung können die Keime vom Darm der Tiere auf die Fleischoberfläche und letztlich den Menschen übergehen –…

weiter lesen...


Korrektur

Beim Beitrag zum Besuch von Minister Özdemir in Baden-Württemberg hat sich bei der Bildunterschrift zu den Gesprächsteilnehmer:innen bei den Vornamen in der Familie Bosch der Fehlerteufel eingeschlichen. Richtig muss es heißen (nebenstehend v.l.): Stefan Klett, Matthias Bosch, Xenia Brand, Elisabeth Waizenegger, Manuel Bosch, Cem Özdemir, Sarah Bosch, Maria Heubuch, Anika Bosch, Birgit Bosch, Henrik Maaß (verdeckt) sowie ein Auszubildender der Familie Bosch. Wir bitten unser Missgeschick zu entschuldigen.

weiter lesen...


Grabenkämpfe überwinden - Landwirtschaft zukunftsfest machen!

„Weiterentwicklung der GAP ab 2028“ lautet das Schwerpunktethema des im Rahmen des Treffens der Agrarministerinnen und-minister von Bund und Ländern (AMK) vorgesehenen Austauschs mit den Verbänden der Zivilgesellschaft. Der Naturschutzbund (NABU) und die Arbeitsgemeischaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) verweisen gemeinsam im Vorfeld des Treffens auf die große Einigkeit der unterschiedlichen Verbände, die bislang weitestgehend pauschalen Direktzahlungen vollständig in ein System zu überführen, das Bäuerinnen und Bauern bei Umwelt-, Klima- und Tierschutz einkommenswirksam entlohnt. Diese Zukunftsvision für die GAP findet sich nicht nur im…

weiter lesen...


Aufregung im Milchmarkt über Preise im Aufwind und verpflichtende Verträge

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ In diesen turbulenten Zeiten kommen die Agrarmärkte nicht zur Ruhe. Der Schweinepreis ist doppelt so hoch wie vor zwei Jahren. Dagegen ist der Getreidepreis zugleich um die Hälfte abgestürzt. Der Milchpreis wiederum ist von Hosianna 2022 auf schlechtes Normalmaß 2023 zurückgestutzt. Die Einkommen der Milcherzeuger werden 2023/24 drastisch zusammengestrichen. Wird die 5 vorn erreicht? Dabei gehen die Prognosen weit auseinander. Der Milchpräsident des DBV schätzte den Preis zu Jahresbeginn bei gerade einmal 40 ct/kg ein. Aber schon im Januar legte der Durchschnittspreis bei etwa 43,5 Cent an – mit steigender…

weiter lesen...


AbL-Delegation fordert im Gespräch mit Minister Özdemir wirtschaftliche Perspektiven und Planungssicherheit für die Höfe

Eine Delegation des Bundesvorstands der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), des AbL-Landesvorstands Baden-Württemberg und der AbL Fachgruppen traf sich mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir auf dem AbL-Milchviehbetrieb der Familie Bosch bei Ulm, um über Anliegen der Bäuerinnen und Bauern in der aktuellen Agrarpolitik zu sprechen. Oder wie es der Minister auf social media mit Foto aber ohne weitere Ausführungen formuliert: „Auf einem Bio-Hof in Baden-Württemberg tauscht sich Cem Özdemir mit dem neuen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft aus. Themen sind unter anderem die Entwicklung der GAP und neue…

weiter lesen...


Agroforst: Bürokratie verhindert effektive, leicht umsetzbare Maßnahmen für mehr Vielfalt auf dem Acker

Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) fordert von der heute beginnenden Agrarministerkonferenz (AMK) Anpassungen der Öko-Regelungen zum Agroforst. Agroforstsysteme bieten sich nach Ansicht des Fachverbands hervorragend an, um Agrarflächen ökologisch deutlich aufzuwerten. Durch den Anbau verschiedener Ackerkulturen in einem Agroforstsystem oder die Etablierung von Blüh- und Brachflächen entlang der Gehölzstreifen könnte die biologische Vielfalt zusätzlich profitieren. Beide Maßnahmen dürfen aber nicht umgesetzt werden. Diese Einschränkungen widersprechen laut DeFAF den an vielen Stellen verkündeten Zielen des Bundesministeriums für…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…