Vielstimmiges Drängen auf Umsetzung der Vorschläge der Borchert-Kommission noch vor der Bundestagswahl

„Das Warten auf Studienergebnisse darf nicht dazu führen, dass uns wertvolle Zeit verrinnt – gerade mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wir müssen jetzt Pflöcke einschlagen“, erklärt die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) im Rahmen einer virtuellen Debatte zu Perspektiven einer nachhaltigen Schweinehaltung in Deutschland mit Blick auf die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in Auftrag gegeben Machbarkeitsstudie zu den Vorschlägen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission). Dass Klöckner die Ergebnisse dieser Studie, die Ende Februar/Anfang März vorliegen sollen,…

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BDM: Es braucht eine Neu-Ausrichtung der Agrarpolitik

Nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchbauern (BDM) braucht es eine Neu-Ausrichtung der Agrarpolitik, „die nicht in erster Linie die günstige Rohstoff-Versorgung der Verarbeitungs- und Ernährungsindustrie zum Ziel hat.“ Das erklärt der BDM n einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und stellt darin fest, „dass wieder einmal jeder die Verantwortung für die wirtschaftlich miserable Situation der Erzeuger:innen weit von sich – und hin zum anderen – weist.“ Damit drehe man sich im Kreis und komme zu keiner befriedigenden Lösung. „Wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir uns mit der Marktstruktur und seinem Preisfindungssystem…

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Kostendeckung ist das A & O für eine nachhaltige Landwirtschaft

Wie sollen die Landschaften, in denen wir leben, wirtschaften und uns erholen, in Zukunft aussehen? Wie wollen wir als Gesellschaft mit unserer Umwelt umgehen? Diese Fragen stellt der europäische Milcherzeugerverband European Milk Board (EMB) anlässlich der Grünen Woche und gibt auch gleich die Antwort. „Wir als EU-Bürger möchten gesunde Naturräume mit einer Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Hecken, Feldraine und Einzelbäume an und auf Feldern und Weiden bieten Nutz- und Wildtieren Rückzugsorte und Nahrung. Sie verbessern das (Mikro-)Klima und laden zur Erholung ein. Durch angemessene Düngung und Humusaufbau erhalten wir gesunde Böden, die…

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Bioökonomiestrategie als Förderinstrument für CRISPR?

Mitte Januar 2021 fand im Bundestag die erste Lesung zur geplanten Nationalen Bioökonomiestrategie statt (19/16722). Gegenstand der Aussprache war auch ein Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel „Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung SMART gestalten“ (19/14742). Die Strategie wurde bereits vor einem Jahr von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ihrer Landwirtschaftskollegin Julia Klöckner auf den Weg gebracht. Kernziel der Nationalen Bioökonomiestrategie sei eine nachhaltige, kreislauforientierte und innovationsstarke deutsche Wirtschaft. Bisherige Aktivitäten in diesem Bereich sollen gebündelt und unter die Hoheit der beiden…

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Weibliche Geschlechtsorgane bei männlichen Gentechnik-Schweinen

Forschern des bundeseigenen Instituts für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) haben Schweine gentechnisch so verändert, dass sie trotz eines männlichen Chromosomensatzes weibliche Geschlechtsmerkmale ausbilden. Laut FLI könne dies eine Alternative zur Kastration männlicher Mast-Ferkel sein. Dafür gibt es aber längst andere Ansätze. Mit Hilfe des gentechnischen Verfahrens CRISPR/Cas haben die Forscher einen bestimmten Genbereich auf dem Y-Chromosom, also dem männlichen Geschlechtschromosom, aus dem Erbgut entfernt. Die Gentechnik-Tiere hätten zwar weiterhin einen männlichen Chromo­somen­satz mit einem X- und einem Y-Chromosom, besäßen…

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GVO-Mais- und Soja zum Import zugelassen

Trotz Ablehnung des EU-Parlaments hat die Europäische Kommission am 22. Januar 2021 acht gentechnisch veränderte Mais- und Sojabohnenlinien für den Import und zur Verwendung als Lebens- und Futtermittel genehmigt. Dabei handelt es sich um fünf Neuzulassungen und drei Verlängerungen. Neu zugelassen wurden laut EU-Kommission drei GV-Mais- (MIR604, MON88017 und MON89034) und zwei GV-Sojabohnenlinien (MON87427xMON89034xMIR162xNK603 und SYHT0H2). Antragsteller sind Bayer (Ex-Monsanto) und Syngenta. Die GV-Pflanzen sind gegen Herbizide resistent gemacht worden und produzieren verschiedene Insektengifte. Die Zulassung war unter den Mitgliedstaaten umstritten.…

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Studie zu Ökoprodukten: Differenz zwischen positiver Einstellung und tatsächlichem Kaufverhalten

Eine BÖLN-Studie der Universität Kassel zeigt: Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nur vereinzelt Öko-Lebensmittel. Laut der Analyse des tatsächlichen Kaufverhaltens bei Ökolebensmitteln entfällt die Hälfte der Gesamtausgaben für Ökolebensmittel auf nur 4 Prozent der Privathaushalte. Bei eher als ungesund geltenden Erzeugnissen spielt auch für die Öko-Intensivkäufer Öko kaum eine Rolle. Um im konventionellen Lebensmittelhandel erfolgreich mehr Bio-Produkte zu verkaufen, empfehlen die Forschenden, vor allem umsatzstarke Produktgruppen, wie Tiefkühlkost und Süßwaren, auch in Bio-Qualität anzubieten und die Vorzüge von Bio-Produkten…

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Klimawandel erfordert grundlegende Transformation des Agrar- und Ernährungssystems

Im Rahmen der Digitalen Grünen Woche hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2021 vorgestellt. Der Bericht versteht sich als „Buch zur Bewegung“ mit fundierter Kritik am derzeitigen Agrarsystem, aber auch guten Konzepten und Ideen wie es anders gehen könnte. Titel dieses umfassenden Jahrbuches ist diesmal „Welt im Fieber – Klima & Wandel.“ Frieder Thomas, Sprecher des Bündnisses von 26 Organsiationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungsarbeit sieht dringenden Handlungsbedarf: „Beim Klimawandel ist die Konsequenz von zu spätem Handeln für die Landwirtschaft bereits existenziell spürbar. Die…

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Bodenreport: Wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam die Vielfalt im Boden fördern können

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat erstmals einen umfassenden Bodenreport zur biologischen Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden veröffentlicht. Das BfN sieht „dringenden Handlungsbedarf“ und bezeichnet den ökologischen und ökonomischen Schaden, der mit dem Verlust im Boden lebender Arten für den Naturhaushalt, aber auch für die Landwirtschaft einhergeht, als „enorm“. Gefordert wird eine Förderung zum Schutz des Bodens unter anderem auch im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Zwar ist bislang laut BfN lediglich ein Bruchteil der Arten in Böden wissenschaftlich erfasst, deren Ökosystemleistungen sind für Landwirtschaft und Natur…

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vzbz-Umfrage: Landwirte erhalten keine fairen Preise

Beim Kauf von Lebensmitteln legen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher Wert auf hohe Arbeits-, Tierschutz- und Umweltstandards sowie regionale Herkunft. Niedrige Lebensmittelpreise spielen eine kleinere Rolle und die Landwirte bekommen für ihre Erzeugnisse keine fairen Preise. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) anlässlich der Internationalen Grünen Woche. Demnach sind 95 Prozent der Befragten beim Kauf von Lebensmitteln gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Lebensmittelproduktion und die Einhaltung hoher Tierschutzstandards wichtig. Für 92 Prozent…

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