Philippinen bestätigen Biosicherheit von Eisen-Zink-Reis

Die philippinische Regierung hat für eine neue Reislinie die Biosicherheitserlaubnis zur kommerziellen Verbreitung erteilt. Der Reis wurde mit klassischer Gentechnik so verändert, dass seine Körner mehr Eisen und Zink enthalten. Die philippinische Bauernorganisation Masipag kritisierte die Erlaubnis. Sie verwies dabei auf ein Gerichtsurteil, das die Behörden vor zwei Jahren massiv dafür kritisiert hatte, dass sie die Risiken von Gentechnikpflanzen unzureichend bewerten. HIZ039 heißt der vom philippinischen Reisforschungsinstitut (PhilRice) entwickelte Gentechnik-Reis, in dessen Erbgut ein Gen aktiviert wurde. Es soll dafür sorgen, dass Eisen und Zink…

weiter lesen...


Ackerstatus gesichert, Grünland gestärkt, langjährige AbL-Forderung umgesetzt

Eine neue Stichtagsregelung im Förderrecht macht es möglich: Flächen, die am 1. Januar 2026 Acker waren, bleiben dauerhaft Acker. Umbrüche zum Erhalt des Ackerstatus sind grundsätzlich nicht mehr notwendig. Eine entsprechende Vorgabe der EU-Kommission wurde in nationales Recht übernommen. Bislang entstand nach fünf Jahren automatisch Dauergrünland aus einem Acker, wenn Bäuerinnen und Bauern dort Gras oder Grünfutter nicht umgebrochen haben. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die neu eingeführte Stichtagsregelung zum Erhalt des Ackerstatus ab dem 1. Januar 2026 als eine wichtige Verbesserung. Seit Jahren hatte sie dafür…

weiter lesen...


Gespaltene Biomärkte: Biomilch stabil gut, Bioschweinefleisch unter wachsendem Druck

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Für Betriebe, die auf Bio umstellen wollen, ist es momentan besonders schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Denn der Biomarkt, der lange Zeit gute Aussichten bot, hat sich zuletzt sehr unterschiedlich, ja konträr entwickelt, so dass Planungssicherheit und klare Zukunftsperspektiven kaum gegeben sind. Dabei ist aber längst nicht alles so schlecht, wie es manchmal dargestellt wird. So ist der Bio-Milchpreis seit Monaten stabil hoch, was für den überwiegend grünlandbasierten Biosektor und bäuerliche Betriebe (vorwiegend in Süddeutschland) große Bedeutung hat. Auch Bio-Eier werden gesucht. Getreide und…

weiter lesen...


MMI 3-2026: Die Wirtschaftlichkeit der Betriebe bleibt angespannt

Der Milch-Marker-Index (MMI), der die Entwicklung der Milcherzeugungskosten aufzeigt und in regelmäßigen Abständen vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) aktualisiert wird, liegt im April 2026 bei 116 (Basis 2020 = 100). Er liegt damit leicht über dem Wert von Januar 2026 (114). Während die Milcherzeugungskosten von Januar bis April 2026 lediglich um 0,54 Cent auf 53,12 Cent je Kilogramm Milch stiegen, sanken die Milchauszahlungspreise mit 1,14 Cent mehr als doppelt so stark auf durchschnittlich nur noch 38,29 Cent je Kilogramm. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen öffnete sich damit weiter: Die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten…

weiter lesen...


AbL NRW ruft wegen der klimawandelbedingten Dürre zur Einhaltung und Nachschärfung der Klimaziele auf

Dürre, extreme Hitze, Waldbrände in vielen Ländern Europas - der Wassermangel ist existenzbedrohend für Landwirtschaft, Menschen und Tiere und die drückende Herausforderung in diesem Sommer. Rund um den Jahrestag der verheerenden, tödlichen Flutkatastrophe an Ahr, Erft etc. sind wir in diesem Jahr mit dem anderen Extrem konfrontiert. Darauf weist der nordrhein-westfälische Landesverband der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL NRW) hin. Neben der Dürre verursachen Extremwetterereignisse wie zum Beispiel Hagel große Schäden in der Landwirtschaft. In Süddeutschland und weiten Teilen Ostdeutschlands ist die Situation bereits extrem, in NRW…

weiter lesen...


Land-Degradierung reduziert Ernteerträge deutlich

Faktoren wie Erosion, Austrocknung und Verdichtung der Böden gefährden die Ernährung weiter Teile der Erdbevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Minnesota, Basel und der Technischen Universität Hamburg. Ließe sich die von Menschen verursachte Boden-Degradierung um zehn Prozent zurückdrehen, könnten die Anbaugebiete rund um den Globus rein rechnerisch rund 70 Millionen Personen zusätzlich versorgen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Nature Food erschienen. Durch Brandrodung, Überdüngung oder den Anbau riesiger Monokulturen gefährdet der Mensch nicht nur die Artenvielfalt der Ökosysteme. Viele gängige…

weiter lesen...


Warnung vor drohender globaler Nahrungsmittelkrise

Experten und Expertinnen des Club of Rome warnen davor, dass der Welt eine neue Nahrungsmittelkrise droht, und rufen dringend zu entschlossenen und systemischen Maßnahmen auf, um Massenhungersnöte und gesellschaftliche Instabilität zu vermeiden. Ihre gemeinsame Erklärung hebt eine Reihe von Schocks der letzten fünf Jahre hervor, darunter die Covid-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Störungen in der Straße von Hormus und die anhaltende Klimakrise, die die Anfälligkeit der globalen Lebensmittelversorgungsketten offenbart haben. Zusammengenommen, so die Unterzeichner:innen, stellen diese Schocks „eine systemische Krise dar, die nicht verstanden,…

weiter lesen...


Landen neue Gentechnikregeln vor Gericht?

Die vergangene Woche in Kraft getretene europäische Verordnung für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) wird höchstwahrscheinlich vor Gericht landen. Die Regierung der Slowakei prüft aktuell ebenso wie verschiedene europäische Organisationen eine Nichtigkeitsklage vor dem Europäischen Gerichtshof. Rechtsexpert:innen gehen davon aus, dass sie gute Chancen haben, die Verordnung erfolgreich anzufechten. Doch es gibt auch noch andere juristische Möglichkeiten. So hat die Aurelia-Stiftung eine Beschwerde gegen die NGT-Verordnung eingereicht – und zwar beim internationalen Compliance-Ausschuss (ACCC) der Vereinten Nationen. Dieses…

weiter lesen...


Die Risiken gentechnisch veränderter Mikroorganismen betreffen Menschen, Bienen und Pflanzen zugleich

Die Europäische Kommission schlägt eine weitreichende Deregulierung für die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen vor, wenn diese in ihrer natürlichen Form als sicher angesehen werden. Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, kommen rund 40 solcher als sicher geltenden Arten auch in Honigbienen und deren Produkten vor. Gleichzeitig gehören viele davon zu den Mikrobiomen von Böden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Werden gentechnisch veränderte Mikroorganismen, die zu diesen Arten gehören, in die Umwelt freigesetzt, können sie leicht in die Nahrungs- und Futtermittelketten geraten und bspw. über Bienenprodukte auch in…

weiter lesen...


Nitratrichtlinie bleibt zentral – Jetzt die EU-Spielräume für eine wirksame und gerechte Düngepolitik nutzen!

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch die erste umfassende Bewertung der Nitratrichtlinie seit ihrer Annahme im Jahr 1991 veröffentlicht. Die Bewertung, die mehr als 30 Jahre der Umsetzung umfasst, zeigt laut einer Mitteilung der Kommission, dass die EU-Vorschriften weiterhin wirksam sind, um die europäischen Gewässer vor der Verunreinigung durch landwirtschaftliche Nitratemissionen zu schützen. Ferner werden laut der Mitteilung Möglichkeiten aufgezeigt, die Umsetzung zu vereinfachen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Ergebnisse sowohl für die Landwirte als auch für die Umwelt zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…