Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Nach Streit: Familie Tönnies wieder ein Herz und eine Seele ++ VW ohne Currywurst – jetzt hilft nur noch die Arbeiterklasse ++ Edeka – die Gier lässt nicht nach ++ Bioschweinepreise ziehen an – konventionelle auf Talfahrt

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„Warme Sanierung“ in Holland verfehlt Ziele

Fast 300 niederländische Schweinehalter geben im Rahmen des Programms „Warme Sanierung“ ihren Betrieb auf. Damit schrumpft die Zahl der Schweinehalter in unserem Nachbarland weiterhin dramatisch – von 14.500 (2000) über 7000 (2010) auf heute etwa 3500 Betriebe. Vor allem Mäster sind ausgestiegen, allein 13% im letzten Jahr. Beschleunigt wurden die Betriebsaufgaben durch das staatliche Rauskaufprogramm, den sogenannten Aktionsplan Ammoniak. Das besser als „warme sanering varkenshouderij“ bekannte Programm ist aber keine Aufforderung zur Brandstiftung oder zum Versicherungsbetrug, sondern ein Angebot zum sozialverträglichen Ausstieg einer…

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BMU: Ökosystemleistungen von Wäldern honorieren

Angesichts der Bedeutung von intakten Wäldern sowohl für das Klima, als auch für den Schutz der biologischen Vielfalt hat das Bundesumweltministerium (BMU) Eckpunkte für ein Umsteuern in der deutschen Waldpolitik und für eine Honorierung der vielfältigen Leistungen für den Erhalt artenreicher und naturnaher Ökosysteme vorgelegt. Zentrale Forderung ist, durch die Förderung von Maßnahmen im Wald gleichzeitig eine gezielte Lenkungswirkung für mehr Klima- und für den Biodiversitätsschutz zu erreichen. Anlässlich der Vorlage des Eckpunktpapiers erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass viele Wälder den…

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Kleinräumige und vielfältige Strukturen als Schlüssel zu mehr Artenvielfalt

Ein landschaftliches Mosaik aus natürlichen Lebensräumen und kleinräumigen und vielfältigen Anbauflächen ist sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft der Schlüssel, um Artenvielfalt großflächig zu fördern. Der ökologische Landbau biete dabei keine grundlegende Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, um die Biodiversität in Agrarlandschaften zu fördern. Politische Entscheidungsträger sollten dies anerkennen, um einen entsprechenden Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft zu erreichen. Das fordert ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen in einer Stellungnahme, die jetzt in der…

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BDM: Bayerische Regierung lehnt politische Markteingriffe ab

Mit Hinweis auf die aktuell desolate Situation in der Landwirtschaft hat der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter Bayern (BDM) in einem Gespräch mit der bayerischen Agrarministerin Michaela Kaniber erklärt, dass er auch von der bayerischen Staatsregierung in den vergangenen Jahren mehr Aktivität in Bezug auf eine andere Agrarpolitik erwartet hätte. Diesen Vorwurf wollte Ministerin Kaniber allerdings nicht gelten lassen, wie der BDM mitteilt. Die Rolle der bayerischen Staatsregierung sei auch in der Agrarpolitik sehr aktiv und sie habe schon auf ihrer ersten Agrarministerkonferenz für die Milchviehhalter gekämpft, so Kaniber. In…

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BMEL legt völlig unzureichenden Umweltbericht im Rahmen der Umsetzung der EU-Agrarreform vor

Deutliche Kritik an dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im Rahmen der Erarbeitung des nationalen Strategieplanes (SP) zur Umsetzung der EU-Agrarreform (GAP) vorgelegten Umweltberichts als Teil der sogenannten Strategischen Umweltprüfung (SUP) üben in einer gemeinsamen Stellungnahme die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Deutsche Naturschutzring (DNR). So waren beispielsweise zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts für eine „seriöse Bewertung“ wichtige Rahmensetzungen noch nicht vorhanden und Alternativsysteme zur Agrarförderung wie zum Beispiel die Gemeinwohlprämie wurden nicht nennenswert untersucht. Und auch…

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Aldi’s Abkehr vom Billigfleisch und die Folgen für die Tierhaltung

Die Ankündigung von Aldi und im Gefolge anderer LEH’s und Discounter, nach und nach und ab 2030 ganz aus dem herrschenden Frischfleischsystem auszusteigen, hat vor allem den Schweinemarkt tief getroffen. Während die NGO’s – selbst überrascht ob eines solchen Bündnispartners – das „Aldi- Tierwohlversprechen“ mit Beifall begleiten, herrscht in der Agrar- und Fleischlobby ungläubiges Misstrauen, dass ausgerechnet der berüchtigte „Billigheimer“ einen solchen Vorstoß macht. Auch die Politik wurde kalt erwischt, so dass Klöckner’s Ministerium das Thünen- Institut (TI) beauftragte, die „Aktivitäten des LEH beim Fleischkonsum“ einzuschätzen. In ihrer aktuell…

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Beteiligte auf dem „Niedersächsischen Weg“ zufrieden unterwegs

Anlässlich der Vorlage des ersten Jahresberichts zum „Niedersächsischen Weg“ zeigen sich die beteiligten Akteure aus Ministerin, Landwirtschaft und Naturschutz weitestgehend zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Gemeinsam seien Maßnahmen für mehr Naturschutz, mehr Artenvielfalt und mehr Gewässerschutz auf den Weg gebracht worden. Der Niedersächsische Weg trat am 25. Mai 2020 als Vertrag in Kraft, „der mehr Artenschutz verbindlich garantiert und der einen fairen Ausgleich der Landwirte für die von ihnen erbrachten Leistungen vorsieht.“ Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die kein direkter "Vertragspartner" ist, aber beispielsweise in…

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Andechser Milchlieferanten werden „Klima-Bauern“

Die 663 Bio-Bauern, die ihre Milch an die Andechser Molkerei Scheitz liefern, werden „Klima-Bauern“. Mit dem Pilotprojekt will die Molkerei „direkt in der Region einen Beitrag zur Vermeidung der Freisetzung sowie der Bindung von CO2 leisten“. Zu diesem Zweck unterstützt und begleitet das Unternehmen seine „KlimaBauern“ bei entsprechenden Maßnahmen, etwa im Bereich des Humusaufbaus und der Biodiversität, und unterstützt die Arbeit durch die Zahlung von zehn Euro für jede Tonne CO2, die gespeichert oder vermieden wurde. Bei einer Präsentation des Projekts wurde die Molkerei-Geschäftsführerin Barbara Scheitz begleitet von Prof. Dr. Dr. Urs Niggli vom…

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Irreführende Regionalwerbung bei Eiern abgemahnt

Regionalität wird als Kaufkriterium für Verbraucher:innen immer wichtiger. Das nutzen Anbieter aus und werben mit entsprechenden Botschaften. Irreführend wird es dann, wenn die Produkte gar nicht aus der Region stammen. So geschehen bei zwei verschiedenen Eierverpackungen, auf denen groß mit "unsere Landwirte" geworben wurde. Die Eier stammten jedoch aus einem Legebetrieb in den Niederlanden. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) hat beide Anbieter wegen Irreführung abgemahnt. Die Discounter-Kette Lidl hat sich einsichtig gezeigt und verpflichtet, nicht mehr so zu werben. Der Produzent, der die Eier in einer Brandenburger Kaufland-Filiale verkauft,…

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