Milchmarkt immer unübersichtlicher

Angesichts der jüngst erfolgten Preissenkung für Butter bei Discountern sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Preise am Markt völlig vom Geschehen auf den Höfen abgekoppelt. „Es ist aktuell wie ein Schlag ins Gesicht für die Milchbauern, dass die Wertschöpfungskette für sie wieder mal nur Preissenkungen übrig hat“, heißt es da. In den Kuhställen bleibt das Futter knapp, die Kosten für Mitarbeiter im Bereich Mindestlohn sind gestiegen, aber die Preise für Butter sinken. Ohne Not haben nach Ansicht der AbL Discounter die Butterpreise gesenkt, obwohl der Buttermarkt zuletzt relativ stabil war. „Es scheint außer den…

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Höherer Milchpreis für Bauern in Frankreich

In Frankreich haben der Discounter Lidl und die Genossenschaftsmolkerei Sodiaal einen höheren Milchpreis vereinbart. Nach Aussage des Discounters erhöht Lidl France den Basispreis auf 35,6 Cent pro Liter Milch., unter Anrechnung aller Zuschläge können 37,1 Cent/l erreicht werden. Sodiaal verpflichtete sich zugleich, diesen Betrag in voller Höhe an die Landwirte weiterzugeben und die Vergütung vollständig transparent offenzulegen. Wie schweizerbauer-online mitteilt, begrüßte der Genossenschaftspräsident Damien Lacombe das Engagement des Discounters und zeigt sich erfreut, dass Lidl die französischen Milchbauern langfristig unterstützen wolle.…

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EuG: Gemeinwohl- vor Wirtschaftsinteressen

Studien, die die Toxizität und die krebserregende Wirkung des Pestizids Glyphosat behandeln, hätten öffentlich gemacht werden müssen. Das hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) entschieden und damit einer Klage von vier Europa-Abgeordnete der Grünen stattgegeben. „Wieder einmal stellt ein Europäisches Gericht klar: Gemeinwohlinteressen haben in der europäischen Gesetzgebung Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. Mit dem Urteil erklärt das EuG das Wiederzulassungsverfahren für das meistverkaufte Pestizid endgültig zur Farce, denn die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat mit ihrem Vorgehen nicht nur die Rechte der Europaabgeordneten und…

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Vom Winde verwehte Pestizide in der Luft gemessen

Pestizide aus der Landwirtschaft können sich unkontrolliert über die Luft verbreiten. Welche Stoffe sich wann und wo in der Luft befinden hat das Umweltinstitut München 2018 in der Südtiroler Region Vinschgau gemessen und die Ergebnisse unter dem Titel „Vom Winde verweht“ jetzt auf einer Pressekonferenz in der dort gelegenen Gemeinde Mals präsentiert. Die Resultate weisen auf Schwachstellen im EU-Zulassungsverfahren hin – und auf eine starke Belastung der Luft in Südtirol, Europas größter Obstbauregion. „Sechs Wirkstoffe haben wir noch auf über 1600 Höhenmetern in einem Seitental gefunden, mehrere Kilometer von den nächsten Obstplantagen entfernt“,…

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Den Osten nicht abschreiben

„Rein ökonomische Betrachtungsweisen haben die Gesellschaft noch nie vorangebracht“, warnt der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V., Sebastian Schaller, vor einer Überbewertung der jüngsten Publikation des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Bei der Vorstellung der IWH-Publikation „Vereintes Land - drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall“ hatte IWH-Präsident Reint Gropp die Bestrebungen der Bundesregierung nach Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse als „unrealistisch und falsch“ bezeichnet und empfohlen, die Städte statt ländlicher Räume zu fördern und dieses unter anderem mit Zahlen zur Produktivität in Ost und…

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DLG: Kosten verschiedener Haltungsverfahren in Anlehnung an die Tierwohlkennzeichnung

Angesichts der In Deutschland in der Gesellschaft, der Politik und auf den Höfen lebhaft geführten Diskussion über den Umbau der Schweinehaltung hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die Kosten verschiedener Haltungsverfahren anhand der wichtigsten Investitionsblöcke in Anlehnung an die Stufen des staatlichen Tierwohllabels verglichen und in ihrer Reihe DLG-kompakt unter „Schweinehaltung in Deutschland“ veröffentlicht. Zusätzlich bietet die Publikation eine Übersicht zur Struktur der deutschen Schweinehaltung sowie weitere relevante Informationen über den Weg des Schweines vom Stall bis zur Theke. Die Autorengruppe um den Ökonomen Stefan…

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Klimawandel und Agrarkonzerne bedrohen Rechte von Frauen im ländlichen Raum

Frauen in ländlichen Regionen gehören weltweit zu den Bevölkerungsgruppen, deren Menschenrechte durch den Klimawandel besonders stark bedroht sind, denn er verstärkt ungleiche Machtverhältnisse zu ihren Lasten. Gleichzeitig machen Agrarkonzerne durch kommerzielle Strategien zur Anpassung der Landwirtschaft an die Erderhitzung Frauen in ländlichen Regionen den Zugang zu den Grundlagen ihrer Ernährung streitig. Darauf macht die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland aus Anlass des Internationalen Tags der Frau am 8. März aufmerksam. Insbesondere in Ländern um den Äquator führt laut FIAN die Erderhitzung bereits jetzt dazu, dass Trocken- und…

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UN: Neue Gentechnik zählt zu den fünf größten Umweltrisiken

Fünf große Umweltrisiken stellen die Menschheit vor enorme Herausforderungen und werden tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft und die Ökosysteme haben, warnt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN Environment). Seinem Bericht „Frontiers 2018/19“ zufolge sind diese fünf noch zu wenig beachteten Themen die neuesten Entwicklungen in der synthetischen Biologie, die Zerschneidung von Landschaften, das Abtauen von Permafrostböden, Stickstoffbelastung und eine Fehlanpassung an den Klimawandel. „Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entwickelten zwei deutsche Chemiker – Fritz Haber und Carl Bosch – ein Verfahren, um…

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GAP-Ausrichtung für Artenvielfalt unverzichtbar

„Wir haben nicht das Ziel des Volksbegehrens kritisiert, aber den Weg dorthin. Es gibt viele gute Vorschläge im Gesetzentwurf des Volksbegehrens, wir müssen aber einen geeigneten Weg finden, um das Ziel – mehr Artenschutz – auch wirklich zu erreichen“, erklärt die bayrische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber (CSU) im Interview mit topagrar mit Blick auf das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Gemeinsam mit dem Runden Tisch will die Staatsregierung jetzt „etwas sehr Gutes aus dem Volksbegehren machen, das vielleicht auch wegweisend für andere Länder werden kann“ und so „Bayern seiner Vorreiterrolle in…

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SPD: 15 % Umschichtung von der 1. in die 2. Säule

Nach Ansicht der SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, Matthias Miersch und Carsten Träger führt „kein Weg daran vorbei“, in Deutschland nicht wie bisher 4,5 Prozent der Direktzahlungen der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf die 2. Säule zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu übertragen, sondern in vollem Umfang 15 Prozent der Mittel der Direktzahlungen zur Aufstockung des ELER zu nutzen. Dazu fordern sie die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem offenen Brief auf. Eine solche Flexibilität bei der Umschichtung ist nach den geltenden Vorschriften für das Kalenderjahr 2020 bzw. das Haushaltsjahr 2021 nicht…

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