Vom Nischenprodukt zum Standard - Fast 80 Prozent der Milch in Deutschland gentechnikfrei

Nahezu vier von fünf Litern Milch in Deutschland werden gentechnikfrei hergestellt, der Anteil liegt inzwischen bei fast 80 Prozent. Vor zehn Jahren waren es erst fünf Prozent. Damit ist gentechnikfreie Milch in nur einem Jahrzehnt vom Nischenprodukt weitgehend zum Standard geworden. Die meisten Milchpackungen in den Supermarktregalen sind inzwischen mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel ausgezeichnet. Das teilt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) mit. Gentechnik-Regeln müssen bewahrt werden „Die Menschen wollen wissen, wie ihre Lebensmittel hergestellt werden. Die meisten lehnen Gentechnik im Glas und auf dem Teller ab. Das ,Ohne…

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Stiftung plant Klage gegen Glyphosatverlängerung

Wie erwartet lässt die Europäische Kommission den Unkrautvernichter Glyphosat übergangsweise bis 15.12.2023 zu, um der Lebensmittelbehörde EFSA mehr Zeit zu geben, seine Risiken zu prüfen. Die Aurelia-Stiftung hält die verbreitete Praxis, die Genehmigung von Pestizidwirkstoffen schon vor dem Abschluss der vorgeschriebenen Risikoprüfung zu verlängern, für einen gravierenden Verstoß gegen das europarechtliche Vorsorgeprinzip. Sie plant daher, die aktuelle Glyphosat-Entscheidung der EU-Kommission vom Europäischen Gericht überprüfen zu lassen. Bei einem Expertengespräch der Anwaltskanzlei [GGSC] verwies Aurelia-Vorstand Thomas Radetzki auf Recherchen…

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Studie: Deutschland exportiert mehr in der EU verbotene Pestizide in Form reiner Wirkstoffe als in fertigen Produkten - Pestizidexportverbot muss Wirkstoffe einbeziehen.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Exportmenge von in der EU verbotenen, reinen Pestizidwirkstoffen aus Deutschland die Exportmenge von verbotenen Wirkstoffen, die in Pestizidprodukten enthalten sind, um das 2,5- und das 4,5-Fache überstiegen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie der Heinrich-Böll-Stiftung, des INKOTA-netzwerk, des Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Der Export von reinen Wirkstoffen würde laut Ankündigung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom September 2022 zu einem Exportverbot von gesundheitsschädlichen Pestiziden nicht erfasst werden. Die an der Analyse…

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Keine Agrar-Millionen für Aldi und Co. – Minister Özdemir hat es in der Hand

Eine gemeinsame Analyse von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung sowie CORRECTIV und weiteren Medien zeigt abermals, dass Großkonzerne wie RWE, BASF und Aldi-Nord Agrarsubventionen in Millionenhöhe einstreichen und wenige Großbetriebe überproportional viele Fördermittel aus Brüssel erhalten. „Das kommt vielfach einem bedingungslosen Grundeinkommen für Millionär:innen gleich“, kommentiert Elisabeth Fresen, Landwirtin in Niedersachen und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium heißt es zu dem Thema auf Anfrage von CORRECTIV, dass die Verantwortung für diese Entwicklung die…

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Neues Tierarzneimittelgesetz sieht Reduktion des Antibiotikaeinsatzes um mindestens 50 % bis 2030 vor

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Tierarzneimittelgesetzes zur Erhebung von Daten über antibiotisch wirksame Arzneimittel angenommen. Es sieht unter anderem eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes um mindestens 50 % bis zum Jahr 2030 vor. Für Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kommt Deutschland damit auf dem Weg zu der notwendigen Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes „einen großen Schritt voran“. Und auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Ophelia Nick, spricht von einem „großen Erfolg“ und einem „Gewinn für…

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Den Böden mehr Beachtung schenken

Der Ackerboden ist Boden des Jahres 2023 – das gab das Kuratorium „Boden des Jahres“ zum Internationalen Tag des Bodens (Weltbodentag am 5. Dezember) bekannt. Mit dem Weltbodentag soll ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt werden. „Das Bewusstsein für schonende Bodennutzungen muss wachsen“, teilt das Kuratorium mit. Welche wichtige Rolle Ackerböden für den Menschen spielen, welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt und welche Ansätze für eine standortangepasste Bodennutzung bereits existieren, darüber werde noch zu wenig gesprochen. Der Weltbodentag wird dann aber doch zum Anlass für den ein oder…

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Alternativen zu chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft

Als „Diskussionspapier für eine gesellschaftliche Debatte“ über einen zukünftig umweltfreundlicheren Pflanzenschutz versteht sich eine vom Ecologic Institute erstellte Kurzstudie, die der BUND zu der Frage „Welche Alternativen zu chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft gibt es und was können sie?“ in Auftrag gegeben und vorgelegt hat. Sie stellt an Praxisbeispielen aus der Landwirtschaft vor, wie Bäuerinnen und Bauern bereits heute nicht-chemisch ihre Ackerkulturen schützen. Dabei spielen auch die für Landwirt*innen entstehenden Kosten eine Rolle. Mit Blick auf Einzelwirkstoffe wie Glyphosat können laut Studienlage unter guten…

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Brasilien: Sojaanbau für die EU heizt Entwaldung im Cerrado an

Der Sojaanbau im brasilianischen Cerrado – unter anderem auch für die Fütterung deutscher Masttiere – hat in den letzten 20 Jahren zur Zerstörung von 4,2 Millionen Hektar Land geführt. Darauf weist ein neuer Bericht hin, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 29. November gemeinsam mit der brasilianischen Recherche-NGO Repórter Brasil veröffentlichte. Das Papier belegt die dramatischen Auswirkungen des Sojaanbaus auf das Biom, das sich über knapp 25% des brasilianischen Staatsgebiets in elf Bundesstaaten erstreckt und eine zentrale Rolle als „Wasserspeicher“ für das Land ausübt, da dort Flüsse entspringen und drei wichtige Grundwasserspeicher liegen.…

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Expertenanhörung: Keine Gene gegen Extremwetter

Die Denkfehler der Gentechnik standen im Mittelpunkt einer Anhörung im Deutschen Bundestag zu „neuen genomischen Techniken“ auf Antrag der CDU/CSU-Fraktion. Den wechselnden Wetterkatastrophen, die die aktuellen Veränderungen unseres Klimas mit sich brächten, könne man nicht erfolgreich entgegentreten, indem man einzelne Gene von Pflanzen ändere, klärte eine Expertin für ökologische Agrarwissenschaft auf. Entscheidend sei das vielfältige Zusammenspiel von Pflanzen, Mikroorganismen und Ackerboden. „Es sind fruchtbare Böden, die rasch Wasser aufnehmen und speichern können, die darüber entscheiden, ob Trockenphasen durchgehalten werden und…

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