Gesellschaftsvertrag zur Zukunft der Landwirtschaft

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg hat gemeinsam mit rund 50 Vertreterinnnen und Vertretern aus Landwirtschaft, zu denen unter anderem der Landesbauernverband und der AbL-Landesverband gehören, Naturschutz, Handel, Verarbeitung, Erzeugung, Gesellschaft, Wissenschaft, Kirchen und Politik einen Gesellschaftsvertrag für die Zukunft der Landwirtschaft und der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg unterzeichnet. Der Vertrag zielt auf konkrete Lösungen, um die Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten, regionale Erzeuger und gleichzeitig die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stärken. Er ist Ergebnis des breit angelegten…

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Europäische Landwirte und Arbeitnehmer fordern die sofortige Aufnahme von kostendeckenden Preisen in die UTP-Richtlinie

In einem offenen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, den Präsidenten des Agrarministerrates und die Präsidentin des Europäischen Parlaments fordern europäische Landwirte und Arbeitnehmer aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, bis Ende des Jahres ein Schnellverfahren einzuleiten, um den Einkauf von Agrar- und Lebensmittelprodukten unterhalb der Produktionskosten auf die schwarze Liste der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken zu setzen. Die European Coordination Via Campesina (ECVC), das European Milk Board (EMB) und die Europäische Föderation der Gewerkschaften für Ernährung, Landwirtschaft und Tourismus (EFFAT) fordern…

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Medien: US-Firma bietet private Profile von Gentechnik-Kritikern

Medienrecherchen haben enthüllt, dass das PR-Unternehmen eines ehemaligen Monsanto-Managers ein privates Internetportal mit Hunderten Profilen von Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen sowie Tausenden Organisationen aus der ganzen Welt angelegt hat, die sich kritisch mit Pestiziden und Agrogentechnik auseinandersetzen. Zugang zu der Plattform haben Regierungsbeamte ebenso wie die großen Agrarchemiekonzerne. Den Recherchen zufolge war das Unternehmen auch an Kampagnen beteiligt, Pestizidrisiken zu verharmlosen. Aufgedeckt hatte dieses Vorgehen das investigative Rechercheportal Lighthouse Reports zusammen mit den Tageszeitungen Le Monde, The…

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Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten verschoben

„Angesichts des neuartigen Charakters der EU-Verordnung über Entwaldung, des eng gesteckten Zeitplans und der Vielfalt der beteiligten internationalen Interessenträger ist die Kommission der Auffassung, dass eine zusätzliche Frist von 12 Monaten für die Einführung des Systems eine ausgewogene Lösung darstellt, um die Marktteilnehmer weltweit dabei zu unterstützen, eine reibungslose Umsetzung von Anfang an sicherzustellen.“ Das teilt die EU-Kommission mit und löst mit diesem späteren Start der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) unterschiedliche Reaktionen aus. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und der grüne EU-Abgeordnete…

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Hochkarätiger Agroforst-Kongress

Agroforstsysteme stehen hoch im Kurs: über 300 Menschen aus Landwirtschaft, Forschung und Naturschutz haben sich seit gestern und noch bis heute beim Agroforst-Kongress in Kassel versammelt, mehr als 1500 sind online dabei. „Agroforst – vielfältig, bäuerlich, notwendig“ heißt die Veranstaltung, die aufzeigen soll, wie Bäume auf Äckern und Feldern zur Bewältigung der Klimakrise beitragen können. Tina Andres, Vorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der den Kongress gemeinsam mit der AbL, junger AbL und der BaumLand-Kampagne veranstaltet, sagt: „Unsere Botschaft lautet: In Zeiten von Klimawandel, Artensterben und bedrohlicher…

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Umstrittener Entwurf für das neue Tierschutzgesetz

Der von der Ampel vorgelegte Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz steht von unterschiedlichster Interessensseite heftig in der Kritik. Für Umwelt- und Tierschutzverbände ist er „zu schwach“, für den Bauernverband „eine Bedrohung für die Tierhaltung in Deutschland“ und für die Opposition im Bundestag ist er unter anderem „völlig überzogen“. Nachbesserungsbedarf wird aber auch aus den Reihen der Ampelfraktionen gesehen. Tierschutzbund: Deutschland sollte Vorreiter im Sachen Tierschutz sein Zum Welttierschutztag am 4. Oktober fordert der Deutsche Tierschutzbund, den zu schwachen Entwurf der Bundesregierung für das neue Tierschutzgesetz umfassend…

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Milchviehhalter fordern gut ausgestaltete Weidekriterien und praktische Umsetzbarkeit

Verbraucher:innen und Milchviehhalter:innen warten immer noch auf die Einführung der staatlichen Kennzeichnungspflicht der Haltungsform für Milch und Milchprodukte. Sie ist Voraussetzung, um allen Marktteilnehmern eine objektive Orientierung am Markt zu bieten. Mittlerweile ist u.a. der Einzelhandel mit einer eigenen Haltungsform-Kennzeichnung vorgeprescht, wodurch besonders die Weidehaltung von Milchkühen benachteiligt wird. Weidehaltungsbetriebe werden verpflichtet, zusätzlich einen Laufhof bereit zu stellen, können sie das nicht leisten, verschwinden sie bei der Kennzeichnung in der Gruppe der Betriebe mit ganzjähriger Stallhaltung. Eine gute…

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Ernährungsreport entspricht nicht der Lebenswirklichkeit

„Der von Minister Özdemir vorgestellte Ernährungsreport 2024 entspricht nicht den Erfahrungen und Marktbeobachtungen der deutschen Imkereien.“ Das erklärt der Neue Imkerbund. In dem Ernährungsreport werde behauptet, 77 Prozent der Verbraucher würden darauf achten, dass die Lebensmittel, die sie kaufen, regional erzeugt werden. Weitere 70 Prozent der Verbraucher würden darauf achten, dass die Lebensmittel ökologisch erzeugt wurden. Und 68 Prozent würden Wert darauf legen, dass ein Lebensmittel umwelt- und ressourcenschonend produziert werde. Nur 55 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher würden darauf achten, dass die Lebensmittel preiswert seien. …

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Deutschland, wie es isst

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland legen großen Wert auf Informationen über die Lebensmittel, die sie kaufen, und achten stärker als in früheren Jahren zum Beispiel auf Tierwohl, Regionalfenster und das EU-Bio-Siegel. Dies geht aus dem Ernährungsreport 2024 hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vorgestellt hat und sich dabei deutlich von dem Vorwurf distanzierte, dass die Grünen respektive die Politik den Menschen vorschreiben würde, was sie zu essen haben. "Unsere Bürgerinnen und Bürger entscheiden selbst, wie sie sich ernähren, da braucht es von niemandem Belehrungen oder Vorschriften. Das klingt wie eine…

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Dt. Naturschutztag sieht dringenden Handlungsbedarf auch in der Agrarpolitik

Anlässlich des 37. Deutschen Naturschutztages (DNT) appelieren führende Naturschutzorganisationen und Expert:innen an Politik und Gesellschaft, den besorgniserregenden Zustand der Natur nicht länger zu ignorieren, mahnen konkrete Maßnahmen auch in der Agrarpolitik an und warnen vor der Gefährdung des Naturschutzes durch den zunehmenden Rechtsruck in Europa. Trotz einzelner Erfolge und positiver Entwicklungen im Naturschutz ist die Gesamtbilanz laut DNT weiterhin deutlich negativ: Über 80 Prozent der geschützten Lebensräume in der EU befinden sich in einem schlechten Zustand, und seit 1970 ist der Bestand an Feldvögeln um 80 Prozent zurückgegangen.…

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