Der Lotse geht von Bord - Sepp Brunnbauer verlässt den Biokreis – ein Zeichen für die Biobranche?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Mehr noch als in anderen Branchen ist die Entwicklung des Biosektors von einzelnen Persönlichkeiten abhängig (gewesen). Das gilt sowohl für den Fachhandel wie für Herstellungsunternehmen, aber auch für manche Bioverbände. Was wären die Biomarken ohne die Pioniere von Völkel, Bauck, Bohn (Freiland-Puten) oder Josef Jacobi von der Upländer Bauernmolkerei? Was wären die Biomärkte ohne Greim (dennree), Rehm (alnatura), Kaiser (BioCompay) oder Radau (BioSuperMarkt)? Wo stände der Biogroßhandel heute ohne die mutigen Schrittmacher von Weiling, Wilhelm (Rapunzel), Heldberg (Elkershausen) bis Schritt (Kornkraft), um nur…

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AbL zur AMK: Konflikte lösen und agrarpolitische Inhalte umsetzen

Seit Mittwoch findet die Amtschef- und Agrarministerkonferenz (AMK) in Oberhof/Thüringen statt. Auf der Tagesordnung stehen bis Freitag unter anderem die Themen „Düngegesetz und Monitoring-Verordnung voranbringen“, „Umsetzung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes“ und „GAP ab 2028 vorbereiten“. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert im Vorfeld der AMK: Erst recht nach den Ergebnissen der Wahlen in Thüringen und Sachsen sind alle Agrarminister:innen mehr denn je in der Pflicht, agrarpolitische Inhalte zu liefern. Die zentralen Forderungen: den Umbau der Tierhaltung planungssicher und langfristig anlegen, die Weide stärken und…

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BMEL legt zweiten Arbeitsfortschritt zum Bürokratieabbau vor

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeitet nach eigenen Worten „weiter mit Hochdruck daran“, unnötige Bürokratie abzubauen und Hemmnisse für die Landwirtinnen und Landwirte zu beseitigen. Ein neuer Arbeitsfortschritt der BMEL-Initiative „Freiräume schaffen. Landwirte stärken." zum Bürokratieabbau zeige: Zahlreiche Vereinfachungen und Entlastungen für unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind bereits umgesetzt, weitere sind bereits in Arbeit. Dazu sagt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir: „Unsere Landwirtinnen und Landwirte kämpfen seit vielen Jahren und Jahrzehnten mit einem dichten Regelungsdschungel, darunter auch…

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BÖLW zur AMK: Düngerecht für den Gemüsebau vereinfachen, GAP wirksam gestalten

Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) im thüringischen Oberhof ruft Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand beim Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Länderminister und den Bund dazu auf, den vielfältigen Bio-Gemüsebau nicht mit Bürokratie zu ersticken, die Wirksamkeit des Zukunftsprogramms Pflanzenschutz deutlich zu steigern und die EU-Agrarförderung im Hinblick auf die GAP ab 2028 durch ein an ökologische Gemeinwohlziele gekoppeltes Stufenmodell zu vereinfachen. Zum Düngerecht fordert Röhrig: „Für Bio-Gärtnereien, die auf Vielfalt und Direktvermarktung setzen, würden Dokumentionsauflagen einen jährlichen Mehraufwand von 150…

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Pestizide durch die Hintertür: Umwelt- und Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments klar dagegen

In Europa verbotene Pestizide durch Importe auf die Teller holen - dagegen hat sich der Umwelt- und Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments heute ausgesprochen. Konkret ging es um die Fungizide Cyrpoconazole, Carbendazim und Thiophanate-Methyl, die in einem Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur Regelung von Höchstgehalten an Rückständen einzelner Pestizide in oder auf bestimmten landwirtschaftlichen Erzeugnissen Erwähnung finden. Der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling, Mitglied im Agrar- und Umwelt- und Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments hat für die Grünen die Ablehnung vorbereitet und erklärt: ‚Richtig so: Pestizide, die in Europa aus guten…

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Umweltinstitut fordert Transparenz beim Pestizid-Einsatz

Anlässlich der Agrarministerkonferenz vom 11. bis 13. September fordert das Umweltinstitut München, dass Behörden Daten über Pestizidanwendungen offenlegen. Zwar müssen Landwirt:innen dokumentieren, welche Pestizide wann, wo und in welcher Menge ausgebracht werden. Doch diese Informationen werden von den Behörden weder erfasst noch ausgewertet oder veröffentlicht. Eine repräsentative Umfrage belegt den Bedarf nach Transparenz: Sie zeigt, dass 78 Prozent der Deutschen nachvollziehen wollen, welchen Pestiziden sie ausgesetzt sind, so das Umweltinstitut. Seit März 2023 berät eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe über die Erfassung von Pestizideinsätzen. Doch…

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Hochgiftige Pestizide: Deutsche Umwelthilfe klagt gegen EU-Kommission wegen Verlängerungen von Genehmigungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Gericht der Europäischen Union Klage wegen der Genehmigungsverlängerungen von zwei gefährlichen Pestiziden eingereicht. Dabei handelt es sich um das „extrem umweltschädliche Flufenacet“ – Teil der sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) – und das klimaschädliche Gas Sulfurylfluorid. Ein Antrag der DUH auf Überprüfung und Aufhebung der Genehmigungsverlängerungen war zuvor von der EU-Kommission abgewiesen worden. Die umwelt-, gesundheits- und klimabezogenen Bedenken erfordern aus Sicht der DUH umgehend ein europaweites Verbot der beiden Pestizide. Jürgen Resch,…

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Europäische Unternehmen fordern konsequente Gentechnik-Kennzeichnung

Ein von 376 europäischen Unternehmen aus 16 EU-Ländern unterzeichneter Offener Brief „Lebensmittelwirtschaft für Wahlfreiheit“ ist dem derzeitigen EU-Ratsvorsitzender für Landwirtschaft und Fischerei, Ungarns Landwirtschaftsminister Dr. István Nagy, übergeben und auch an die anderen EU-Agrarratsmitglieder geschickt worden. Unter den Unterzeichnern sind so renommierte Branchengrößen wie die REWE Group, der drittgrößte Lebensmittelhändler der EU, das führende Handelsunternehmen in Österreich, SPAR Österreich, Europas größter Drogeriemarkt, dm-drogerie markt und die weltweit größte Biosupermarktkette Biocoop. Europaweit sehen sich Unternehmen durch die…

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Biogasanlagen als Schlüssel zur sicheren Stromversorgung in Deutschland

Die Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen kann eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der deutschen Stromversorgung spielen. Insbesondere in längeren Zeiten ohne Wind und Sonne (Dunkelflauten) können diese Anlagen wertvolle Reservekapazitäten bereitstellen. Welche Rolle Biogasanlagen im Rahmen unserer künftigen Energieversorgung spielen sollten, hat die Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen (FAU) im Auftrag des Fachverbandes Biogas in einer umfangreichen Studie untersucht. Die aktuellen Planungen der Bundesregierung zur Kraftwerksstrategie setzen voraus, dass bei künftigen Versorgungsengpässen stets ausreichend Strom importiert…

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Interessenkonflikte gefährden die Unabhängigkeit der EFSA

Im Juli hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das für die Bewertung von gentechnisch veränderten Organismen zuständige und von der EFSA selbst als „unabhängig“ bezeichnete ‚GMO Panel‘ neu besetzt. Recherchen von Testbiotech zeigen jedoch, dass dem Panel jetzt eine große Anzahl von Entwickler:innen von Gentechnikpflanzen mit Verbindungen zur Industrie angehören, die auch als Aktivist:innen für eine Deregulierung der Neuen Gentechnik (NGT) auftreten. Das Panel ist für die Risikobewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie für die Entwicklung von Prüfrichtlinien zur Risikobewertung zuständig. „Das Gremium für genetisch…

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