Rechtsgutachten kritisiert EU-Gesetzentwurf: Abschaffung von Pestizid-Schutzstandards ist rechtswidrig

Die von der Europäischen Kommission geplante Abschaffung von Pestizid-Schutzstandards ist rechtswidrig. Das zeigt ein Rechtsgutachten, das mehrere Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen jetzt veröffentlicht haben. Kritik an den Plänen der Kommission kommt auch aus der Wissenschaft. Das Gutachten, das die Aurelia Stiftung, ClientEarth, die Deutsche Umwelthilfe, der Deutsche Naturschutzring, foodwatch, das Pestizid Aktions-Netzwerk und das Umweltinstitut München in Auftrag gegeben haben, warnt: Die Pläne der EU-Kommission führen zu „einer erheblichen Absenkung des Schutzniveaus für Umwelt und Gesundheit". Zudem gebe es „ernsthafte Zweifel" an der…

weiter lesen...


Antrag für Bundesparteitag der CDU will Mindestlohn-Ausnahmen für Saisonarbeiter

Ein Antrag für den Bundesparteitag der CDU im Februar in Stuttgart sieht vor, dass Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft zukünftig vom Mindestlohn ausgenommen werden sollen. Das berichtet das ARD-Hauptstadtstudio am Mittwoch. "Die CDU Deutschlands setzt sich dafür ein, dass für Saisonkräfte in der Landwirtschaft vom Mindestlohn abgewichen werden kann", heißt es demnach in dem Antrag. Die Saisonarbeiter würden nur in Spitzenzeiten während der Ernte helfen und übten keine Vollerwerbstätigkeit aus, so der Antrag, in dem es dann weiter heißt: "Und zweitens kommen die Saisonkräfte aus dem Ausland, wo ein Stundenlohn unter dem Mindestlohn auch noch…

weiter lesen...


Schlepper-Demo in München: Aktiv gegen die Marktkrise

Mit einer Schlepper-Demonstration in der Münchner Innenstadt haben Bäuerinnen und Bauern am Mittwoch erneut ein sofortiges politisches Handeln zur Stabilisierung der Agrarmärkte gefordert. Die Teilnehmenden richteten einen klaren Appell an Ministerpräsident Markus Söder und den aus Bayern stammenden Bundesagrarminister Alois Rainer: Bayern soll erneut seine politische Gestaltungskraft nutzen und auf EU-Ebene einen entscheidenden Impuls zur Stabilisierung des Milchmarktes setzen. Die Aktion war eine Fortsetzung der bereits am 12. Januar in Stuttgart formulierten Forderungen und verstand sich in erster Linie als dringende und vehemente Aufforderung zum…

weiter lesen...


EU-Entwurf: Schutz vor Gentech-Bakterien soll sinken

28.01.26 +++ Die EU-Kommission hat im Dezember 2025 einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, dass Bakterien, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) verändert wurden, vereinfacht und beschleunigt in die Umwelt freigesetzt werden dürfen. Damit würden wesentliche Schutzstandards des geltenden Rechts ausgehebelt. In den USA werden solche Bakterien bereits auf den Äckern versprüht. Der entsprechende Gesetzentwurf für NGT-Pflanzen, der in europäischen Trilogverhandlungen erzielt wurde, wurde heute im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments mit Mehrheit bestätigt. Ein Beispiel dafür ist das Bodenbakterium Klebsiella variicola. Es kann für seinen…

weiter lesen...


Die Konvergenz von Gentechnik und KI: jenseits aller Kontrolle

Ein neuer Bericht des Instituts für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech befasst sich mit der Konvergenz von künstlicher Intelligenz (KI) und Gentechnik. Dabei stehen die Risiken für die biologische Vielfalt im Mittelpunkt. Die vorgestellten Beispiele umfassen unter anderem insektengiftigen Mais, an Roboter angepasste Blüten, gentechnisch veränderte Insekten, Mikroorganismen und Viren. In den letzten Jahrzehnten wurden laut Testbiotech riesige Mengen an Genomdaten digitalisiert und in Datenbanken verfügbar gemacht. Diese molekulargenetischen Informationen können mithilfe von KI durchsucht und als Grundlage für das Design…

weiter lesen...


BUND-Umfrage: Klare Mehrheit für staatliche Tierhaltungskennzeichnung

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland ist für eine Kennzeichnung der Tierhaltung auf Produkten im Lebensmitteleinzelhandel und in Restaurants. In einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Civey sprechen sich 70 Prozent der Befragten für ein einheitliches staatliches Kennzeichen aus. Fast die Hälfte (46 Prozent) misstraut den zahlreichen aktuellen Labeln und Kennzeichen, insbesondere in der Altersgruppe der 18-29 Jährigen ist das Vertrauen (16 Prozent) besonders gering. Dazu erklärt Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Die aktuelle Bundesregierung verschleppt das in der letzten…

weiter lesen...


Vorzeichen stehen auf Alarm - 2026 wird ein (vor-)entscheidendes Jahr für Ferkelerzeuger

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Auf die Schweinehalter wartet ein schwieriges Jahr. Die Schweine- und Ferkelpreise sind abgestürzt auf 1,45 €/kg Schweinefleisch bzw. 35 € pro Ferkel. Damit fehlen dem Erzeuger etwa 50 Euro am Schwein, wovon die Sauenhalter die Hälfte der Zeche zahlen. Während manche Marktbeteiligte nur von einer Durststrecke bis zur Grillzeit, vielleicht gar nur bis Ostern träumen, - bis dahin soll der EU-Schweineberg abgebaut sein - werden auf die ferkelerzeugenden Betriebe sicherlich äußerst schwierige Monate zukommen. Denn neben dem Preistal müssen noch ehrgeizige Auflagen der Nutztierhaltungsverordnung erfüllt werden. Bis zum…

weiter lesen...


Erneute Verschiebung des Kennzeichnungsgesetzes - ein Armutszeugnis für die Politik!

Der Bundestag hat in der vergangenen Woche in 2. und 3. Lesung eines gemeinsamen Gesetzentwurfes von Union und SPD zur Tierhaltungskennzeichnung mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Linken entschieden, den Start des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes vom 1. März 2026 auf den 1. Januar 2027 zu verschieben. Die Grünen stimmten dagegen, die AfD enthielt sich. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert die Verschiebung scharf und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Rainer und die Bundesregierung auf, umgehend einen konkreten Fahrplan für die Weiterentwicklung des Gesetzes vorzulegen. Genauso dringend brauche es wirtschaftliche…

weiter lesen...


Bündnis fordert den Schutz von Wasser als Gemeingut

Anlässlich der Internationalen Agrarministerkonferenz, die als der politische Höhepunkt im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture  (GFFA) in Berlin bezeichnet wird, haben Bäuer*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen eine Protestnote an die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Martina Engelhardt-Kopf übergeben. Das BMELH hatte den Vorsitz der Konferenz mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“.  Das Bündnis stellt zentrale Forderungen an die Agrarminister*innen: So sollen sie bei der UN-Wasserkonferenz im Dezember für eine…

weiter lesen...


Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit: Haltung zeigen!

Gemeinsam mit 8.000 Demonstrierenden haben rund 60 Organisationen auf der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin von der Bundesregierung eine gemeinwohlorientierte Agrarpolitik gefordert und für Tier-, Klima- und Umweltschutz, den Erhalt vieler und vielfältiger Höfe, faire Preise und gutes Essen demonstriert. Gemeinsam setzten sich Bäuer*innen, Verbraucher*innen und Aktive der Umwelt-, Tier- und Klimaschutzbewegung für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft ein. „Wir zeigen Haltung – ob als Landwirtin, die im Stall und auf dem Acker anpackt, oder als Verbraucher, der gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel wertschätzt. Die schwarz-rote…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…