Wie der Biolandbau zur EU-Bio-Verordnung kam

Aus der Geschichte lernen von Hugo Gödde +++ Die EU-Kommission hat die Notifizierung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes aktuell abgelehnt, einen überzeugenden „tierwohlorientierten Verbraucherschutz“ und eine „Klausel zur gegenseitigen Anerkennung bestehender Tierhaltungskennzeichnungen anderer Mitgliedstaaten“ angemahnt. Eine Harmonisierung, mindestens Anerkennung unterschiedlicher Tierwohlvorstellungen in der EU notifizierbar zu machen, ist nicht unmöglich, gilt aber als keine leichte Aufgabe. Da fragt sich mancher Beobachter, wie eine gemeinsame EU-Bio-Verordnung für den biologischen Landbau vor Jahrzehnten politisch durchsetzbar gewesen ist. In…

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„Vielfältig. Bäuerlich. Gerecht.“: Bündnis setzt Zeichen für Zusammenhalt im ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt

Mit einer gemeinsamen Feldaktion haben die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Sachsen-Anhalt, die AWO Sachsen-Anhalt, die Evangelische Kirche Mitteldeutschland, das Bioenergiedorf Schernebeck und der Kultur- und Geschichtsverein „Grenzland e.V." im Vorfeld der Landtagswahlen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt im ländlichen Raum gesetzt. Auf einer Ackerfläche bei Cobbel (Tangerhütte) wurde ein überdimensionales Wahlkreuz in den Boden geeggt und aus der Luft dokumentiert. Unter dem Motto „Vielfältig. Bäuerlich. Gerecht." machten die Beteiligten deutlich, dass lebendige Dörfer auf gesellschaftliche Vielfalt, eine starke…

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Verträge auch für Genossenschaftsmolkereien: Denn Arla macht Gewinne, ihre Lieferanten machen Verluste

In einem jetzt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der MEG Milch Board veröffentlichten kartellrechtlichen Gutachten zur Fusion von Arla mit dem ehemaligen DMK wird dargestellt, dass aufgrund der fehlenden Transparenz fraglich ist, ob die Gewinne aus den lukrativen Geschäften etwa mit den boomenden Proteindrinks an die Lieferanten weitergegeben werden. Des Weiteren ist in dem Gutachten ausführlich dargestellt, dass nach der Fusion kaum Wechselmöglichkeiten für die Lieferanten bestehen. Die landwirtschaftlichen Verbände widersprechen vor diesem Hintergrund der EU-Kartellbehörde, die ihre auflagenfreie Fusionsgenehmigung mit…

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Frauen in der Landwirtschaft: Austausch mit afrikanischen Bäuerinnen

Frauen leisten weltweit einen unverzichtbaren Beitrag zur Landwirtschaft und Ernährungssicherung. Gleichzeitig mangelt es für sie an Zugang zu Land, Kapital, Förderung und unternehmerischer Verantwortung. Wie lassen sich diese strukturellen Benachteiligungen überwinden? Und was können Frauen aus Niedersachsen, Kenia und Tunesien dabei voneinander lernen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen, der Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und dem Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.  anlässlich des von den…

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Ökolog:innen gegen eine Absenkung der Sicherheitsstandards für die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen

Im Dezember 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Änderung der geltenden Vorschriften bezüglich der Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen (GMM) in die Umwelt. Jetzt haben Arbeitsgruppen der Gesellschaft für Ökologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz (GFÖ) sowie der European Ecological Federation (EEF) eine Stellungnahme zu dem Vorschlag der EU-Kommission veröffentlicht und sprechen sich klar gegen die darin enthaltenen Pläne aus, die Standards für die Risikobewertung von Freisetzungen gentechnisch veränderter Mikroorganismen erheblich abzusenken. Der Vorschlag der Kommission sieht ein…

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Unbekannte Pilzproteine in Milchersatz gefunden

Ein in den USA vertriebenes Milchersatzprodukt enthält Milcheiweiß, das von gentechnisch veränderten Pilzen erzeugt wurde. Forschende wiesen in dem Produkt aber auch 236 Pilzproteine nach, die nicht auf ihre Sicherheit untersucht wurden. Dies zeigt exemplarisch, wie riskant mit Präzisionsfermentation hergestellte Lebensmittelzusätze sein können. Bei der Präzisionsfermentation werden Mikroorganismen gentechnisch so verändert, dass sie gezielt im Fermenter eine gewünschte Substanz in großen Mengen produzieren. Diese wird dann abgeschöpft, aufgereinigt und vermarktet. Im hier untersuchten Fall produzierte ein gentechnisch veränderter (gv) Pilz der…

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Kommission zum THKG-Entwurf des BMLEH: So nicht!

Die EU-Kommission hält zentrale Punkte des vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) am 11. Mai 2026 zur Notifizierung durch die Kommission eingereichten Entwurfs für ein neues Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) für unvereinbar mit EU-Recht. Kritisiert werden vor allem die Pflicht zur deutschen Kennzeichnung für ausländische Produkte, fehlende Anerkennung anderer ausländischer Systeme sowie zusätzliche Auflagen für Bioware. Die Kommission nennt in ihrer ausführlichen Stellungnahme als einen zentralen Kritikpunkt, dass anders als in dem seit 2023 geltenden THKG, in dem der Anwendungsbereich des Gesetzes auf in Deutschland hergestellte…

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Eiermarkt: Aus für Käfighaltung und Kükentöten, Gefahr Vogelgrippe

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die Geflügelhaltung gewinnt an Bedeutung in Deutschland, aber auch weltweit. Der Geflügelfleischmarkt wächst beständig, Landwirte stellen von Rinder- oder Schweinehaltung um auf Hähnchenhaltung. Beim Fleischkonsum wächst allein das „weiße Fleisch“, während Rotfleisch (Schwein, Rind) sinkt. Auch in der Legehennenhaltung zeigen sich deutliche Veränderungen. Sie verschieben sich kontinuierlich in Richtung bessere Haltungsformen. Freiland- und Bio-Eier im Kommen Seit 2015 gewinnt die Freiland- und Biohaltung in Deutschland zunehmend an Marktbedeutung. Im Jahr 2025 lebten 24,3 Prozent aller Legehennen in…

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Dürreschäden mit höheren Flächenprämien bekämpfen ist der falsche Weg

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, die bedingungslosen Direktzahlungen in der GAP 2027 aufgrund der extremen Dürre im Sommer 2026 deutlich anzuheben. Die pauschale Aufstockung der Basisprämie für alle Flächen als Reaktion auf schlechte Ernten und Liquiditätsprobleme löst aus Sicht der AbL keine strukturellen Probleme – sie verschärft sie. Kritik an der Ankündigung des Ministers kommt auch vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Es ist gut und richtig, dass betroffene Höfe in dieser Situation nicht alleine gelassen werden. Aber Millionen Euro…

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Dürrehilfen: Weiterhin Durststrecke für die Milchbetriebe

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) übt deutliche Kritik an der Flächenprämien-Gießkanne und den vom Bundeslandwirtschaftsministerium verkündeten weiteren vermeintlichen Dürrehilfen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat angekündigt, die Zuweisung für die Direktzahlungen im Antragsjahr 2027 voll auszuschöpfen: rund 4,92 statt rund 4,18 Mrd. Euro. Ausgezahlt wird das Geld frühestens Ende 2027. „Die Dürre ist jetzt. Die Milchkrise auch. Unsere Betriebe kaufen im September Futter zu. Und was jetzt als Soforthilfe angepriesen wird, sind Kredite – ein Darlehen ist keine Hilfe, sondern eine Schuld mit späterem Fälligkeitsdatum“, gibt…

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