Volksbegehren „Rettet die Bienen“: Landesregierung löst mit eigenem Vorschlag Ruhepause aus

Das Volksbegehren Artenschutz -„Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg wird „vorerst und vermutlich bis Mitte Dezember“ nicht aktiv weiter betrieben – es ruht. Das haben die Betreiber „in der Breite unseres Trägerkreises entschieden“, ist auf der Homepage des Volksbegehrens zu lesen und weiter heißt es dort: „Die Landesregierung hat uns einen Dialogprozess angeboten, um gemeinsam ein umfassendes Artenschutzgesetz zu verabschieden, das nicht hinter unseren Zielen zurückbleibt. Dies wollen wir annehmen“. Das Angebot sehen sie „als Chance – und Erfolg“. Wie ein solches Artenschutzgesetz aussehen kann, hat die grün-schwarze Landesregierung in einem…

weiter lesen...


KLJB: Die GAP muss bäuerliche Familien stärker unterstützen

Mit Blick auf die Unruhen auf den Straßen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, auf Protest, Frust und Existenznot in der Landwirtschaft beobachtet die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) mit Sorge, dass weitere bäuerliche Familienbetriebe vor dem Aus stehen. „Die Bundesregierung hat in diesem Jahr viele Veränderungen angekündigt, die zahlreiche Betriebe vor große Herausforderungen stellen werden“, erläutert KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus. „Dass die Landwirtschaft vor großen Umbrüchen steht, ist nicht neu. Viele Landwirt*innen wollen den Wandel selbst mitgestalten und den Anforderungen an Tierhaltung, Ackerbau…

weiter lesen...


Minister Laumann: „Preiskampf in der Fleischwirtschaft nicht zu Lasten von Arbeitnehmern“

In der Fleischindustrie herrschen „katastrophale Arbeitsbedingungen“ und die sind keine Ausnahme sondern „systemimmanente Verstöße gegen das Arbeitsrecht". Das erklärt der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung der Ergebnisse der aktuellen „Arbeitsschutzaktion Fleischwirtschaft“. Die Aktion, bei der in Nordrhein-Westfalen, der Heimat von beispielsweise Tönnies und Westfleisch, der Arbeitsschutz 30 Schlachthöfe mit rund 17.000 Beschäftigten kontrolliert hat, bestätigte laut einer Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) einen langfristigen Trend: Der Preiskampf in der…

weiter lesen...


BfR-Verbrauchervotum: Bei neuer Gentechnik müssen Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit erhalten bleiben

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Ergebnisse einer Verbraucherkonferenz zum Thema Genome Editing vorgestellt. Die Verbraucher fordern in ihrem Votum „eine verantwortungsvolle Forschung zu Chancen, Risiken und Auswirkungen sowie strenge Regeln seitens des Gesetzgebers.“ Konkret sprechen sie sich für die „Beibehaltung des Vorsorgeprinzips“, die „Wahlfreiheit der Verbraucher“ sowie „Informationsfreiheit und Transparenz“ aus, ebenso für den „Vorrang sozialer Aspekte vor Konzerninteressen“ und eine „Haftungsregelung für unerwartete Schäden durch den Hersteller“. Zudem sollten tierische Lebensmittel gekennzeichnet werden, wenn Futtermittel…

weiter lesen...


Bundesrat beschließt Erhöhung der Umschichtung aus der ersten in die zweite Säule

Der Bundesrat hat einer Erhöhung der Umschichtung von Mitteln aus der ersten Säule der EU-Direktzahlungen von bisher 4,5 auf zukünftig 6 Prozent zugestimmt. Forderungen nach einer höheren Umschichtung der von Brüssel als Option eingeräumten bis zu 15 Prozent, wie sie der Umweltausschuss des Bundesrates mit „mindestens 8,5 Prozent“ oder die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft mit 15 Prozent vorgeschlagen hatten, um die in der Landwirtschaft erforderlichen Veränderungen zugunsten von Klima-, Umwelt- und Tierschutz zu fördern, wurde damit eine Absage erteilt. Der Bauernverband hatte sich gegen eine Erhöhung der Umschichtung ausgesprochen. Die…

weiter lesen...


Kommission des Umweltbundesamtes fordert wegweisende Änderungen für das Agrarsystem

Die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) schlägt für fünf entscheidende Bereiche eine fundamentale Neuausrichtung der Agrarwirtschaft vor: bei den Nährstoffüberschüssen, beim Ernährungssystem, im internationaler Agrarhandel, der Entwicklung des ländlichen Raumes und in der Digitalisierung. Dazu sagt Prof. Alois Heißenhuber, Vorsitzender der KLU: „Kaum eine andere Branche befindet sich in einem so starken Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie wie die Landwirtschaft. Einerseits erwartet die Gesellschaft möglichst günstige Lebensmittel, gleichzeitig werden die Forderungen nach einer Landwirtschaft mit einem geringen ökologischen…

weiter lesen...


Schweinepest in China und die Folgen bei uns

Der deutsche und europäische Schweinemarkt wird seit Monaten durch die Afrikanische Schweinepest in China bestimmt. Ausgerechnet im Jahr des Schweines wütet sie dort und führt zu gewaltigen Verwerfungen, die sich auch in Deutschland bemerkbar machen. Zwar hat sich die chinesische Schweineproduktion im August ein wenig stabilisiert, aber gegenüber dem Vorjahr fehlen weiterhin mindestens 10% der Schweine (ca. 40-60 Mio., das entspricht etwa der Jahresschlachtung in Deutschland). Die Rabobank Holland spricht gar von einem Rückgang von über 100 Mio. Schweinen durch Verenden oder Notschlachtung. Immerhin sinkt der Bestand an lebenden Schweinen in…

weiter lesen...


Neues Siegel signalisiert kuhgebundene Kälberaufzucht

Seit dem 1. Oktober gibt es ein neues Siegel im Handel: Es steht für die kuhgebundene Kälberaufzucht. Das Gemeinschaftsprojekt der Erzeugergemeinschaft „Demeter HeuMilch Bauern“ und des Nutztierschutzvereins PROVIEH ist so nach Angaben der Initiatoren bisher einzigartig in Deutschland und kann die Zukunft der Kälberaufzucht nachhaltig zum Positiven verändern. „Gerade in der Milchwirtschaft sind die Kälber oft die Leidtragenden des Haltungssystems. Die Trennung und gesonderte Aufzucht fernab der Mutterkuh passt nicht in die Natur dieser sozialen Tiere, die tiefe Freundschaften zueinander eingehen können,“ sagt Stefanie Pöpken, Fachreferentin bei…

weiter lesen...


Bodenmarkt: Korrektur gravierender Fehlentwicklungen notwendig

Die Nutzung des Bodeneigentums in der Agrarpolitik und im Planungsrecht orientiert sich gegenwärtig unzureichend am Gemeinwohl. Das verkündet die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU) in einem Positionspapier „Bodenmarkt und Kapital“. Der großflächige Ankauf landwirtschaftlicher Flächen oder ganzer Betriebe durch überregionale Kapitalanleger hat laut KBU in vielen Fällen negative Folgen für den ländlichen Raum, die Kulturlandschaft und die nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Die KBU fordert daher, Lücken im Grundstücksverkehrsrecht zu schließen, um den landwirtschaftlichen Bodenmarkt prioritär für praktizierende ortsansässige Landwirte zu…

weiter lesen...


EU-Parlament, Regierungen und Zivilgesellschaft gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Anfang Oktober endete die Frist für das Einreichen von Stellungnahmen an das Europäische Patentamt (EPA) gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung. An einer Sammelaktion haben sich rund 25.000 Einzelpersonen und 50 Organisationen beteiligt. Darunter auch landwirtschaftliche Organisationen wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie die Dachverbände der europäischen Landwirte COPA/COGECA und IFOAM. Auch das Europäische Parlament hat dazu jüngst eine Resolution veröffentlicht und einen Stopp derartiger Patente verlangt. Ähnliche Stellungnahmen sind u.a. auch von den zuständigen Stellen aus Deutschland,…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…