Neuland setzt Standards im Tierschutz

Zum Welttierschutztag am 4.10. rufen Bauern und Bäuerinnen die Verbraucher und Verbraucherinnen zu bewussten Kaufentscheidungen auf und fordern von der Bundesministerin Julia Klöckner eine aktive und möglichst schnelle Unterstützung beim Umbau der Tierhaltung. „Damit der notwendige Umbau hin zu einer tierschutzgerechten Haltung von Schweinen, Geflügel und Rindern gelingt, sind wir alle auch als Verbraucherinnen und Verbraucher gefordert“, sagt Schweinehalter Martin Schulz. Seit 1995 mästet der Wendländer Schulz seine 850 Schweine nach den Richtlinien des Neuland-Programms für eine besonders artgerechte Nutztierhaltung. Die Richtlinien sind gemeinsam…

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Union und SPD beschließen Fristverlängerung bei Ferkelkastration

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben beschlossen, zeitnah eine Fraktionsinitiative auf den Weg zu bringen mit dem Ziel, noch in diesem Jahr die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre zu verlängern. Das teilt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 2. Oktober mit und begrüßt den Beschluss. „Ferkelproduktion soll auch künftig in Deutschland möglich bleiben. Dabei ist der Tierschutz dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein sehr wichtiges Anliegen, für das sich das Bundesministerium auch künftig mit Nachdruck einsetzen wird“, heißt es vom…

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Mia ham’s satt!

„Wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen, wenn wir die ländlichen Strukturen, das Leben auf den Dörfern und die bäuerliche Landwirtschaft auch in Zukunft erhalten wollen“ erklärt Josef Schmid, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Bayern, im Interview mit der Unabhängigen Bauernstimme und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Mia ham’s satt!“ am 6. Oktober in München auf. „Wir wollen mit der Demo das Thema Bäuerliche Landwirtschaft, Artenschwund, Flächenfraß, aber auch unsere Verantwortung für die Landwirtschaft in den Ländern des Südens, wo wir mit unseren Dumpingexporten die gewachsenen kleinbäuerlichen…

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Längst überfällige Entscheidungen bei Milch bleiben aus

Deutlich sicht- und hörbar zeigte sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Sassendorf. Zwar stand das Thema Milch nicht an vorderster Stelle auf der Tagesordnung, in ihrem Engagement für einen zukunftsfähigen, krisenfesten Milchmarkt sieht sich der BDM von vielen Ministerinnen und Ministern aber dennoch bestärkt. Der BDM habe den Gedanken von Mengendisziplinmaßnahmen in die AMK nachhaltig eingebracht und dafür gesorgt, dass sich die Mitglieder der AMK mit den Möglichkeiten der Umsetzung befassen, erklärte beispielsweise Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). In die gleiche…

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Agrarministerkonferenz von Protesten begleitet

Gleich mehrere Demonstrationen begleiteten die Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Sassendorf. Vor dem Tagungshotel der Minister und Ministerinnen hielten mehrere Landesbauernverbände, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sowie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW – kurz: Die Waldeigentümer) eine Kundgebung ab. Dort sammelten sich auch die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), die dann in einem Demonstrationszug vor das Tagungszentrum der AMK zogen, um dort ihre Kundgebung abzuhalten. Hier hatten sich zum „stillen Protest“ auch Mitglieder des Deutschen Tierschutzbundes…

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UN-Menschenrechtsrat verabschiedet Erklärung für Bauernrechte

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) hat mit großer Mehrheit die Erklärung für die „Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ angenommen. 33 Staaten votierten dafür, 3 Staaten dagegen und 11 Staaten enthielten sich, darunter auch Deutschland. „Die heutige Entscheidung im Menschenrechtsrat ist ein wichtiger Schritt für die Durchsetzung der Menschenrechte. Die UN-Erklärung ist ein Auftrag an die Staaten, Kleinbauern und ihre Gemeinschaften besser gegenüber den Interessen von Agrarkonzernen zu schützen. Sie stärkt uns darin, die zunehmende Verdrängung von Kleinbauern zu stoppen, Landflucht zu…

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Agrarminister sollen Leistungen der Bauern unterstützen

Neben praktikablen Lösungen für die Umsetzung der betäubungslosen Ferkelkastration steht die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) heute ganz oben auf der Tagesordnung, wenn die Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern im nordrhein-westfälischen Bad Sassendorf zu ihrer Herbstkonferenz zusammenkommen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert die Agrarministerinnen und Minister auf, die Chancen der EU-Agrarreform zu nutzen, um die jeweiligen positiven Leistungen der Betriebe für Umwelt, Klima, Natur und Tierschutz gezielt zu honorieren. „Die bäuerlichen Betriebe leisten bereits heute viel, und…

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Wem gehören Daten und Saatgut?

Das Ansinnen der Saatguttreuhand (STV) beim Nachbau ist es genau zu wissen wer, wo, wie viel, und welche Sorte aufbereitet und wieder ausgesät. Denn dann werden Nachbaugebühren fällig. Die Bauern müssen aber nur in speziellen Fällen Auskunft über die von ihnen ausgebrachte Saat erteilen. Grund für die STV in Thüringen zu Versuchen ob das Landesverwaltungsamt, als die für die Bearbeitung der Flächenanträge zuständige Behörde, die gleichzeitig im Besitz der Daten ist, nicht als Informationsquelle herhalten könnte. Das Amt lehnte jedoch ab, die STV klagte beim Landgericht und unterlag. Es liege im Ermessen der Behörde, so die Richter in ihrer Begründung.…

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Äpfel neu gezüchtet

Es gibt so viele Sorten. Alte Sorten, die nur noch die „Alten“ oder Spezialisten mit Namen kennen. Äpfeln, die nach Ananas schmecken, die erst im Januar im Keller richtig reif geworden sind und jene die man schon Anfang August genießen kann. Der Erwerbsobstanbau braucht aber nicht Vielfalt sondern Masse. Und wurden immer wieder sogenannte Massenträger bei neuen Züchtungen Eingekreuzt. Golden Delicious oder Cox Orange. Sie haben aber auch ihre Krankheitsanfälligkeit in die Zuchtlinien hineingetragen. Immer weiter steigender Einsatz vor allem von Fungiziden war die Folge. Weil nur so die von Handel geforderten makellosen Früchte ohne Schorfflecken und…

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Ferkelkastration

Seit 2013 ist das Verbotsdatum allen bekannt. Aber scheinbar hat niemand ein Interesse gehabt praktikable und vor allem auch finanziell akzeptable Lösungen für eine Ferkelkastration ohne Schmerzen zu entwickeln. Weder die Wissenschaft hat Methoden entwickelt noch hat die Politik einen verbindliche Rechtsrahmen geschaffen, an dessen Vorgaben sich die Ferkelproduzenten orientieren könnten und der ihnen Planungssicherheit auch bezüglich der anzuwendenden Methoden gibt. Denn diese sind vorhanden. Vier verschiedene Möglichkeiten werden intensiver diskutiert. Nicht invasiv sind die Ebermast und die Immunokastration durch mindestens zwei Spritzen je eine zu…

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