"Extremer Vertrauensbruch" - Bayern streicht wichtige Fördermaßnahme zum Klimaschutz

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, eine erfolgreiche Förderung zum Erhalt von Humusböden ab 2025 nicht mehr anzubieten. Von einem „dreifachen Salto rückwärts“ beim Klimaschutz in der Landwirtschaft und einem „Schlag ins Gesicht insbesondere der Öko-Bauern und Öko-Bäuerinnen“ spricht die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ). „Nicht hinzunehmen“ ist die Entscheidung für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern. Und ein „extremer Vertrauensbruch“ des Ministeriums gegenüber den Landwirten und Landwirtinnen ist es in den Augen des BUND Naturschutz (BN) in Bayern. Per Pressemitteilung…

weiter lesen...


Einspruch gegen Patent auf Mais zurückgewiesen

Das Europäische Patentamt (EPA) hat einen Einspruch gegen ein Patent der Firma KWS auf kältetoleranten Mais (EP 3380618) zurückgewiesen. Die internationale Koalition von Keine Patente auf Saatgut! hatte den Einspruch eingelegt, weil Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Pflanzensorten in Europa nicht zulässig sind. Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut!, dem auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft angehört, plant gegen die Entscheidung des EPA Beschwerde einzulegen und fordert die Politik zum Handeln auf. Bei seiner Entscheidung beruft sich das EPA auf eine umstrittene Klausel, nach der dieses Verbot nur auf Patente…

weiter lesen...


Butterpreise im Höhenflug – Erzeuger nicht genug beteiligt

Mit Blick auf den aktuell veröffentlichten Milch Marker Index stellt sich der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board, Frank Lenz, die Frage, ob die derzeitige Preispolitik allen Marktbeteiligten zuträglich ist und sieht Molkereien, Handel und Politik gleichermaßen in der Pflicht, sollten sie an einem Erhalt der Milchviehhaltung in Deutschland interessiert sein. Das European Milk Board (EMB) schlägt unter anderem eine EU-Rechtsvorschrift vor, die zu Preisen oberhalb der Kosten verpflichtet, sowie die gesetzliche Verankerung eines Kriseninstruments, ein Marktverantwortungsprogramm, um einer Unterdeckung der Milchproduktionskosten entgegenzuwirken. D…

weiter lesen...


Welthungerindex: Kaum Fortschritte im Kampf gegen den Hunger

Die Botschaft ist nicht neu, die Zahlen nun aber wieder auf dem neusten Stand: Das Ausmaß des Hungers auf der Welt ist schwindelerregend und Fortschritte gibt es kaum zu vermelden. Noch immer hungern rund um den Globus 733 Millionen Menschen und in einigen Ländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Afrika südlich der Sahara sowie Südasien bleiben die Regionen mit den höchsten Raten. Krisen wie bewaffnete Konflikte, die Folgen des Klimawandels und die hohe Verschuldung überschneiden und verstärken sich gegenseitig. Das geht aus dem Welthunger-Index (WHI) 2024 hervor, der am 10. Oktober im Vorfeld des Welternährungstages von der Welthungerhilfe und der…

weiter lesen...


70 Prozent der Deutschen gegen Gentechnik-Anbau

Im Ernährungsreport 2024 der Bundesregierung lehnten 70 Prozent der Befragten den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen ab. Bei den unter 30-Jährigen will dagegen die Hälfte gv-Pflanzen auf deutsche Äcker lassen, ergab die Forsa-Studie, die das Agrarministerium Ende September vorstellte. Auch eine Kennzeichnung gentechnikfreier Lebensmittel ist jungen Menschen weniger wichtig als älteren. Insgesamt jedoch blieb die Ablehnung der Agro-Gentechnik und der Wunsch nach einer klaren Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte stabil. Für den Ernährungsreport hatte das Institut Forsa im Mai 2024 1000 repräsentativ ausgewählte Menschen ab 14…

weiter lesen...


Erneut mehr Auszubildende zum Landwirt oder zur Landwirtin

Während die Gesamtzahl der Auszubildenden in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei im Jahr 2023 zum zweiten Mal in Folge sank (-633 im Vergleich zum Vorjahr), entschieden sich erneut mehr Menschen für die Ausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin. Das geht aus jetzt vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) aufbereiteten und veröffentlichten neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund um die praktische Berufsausbildung in Deutschland hervor. Von den insgesamt 32.322 Auszubildende in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei gab es 2023 in folgenden Berufen die meisten Auszubildenden: Ausgewählte…

weiter lesen...


"Bau-Turbo" führt zu weiterer Preissteigerung und Verdrängung auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt

Anlässlich der ersten Lesung der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) im Deutschen Bundestag fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gemeinsam mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen die Streichung des § 246e aus dem Gesetzentwurf. Der geplante § 246e soll weitreichende Abweichungen von bestehenden Vorschriften ermöglichen, um den Wohnungsbau in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt zu beschleunigen. Aus Sicht der Verbände droht § 246e jedoch Bodenspekulation zu fördern, wertvolle Agrar- und Grünflächen zu zerstören, den Anstieg der Mieten zu beschleunigen und soziale Ungleichheit zu verstärken. Reik…

weiter lesen...


Das Rind ist kein Schwein – zum neuen Eckpunktepapier des BMEL zur Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Nun will das Landwirtschaftsministerium doch noch die Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch in Angriff nehmen. So könnte man den diese Woche vorgelegten Entwurf interpretieren, während viele Beobachter schon davon ausgingen, dass in dieser Legislaturperiode „nichts mehr läuft“. Ob das jetzt vorgelegte Papier aber ernsthafte Aussichten hat, die Vielfalt der privaten, freiwilligen Programme zu sichten und zusammenzuführen, werden die kommenden Beratungen mit den Verbänden und Fraktionen zu zeigen haben. Die ersten Reaktionen weisen eher ein Kopfschütteln als eine Zustimmung aus. Orientierung an der…

weiter lesen...


Steigende Butterpreise: Mit Vertragspflicht würden Bauern auch profitieren

Die Preise für Butter haben ein neues Rekordhoch erreicht. Es ist „der höchste Preis, den es in Deutschland jemals gegeben hat“, heißt es bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und ein Ende scheint noch nicht erreicht. Elmar Hannen, AbL-Milchbauer aus Nordrhein-Westfalen, kommentiert die Marktentwicklung, nennt die Gründe für die steigenden Preise sowie dafür, dass die Bäuerinnen und Bauern davon nur unzureichend profitieren. "Im Herbst ist der Buttermarkt immer heiß umkämpft, weil die Nachfrage nach Milchfett für die Weihnachtsbäckerei steigt. Davor wurde mehr Fett für die Eissaison benötigt. Auf die steigende Nachfrage trifft ein…

weiter lesen...


Pauschalisierungspläne: Kleine und mittelgroße Bauernhöfe sind davon negativ betroffen

Der von der Ampel vorgelegte Entwurf für das Jahressteuergesetz 2024 sieht auch eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes vor. Demnach soll der Durchschnittssteuersatz für die Landwirtschaft, der Pauschalisierungssatz bei der Umsatzsteuer, von 9 auf 8,4% gesenkt werden und die neue Regelung umgehend nach der noch in diesem Jahr geplanten Verkündung des Gesetzes in Kraft treten. Ab 1.1.2025 soll sie laut dem Entwurf dann auf 7,8 % gesenkt werden. Nur kleine und mittelgroße Betriebe, die einen Jahresumsatz von weniger als 600.000 Euro haben, können die Pauschalisierung überhaupt nutzen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in den…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…