Jefta ablehnen und EU-Handelspolitik qualifizieren

Morgen stimmt das EU-Parlament über das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan (Jefta) ab. Die damit verbundene europäische Exportorientierung aber auch die Importorientierung drücken nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bäuerliche Erzeugerpreise - weltweit. Die Verhandlungen um das Handelsabkommen mit Japan haben sich lange hingezogen, auch weil der Agrarsektor ein umstrittenes Thema war. Während die europäische Molkerei- und Schlachtindustrie für ihre Exportprodukte eine möglichst starke Marktöffnung in Japan einforderten, haben die Bäuerinnen und Bauern in Japan sich gegen Jefta ausgesprochen. Sie fürchten, dass…

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Mercosur-Verhandlungen stoppen

Angesichts der bevorstehenden Verhandlungsrunde zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) vom 10. bis 13. Dezember unterstreicht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ihre Forderung nach einem Stopp der Verhandlungen. „Schon jetzt importiert die EU jährlich mehr als 100.000 Tonnen Rindfleisch aus Brasilien, das entspricht rund einem Drittel der gesamten Rindfleischimporte und damit unterstützt Europa die negativen Folgen der Rindfleischproduktion aktuell in Brasilien und wird es mit der geplanten Ausdehnung der Freihandelsquoten noch stärker tun“, erklärt die Referentin für internationale…

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Demeter fordert radikale Wende in der Klimapolitik für enkelfähige Landwirtschaft

Im polnischen Kattowitz auf der UN-Klimakonferenz geht es darum, verbindliche Regeln zu vereinbaren, mit denen die Erderwärmung auf unter zwei, möglichst sogar auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. In Deutschland bekommt vor allem die Landwirtschaft die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Demeter fordert die Bundesregierung auf, jetzt das Klima aktiv zu schützen und eine Wende in ihrer Klimapolitik einzuläuten. „Damit die Erderwärmung die kritische Grenze nicht überschreitet, muss die Bundesregierung aufwachen und endlich den Mut haben, eine klimapolitische Wende einzuleiten. Zukünftige Generationen können sich nur ernähren und auf diesem Planeten…

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Weltbodentag: NRW-Landesregierung fördert Beton statt Bodenleben

Anlässlich des von der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) ins Leben gerufenen Weltbodentages am 5. Dezember hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Nordrhein-Westfalen (AbL NRW) den dortigen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) aufgerufen, mehr für den Schutz des Bodens zu tun und den drohenden Flächenfraß zu stoppen. „Im vorgelegten Entwurf des Landesentwicklungsplanes NRW (LEP) hat Wirtschaftsminister Pinkwart die Streichung des Leitbildes ‚flächensparende Siedlungsentwicklung‘ zugunsten freien Wirtschaftswachstums geopfert“, kritisiert der AbL-Landesvorsitzende Bernd Schmitz, Bauer im Rhein-Sieg Kreis, den eingeschlagenen…

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Europäisches Patentamt stellt Patentverbot in Frage

Bei einer Verhandlung in München über ein Patent der Firma Syngenta auf Paprika (EP2753168) hat die Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts (EPA) heute den Weg für weitere Patente auf Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Zucht frei gemacht. Damit stellt sich das EPA gegen die Entscheidung der Regierungen seiner 38 Vertragsstaaten, Patente wie die auf herkömmlich gezüchteten Brokkoli und Tomaten zu verbieten. 2017 hatte der Verwaltungsrat des EPA, in dem die Vertragsstaaten des Amtes repräsentiert sind, eine neue Regel 28 (2) in der Ausführungsordnung des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) beschlossen, nach der sowohl die Verfahren zur…

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Pestizidzulassung muss reformiert werden

Das Zulassungsverfahren für Pestizide wie Glyphosat muss grundlegend reformiert werden. Das fordert der Abschlussbericht der Berichterstatter Bart Staes (Grüne/EFA) und Norbert Lins (EVP/Christdemokraten) des Sonderausschusses des EU-Parlaments für das Zulassungsverfahren für Pestizide (PEST), der heute mit großer Mehrheit angenommen wurde. Der Abschlussbericht fordert die EU-Regierungen und die Europäische Kommission auf, Pestizide und Pestizidwirkstoffe strenger auf Schäden für Umwelt und Gesundheit zu prüfen, die Risikobewertung transparent zu machen und sicher zu stellen, dass keine Interessenkonflikte das Zulassungsverfahren beeinflussen. Das…

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Humus aufbauen, Klima schützen

Zum ersten Mal hat das Bundeslandwirtschaftsministerium deutschlandweit und repräsentativ eine Inventur der landwirtschaftlichen Böden durchführen lassen. Das beauftrage Thünen-Institut übergab anlässlich des Weltbodentages am 5. Dezember den Abschlussbericht an die Bundesministerin Julia Klöckner. "Die Bodenzustandserhebung hilft uns, den Boden besser zu verstehen. Die Bodenzustandserhebung ist eine Premiere: Daten und Fakten zeigen, wie bedeutend der Agrarboden für den Klimaschutz und für die Klimaanpassung ist – ein Potenzial, das häufig unterschätzt wird. Im Gegensatz zu allen anderen Wirtschaftssektoren können Landnutzung und Forstwirtschaft…

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Böden in Deutschland droht Humusverlust

Humus fördert die Bodenfruchtbarkeit und die Erträge, verbessert die Wasserspeicherung und mindert die Erosionsanfälligkeit von Böden. Humus in Böden ist weltweit der größte terrestrische Speicher für organischen Kohlenstoff. Doch die erste „Bodenzustandserhebung Landwirtschaft“ zeigt, dass in Deutschland in den nächsten 10 Jahren im Schnitt 0,21 Tonnen organischer Kohlenstoff pro Hektar Ackerland und Jahr im Oberboden verloren gehen könnten, wenn sich an der Bewirtschaftung nichts ändert. Für den vom Thünen-Institut veröffentlichten Bericht nahmen Wissenschaftler zwischen 2012 und 2018 in ganz Deutschland mehr als 120.000 Bodenproben und analysierten…

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GAP: Gerecht und nachhaltig ist unverhandelbar

Mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollen die Gelder zukünftig gerechter verteilt und Umweltleistungen besser entlohnt werden. Das erklärt die SPD-Abgeordnete im EU-Parlament Maria Noichl. Nach ihren Worten wird ihre Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) ausschließlich Änderungen am Kommissionsvorschlag unterstützen, die folgende Inhalte voranbringen:1. Eine maximale Grundsicherung der Landwirte bis 60.000 Euro pro Jahr durch Flächenzahlungen. Deshalb muss es eine verpflichtende Kappung auf EU-Ebene geben.2. Die Hälfte der Gelder der ersten Säule müssen verpflichtend für Umweltleistungen, die sogenannten…

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Über 36.000 Menschen fordern Schutz vor Klima-Desaster

Über 36.000 Menschen haben in Köln und Berlin trotz Kälte und Wind für einen engagierten Kohleausstieg und gegen das Versagen der Bundesregierung beim Klimaschutz protestiert. Kurz vor Beginn des Weltklimagipfels (COP24) im polnischen Katowice und vier Tage nach dem vernichtenden Klima-Zeugnis des UN-Umweltprogramms zeigten sich viele der Demonstrantinnen und Demonstranten entsetzt und enttäuscht über die Untätigkeit der Politik. Die Klimakrise sei längst bittere Realität. Nachdem die Bundesregierung den Kohleausstieg ausgebremst und die Verhandlungen der Kohle-Kommission ins kommende Jahr verschoben hat, stehe sie nun nach Ansicht der Veranstalter…

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