Bundesregierung zeigt kein Interesse an Durchsetzung von Menschenrechten in der Wertschöpfungskette

Die Bundesregierung zeigt nach Ansicht von Brot für die Welt, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Global Policy Forum und Misereor kein Interesse an einem verbindlichen UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten, das weltweit Standards für Unternehmen setzen soll, die Menschenrechte zu wahren und die Umwelt zu schützen. So habe die Regierungskoalition die Frist zur schriftlichen Kommentierung des ersten Entwurfs für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten am 28. Februar dieses Jahres verstreichen lassen, ohne sich zu dem Abkommen zu positionieren. Zwar hätte sich das federführende Auswärtige Amt für…

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Flächendeckend Ökolandbau ohne Diskussion über groß und klein

„Ich mag diese Diskussion über groß und klein gar nicht. Ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt, was man aus seinem Betrieb macht“, erklärt Stephanie Strotdrees, Bioland-Vizepräsidentin, in einem Interview in der Unabhängigen Bauernstimme auf die Frage, ob die Öffnung ihres Verbandes gegenüber dem Discounter Lidl vor allem für mittlere und kleine Biobetriebe zu einem Bumerang werden könnte, der ihre Existenz bedroht. Als Schutz vor der Macht des Discounters habe Bioland sich von Oxfarm und verschiedenen Anwälten beraten lassen und im Vertrag Fair-Play-Regeln und sieben Mindestkriterien festgeschrieben sowie eine Ombudsstelle eingerichtet. Ferner…

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EFSA will weitere Gentechnik-Mais-Varianten zulassen

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat sich für die Zulassung weiterer umstrittener Gentechnik-Mais-Varianten der Firma Bayer (Monsanto) ausgesprochen. Das meldet das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech. Demnach geht es in den aktuellen Bewertungen der EFSA vom Januar 2019 um zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und produzieren bis zu sechs Insektengifte. Der gentechnisch…

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foodwatch kritisiert Coca-Cola-Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft

Zu Beginn des Jahres hat Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Wie schon bei früheren Präsidentschaften ist es nicht unüblich, dass diese von großen Unternehmen gesponsert werden. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat diese Praxis am Beispiel des Sponsorings der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft durch Coca-Cola, auf die unter anderem der ZDF-Korrespondent in Brüssel, Stefan Leifert, auf Twitter aufmerksam gemacht hatte, jetzt scharf kritisiert. In einem offenen Brief fordert foodwatch EU-Ratspräsident Donald Tusk und die rumänische Premierministerin Viorica Dăncilă auf, die Partnerschaft mit Coca-Cola unverzüglich zu beenden. Angesichts…

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„Kein Billigfleisch in der Fastenzeit““

Zum Verzicht auf Billigfleisch in der Fastenzeit (vom 6. März bis 18. April) fordert Prälat Peter Kossen in plattdeutschen Andachten im Norddeutschen Rundfunk (NDR) auf. „Ich meine das Kilo Hackfleisch für 2,77 Euro, die Hähnchenschenkel für 17 Cent/100g und die Bratwurst für 89 Cent“, so Kossen. In der Fastenzeit bewusst hinzuschauen, wo das Fleisch herkommt und wie es produziert wurde: Dafür will Kossen möglichst viele Menschen gewinnen. Sind Menschen und Tiere für „Billig! Billig! Billig!“ gequält worden? Sind die Landwirte für ihre Arbeit angemessen bezahlt worden und die Arbeitsmigranten in den Großschlachthöfen auch? – „Das billige Fleisch hat…

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Ökolandbau in vielen Berufs- und Fachschulen kein Thema

In vielen Berufsschulen und Fachschulen für Landwirte, Gärtner und Winzer ist Ökolandbau kein Thema. Das meldet das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) als Ergebnis einer von ihm durchgeführten bundesweiten Abfrage. Knapp drei Jahre lang hatte das KÖN Vertreter der Ministerien und der Verbände sowie Lehrer befragt, wieviel Ökolandbau in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ihres Bundeslandes unterrichtet wird. Diese Status-quo-Analysen wurden anschließend mit den Verantwortlichen auf Länderebene diskutiert. Und es wurden Maßnahmen verabredet, Ökolandbau flächendeckend in größerem Umfang zu etablieren. In einigen Bundesländern wie…

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Hessen arbeitet an Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft

Die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen will in der 2018 begonnenen Legislaturperiode vor allem die Zusammenarbeit mit den Verbänden fortführen und den ökologischen Landbau und die konventionelle Landwirtschaft im Sinne nachhaltiger Landbewirtschaftung gestalten und fördern. „Um hier noch besser zu werden, erarbeiten wir unsere Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft“, erklärte Landwirtschaftsministerin Priska Hintz (Bündnis 90/Die Grünen) im hessischen Landtag. „Mit vielfältigen Ackerkulturen kann die Landwirtschaft umweltschonend und zukunftssicher gestaltet werden. Dafür werden wir in dieser Legislatur wieder ein Förderprogramm…

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Südzucker-Aufsichtsrat stimmt Schließungsplänen zu

Der Aufsichtsrat der Südzucker AG hat in seiner gestrigen Sitzung dem Restrukturierungsplan des Vorstands für das Segment Zucker zugestimmt. Mit dem erstmals in der Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2019 vorgestellten Restrukturierungsplan verfolgt Südzucker nach eigenen Angaben das Ziel, die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU auf das Segment Zucker zu verringern und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu sichern und zu stärken. Der Restrukturierungsplan sieht laut Südzucker Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor und dabei insbesondere die Anpassung der…

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Erster Runder Tisch nach dem Volksbegehren

Am 20. Februar 2019 fand der von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach dem erfolgreichen Volksbegehren "Rettet die Bienen" einberufene runde Tisch mit Vertretern der Staatsregierung, Initiatoren des Volksbegehrens und betroffenen Verbänden in der Bayerischen Staatskanzlei statt, geleitet und moderiert von Landtagspräsident a.D. Alois Glück. Nach Aussagen von Teilnehmern in sehr „konstruktiver“ und vom „Willen zur Gemeinsamkeit“ getragenen Atmosphäre. Erklärtes Ziel aller Anwesenden sei es, einen Vorschlag für ein "Volksbegehren plus" zu erarbeiten. Das heißt alle Bereiche, von den Straßenrändern bis zum Mähroboter im Privatgarten mit zu erfassen.…

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Menschenrechte in der Lieferkette und der Fleischindustrie

Das Deutschen Institut für Menschenrechte legt jährlich einen Bericht an den Deutschen Bundestag über die Lage der Menschenrechte in Deutschland vor. Im jüngsten Bericht „Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland Juli 2017 – Juni 2018“ wird als Problemfeld unter anderem auch die Fleischindustrie genannt. In der jetzt im Bundestag erfolgten Beratung spielt die Berücksichtigung von Menschenrechten in der Lieferkette eine zentrale Rolle. „Ich erfahre in Diskussio­nen in anderen Ländern, aber auch bei der Staatenprüfung in Genf – einige Kollegen aus dem Haus waren dabei – immer wieder, dass man die Situation in anderen Ländern nur dann…

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