Crispr-Hühner: Pandemierisiko statt Gripperesistenz

Britische Forschende wollten Legehennen mit Hilfe des neuen gentechnischen Verfahrens Crispr/Cas resistent gegen einen Stamm des Vogelgrippevirus machen, berichteten sie kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications. Doch die Viren überwanden die Resistenz schnell und mutierten so, dass sie perspektivisch auch Menschen gefährlich werden könnten. Für die Studienautoren ist damit klar, dass diese Hühner für die Landwirtschaft nicht geeignet sind. Ein unbeteiligter Wissenschaftler nannte die Versuche eine „akademische Fingerübung“. Um sich zu vermehren nutzt der Vogelgrippevirus in den Tieren ein Protein mit der Bezeichnung ANP32A. Die…

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Risiken von Pflanzen aus ‚Neuer Gentechnik‘ komplexer als angenommen

Eine neue Publikation im wissenschaftlichen Journal ‚Frontiers in Bioengineering and Biotechnology‘ befasst sich umfassend mit unbeabsichtigten genetischen Veränderungen, die durch die Verfahren der Neuen Gentechnik (NGT) bei Pflanzen verursacht werden. Die AutorInnen kommen zu dem Schluss, dass die Risiken von NGT-Pflanzen bisher oft unterschätzt werden. Das teilt das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech mit. Die aktuelle Studie wertet zahlreiche publizierte Ergebnisse zu den Auswirkungen der Neuen Gentechnik auf molekularer Ebene aus. Demnach kann sie unbeabsichtigte genetische Veränderungen verursachen, die…

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Weg ist weg: Studie zum Artensterben lässt Alarmsignal erschallen

Bei der Klima- und Biodiversitätskrise handelt es sich um eine Zwillingskrise, die nur gemeinsam gelöst werden kann. Während der Klimawandel es „über eine lange Themenkarriere mit einer geradezu absurd flachen „Lernkurve“ und zu spätem Handeln“ mittlerweile „in die hohe Politik geschafft hat“, wird dem Schwund der Artenvielfalt noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteil. Obwohl Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft mit Vehemenz an die Weltgemeinschaft und Politik appellieren und zum Handeln mahnen, und trotz ehrgeiziger globaler Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsziele, besteht ein enormes Umsetzungsdefizit. Das ist das Fazit einer neuen…

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Termin-HINweise

AbL-Infoabend: An- und Umbaulösungen für Anbindeställe +++ Gentechnik-Deregulierung: viel zu verlieren, nichts zu gewinnen! +++ Agrarmärkte nachhaltig gestalten: Die Bedeutung von Märkten und Preisen für den Transformationsprozess in der Landwirtschaft

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AbL begrüßt Vorschläge zur GAP als folgerichtig – auch im Sinne der Zukunftskommission Landwirtschaft

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. begrüßt die Vorschläge des BMEL zur Weiterentwicklung der GAP und ruft alle politisch Verantwortlichen im Bund und den Bundesländern dazu auf, diese zügig und mutig zu beschließen und umzusetzen. Als besonders begrüßenswert beschreibt der Milchviehhalter und Landesvorsitzende der AbL Niedersachen, Ottmar Ilchman, den BMEL-Vorschlag einer zusätzlichen Öko-Regelung für Dauergrünlandflächen, welche maximal zweimal geschnitten werden: „Bereits seit Jahren ist klar, dass innerhalb der Öko-Regelung ein Angebot für klassische Grünlandbetriebe mit Weidehaltung von Milchkühen und deren Nachzucht…

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Blauzungenkrankheit: Erkranktes Schaf macht NRW zum Sperrgebiet

Es war nur eine kurze Zeit Normalität eingekehrt in Sachen seuchenhaftes Geschehen. Erst im Juni war Deutschland als „frei“ von der Blauzungenkrankheit (BTV) anerkannt worden. Doch seit letzter Woche gibt es wieder einen bestätigten BTV-Fall in Nordrhein-Westfalen (NRW) und es gilt wieder eine Verbringungsbeschränkung für Tiere empfänglicher Arten. Damit dürfen Rinder, Schafe und Ziegen nicht mehr in als frei geltende Regionen verbracht werden. Nachdem bereits in den Niederlanden die Blauzungenkrankheit mit dem Serotyp3 Anfang September festgestellt wurde, greift die Krankheit dort sehr schnell bei Schafen um sich. Nun ist auch im direkt…

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DFWR und DNR: Forstwirtschaft und Naturschutz haben große Schnittmengen

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) wollen sich gemeinsam für lebensfähige Wälder einsetzen. Das ist ein Ergebnis eines Fachgespräches, zu dem sich die Verbände jetzt getroffen haben. Das öffentliche Interesse gegenüber dem Wald und seiner nachhaltigen Bewirtschaftung ist nach Ansicht der Verbände angesichts der Herausforderungen von Klimawandel und Biodiversitätskrise bei gleichzeitiger Bereitstellung des Rohstoffs Holz größer denn je. Und um hier nach Lösungsansätzen zu suchen, möchten die Spitzenverbände gemeinsame Belange kooperativ vorantreiben. „Nur in einem größtmöglichen sachlichen Konsens können…

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Glyphosateinsatz fördert Waldbrände

„Die Art, in der Wald und Feuer in den letzten 100 Jahren gemanagt wurden, hat das Ausmaß und die Intensität von Bränden erhöht“, heißt es in einem Bericht der Forstaufsichtsbehörde im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Die Interessen der Forstwirtschaft hätten häufig Vorrang vor Umwelt und menschlicher Gesundheit. Die kanadische Holzindustrie bringt jedes Jahr vor der Aufforstung mit Nutzhölzern wie Fichten und Kiefern meist per Flugzeug auf tausenden Hektar Wald Glyphosat aus. Damit sollen die Setzlinge vor Nährstoffkonkurrenz durch Laubbäume, Büsche und Gras geschützt werden. Im Vergleich zu Laubbäumen sind Nadelbäume leicht entflammbar.…

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Bundesrat bleibt bei Kennzeichnung neuer Gentechnik vage

Die Bundesländer haben im Bundesrat den Vorschlag der EU-Kommission zur Regelung neuer gentechnischer Verfahren (NGT) begrüßt und nur wenig Kritisches angemahnt. Klare Ausschussempfehlungen etwa zur Kennzeichnung oder zur Möglichkeit, dass Mitgliedstaaten den NGT-Anbau verbieten können, fanden im Plenum keine Mehrheit. Das lässt der Bundesregierung viel Freiheit für ihre Verhandlungen in Brüssel. Der Bundesrat betonte das Potential von NGT-Pflanzen für Forschung und Pflanzenzüchtung und lobte die EU-Kommission dafür, dass sie eine Regulierung anstrebe, „um die mit der Entwicklung und dem Anbau von NGT-Pflanzen verbundenen Chancen für eine…

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Noichl: „Europäischer Hunger nach Soja muss nachhaltig gestillt werden“

Am Donnerstag, den 19. Oktober 2023, hat das Plenum des Europäischen Parlaments in einer Entschließung seine Position für eine neue Europäische Proteinstrategie auf den Weg gebracht, um das europäische Futterprotein-Defizit anzugehen. Da darin auch der Einsatz sogenannter neuer Züchtungsverfahren vorgesehen ist, konnte die SPD-Delegation im EU-Parlament der Strategien trotz darin enthaltener positiver Ansätze nicht zustimmen, erklärt die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl. „Die Europäische Union hat ein ganz konkretes Problem: Den Hunger nach pflanzlichen Futterproteinen, wie etwa Soja, für die intensive Tierhaltung. Der Import von Millionen Tonnen…

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