Bundesrat beschließt Ausstieg aus dem Kastenstand

Der Bundesrat hat nach mehrmaliger Terminverschiebung und heftigen politischen Auseinandersetzungen einer Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und damit einer Neuregelung der Kastenstandhaltung von Sauen mit deutlichen Änderungen gegenüber dem von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner vorgelegten Entwurf zugestimmt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ein Beschluss, der mehr Klarheit schafft. Zentrale Punkte der Neuregelung sind, dass spätestens nach einer Übergangsfrist von 8 Jahren Sauen im Deckzentrum nicht mehr im so genannten Kastenstand gehalten werden dürfen, sondern nur noch in der Gruppe. Eine Fixierung ist…

weiter lesen...


Schwarzwaldmilch praktiziert Glyphosat-Verbot und ausschließlich europäische Zukauffuttermittel

„Wir denken nicht nur an heute und morgen, sondern in Generationen und Enkelfähigkeit.“ Was Andreas Schneider, Geschäftsführer der baden-württembergischen Molkerei Schwarzwaldmilch, im Rahmen der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz betonte, ist nach eigenen Angaben die zentrale Maxime beim Thema nachhaltiger und damit verantwortlicher Unternehmensausrichtung. Aus dieser Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt heraus gilt bei der Schwarzwaldmilch Molkerei „im Sinne einer verantwortungsvollen Landwirtschaft“ seit dem 1. Juli ein konsequentes Glyphosat-Verbot auf allen landwirtschaftlichen Flächen der Schwarzwaldmilchbauern, auf denen…

weiter lesen...


78 Organisationen fordern Ächtung der Gene Drive-Risikotechnologie

In einem offenen Brief rufen 78 Umwelt-, Agrar-, Tierschutz- und Entwicklungsorganisationen aus ganz Europa die EU-Kommission dazu auf, die Freisetzung sogenannter Gene Drive Organismen in der EU und international zu ächten. Mit dieser neuen Gentechnikanwendung können ganze Tierpopulationen und -arten in der Natur ausgerottet und umprogrammiert werden. Die unterzeichnenden Organisationen fordern von der EU, sich auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz (COP 15) der UN-Biodiversitätskonvention für ein globales Moratorium auf die Freisetzung von Gene Drive Organismen einzusetzen. Dasselbe verlangt auch das Europäische Parlament in einem…

weiter lesen...


Gentechnisch verunreinigte Maissamen verkauft und angebaut

Ein deutscher Saatguthändler hat rund 13 Millionen gentechnisch verunreinigte Mais-Samen eines US-Herstellers in mehrere Bundesländer und sechs weitere europäische Länder verkauft. Zum Teil wurden sie bereits ausgesät. Deutsche Behörden wurden erst durch ungarische Kontrolleure auf den Fall aufmerksam. Weder sie noch der Saatguthändler selbst hatten die Verunreinigung bemerkt. Das teilt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit. In mehreren deutschen Bundesländern war der mit rund 0,1 Prozent zweier gentechnisch veränderten Maisevents von Bayer/Monsanto verunreinigte Zuckermais der Sorte „Sweet Wonder“ bereits angebaut worden. Als erstes war…

weiter lesen...


„Wir haben es satt!“-Bündnis: „Schluss mit den Lippenbekenntnissen, Frau Klöckner!“

Kurz vor Beginn der EU-Ratspräsidentschaft haben zahlreiche Menschen mit dem Konterfei von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor dem Brandenburger Tor in Berlin demonstriert. Auf Schildern, die sich die Demonstrant*innen um den Hals gehängt haben, sind die Handlungsfelder mit den größten Versäumnisse der Agrarministerin aufgelistet: „Höfesterben“, „Billig-Fleisch“, „Tierfarbriken“, „Artensterben“, „Industrie-Lobby“ und „leere Phrasen“. Das „Wir haben es satt!“-Bündnis, das die Protestaktion initiiert hatte, will damit auf seine Forderung nach einer EU-Agrarreform für Bauernhöfe, Tiere und die Umwelt aufmerksam machen. Ministerin Klöckner…

weiter lesen...


60 Organisationen fordern: Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

60 zivilgesellschaftliche Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Landwirtschaft, Menschenrechte, Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe protestieren heute gegen das geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt und einem gemeinsamen Aufruf fordern sie von der Bundesregierung, das Abkommen zu stoppen. Diese hat angekündigt, das Abkommen unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft voranbringen zu wollen. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die immer weiter fortschreitende ungesteuerte Globalisierung nicht zu einer gerechten und ökologischen…

weiter lesen...


Ergebnis des Branchengesprächs „nicht befriedigend“

Als „nicht befriedigend“ hat Martin Schulz, der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einer ersten Reaktion die Ergebnisse des Branchengesprächs bezeichnet. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk kritisiert er, dass das Ergebnis „wenig konkret“ sei und aus Absichtserklärungen bestehe. Derartige Treffen habe es in den letzten 12 Jahren „ganz viele in Bezug auf das Tierwohl“ gegeben. Eine Veränderung sei dabei nicht wirklich herausgekommen. Als „Hoffnungsschimmer“ und „Ansatz, der in die richtige Richtung gehen kann“, sieht Schulz die Ergebnisse der Borchert-Kommission, zu denen in dieser Woche auch ein…

weiter lesen...


Der Branchengipfel stellt die „System-Frage“

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner sowie Ursula Heinen-Esser und Barbara Otte-Kinast, die Landwirtschaftsministerinnen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, hatten zum „Branchengespräch Fleisch“ nach Düsseldorf geladen und, wie die Bundesministerin sagte, alle kamen beziehungsweise waren per Video zugeschaltet. Dass es Veränderungen in der Fleischbranche geben muss, darin waren sich Politik, Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Verbrauchervertreter nach Wahrnehmung der Ministerinnen einig. „Mehr Tierwohl in Ställen, höhere Sozialstandards in Schlachtbetrieben, Preiswahrheit im Handel und verantwortungsvolle Verbraucherinnen und…

weiter lesen...


NRW und Niedersachsen legen 10-Punkte-Papier zum Systemwechsel in der Schlacht- und Zerlegeindustrie vor

Als „immens wichtig“ hat die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die von Niedersachsen gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen erarbeiteten „10 Kernforderungen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der Schlacht- und Zerlegeindustrie“ bezeichnet. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt: Die Selbstverpflichtungen der Schlacht- und Zerlegeindustrie sind gescheitert. Daran ändern auch jüngste Ankündigungen einzelner Unternehmen nichts, zukünftig verstärkt bisherige Werkvertragsbeschäftigte direkt einzustellen. Wir brauchen jetzt einen Systemwechsel in der Branche mit klaren…

weiter lesen...


Der gesamte LEH muss nicht nur bei Werkverträgen Verantwortung übernehmen

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies und der Ankündigung der Politik, entschlossen und gesetzlich gegen Werkverträge vorgehen zu wollen, haben mehrere Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) angekündigt, zukünftig auf Werkverträge verzichten zu wollen. Als „erste Handelsunternehmen“, wie es in ihrer Mittelung heißt, erklärten die zur Schwarz-Gruppe gehörenden Unternehmen Lidl und Kaufland „mit ihren Frischfleisch- sowie Frischgeflügel-Lieferanten vereinbart“ zu haben, „ab spätestens Januar 2021 auf Werkverträge mit Dritten in den Kernprozessen Schlachtung, Zerlegung sowie Verpackung zu verzichten“. Die Entscheidung, „zukünftig kein…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…