Kanzlerkandidat*innen zu neuer Gentechnik

Mit der Forderung „die Gen-Schere unter Kontrolle halten“ hatten Mitte Mai verschiedene Organisationen gemeinsame Briefe an die drei Kanzlerkandidat*innen verschickt. Dazu brauche es unter anderem eine strikte Regulierung und umfassende Risikoprüfung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik. Nun liegen die Antworten der Kandidat*innen vor. Annalena Baerbock schreibt: „Auch nach der Bundestagswahl wird sich meine Partei dafür einsetzen, dass das geltende EU-Zulassungsverfahren weiterhin für Anwendungen der neuen Gentechnik gilt und nicht aufgeweicht wird.“ Weiter heißt es: „Bei Techniken mit einem so hohen Eingriffspotential wie der Gentechnik muss das…

weiter lesen...


Richtungsweisende Impulse für die Agroforstwirtschaft aus dem Bundesrat

Der Bundesrat hat dem Entschließungsantrag des Landes Thüringen „Initiative Biodiversität- und Klimaschutz - Neue Wege der Landnutzung wagen - Agroforstwirtschaft im Verwaltungssystem verankern“ in unveränderter Form mehrheitlich zugestimmt. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland ist das auch das Ergebnis einer durch die AbL erfolgten Kraftanstrengung, denn der Antrag drohte deutlich verwässert zu werden, was in der Praxis das Aus für eine Vielzahl möglicher Agroforstsysteme bedeutet hätte. In der Entschließung heißt es unter anderem: „Agroforstwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Landnutzungsform, die gezielt…

weiter lesen...


Mehr Patente durch neue Gentechnik

Neue Gentechnik-Verfahren führen zu mehr Anmeldungen und Erteilungen von Patenten auf Pflanzen, wie ein aktueller Bericht von Testbiotech zeigt. Jedoch behindern Patente den freien Zugang zu genetischen Ressourcen, ein Grundpfeiler der Pflanzenzüchtung. Dies führt zu mehr Kontrolle der Patentinhaber*innen, behindert Innovationen und Wettbewerb. Damit wird klar, dass das häufig formulierte Argument, die neuen Gentechniken seien einfach und kostengünstig, zu kurz gedacht ist. Die Recherche zeigt, dass einige wenige Firmen bei den Patentanmeldungen dominieren. Vorreiter ist Corteva (Zusammenschluss von DowDuPont), die bis Ende 2020 über 70 Patente…

weiter lesen...


Korrigiert Aldi den Trinkmilcheinkauf?

Bis September will Aldi sich vom Ritual der halbjährlichen Verhandlungen für Trinkmilchkontrakte verabschieden und Dreijahresverträge abschließen. Marktkenner wittern eine Revolution. Konkurrenten und Molkereien äußern sich zurückhaltend. Wie die Lebensmittelzeitung (LZ) in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, ändern Aldi Nord und Süd ihre Kontraktpolitik für Trinkmilch. Nicht mehr „aufreibende“ und von Treckerdemonstrationen begleitete Gesprächsrituale über Preise und Lieferkonditionen zweimal im Jahr, sondern Mehrjahresverträge sollen Grundlage werden. Vorbild sind Vereinbarungen, wie sie in Großbritannien, Niederlande und auch in Australien üblich…

weiter lesen...


Die letzten 100 Tage nutzen: AbL unterzeichnet zusammen mit 54 Organisationen Forderungen für ein Klimaschutz-Sofortprogramm

Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur Treibhausgas-Minderung hinterlegen. Das fordern 55 Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter die AbL, in einem am 16.Juni 2021 veröffentlichten Klimaschutz-Sofortprogramm. Die Organisationen begrüßen, dass die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz als Reaktion auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in einem sonst unvorstellbaren Tempo überarbeitet und die Klimaziele nachgeschärft hat. „Dies sind Schritte in die richtige Richtung, doch auch die angehobenen Klimaziele bringen Deutschland noch nicht auf einen Kurs, der…

weiter lesen...


Gemeinwohlprämie: Die Zeit ist reif!

Auf der letzten Konferenz der Agrarminister*innen und Senator*innen (AMK) haben die Bundesländer ein weiteres einstimmiges Bekenntnis zur Gemeinwohlprämie des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) abgegeben und beschlossen, bei der Arbeit einer noch einzurichtenden Arbeitsgruppe auch „ähnlich aufgebaute Prämienmodelle, wie sie zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) vorgelegt hat, zu berücksichtigen. Die AMK verweist in ihrem aktuellen Beschluss auf ihre Entscheidung vom 25.09.2020, wonach sie im Modellansatz einer Gemeinwohlprämie des DVL eine Möglichkeit sieht, umweltwirksame Maßnahmen der Landwirtschaft…

weiter lesen...


Meldungen von Märkten, Handel und Vermarktern

Haben die Molkereien den Milchpreis festgemeißelt? + Sie können es nicht lassen – EDEKA fordert Real-Beitrag + Uneinigkeit über Westfleisch- Strategie + Weiter Streit um Schweinepreis

weiter lesen...


Frankreich plant Abstockung der Tierbestände zur Erreichung der Klimaziele

Wie die französische Zeitung Le Paysan Tarnais meldet, plant die dortige Regierung eine Abstockung der Tierbestände, um die als Ziel gesetzte Klimaneutralität des Landes in 2050 zu erreichen. Um eine 18%ige Reduktion der landwirtschaftlichen Emissionen zwischen 2015 und 2030 zu erreichen, plant das Ministerium demnach eine Reduktion der Milch- und Mutterkuhbestände um 13 bzw. 12% sowie eine Reduktion der Anzahl der Sauen um 14%. Bis 2050 und bei einem Emissionsreduktionsziel von 46 % soll der Rinderbestand um 25 % und der Sauenbestand um 30 % sinken. Obwohl die Zahlen vorliegen, wurde sie von den zuständigen Stellen bisher nie öffentlich gemacht,…

weiter lesen...


Politischer Richtungswechsel für faire Erzeugerpreise jetzt!

Auf der jüngsten Agrarministerkonferenz (AMK) haben mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz alle Länder mit Sorge festgestellt, dass die Milchauszahlungspreise weiter unter Druck stehen und das Milchpreisniveau häufig nicht auskömmlich ist. Aber nur neun der 16 Bundesländer fordern vom Bund einen konstruktiven Umgang mit den vorgeschlagenen Marktkriseninstrumenten des EU-Parlamentes (EP). Das kritisieren in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Land schafft Verbindung (LsV) Schleswig-Holstein und Hamburg, der Landesnaturschutzverband (LNV) Schleswig-Holstein und das Landesteam des Bundesverbandes Deutscher…

weiter lesen...


Studie: Risiken der Pestizid-Anwendung bisher unterschätzt

Auf unseren Äckern werden oft mehrere Pestizide gleichzeitig oder nacheinander verwendet. Wie die einzelnen Mittel zusammenwirken, wird vorher in der Zulassung nicht überprüft. Dort werden Mittel nur einzeln bewertet. Die Folge: Unerwünschte Kombinationswirkungen von Pestiziden auf die Umwelt bleiben oft unentdeckt. Laut einer neuen Studie für das Umweltbundesamt (UBA) muss sich das rasch ändern. Die in der Studie ermittelten Risiken zeigen nach Ansicht des UBA auch, dass der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der konventionellen Landwirtschaft insgesamt sinken muss. Die „Farm-to-fork-Strategie“ der Europäischen Kommission mit dem Ziel, den…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…