AMK: Mehrheit will Pestizidrecht lockern – Umweltinstitut warnt vor massiven Rückschritten

Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) sprachen sich die meisten Minister:innen für weitreichende Lockerungen im Pestizidrecht aus. Sie unterstützten Inhalte des Antrags Sachsens, die aufgrund der in einer Protokollerklärung festgehaltenen Vorbehalte aus Niedersachsen, Hamburg und Bremen aber keine Einstimmigkeit fanden. Das Umweltinstitut München sieht in der Mehrheit für die Lockerungen ein fatales politisches Signal: Statt den Pestizideinsatz zu reduzieren und ökologische Alternativen zu stärken, drohen weitere Rückschritte beim Umwelt- und Gesundheitsschutz.  Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen,…

weiter lesen...


Landwirtschaft: Rund zehn Prozent mehr Lohn für Beschäftigte bei einer Laufzeit von 33 Monaten

Die Einkommen in der Landwirtschaft mit insgesamt rund 500.000 Beschäftigten sollen in den nächsten gut zweieinhalb Jahren in drei Stufen um insgesamt rund zehn Prozent steigen. Darauf haben sich die Verhandlungskommissionen des Gesamtverbandes der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach langwierigen Verhandlungen geeinigt. Der ausgehandelte Kompromiss ist eine Bundesempfehlung, die Grundlage für die jeweiligen Tarifverträge zwischen den regionalen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden und der IG BAU ist. Die Empfehlung sieht laut einer…

weiter lesen...


Verbraucherzentrale fordert klare Herkunfts- und Regionalangaben auf Lebensmitteln

Regionale Wertschöpfung und kürzere Lieferketten tragen zu einer stabilen Lebensmittelversorgung bei und können das Vertrauen der Verbraucher:innen in die Herstellung von Lebensmitteln stärken. Das teilt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit. Damit Menschen bewusst regional einkaufen können, müssen Herkunftsangaben nach Ansicht des vzbv jedoch verlässlich sein. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Projekts Lebensmittelklarheit, ein Gemeinschaftsangebot des Verbraucherzentrale Bundesverbands mit den Verbraucherzentralen, zeigt jedoch: Verpackungen können starke Erwartungen auslösen, die nicht zur tatsächlichen Herkunft des Produkts oder…

weiter lesen...


Agrarpolitik krisenfest machen – bäuerliche Landwirtschaft stärken

Anlässlich der Frühjahrskonferenz der Agrarministerinnen und Minister des Bundes und der Bundesländer (AMK), die vom 18. bis 20.03.2026 im bayerischen Bad Reichenhall stattfindet, fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einem Brief agrarpolitische Entscheidungen für eine krisenfeste Landwirtschaft. Aus Sicht der AbL ist eine bäuerliche Landwirtschaft mit vielen und vielfältigen landwirtschaftlichen Betrieben und möglichst regionalen Stoff- und Wirtschaftskreisläufen gerade in Zeiten großer globaler Verwerfungen ein wichtiger Garant für Sicherheit und Unabhängigkeit. Die Bundesvorsitzende der AbL, Claudia Gerster, sieht die…

weiter lesen...


Schweinemarkt: hü und hott, vor und zurück – und ein untätiger Minister hofft auf China

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Investitionen brauchen Planungssicherheit. Das weiß jeder Marktbeteiligte. Auf dem Schweinemarkt herrscht aber ein permanentes auf und ab, vor und zurück, was viele ins Kopfschütteln treibt. Preise schwanken unter die Existenzgrenze, Förderung wird beendet oder doch irgendwie weitergeführt. Das zentrale Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) ist verschoben oder wird vielleicht noch gestrichen. Bei der Hebung des Tierwohls setzt man allein auf das Engagement des Einzelhandels. Und ein Rettungsanker soll der Export in Drittländer werden. Zugleich setzt sich die Schlachthof- und die „Wurstkrise“ fort. Schlachthöfe…

weiter lesen...


Bayerisches Agrarbündnis: Umbau der Agrarförderung überfällig

Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) vom 18. bis 20. März in Bad Reichenhall hat das bayerische Agrarbündnis bestehend aus Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), BUND Naturschutz (BN), Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL), Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) seine Positionen zur zukünftigen Agrarpolitik vorgestellt. Die bayerische Verbändeplattform setzt sich für einen politischen und wirtschaftlichen Rahmen ein, in dem landwirtschaftliche Betriebe ein gutes wirtschaftliches Auskommen haben, unsere…

weiter lesen...


Verbände warnen vor Rückschritten und fordern Kurskorrektur von der AMK

Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) haben sich zahlreiche Verbände mit konkreten Forderungen an die Teilnehmenden gewandt. So betont beispielsweise der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Resilienz des ökologischen Landbaus angesichts der aktuellen globalen Krisen und fordert nötige Maßnahmen für dessen Ausbau. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) fordern Bund und Länder dazu auf, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 sowie die Umsetzung der EU-Naturwiederherstellungsverordnung entschlossen voranzubringen, Natur und Landwirtschaft zu stärken. Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine…

weiter lesen...


Europäische Kommission will Freisetzungen gentechnisch veränderter Mikroorganismen beschleunigen

In naher Zukunft könnten gentechnisch veränderte Bakterien vielfältig eingesetzt werden: im Verdauungstrakt von Rindern, Schweinen und Geflügel, in Lebensmitteln, als Pestizide in der Umwelt oder als Düngemittel auf Ackerböden. Auch Anwendungen am Menschen sind in der Entwicklung. Viele dieser Anwendungen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Trotzdem will die EU-Kommission die Sicherheitsstandards mittels einer neuen Richtlinie stark absenken. In ausführlichen Stellungnahmen an das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) wenden sich Testbiotech und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gegen diese Pläne. Und in einer weiteren…

weiter lesen...


Bodenkongress: Ackerland in Bäuerinnen- und Bauernhand!

Ein wichtiges Zeichen für eine gerechte Bodenpolitik und für einen verbesserten Zugang zu Land für bäuerliche Betriebe und Existenzgründer:innen hat der bundesweite Bodenkongress in Apolda/Thüringen gesetzt. Im Eiermannbau in Apolda kamen über 140 Vertreter:innen aus Landwirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Wege zu einer gemeinwohlorientierten Gestaltung des Bodenmarktes zu diskutieren. Anlass der von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland, dem Netzwerk Flächensicherung und dem Förderverein bäuerliche Landwirtschaft durchgeführten Veranstaltung ist der zunehmende Druck auf…

weiter lesen...


Mindestlohn für Saisonbeschäftigte: Abschlag rechtlich zulässig -IG BAU widerspricht

Ein branchenspezifischer Abschlag vom gesetzlichen Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft ist rechtlich zulässig. Zu diesem Ergebnis kommt ein 140-seitiges Rechtsgutachten des Arbeitsrechtlers Prof. Dr. Christian Picker. Das Gutachten wurde im Auftrag eines Bündnisses von acht Verbänden der grünen Branche erstellt, die das Ergebnis begrüßen und umgehend eine entsprechende Sonderregelung fordern. Deutlicher Widerspruch kommt von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Der Gutachter stellt fest, dass ein Mindestlohnabschlag von 20 Prozent weder gegen das Grundgesetz noch gegen europäisches Recht verstößt. Im Gegenteil:…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…